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Zwölf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3099

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, wieso der »Mythos«-Zyklus für ihn zu einem der liebsten Zyklen gehört und wie der erste und letzte Satz von PERRY RHODAN-Wega Band 1 lautet.

Michi, hattest du gefühlt zu viel oder zu wenig Platz, um alles in 3099 zusammenzuführen?

Viel zu wenig. Aber das Problem hab ich eigentlich immer.

Zitat Bully: »Und ich, wie so oft, am Rand des Geschehens.«
Hm … er ist ein paar Monate über 18, er könnte es ja auch ändern. Was, denkst du, hält ihn davon ab?

Bully ist nun mal eine großartige Nummer Zwei. Das weiß er eh auch selbst, aber er meckert halt gern.

Zitat Bully: »Es gibt immer noch Perry Rhodan. Wenn jemand diese
Situation bereinigen kann, dann er.«
Bully zeichnet sich nicht gerade durch geringes Selbstvertrauen aus. Wieso denkt er, dass er das nicht könnte, was Perry Rhodan kann?

Nun, ES hat einstmals Atlan und Perry »auserwählt«. Ich bin mir sicher, dass Bully sich dessen sehr wohl bewusst ist und dementsprechend agiert.

Ich bin irritiert. Bei dir hat Opt-Atlan (oder OpA wie ihn im GalFor ein User genannt hat) einen Extrasinn. Ich dachte, der hätte keinen. Äh …?

Ja, da gab es einige Verwirrung deswegen. Sorry für den Fehler.

So genial ich die Idee mit dem Zeittorpedo finde (die dann ja nicht
funktioniert hat), erinnert mich das doch ein bisschen an Deus ex
Machina. Mal ehrlich und ganz unter uns: War bereits in Band 3000 klar, dass die Beschädigungen von Opt-Atlan aus der Zukunft stammen?

Das weiß ich wirklich nicht. Das ist eine Frage für die Expokratur.

Ich kann mich an keinen Zyklus erinnern, bei dem der Gegner »plötzlich« hilflos dastand und ihm Perry sogar helfen musste. Ist das ein Konzept, das Zukunft hat?

Das war eine Lösungsvariante für diesen einen Zyklus. Nicht mehr, nicht weniger.

Opt-Atlan wurde am Ende von Jasmyne vorgeführt und die wiederum von der Positronik der Opt-THORA – und das alles innerhalb eines Heftes. Es haben sozusagen die »Bösen« dreimal gewechselt. Perry Rhodan war auch eher Zuseher als aktiv am finalen Showdown beteiligt. Jeder Schreibratgeber sagt da das Gegenteil. Du machst auch Schreibcamps (den nächsten im Frühjahr mit Spiegel-Bestsellerautor Andreas Gruber), was sagst du als Dozent dazu?

Nun ja. Du weißt, dass Heftromanserien wie PERRY RHODAN eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen. Außerdem bilden die Handlungsfiguren Opt-Atlan, Opt-THORA und Jasmyne da Ariga gewissermaßen eine Einheit. Sie sind die »andere Seite«.

In deinem Blog schreibst du, dass dir der »Mythos«-Zyklus als einer der liebsten von denen in Erinnerung bleibt, die du mitgestalten durftest – nenn uns den Grund.

Die Antwort ist banal: Ich habe relativ viel Text zum Zyklus beigetragen und dementsprechend mehr Einfluss auf die Geschehnisse gehabt. Dementsprechend waren auch einige Romane dabei, mit denen ich einigermaßen zufrieden war.

Mit 3099 endet auch die Interviewserie – wie erleichtert bist du, dass du keine Fragen mehr von mir erhältst?

Ach, ich rechne fix damit, dass du dich in der einen oder anderen Form weiterhin mit den PERRY-Geschehnissen auseinandersetzen wirst. Dir entkommt man nicht.

3099 ist geschrieben – kannst du dich jetzt zur Gänze auf die im März 2021 erscheinende Miniserie Wega konzentrieren?

Es würde mich gehörig nerven, wenn ich mich ausschließlich auf eine Sache fokussieren müsste. Das kann ich einfach nicht. Dementsprechend werde ich weiterhin lauthals über zu viel Arbeit jammern und trotzdem nebstbei andere Dinge machen.

Gib uns mehr als bislang auf der Verlags-Homepage veröffentlicht …

Weil?

Band 1 ist sicher schon geschrieben – verrätst du uns den ersten und den letzten Satz?

Gerne.

Erster Satz: »›Es ist der richtige Ort, es ist die richtige Zeit‹, sagte der eine zum anderen.«

Letzter Satz: »Rhodan würde ihm nicht entkommen.«

Wenn du mich jetzt bitte entschuldigst? Ich muss rasch Anfang und Ende des ersten Wega-Bandes ein klein wenig umschreiben.

Michi, danke für deine Zeit. 

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360997/perry-rhodan-3099-die-kinder-der-milchstrae-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005837/perry-rhodan-3099-die-kinder-der-milchstrae-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3099

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12616

Homepage von Michael Marcus Thurner:
http://www.mmthurner.at/

Infos zur Miniserie WEGA:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/perry-rhodan-wega-erscheint-ab-m%C3%A4rz-2021

https://www.perrypedia.de/wiki/Wega_(Serie)

Neun Fragen an Leo Lukas zu seinem Band 3098

Leo Lukas verrät im Interview mit Roman Schleifer seine ersten Gedanken, nachdem er das Expo zu 3098 gelesen hat und seine Highlights des »Mythos«-Zyklus.

Leo, was waren deine ersten Gedanken, als du das Expo gelesen hast?

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Gucky »klassisch« in Aktion zeigen und sogar die ganze Real-Handlungsebene aus seiner Perspektive schildern konnte. Quasi als Wiedergutmachung für 3072.

Es gibt eine Legende, die vom Ende allen Lebens im Kosmos spricht, sollte TRAITOR fallen.
Hm … das müsste die Chaotarchen doch freuen?

Die vielleicht schon, aber nicht ihre im Zitat erwähnten Hilfsvölker. Darüber werden wir im kommenden Zyklus wohl mehr erfahren.

Du als RHODAN-Fan, den du dir trotz deines Autorenseins bewahrt hast: Wie gefällt dir, dass das Expoteam die Serienhistorie aufgreift und ergänzt? Immerhin gab es zum Zeitpunkt von Atlans Weg hinter die Materiequellen keine Mu Sargai.

Ich finde, dass Wim und Christian (zusammen mit Verena und Klaus, deren Beiträge man nicht unterschätzen sollte) das großartig machen. Für meinen Geschmack stimmt die Mischung zwischen Serientradition und ganz neuen Ideen perfekt. Und selbstverständlich gab es damals schon Mu Sargai, sie wurde bloß nicht erwähnt, weil Atlan sich ja nicht erinnert hat …  ;o)

Im Heft relativiert Mu Sargai die Legende, dass die Sterne erlöschen, wenn der letzte Ritter der Tiefe, also Atlan, gestorben ist. Was ist der Grund, dass ihr mit dieser Legende aufgeräumt habt?

Ich würde sagen, wir haben sie ein wenig zurechtgerückt. Ich war sehr froh, endlich folgenden Dialog mit Argumenten, die mir schon lang auf der Zunge lagen, schreiben zu können: »Sonst wären die Kosmokraten geradezu sträflich leichtsinnig, nicht wahr?« – »Das habe ich mir auch schon oft gedacht. Eigentlich müssten sie mich längst isoliert, ja konserviert haben, um dieses Ereignis nicht eintreten zu lassen.« – »Richtig. Wäre dem so, hätten sie dich als vermeintlich letzten Ritter sofort und für immer aus der kausal orientierten Raumzeit entnommen und an einen sicheren, raumzeitlosen Ort verbracht. Dass dies nicht erfolgt ist, sollte deine Frage beantworten …«

Noch ein Zitat: »Der Mensch, der Terraner namens Perry Rhodan ist ein anderes Kaliber als du. Sicherlich, ihr wurdet beide auserwählt. Aber an ihm hängt mehr als an dir.«
Hm … Perry hat ja nicht mal mehr die Ritteraura. Was genau hängt an ihm?

Steht doch da: mehr.

Mu Sargai meint, dass die Cairaner ihrem Auftrag gerade nachkommen, die letzten Artefakte von verstorbenen Superintelligenzen zu entsorgen.
Äh … habe ich das was verpasst? Die Cairaner sind hilflos und brauchen Unterstützung von Perry. Wie können sie da ihrem Auftrag nachkommen?

Ob sie es alleine oder mit Perrys Hilfe schaffen, dürfte einer Kosmokratin ziemlich egal sein. Es zeigt wieder mal, in welch unterschiedlichem Zeitrahmen und Abstand zum Fußvolk die Hohen Mächte planen und operieren.

Der Zyklus endet in einem Heft. Wenn du den »Mythos«-Zyklus Revue passieren lasst, was waren deine Highlights?

Ich hatte große Sorgen, wie es nach 2999 weitergehen würde. Wir konnten ja nicht gleich wieder so einen gewaltigen Bogen aufspannen wie den eben abgeschlossenen. Andererseits musste es interessant genug sein, dass die Leser nicht sagten: »Ach, eigentlich reicht’s mir mit 3000 Heften.«
Ich finde, das ist uns mit dem Zeitsprung und Perrys Rückkehr in eine stark veränderte Milchstraße recht gut gelungen. Und trotzdem war Mythos ein relativ »kleiner« Zyklus, der auch, glaube ich, mit 3099 zufriedenstellend abgeschlossen wird, sauber und doch ohne »Total-Reset«. Zemina Paath hat gehalten, was sie im Auftaktband versprochen hat, und mit Iwan/Iwá Mulholland werden wir hoffentlich noch viel Freude haben – um nur zwei neue Hauptfiguren dieses Zyklus zu nennen, die IMHO gut funktioniert haben.

Die Interviewserie endet mit 3099. Wie erleichtert bist du, dass du vor mir jetzt Ruhe hast?

Ich kann’s irgendwie noch gar nicht recht glauben … Vielleicht lässt du dich ja doch zu einer Fortsetzung breitschlagen.

Leo Lukas hat seinen ersten Krimi »Mörder Quoten« veröffentlicht, den ich mit vergnügen gelesen habe. Das Interview dazu gibt es hier:
https://www.proc.org/interview-mit-leo-lukas-zu-seinem-krimi-moerder-quoten/

Leo, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360980/perry-rhodan-3098-letzte-rast-bei-mu-sargai-von-leo-lukas-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005820/perry-rhodan-3098-letzte-rast-bei-mu-sargai-von-leo-lukas-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3098

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12600

 

Fünfzehn Fragen an Uwe Anton zu seinem Band 3097

Uwe Anton verrät im Interview mit Roman Schleifer, wieso achtunddreißig Seiten aus dem Manuskript gestrichen wurden und wieso Perry Rhodan immer der Heilsbringer am Zyklusende sein muss.

Uwe, wenn ich das richtig gesehen habe, hast du die Nachnamen von BVB-Spielern für den Roman verwendet. Ich dachte immer, du bist Bayern München-Fan?

Bin ich auch. Das Raumschiff, dessen Besatzung eventuell Anklänge an Namen von BVB-Spielern vermuten lässt, geht unter, die Besatzung kommt ums Leben. Das wollte ich den Bayern-Spielern nicht antun, dafür war die letzte Saison zu erfolgreich. Sie haben ja alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Borussia Dortmund mag ich aber auch, solange sie einigermaßen spannende Titelkämpfe um die deutsche Fußball-Meisterschaft liefern und am Ende mit schöner Regelmäßigkeit Zweiter werden, meinetwegen auch Dritter oder Vierter. Das muss man auch mal wertschätzen!

Du kannst das jetzt einem Psychotherapeuten zur Ferndiagnose geben, als gegeben hinnehmen oder lustig finden. Dieser Roman bietet für jeden Leser etwas.

Auch den Bundestrainer Löw hast du eingebaut. Hast du den Band in der zeitlichen Nähe zu jenem denkwürdigen Fußballspiel geschrieben?

Denkwürdige Fußballspiele habe ich in letzter Zeit mehr als genug gesehen. Ich frage mich, wieso unsere netten spanischen Nachbarn jetzt immer so mitleidig lächeln, wenn sie mich auf der Straße sehen. Vielleicht haben sie während des Spiels meine Kommentare gehört?

Der Löw, den du hier meinst, ist allerdings nicht Jogi, sondern Rabbi. Besser ausgedrückt: Er praktiziert weder Yoga, um besser mit schmerzlichen Niederlagen im Fußballsport fertig zu werden, noch lehrt er es. Rabbi Löw ist vielmehr ein hochverehrter Gelehrter des Judentums. Roman, Roman! Die Geschichte von Rabbi Löw und dem Golem, den er geschaffen hat, gehört zum österreichisch-tschechischen Weltkulturerbe! Du kennst doch wohl den Kafka Franzl? Nein, nein, ich habe diese Legende, die sich nur 291,6 Kilometer (über die Route 38 und D1/E65) von Wien entfernt zugetragen und dem Roman seinen Titel gegeben hat, wirklichkeitsgetreu wiedergegeben. Rabbi, nicht Jogi!

Laut dem Jülziish bekommen Menschen im Normalfall ein Baby. Dann müsste sich die Menschheit ja rasch halbieren und wäre in weiterer Folge rasch reduziert und im galaktischen Großkonzert unmaßgeblich.

Da habe ich mich unklar ausgedrückt. Pro Wurf, meinte ich. Hier im Regelfall ein Nachkomme nach neun Monaten, dort nach einer Schwangerschaft von drei Monaten sechs bis acht. Mein Fehler, sorry. Das Fortpflanzungsverhältnis beträgt also etwa eins zu vierundzwanzig pro Jahr. Was aber wiederum wohl davon abhängig ist, wie lange die Bluesmutter stillt.

Ich freue mich, dass der PR-Stammtisch Wien Einfluss auf das Heft gehabt hat. Wie am Stammtisch vereinbart, hast du den Babyelefanten ins Heft gebracht, der in Österreich seit Corona-Anfang als Abstandmaß gilt. Wie schwer war es, den zu positionieren?

Gar nicht. Ich habe Erfahrung mit kleinen Elefanten. Hier in Deutschland nennt man das Norman-Abstand.

(Anmerkung: Zwei weitere PR-Autoren werden zwei weitere Begriffe von jenem Stammtisch in ihre Hefte schmuggeln.)

Du hast eine köstliche Anspielung auf Star Trek im Roman. Wie viel Spaß hast du an solchen Anspielungen?

Eine Anspielung auf Star Trek? Was meinst du damit? Ruffrequenzen geöffnet! Nun ja, die Arkoniden haben kein Interkom auf der Brust, auf das sie tippen müssen, um in unendlichen Weiten mit fernen Welten zu kommunizieren, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Die müssen ihre Armbandgeräte nutzen. Aber das ist Opt-Atlan ja noch gerade rechtzeitig aufgefallen.

Im Übrigen hasse ich Anspielungen. Es ist ja nicht so, dass sie einem zugeflogen kommen, es ist echt harte Arbeit, sich so etwas einfallen zu lassen. Ich habe noch eine Anspielung bewusst eingebracht, den Namen des Jülziish-Schiffes: KÜTZMYTÜ. Das habe ich eigentlich KÜTZMÜTZ nennen wollen, aber das wäre wohl gestrichen worden.

Die Jülziish haben im Vergleich zu uns Menschen keine religiöse Sicht zum Tod. Wie geht’s dir mit diesem Thema?

Wie den Jülziish. Sie greifen auf Kreaturen zurück und sind nicht von ungefähr eins der beliebtesten Alien-Völker in PERRY RHODAN. Die von mir erwähnten Kreaturen sind übrigens nicht frei erfunden, sondern insofern Kanon, als dass sie alle in der Perrypedia aufgeführt sind.

Opt-Atlan erweist sich in deinem Band nicht gerade als Party-Crasher. Wie hätte der echte Atlan Leben in diese Trantütenparty gebracht?

Er wäre mit dem Cityroller bei dieser scheiß Party vorgefahren, in das Window von diesem Bando gejumpt und dann wie ein Ninja hinter die Couch. Er hätte »Beastboy!« geschrien, wäre durch den Raum gesprungen und hätte das Mic in die motherfucking Anlage eingepluggt. Da er aber nicht der Coolste auf dieser Erde ist, wär’ er gleich enthauptet worden.

Nachdem die Bioduplikate der THORA-Besatzung Spaßbremsen sind und nur an die Optimierung von Technik denken … wie soll so eine Zivilisation überleben? Die haben ja vermutlich nicht mal Bock, sich zu vermehren.

Oh doch, ganz im Gegenteil! Sie haben ausgeklügelte Techniken zur Optimierung von Kamasutra-Stellungen entwickelt und verbringen ihre Freizeit damit, sie auszuprobieren. Die achtunddreißig Seiten, die ich dazu geschrieben habe, wurden allerdings aus mir völlig unerfindlichen Gründen aus dem Roman gestrichen. Naja, wenigstens hat die Recherche Spaß gemacht.

Opt-Atlan hat ja keinen Extrasinn – wie kann er sich ohne den im Vergleich zu Atlan optimiert fühlen?

Gute Frage. Hybris? Überlegene Intelligenz, die dermaßen gesteigert wurde, dass er den Extrasinn gar nicht vermisst? Ein kleiner Patzer im Roman?

Opt-Atlan hätte sich die Begegnung mit Rhodan gern fürs furiose Finale aufgespart. Nimmst du da gar etwas von Band 3099 vorweg? Muss Perry Rhodan am Ende in jedem Zyklus die Finger im Spiel haben? Muss er der Heilsbringer sein?

Würde Atlan am Ende die Kastanien auf dem Feuer holen, hieße die Serie: Atlan – der Retter des Universums. Würde Gucky am Ende die Kastanien aus dem Feuer holen, hieße die Serie: Gucky – der mächtigste Multimutant und Retter des Universums. Würde Bully am Ende die Kastanien auf dem Feuer holen, hieße die Serie: Reginald Bull – die Knallcharge des Universums. Würde Alaska Saedelaere am Ende … okay, das Prinzip ist klar. Aber die Serie heißt Perry Rhodan. Was schließen wir daraus? Yes, he can!

Opt-Atlan vermutet, dass Rhodan Atlans Tod nicht in Kauf nehmen würde. Wie würdest du entscheiden? Atlans Tod und dafür Ruhe vor den Cairanern oder …?

Perry Rhodan ist Perry Rhodan. Diese Entscheidung stellt sich nicht. Ohne jetzt zu spoilern: Selbstverständlich wird er Atlan retten und den Cairanern eins auf die vielen Fingerchen geben.

Das gab es, glaube ich, noch nie bei einem RHODAN-Zyklus: dass der vermeintlich Böse (also die Cairaner) am Ende hilflos und zum Erreichen seines Ziels auf Rhodan angewiesen ist. Löst Opt-Atlan im letzten Moment die Cairaner als Bösen ab?

Du brauchst das personifizierte Böse. (Frag mal die Abruse!) Beschwerst du dich jetzt darüber, dass wir mal was anders machen? Außerdem gibt es noch einen größeren Zusammenhang. Band 3100 wird allerdings mehr Fragen aufwerfen als beantworten.

Der Zyklus endet in drei Wochen – wie wehmütig bist du?

Sehr. Aber wie weder Jogi noch Rabbi Löw, sondern Titan Olli schon sagte: »Es geht weiter, immer weiter.« Und wenn ich die Zeilen über Perry Rhodans Zuchtprogramm durchlese, das ich in Band 3106 beschreibe, muss ich schon sagen: Der neue Zyklus beginnt grandios!

Auch die Interviewserie endet. Wie sehr werden dir meine Fragen fehlen?

Sehr. Sehr sehr. Ich bedauere das ernsthaft. Ich werde auf jeden Fall einer der ersten Unterzeichner der Petition »Roman, mach weiter! Ein Leben ohne deine Interviews ist möglich, aber sinnlos! Du bekommst auch den Ehrenmops des Universums!« sein.

Brachten sie Licht in deinen tristen Autorenalltag?

Muss ich diese Frage noch gesondert beantworten? Wir haben jetzt 2:32 Uhr an einem frühen Morgen zwischen den Jahren, draußen herrscht klirrende Kälte, leise rieselt der Schnee, aber ich sitze am Schreibtisch, neben mir dampft ein heißer Grog, und ich könnte mir Sissi oder Der kleine Lord oder Blacklist ansehen. (Raymond Reddington ist richtig schön gemein!) Und ich denke: »Vorbei! Vorbei! Es ist vorbei!« Und tiefe Traurigkeit erfasst mich.

Und dann setzt sich die Erkenntnis endgültig durch: »Gott sei Dank! Mir fällt absolut nichts mehr ein! Immer diese gemeinen Fragen! Wie willst du dich da denn noch einmal herauswinden? Dagegen ist Blacklist ja harmlos! Es ist vorbei!«

Mach weiter, Roman! Was soll ich ohne deine Interviewfragen nachts um 2:32 Uhr nur tun? Bitte!

Uwe, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:<
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360973/perry-rhodan-3097-der-golem-von-uwe-anton-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005813/perry-rhodan-3097-der-golem-von-uwe-anton-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Der_Golem

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12587

 

 

 

Neun Fragen an Kai Hirdt zu seinem Band 3095

Kai Hirdt verrät im Interview mit Roman Schleifer, wie er sich die Fähigkeiten der Figuren aneignet und wie Atlan im Vergleich zu Perry mit den Cairanern verfahren würde. 

Perry zeichnet sich in deinem Band durch Gelassenheit und Optimismus aus. Wie viel Optimismus brauchst du, nachdem du ein RHODAN-Expo gelesen hast, um den Abgabeschluss einzuhalten?

Ich verstehe die Frage nicht. Was ist ein Abgabeschluss?

Die Befehlsstruktur der Cairaner ist für mich undurchsichtig. Wer entscheidet jetzt was und wer ordnet sich wem unter?

Die Konsuln scheinen prinzipiell gleichrangig und sollten sich gemeinsam auf eine Linie einigen. Wo das scheitert, hat – zumindest im Triumvirat des Sternenrads – der eigentlich rangniedrigere Legat des wichtigsten Planeten die entscheidende Stimme.

Ein Teil der Vorgeschichte von Zemina Paath wird in deinem Band auf wenigen Seiten erzählt. Da die Figur ja in Band 3000 prominent eingeführt wurde, hätte ich mir zumindest einen Roman erwartet. Kennst du das auch von den SOL-Miniserien? Welche Story erzählt man in welcher Länge?
Wie wählst du da aus?

Es gibt ja einige Romane mit Teilen der Vorgeschichte von Zemina, das verteilt sich über den Zyklus. Kann man so oder so handhaben. Das »in einen Roman packen« ist zweischneidig. Manche Leser mögen Lebensgeschichten in Romanform, andere können sie nicht leiden.

Insofern würde ich diese Erzählform nicht überstrapazieren. Manchmal ist sie sinnvoll und richtig: beispielsweise, um eine Figur einzuführen, die wichtig ist, aber nicht besonders lang mitspielen wird. Das ist recht häufig der Fall, sodass ich an den Stellen, wo es anders geht, auch tatsächlich einen anderen Weg beschreiten würde.

Bei Miniserien ist es noch einmal anders. Da dort der Platz insgesamt sehr knapp ist, bin ich nicht ganz glücklich, wenn ein ganzes Heft auf eine Art Vorgeschichte verwendet wird. Bei Mission SOL 2 haben wir es so gehandhabt, dass die wichtige Lebensgeschichte einen halben Band füllt, während der zweite Handlungsstrang in der Erzählgegenwart spielt. Das fand ich so ganz brauchbar gelöst.

Gucky spielt in deinem Band eine große Rolle – Lust auf ne Miniserie mit Perry und Gucky?

Könnt man überlegen, warum nicht?

Was machst du, um dich für jede Figur in die richtige Stimmung zu versetzen? Gucky agiert ja anders als Perry.

Ich habe als langjähriger Leser ja meinen Perry und meinen Gucky gut im Kopf, da fällt es mir leicht, mich in die entsprechende Handlungs- und Sprechweise einzufühlen. Bei den Nebenfiguren ist das Risiko größer, dass sie als Staffage agieren und einfach nur tun und sagen, was für die Handlung nötig ist.

Mein Zugang, um das zu verhindern, ist immer die Frage: Was will diese Figur?
Die meisten Figuren haben eigene Ziele und wollen nicht nur dem großen Perry Rhodan helfen. Darauf folgen meist Reibungspunkte und Handlungsweisen, die zu einem eigenen Charakter führen. Bei Markul agh Fermi beispielsweise ist die Grundausrichtung: Der Mann will einfach nur stur seinen Job machen, ohne Ränkespiele, ohne Doppelbödigkeiten. Das ist im Grunde sehr einfach, macht ihn aber im arkonidischen Hochadel zum enfant terrible.

Rhodan agiert in der Verhandlung ziemlich clever – wie eignest du dir als Autor die jeweiligen Fähigkeiten der Figuren an?

Ich bin ja vielfältig interessiert und kann in vielen Bereichen ein bisschen dilettieren – jedenfalls lang genug, um den Raum unauffällig zu verlassen, bevor jemand allzu detailliert nachfragt.

Im konkreten Fall: Ich habe ja in einem früheren Leben mal ein MBA-Studium im Bereich Politische Interessenvertretung absolviert, da war natürlich auch Verhandlungstaktik ein Ausbildungsteil. Dazu kommt immer die Frage, bei allem, was ich schreibe: Was ist an diesem Kapitel spannend?
Solange ich das nicht beantworten kann, bin ich nicht startklar. Und in diesem Roman, der ja zu großen Teilen aus Gesprächsszenen besteht, hat mich das halt dazu geführt, für beide Seiten sehr ausgefeilte Strategien und Gegenstrategien zu entwickeln.

Im GalFor sinniert ein Leser darüber, dass man die Cairaner eigentlich zur Rechenschaft für ihre Taten (Stichwort: Ausweglose Straße) ziehen müsste. Nun sieht es eher so aus, als hilft Perry ihnen, abzuhauen. Wie wäre da dein Ansatz?

Perry den Bestrafer kennen wir aus der Serie eigentlich nicht. Und die Denke passt auch nicht ganz: Die Cairaner bestrafen ganze Völker für die (vermeintlichen) Vergehen ihrer Anführer. Das ist unmoralisch, ja. Aber wenn Perry das ganze Volk der Cairaner dafür bestrafte, würde er ja genau dasselbe tun. Also, eine heikle Frage, und wie so oft im Leben gibt es wahrscheinlich keine perfekte Lösung.

Was würde Atlan machen?

Sicherlich ordentlich unterm cairanischen Führungspersonal aufräumen.

Der Zyklus endet in vier Wochen – was ist dein Fazit? Als Autor und als Leser der Expos.

Ich habe ja durch meine Arbeit an den beiden Miniserien leider nicht so viel beisteuern können wie beim Vorzyklus. Das ist etwas schade, denn insgesamt fand ich den Zyklus zielstrebiger konzipiert – da hätte ich gern mehr beigetragen. Klar gibt es Momente, wo ich denke, das hätte man schneller erzählen können und das hätte mehr Platz verdient gehabt. Aber da ich aus der eigenen Exposéarbeit weiß, wie Autoren einen überraschen und auf einmal viel mehr und ganz andere Elemente als erwartet sortiert werden müssen, will ich da nicht meckern. Die geplante Auflösung des Zyklus gefällt mir jedenfalls ausnehmend gut.

Kai, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360959/perry-rhodan-3095-unterhaltung-mit-einem-monster-von-kai-hirdt-e-book-epub

Hier zum Heft
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005790/perry-rhodan-3095-unterhaltung-mit-einem-monster-von-kai-hirdt-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Unterhaltung_mit_einem_Monster

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12559&sid=6747eaf1ac4f0d8233fbf0745bfc8f6a

 

 

Abschlussinterview mit PR-Redakteur Klaus N. Frick zum Mythos-Zyklus

PERRY RHODAN-Redakteur Klaus N. Frick verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob es für den Chaotarchen-Zyklus eine „Not To Do“-Liste gibt und welche Erkenntnisse er aus dem Mythos-Zyklus mitnimmt.

 

Quelle: privat

 

Klaus, 95 Hefte des Zyklus Mythos Erde sind gelesen, ihr arbeitet bereits am nächsten Zyklus. In der Nachschau, was ist gut gelungen?

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Exposéautoren die vielen Ideen entwickelt haben. Den gesamten Themenkomplex um den Mythos Terra finde ich immer noch stark – der war einem Jubiläum dieser Art auch absolut würdig. Leider haben wir es nicht immer geschafft, die Spannungskurve so zu gestalten, dass es den Lesern gefällt. Am Anfang waren wir wohl ein wenig zu zaghaft unterwegs, und mit dem Gucky-Patzer leisteten wir uns noch ein Beispiel schlechter Planung. Das ärgert mich immer noch. Unterm Strich würde ich aber sagen, dass wir sehr viele sehr gute Ideen und spannende Romane hatten.

Wo werdet ihr für den nächsten Zyklus nachschärfen?

Das kann ich ja jetzt schlecht sagen – das würde ja einiges über die kommende Handlung verraten. Nur so viel: Wir werden versuchen, an der einen oder anderen Stelle eine frühere Antwort geben und die Leser nicht in allen Belangen zu lange zappeln zu lassen.

Gibt es so etwas wie einen »Not to do«-Liste für den nächsten Zyklus?

Nein, eine solche Liste gibt es nie. Wir versuchen, aus den guten und schlechten Erfahrungen eines Zyklus zu lernen, so gut das eben geht. Aber es gibt sicher keine Liste.

Was waren die drei wichtigsten Erkenntnisse aus den Leserrückmeldungen des letzten Zyklus?

Das kann man so nicht sagen, das wird ja auch jeder anders sehen. Für mich gehört zu den positiven Dingen, dass die Dyoversum-Romane mehrheitlich sehr gut angekommen sind – das ist eine wichtige Erkenntnis. Ebenso wichtig ist, dass wir manche Sachen besser vorbereiten müssen, damit sie funktionieren – Stichwort Gucky. Und ganz wichtig ist halt: Eine massive Krise von »außen« wie die Corona-Pandemie schlägt eben ganz massiv auf die Serie durch – alle sind deutlich angespannter und haben größere persönliche Probleme.

Es gibt immer die Überlegung, ob ein Zyklus 100 oder 50 Hefte lang sein soll. Wie siehst du das?

Ich halte das für eine akademische Diskussion, die die meisten Leser nicht interessieren dürfte. Wenn es nach mir ginge, würden wir immer Hunderter-Zyklen machen – das ist »gelernt« und passt zum epischen Charakter unserer Serie. Innerhalb dieses großen Bogens sollten wir allerdings häufiger Viererblocks und dergleichen machen, die in sich abgeschlossen sind, wie es die Dyoversum-Quartette waren. Fürs Marketing sind Bandnummern, die man kommunizieren kann, ebenfalls sinnvoll. Und ja, ich weiß auch, dass die meisten Leser mit Romanen einsteigen oder eingestiegen sind, die völlig krumme Bandnummern haben.

Welche Erkenntnisse hat die Interviewserie für dich gebracht?

Mir ist vor allem aufgefallen, wie mitteilsam manche Autorinnen und Autoren sind, zwinker.

Am 18.01.2021 wird es einen Live-Videochat mit dem Expoteam geben, das eine Vorschau auf den »Chaotarchen«-Zyklus geben wird. Ist das für dich ein Format mit Zukunft?

Ich halte in Zeiten der Pandemie, in der Cons und Stammtische nur unter großen Einschränkungen machbar sind, solche Video-Veranstaltungen für ziemlich großartig. Aber auch wenn die Pandemie irgendwann im Griff sein sollte und es wieder »normale« Cons geben wird – ich glaube fest daran –, können solche Video-Veranstaltungen eine schöne Ergänzung sein. Sie werden aber nie einen Con ersetzen können, auf dem man sich Auge in Auge gegenübersteht, wo man sich auch mal die Hand geben kann und wo Autoren oder Zeichner »echte« Autogramme geben können.

Klaus, danke für deine Zeit. 

Handlungszusammenfassung des Zyklus in der Perrypedia: 
https://www.perrypedia.de/wiki/Mythos_(Zyklus)

 

Zehn Fragen an Kai Hirdt zu seinem Band 3094

Kai Hirdt verrät im Interview mit Roman Schleifer, was er sich in all den Jahren von Perry Rhodan abgeschaut hat und ob Perry und Gucky das Zyklusende überleben.  

Zitat: »Ein Held ist nichts anderes als ein Idiot, der Glück gehabt hat.«
Kai, wie denkst du darüber?

Das ist sicher nicht die ganze Wahrheit und ziemlich zynisch, aber ganz aus der Luft gegriffen ist es sicher auch nicht.

Rhodan wuschelt Gucky beim Wiedersehen über den Kopf.
Wir kennen das ja alle aus der Kindheit – die lieben Verwandten, die einen mit den Worten »Na, bist du aber groß geworden« samt Haare streicheln begrüßen. Steht Gucky nach 3000 Jahren wirklich noch drauf?

Wer kann schon in die Psyche eines Ilts schauen?

Zitat: »Ich hätte mir den Test sparen können. Reinrauschne und mal eben als Ziel verkünden, woran sich die gesamte Milchstraße seit fünfhundert Jahren die Zähne ausbeißt – das ist eindeutig Perry Rhodan.«
Du warst ja im Marketing tätig – wie könnte man Rhodan bei einer Marketingkampagne in Szene setzen?

Im Grunde drehen sich große Teile des Zyklus um Marketing – Fake News einerseits und der Vorwurf »Fake News« gegen echte Nachrichten sind ja nichts als besonders widerliche Arten der Wahrnehmungssteuerung. Tatsächlich habe ich im Moment keine Ahnung, wie man mit diesem Problem umgeht. Die Menschheit hat ja in den letzten Jahren bewiesen, dass sie im Kollektiv zu bekloppt ist, um sich an Fakten zu halten, die ihren Wünschen und Träumen widersprechen. Insofern ist es schwierig, für eine Person des öffentlichen Lebens die Trommel zu rühren, denn irgendwer wird sie nicht mögen und einfach irgendwelche idiotischen Behauptungen über sie erfinden, und die werden auch geglaubt werden.

Was hast du dir eigentlich in all den Jahren von Rhodan abgeschaut?

Eine grundsätzliche Offenheit für Neues und Unbeugsamkeit ohne Starrsinnigkeit. Hoffe ich.

Zemina prophezeit Perry und Gucky den Tod, da sie zwei Spiralgalaxien gesehen hat. Das wäre natürlich das von KNF im Interview angedeutete faszinierende Ende: Perry und Gucky tot.
Kann man das nach dem Gucky-Tod-Aufschrei noch mal bringen?

Geh mal ruhig davon aus, dass wir zum Zyklusende weder Perry und noch Gucky umbringen. Das ist sicher kein Spoiler.

Zitat: »Sie wirft mir irgendein Stichwort zu, und ich schüttle die wissenschaftliche Theorie dazu aus dem Ärmel?«
Das könnte auch von Verena stammen – hat sie diesen Satz schon mal auf einer Autorenkonferenz gesagt?

Nee, das stammt schon von mir. Das war das Gefühl, das ich hatte, als ich im Expo gelesen hab, wie Sichu zu ihrem klugen Ergebnis kommen soll.

Die Beziehung zwischen Perry und Sichu schilderst du lebensnah. Und dabei eienn Perry, der zwar Superintelligenzen besiegt, aber vor seiner Frau aufgibt. Ist das seine Achillesferse?

Perry war vergleichsweise selten mit höheren Wesen im Bett, mit denen er am nächsten Morgen auch noch friedlich frühstücken wollte. Insofern würde ich das nicht »Achillesferse« nennen, sondern vielleicht eher »weltkluge Weitsicht«.

Zitat: »Aus irgendeinem Grund bekomme ich seit Jahrtausenden fast ausschließlich negative Prophezeiungen. Noch nie ist ein höheres Wesen oder ein Mutant zu mir gekommen und hat gesagt „Dank meiner nahezu übernatürlichen Kräfte sehe ich, was kommen wird, und verspreche dir verlässlich hundert Jahre friedliche Langweile.«
Was denkst du, könnte man so einen Zyklus beginnen?

Nur, wenn du die Auflage ratzfatz halbieren willst.

Und wäre ein Zyklus ohne Konflikt denkbar? Also nur ein Suchschema?

Auch das wäre ein Konflikt, denn was immer da gesucht wird, wird ja für irgendetwas gebraucht. Und wenn es nicht gefunden wird, gibt es bittere Konsequenzen. Ein konfliktfreies »Wir suchen das McGuffin, und wenn wir es nicht finden: auch egal« würde mich selbst als Leser jedenfalls nicht interessieren.

Obiges Zitat hebt auch KNF auf Facebook hervor und meint, dass Perry aus ungewöhnlicher Perspektive berichtet wird. Mir hat der ironische Unterton, mit der Perry unterwegs ist, sehr gut gefallen. Was denkst du: Sollte Perry öfter mit ironischem Unterton unterwegs sein?

Das liegt sicher in der Hand des Autors, und es ist auch von der Handlung des Romans abhängig. Mir selbst liegt dieser Stil, ich mache das gerne. Aber in einer actionlastigen Handlung wirkt das schnell aufgesetzt und albern. In diesem Doppelband ist Perry aber nicht für die Action zuständig, sondern für die Diplomatie. Es wird also viel geredet, da ist der leicht spöttische Ton ein interessantes Gewürz im Gericht.

Kai, danke für deine Zeit und bis nächste Woche. 

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Zehn Fragen an Susan Schwartz und Christian Montillon zu ihrem Band 3093

Susan Schwartz und Christian Montillon verraten im Interview mit Roman Schleifer, wie sie zu den Lesererwartungen stehen und wieso 3093 aus Sicht von Anzu erzählt wird. 

3093 führt einige Handlungsstränge zusammen bzw. beendet sie. Wie herausfordernd ist das im Vergleich zu einem normalen Roman?

Uschi: An sich ist es genauso herausfordernd wie jeder 99er und ein, zwei Bände davor. In dem Fall war es aber noch ein wenig aufwendiger, da wir zu zweit so einen Roman verfasst haben, wo sich die Handlungsebenen ineinander verflechten und nicht jeder seine eigene Ebene hatte. Das gab also nochmal ein paar Mails dazu, aber ansonsten waren wir inzwischen schon so eingespielt und »drin« im Thema, dass es eigentlich sehr flott ging.

Christian: Ein wenig herrschte ein Feeling wie in einem Zyklusabschlussroman. Allerdings ist es mir persönlich jetzt nicht soooo schwergefallen – das war in der Exposévorbereitung schon kniffliger.  🙂
Will sagen: Es war schon herausfordernder, aber da ich wusste, worauf es hinausläuft, war für mich vor allem die Herausforderung, die Charaktere (in meinem Fall vor allem Anzu) stimmig fortzuführen.

Der Roman wird stellenweise aus der Sicht von Anzu erzählt. Was ist einfacher zu handhaben: Rhodan als Hauptfigur oder eine neue Figur?

Uschi: Immer die neue Figur. Das ist praktisch die Perspektive des Lesers, das Innenleben ist näher am Leser dran, die Gedanken können besser dargestellt werden. Der Charakter entwickelt sich erst.

Christian: Es kommt drauf an, was die Geschichte verlangt. Ich geh mal ein wenig zurück: 3090. Ich wollte den Roman aus Sicht von Rhodan schreiben. Hat nicht funktioniert, ich hab mich lange herumgequält und es versucht.
Also kam ich auf eine großartige Idee: »Schreib aus der Perspektive von Donn Yaradua!« Hab ich versucht. Hat nicht funktioniert. Hab mich lange herumgequält. Dann dachte ich: »Erfinde einfach eine neue Figur im Team, die im Expo gar nicht auftaucht und erzählt aus ihrer Perspektive, das gibt einen frischen Blickwinkel.«
Und alles lief bestens. Die Geschichte hat sich vor mir entfaltet, und ich hab noch während des Schreibens von 3090 beschlossen, alle meine Teile des Viererblocks aus Anzus Sicht zu schreiben, und zwar ausschließlich. Was manchmal auch herausfordernd war, aber für mich selbst sehr gut funktioniert hat.

Perry Rhodan kehrt in die Milchstraße zurück – wie können sich seine Freunde sicher sein, dass er nicht wie Atlan ein Klon ist?
Wird noch geklärt, wieso Gry das Leuchtfeuer war?

Christian: Seine Freunde werden es herausfinden, wie sie es bei Atlan auch herausgefunden haben. Lasst Taten sprechen und schaut mal, was der Perry so tut, der da auftaucht …

Gry: Es ist ihre Entwicklung in den letzten Bänden, ihre spezielle Einzigartigkeit, die nun auch darin gipfelte, dass sie als Leuchtfeuer wahrgenommen worden ist. Es gab ja auch eine kleine Szenerie, in der sie erzählt, wie das so war. Ich finde schon, dass das eine logische Entwicklung war, dass sie – und nur sie – sich in dieser Rolle fand.

ES hat mittels Langzeitplan erneut seine Finger drinnen. Da fällt mir ein, Atlan hat ja auch ein Schiff von ES bei der Bleisphäre gesehen – lesen wir davon im Finale?
Und die Schläferin mit den Visionen … hätte sie deiner Meinung nach Potenzial für den nächsten Zyklus?

Christian: Das Schiff von ES bei der Bleisphäre … über das Finale dieses Zyklus sag ich aus naheliegenden Gründen nichts. Das musste lesen.  🙂
Aber dass über dieses Schiff von ES das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, ja, das geb ich gerne zu.

Und was unsere Schläferin mit den Visionen angeht: Ja, hätte sie, meiner Meinung nach.  🙂

Mit den Ankerstroms und mit Anzu Gotjian habt ihr wieder drei Mutanten mehr. Dürfen wir uns im nächsten Zyklus auf ein neues Mutantenkorps freuen?

Christian:
Nichtspoilernder Monti: »Nein!«

Spoilerfreudiger Monti: »Doch!«

Verwirrter Monti: »Oh!«

Schläferin mit Visionen: »Wer da jetzt lügt oder die Wahrheit sagt, wird die Zukunft weisen.«

Iwa/Iwáns Hintergrund ist im »Mythos«-Zyklus im Dunklen geblieben. Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 »total geil« und »1» ein »naja« ist: Wie werden wir seine/ihre Hintergrundstory bewerten?

Christian: Das weiß ich nicht.

Ich erzählt mal kurz etwas zu dem Roman 3093, bei dem mir das gerade sehr stark aufgefallen ist. Ich habe gelesen, was im Verlagsforum dazu gesagt wird, und ich habe gelesen, was auf Facebook (in den mir zugänglichen Quellen) dazu gesagt wird. Ein bunter Strauß von Meinungen, und eine sehr unterschiedliche Gewichtung/Beurteilung der Geschichte; und würde man nur im Forum oder nur auf Facebook lesen, kämen auch zwei völlig unterschiedliche Meinungsbilder heraus. Das »Leser-Wir« gibt es nicht. Es würde auf dieser fiktiven Wertung sicher 1er-Wertungen geben, auch 10er-Wertungen. So wie es auch der Fall wäre, wenn wir morgen eine Rhodan-Geschichte auf dem Niveau von »Krieg und Frieden« veröffentlichen würden. Oder auf dem Niveau von »Unternehmen Stardust«. Oder auf dem Niveau von »NATHAN«.

Ähnliches gilt für die Zain-Konstrukte. Da Annba eher zu den schweigsameren Figuren des Zyklus gehört hat, bleibt bei mir die Spannung aufrecht. Ich lechze aber nach mehr. Werden die Zain-Konstrukte im nächsten Zyklus thematisiert und darf ich mich darüber freuen, dass ihr den Vorhang ein wenig lüftet?

Christian: Der Vorhangstoff raschelt schon.

Zitat: »Wir haben in der Heimatgalaxis der Cairaner, Ancaisin, die Superintelligenz VECU aus dem Abyssalen Verlies befreit, aber Synn Phertosh, Advokat der Kandidatin Phaatom, wollte die Völker Ancaisins auf uns hetzen und unseren Raumer samt Inhalt in Milliarden Teile zerschießen. Im Prinzip alles wie immer, selbst 270 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.«

Wer von euch hat sich da selbst auf die Schaufel genommen?

Uschi: Ich.

Wie geht ihr mit dem Spannungsfeld um, dass manche RHODAN-Leser immer unzufrieden sind und Neues fordern, während andere »mehr vom selben« wollen?

Christian: Siehe oben – beides geht eben nicht. Manche Leser vereinen auch beide Stimmungen in sich: »Ich will, dass alles beim Alten bleibt, aber endlich mal neu wird!« Damit will ich mich nicht lustig machen – das sind Gefühle, die ich durchaus nachvollziehen kann. Was nichts daran ändert, dass das nicht geht. Oder … doch, es geht, auf einer literarischen Ebene.
Lass mich einen Schritt zurücktreten.
»Der Perry Rhodan in NEO ist nicht der Perry Rhodan, den ich kenne!«
»Star Trek Discovery ist nicht mehr Star Trek!«
»Daniel Craig ist nicht mehr mein James Bond!«
»Daniel Craig ist nicht mehr James Bond!«

Ich könnte weitermachen. Ich erspare es mir. Man kann diese Sätze interpretieren. Oder es lassen und sich fragen, was der Montillon damit nun sagen will.

(Persönliche Anmerkung: Ich habe mit 12 begonnen, RHODAN zu lesen. Damals war es neu und aufregend, ich habe seitenweise Leserbriefe geschrieben, habe mitspekuliert, mich mit den Figuren gefreut und gelacht und mich geärgert, wenn ich einen Logikfehler entdeckt habe. Und ich fand es spannend.
Nun, ein paar Wochen … hüstel … Monate … hüstel okay, Jahrzehnte später lache ich mit den Figuren auch noch mit, aber nicht mehr über alles und ich ärgere mich über Logikfehler, aber nicht mehr so wie damals, als ich noch wütende Leserbriefe geschrieben habe. Und aufgeregt bin ich zum Zyklusbeginn auch nicht mehr, sondern gespannt, wohin mich das Expoteam und die Autoren diesmal entführen. Manches fasziniert mich nicht mehr wie damals mit 12, wäre ja auch seltsam, wenn das mit all der Lebenserfahrung auch so wäre. Anderes jedoch find ich genauso Klasse wie damals mit 12. Und ich finde einen Vergleich zu früher auch sinnlos. Früher ist nämlich vorbei. Und wenn mir die aktuelle Handlung nicht gefällt, kann ich ja jederzeit das Heft kaufen und archivieren und in der Perrypedia die Handlung nachlesen. Und wenn es mich wieder interessiert, dann lese ich wieder mit.)

Am 18. Januar 2021 wird es einen Live-Videochat mit dir und Hartmut zu Band 3100 und dem »Chaotarchen«-Zyklus geben. Wie nervös bist du vor dieser Weltpremiere?

Christian: Ach, das ist ja erst nächstes Jahr. Bis dahin wird die Welt sich weitergedreht haben.

Erste Details des Beginns des »Chaotarchen«-Zyklus sind bereits von KNF veröffentlicht. Es geht also nach Andromeda, das ja bekanntlich abgeschottet ist. Wie geht ihr damit um, dass beim Schauplatz Andromeda viele Leser vermutlich automatisch den Vergleich zum »MdI«-Zyklus bemühen werden?

Christian: Ja, dieser Vergleich wird kommen. Wir sind gewappnet. Natürlich schreiben wir keinen MdI-Reloaded – das wäre auch Unsinn. Weil es erstens nicht klappen kann und zweitens … naja, nicht klappen kann. Und wir das auch gar nicht wollen. Der »MdI«-Zyklus war damals großartig und weichenstellend, überhaupt keine Frage. Heute würde er so nicht mehr funktionieren, wie er damals erzählt worden ist. Sagte ich schon, dass die Welt sich weitergedreht hat? (Nicht falsch verstehen: Die Essenz des »MdI«-Zyklus ist immer noch großartig. Wer mir aus dieser Antwort nun Bashing-der-alten-Gründungsautoren vorwirft, dem möge gesagt sein: Dreh mir bitte nicht das Wort im Mund herum.) Auch KHS und CD und wie sie alle hießen würden heute den »MdI«-Zyklus anders schreiben, als sie es damals getan haben. Und die Kollegen und ich würden ihn damals anders geschrieben haben, als wir es heute tun würden. Sehr konjunktivisch, das alles.

Uschi, Christoph, danke für eure Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/NATHAN_(Roman)

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Zehn Fragen an Susan Schwartz und Christian Montillon zu ihrem Band 3092

Susan Schwartz und Christian Montillon verraten im Interview mit Roman Schleifer, warum Rico entsorgt wurde und wie es im Dyoversum-Zwilling weitergeht.

Das Staubfaktotum fragt Anzu Gotjian: »Wer bist du?«
Ich greife das auf: Uschi, wer bist du?

Uschi: Ich bin ich! Und der ganze Rest, der sich da an fiktiven Figuren in meinem Kopf tummelt, bis sie zu Text werden.

Monti, wer bist du?

Christoph: Ich bin der, den Gott erschaffen hat, als er an mich dachte.  🙂

Ein bisschen bin ich vom Bösen enttäuscht. 400 Jahre Zeit und alles, was ihm einfällt, ist ein Anschlag auf Perry Rhodan …

Uschi: Na ja, es ging ja darum, dass Perry der Störfaktor war, und der musste halt weg. Das ist effizient. Vor allem sollte niemand sonst zu Schaden kommen (mit Ausnahme der Attentäterin, die er benutzt hat – miese Sache!).
Um einen ganz sicheren Weg zu gehen, hätte Milton Chu die Macht ergreifen, Terra meinungsbildend indoktrinieren und konditionieren und Perry umgehend davonjagen müssen … okay, hätte auch nicht funktioniert, denn Perry hätte den Widerstand organisiert, das System infiltriert, Milton entlarvt und im Laufe der Zeit eben doch gewonnen. Aber um diese Art Politik ging es Milton ja gar nicht. Er wollte das System per se nicht ändern, sondern alles so lassen, wie es ist. Alternative: Er hätte verhindern müssen, dass Perry überhaupt kommt. Und das war ihm unmöglich.

Und war er nicht zu rasch geläutert?

Uschi: Nö. Er ist ja nicht dumm. Und er ist kein Fanatiker, sondern nüchtern und verstandesbewusst und der Realität verhaftet. Er ist auch nicht böse, mit Ausnahme dessen, was er Fany Anckerstrom angetan hat. Das ist unverzeihlich und daran hat er sicher den Rest seines Lebens zu knabbern.
Milton wollte Terra schützen, nur eben auf äußerst radikale Weise, die natürlich nicht richtig ist. Aber das war ihm bewusst und er hat sich auch gewiss nicht dafür gelobt, aber er ist eben nach »Der Zweck heiligt die Mittel« vorgegangen und »Lieber einen (oder zwei) geopfert als Millionen«.
Und nun hat er alles verloren, Terra wird gehen – also was soll er machen? Terra in die Luft sprengen, vom Gefängnis aus? Das wäre ja Rache, und so ist Milton nicht gestrickt. Er ist eben NICHT ignorant und egomanisch, sondern akzeptiert die Lage, wie sie ist, erkennt, dass er die Rückversetzung nicht mehr verhindern kann – also fügt er sich und wird alles dafür tun, das, was bleibt, weiterhin zu schützen. Allzu viele Jahre hat er ja eh nicht mehr vor sich. Soll er sie nutzlos verbringen, indem er sich wie ein bockiges Kind gibt, das nicht verlieren kann? Auch so ist Milton nicht gestrickt: Was er tut, muss einen Sinn haben, und wenn er eine Chance zur Wiedergutmachung bekommt, nützt er sie natürlich.
Nur darum geht es ihm ja: dass die Galaktiker, die es auf die andere Seite verschlagen hat, geschützt werden. Um einen narzisstischen Egotrip, Macht, Folter und Mord-um-des-Mordens-willen ist es ihm nie gegangen.
Ich denke, das muss man einfach ein bisschen differenzierter betrachten und nicht auf die übliche Gut-Böse-Weise herunterbrechen, vor allem im Hinblick auf den Machtfaktor. Milton Chus Verhalten, nachdem er verloren hat, entspricht absolut seinem Charakter und ist nachvollziehbar. Er ist ja deswegen kein Fähnchen im Wind, sondern wird sicherlich ein ziemlich unangenehmer Berater werden, um seine Ideale weiterhin zu verteidigen. Ich meine, viele Politiker der vergangenen 5000 Jahre unserer Zivilisationsgeschichte haben so gehandelt und sich gewandelt (ja, reimt sich), wenn sie die Chance dazu bekommen haben, um weiter dem Traum vom Frieden zu dienen.

WWWWAAASSSSS muss ich da lesen? Ihr »entsorgt« Rico?
Was ist denn da der Grund?

Uschi: Isser doch gar nicht. Nur halt woanders. Ich denke, er ist da besser aufgehoben ^^

Christoph: »Entsorgt« klingt so negativ. Rico hat eine Entscheidung getroffen – er war sehr lange bei dieser »anderen Menschheit«, und er ist eine Art Leitfigur. Er wird den Leuten dort beistehen, wie er »unserer« Menschheit sehr lange beigestanden hat.

Oder, dramaturgisch gesprochen, er ist ein Opfer. Ein freiwilliges.

Von unserem Zwillingsuniversum werden wir wohl nie wieder etwas lesen. Ist es nicht schade, dass hier ein spannendes Setting ersonnen wurde, dessen Stories nicht erzählt werden?

Uschi: In der EA werden wir vermutlich nicht mehr davon lesen, aber vielleicht ergibt sich mal die Möglichkeit zu einem kleinen Spin-Off. Mit Stardust hat das ja auch funktioniert. Das würde ich nicht für ausgeschlossen halten. Allerdings nicht in näherer Zeit, sprich in einem oder zwei oder auch drei Jahren.

Zitat: »…, weil du geglaubt hast, dass nur du weißt, welcher Weg der richtige ist. Aber so funktioniert das nicht.«
Das sagt ausgerechnet Perry zu Milton Chu. Ist nicht er der ewige Besserwisser, der z. B. Fakten schafft und dann die Menschheit über den Switch retour abstimmen lässt?

Uschi: Natürlich sagt er das, schließlich kennt er sich damit aus 🙂
Und Perry hat mit Fakten überzeugt, ohne die geht das ja nicht. Wenn ihm das nicht gelungen wäre, hätte er ein echtes Problem gehabt. Und ja, dann hätte er eine andere Lösung finden müssen und unter Umständen auch eine längere Zeit auf der anderen Seite verbringen müssen. Es hätte jede Menge Varianten gegeben. Aber nun ist es so gekommen – und ja, das ist wichtig, dass es so gekommen ist, denn wir wollen, dass es gut ausgeht. Bei allen Kämpfen, die wir haben, beschreiben wir immer noch eine Utopie, eine positive Zukunft.

Auf Iya gibt es ja cairanische Stützpunkte. Wie reagieren die, wenn sie im Zwillingsuniversum ankommen?

Uschi: Das ist eine Spin-Off-Geschichte. 😉
Aber ich denke mal, zuerst werden sie, genau wie die Terraner damals, geschockt sein. Und sich dann arrangieren. Auf der zweiten Seite sind sie den Terranern allein schon zahlenmäßig weit unterlegen, und erst recht, da zunächst mal ihre Technik schlappmacht. Man wird eine Übereinkunft finden.

Christoph: Ist das nicht schön, dass der Leser hier weiterdenken kann, wenn er will? Mich reizt es durchaus, hier auch weiterzuerzählen, irgendwie, irgendwo, irgendwann …

Die Ayees wurden im ersten Teil des Zyklus vorgestellt und dann nie wieder erwähnt. Welche Story hättet ihr da in den Gesamtzyklus verwoben noch erzählen können?

Uschi: Na, anscheinend keine mehr, sonst wären sie ja nochmal vorgekommen, oder? 😉 Die Handlung hat sich ja um Terra gedreht, nicht um Iya. Aber auf der zweiten Seite gibt es sicherlich eine Menge zu erzählen.

Werden Viererbände von einem Duo geschrieben auch im nächsten Zyklus vorgesehen sein?

Uschi: Die Frage gebe ich nahtlos weiter an Christoph, da ich ja nur ausführende Autorin bin. Aber ich kann als Fazit von meiner Warte aus sagen (obwohl wir ja noch gar nicht am Ende sind, sondern noch einen Band vor uns haben), dass, insofern sich die Storyline mal wieder so ergibt, um einen Viererzyklus zu machen, ich gern wieder dabei bin. Es ist mal eine ganz andere Herangehensweise. Und zufälligerweise habe ich heute ein bisschen in meinem Mailordner aufgeräumt und dabei festgestellt, dass Christoph und ich insgesamt über 200 Mails getauscht haben, plus den Mails, in die Scheffe Klaus involviert war. Coole Sache, das.

Christoph: Ich fand es von der Exposéseite her auch sehr spannend und könnte mir Vergleichbares vorstellen. Allerdings muss es »passen«, so wie es hier gepasst hat. Als Autor war es ebenso spannend – auch weil man wusste: »Man ist nicht allein.« Das ist man im Team zwar sowieso nie, aber hier eben noch in besonderem Maß nicht. Gell, Uschi?

Uschi: Jetzt habe ich noch eine Frage an dich, Roman: Hast du eigentlich den Kniff von 3091 zu 3092 bemerkt? Die Kursivpassagen von Milton Chu in 91, mit der Ouvertüre etc., dass dies seine aktive Aussage in 92 vor Perry und der Residentin ist und er gar nicht die Leser, sondern die beiden anspricht?

Roman: Ja, klar. 3091 dachte ich noch, dass er es seinem Tagebuch schildert, aber in 3092 war mir in der Verhörsituation klar, dass in 3091 schon seine Antworten im Verhör geschildert wurden. Sehr coole Verknüpfung.

Wer hatte die Idee?

Uschi: Die Idee hatte ich. Und in 3092 werden einige der Kursivpassagen wörtlich wiederholt, um den Zusammenhang herzustellen. Ein großer Bogen, sozusagen.

Uschi, Christoph, danke für eure Zeit.

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https://www.perrypedia.de/wiki/Erdkern_(Roman)

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Zwölf Fragen an Susan Schwartz und Christian Montillon zu ihrem Band 3091

Susan Schwartz und Christian Montillon verraten im Interview mit Roman Schleifer, ob der Viererband hemmend oder fördernd war und wieso die Wirklichkeit weit und tief ist.

Hand auf’s Herz: Wer hat welche Ebene verfasst?
Christoph: Die Anzu-Ebene ist von mir, und das gilt freilich für alle Romane im aktuellen Viererblock.

Die Handlung des Dyoversums-Zwillings wurde in Viererbänden erzählt – inwieweit war das für die Story und die Dramaturgie hemmend oder fördernd?
Uschi: Ich kann es nur fördernd nennen. Die volle Konzentration auf eine geschlossene Handlung, die sich über mehrere Ebenen erstreckt und vielfältig ist durch zwei Autoren, die ihre Ideen einbringen.

Christoph: Das sehe ich genauso! Uschi und ich konnten uns sozusagen auch selbst Spuren legen, die gar nicht im Expo vorkamen – wir wussten ja, dass wir noch ein paar Romane Zeit hatten, diese Spuren aufzulösen. Ich hab das übrigens extrem getan diesmal: Anzu kam im Exposé gar nicht vor.

Zitat: »Zeigt ihr mir, dass es in der langen Geschichte unseres größten Terraners Perry Rhodan keine Schattenseiten gibt.«
Was sind Perrys größte Schattenseiten?

Uschi: Das überlasse ich der Leserschaft. Aber es gibt natürlich keine strahlenden Helden, die immer das Richtige tun, ohne dass es Opfer fordert. In seiner langen Geschichte hat Perry sicherlich den einen oder anderen Fehler begangen oder etwas tun müssen, was er nicht wollte.

Und könnte man die Schattenseiten der Unsterblichen nicht für einen Zyklus verwenden?
Uschi:  Nicht einen Zyklus, aber schon den einen oder anderen Roman.

Und was sind eure Schattenseiten als PR-Autoren?
Uschi: Ich kann nicht von Nougat lassen. Und Toffees. Und ich halte mich nicht an mein eigenes Zeitmanagement. Aber wenn ich mal groß bin, wird das gelingen. Ganz bestimmt. Sicher.

Christoph: Also Uschi – streng dich mal an! Ich hab neulich erst meine Ernährung umgestellt! Die Kekse stehen jetzt links von der Tastatur.

Bei der Schwangerschaft von Milton Chu verändert die Transition den Embryo. Gibt es ein Datenblatt zum Thema »Transition« und »Schwangerschaft«?
Uschi: Also, seine Mutter Maud Dana war schwanger, nicht Milton Chu. 😉
(Anm.: LOL – der grammatikalische Klassiker)
Und nein, es gibt kein Datenblatt, es wurde im Roman kurz erklärt, wie das passiert ist, mehr Platz brauchte es nicht im Exposé.

Zitat: »Die Wirklichkeit ist weit, und sie ist tief. Die Geheimnisse des Kosmos setzten sich fort, und wer an ihnen kratzt, entdeckt immer nue Schichten. Das Universum ist verschwenderisch und komplex.«
Ah ja … wer immer es geschrieben hat, bitte erklärt mir das.

Christoph: Findest du das nicht, dass das stimmt?! Schau doch mal nach oben. Sieh dir an, wie das Universum ist: groß, herrlich, unendlich, wunderbar. Und das nicht nur in der PERRY RHODAN-Serie. Denkst du nicht, dass das verschwenderisch ist? Überfließend?

Und geh nur mal vom Großen ins Kleine – ich habe neulich das bislang detailreichste Bild einer menschlichen Zelle gesehen. U-n-f-a-s-s-b-a-r! In einer einzigen Körperzelle!

Wer Lust hat, folge einmal diesem Link, und es lässt sich auf diesem unfassbaren Bild weiterklicken. Irrsinnig komplex schon auf den winzigen Ebenen des Lebens.

http://www.digizyme.com/cst_landscapes.html

Hach, ich möchte fast sagen: »Die Wirklichkeit ist weit, und sie ist tief.«

Zitat: »Seitdem Frage ich mich, ob die Angst der Cairaner vor den Höheren Mächten noch rationial ist oder auf einen entsetzlichen Verfolgungswahn gründet. Trotzdem lässt mich die Frage nicht los.«
Äh … die Thesan und die Cairaner sind doch Partner, die müssen doch wechselseitig wissen, was los war.
Das ist für mich auch das große Fragezeichen des Zyklus. Ich konnte die Paranoia der Cairaner nie nachvollziehen. Welche Hefte hätte ich genauer lesen müssen?
Christoph: Die Nummern hab ich nicht im Kopf.
Aber die Geschichte der Cairaner: Die Vecuia, jene Gemeinschaft aus vier Galaxien, wurde quasi zerstört. Da kann man schon mal Paranoia entwickeln.

Der Thesan sagt, dass es grauenvoll ist, in die Zukunft zu sehen. Könnt ihr das nachvollziehen?
Uschi: Klar. Das versauert einem das ganze Leben.
Christoph: Es hat schon seinen Sinn, dass wir über die Zukunft nur das wissen, was wir wissen. *orakel*

Wie weit voraus würdet ihr gern sehen?
Uschi: Gar nicht.

Zitat: »Sagt mir, wer von euch nicht so handeln würde wie ich unter diesen Umständen? Würde es sich um irgendeinen No-Name handeln, der zufällig in die Geschichte stolpert und alles niedertrampelt, würdet ihr gar nicht darüber nachdenken, ihn auszuschalten, oder? Wenn ihr wisst, wie die Zukunft aussieht, welche Gefahr für sie besteht – was würdet ihr anders machen, als ich es getan habe, um Milliarden zu schützen?«
Was sind eure Gedanken zu diesen Überlegungen
?
Uschi: Ich habe Milton Chu die Möglichkeit gegeben, sich zu erklären. Meine Gedanken spielen dabei keine Rolle, ich schreibe hier reine Fiktion, keinen Essay oder ein Sachbuch.

Christoph: Ich möchte ergänzen: Manchmal glaubt man als Leser ja, die Gedanken des Autors zu kennen, weil man sie gerade gelesen hat. Aber häufig waren das die Gedanken der Romanfigur. Nein, meistens sogar. Spiegelt sich darin die Gedankenwelt des Autors der Geschichte? Ja, auch, manchmal … aber vielleicht verwandelt. Einen einfachen Rückschluss würde ich nicht ziehen. Mir ist immer das Beispiel des jüdischen Autors Aaron Appelfelt in Erinnerung geblieben, der einen Roman über Antisemitismus geschrieben hat – und dem dann Antisemitismus vorgeworfen ist.

Perry Rhodan setzt in 3090 und 3091 eines seiner Talente ein, nämlich andere Menschen mit seinen Ideen mitzureißen. Ihr schreibt beide seit Jahrzehnten für RHODAN und habt ihn oft genug gelenkt. Welche seiner positiven Eigenschaften hat auf euch abgefärbt?
Uschi: Haha, keine – schließlich schreibe ich ihm das zu. Eher bekommt er welche durch mich. 😉
Aber sicherlich habe ich damals als Jugendliche viele positive Gedanken mitgenommen, den Umgang mit Andersartigen, der Wunsch eines friedlichen Miteinanders. Gedanken, die ich natürlich sowieso schon hatte, aber die dadurch bestätigt wurden. Eine Utopie eben, die erstrebenswert ist. Da bin ich ganz bei Perry.

Susan, Monti, danke für eure Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360911/perry-rhodan-3091-erdmantel-von-christian-montillon-susan-schwartz-e-book-epub

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https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005752/perry-rhodan-3091-erdmantel-von-christian-montillon-susan-schwartz-heft

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12504

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Erdmantel_(Roman)

 

Vierzehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3088

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer zwei Easter Eggs aus Band 3088 und ob Gucky nicht doch hätte sterben sollen.

Zitat: »Sein Leben war meist ein Spiel gewesen. Warum sollte er nicht um sein Leben spielen?«
Da drängt sich bei dir als Tekeners Mörder die Frage auf: Ist Gucky der bessere Spieler als Tek?

Dieser Vergleich ist meiner Meinung nach nicht passend. Tekener war der taktische Spieler, der Trickster. Gucky ist von seiner Prägung her ein verspieltes Wesen. Das sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Du erwähnst die Mausbiberhölle. Woran glaubt Gucky eigentlich?

Hm. Schwer zu sagen. Ich mach mir immer wieder Gedanken zum Thema Religion/Spiritualismus bei PERRY RHODAN allgemein. Aber bei Gucky bin ich echt überfragt. Noch. Danke für die Anregung.

Zitat: »Du hast keine Ahnung, wie bedeutsam die Zusammenhänge zwischen deinem Volk und der Existenz des Lebens an sich sind.«
Die Frage nach der Existenz weiterer Ilts begleitet die Serie seit Urzeiten. Sollte rein dramaturgisch Gucky je auf weitere Ilts treffen? Was meinst du?

Das ist er ja in Band 3088, oder?
Ganz ehrlich: Ich würd es ihm absolut vergönnen. Aber vom erzählerischen Standpunkt her ist eine tragische Figur wesentlich interessanter als eine, deren Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. 

(Um ein kleines Geheimnis zu verraten: Ich hatte Gucky ursprünglich ein noch stärkeres Interesse an der Post-Yllit namens Daidra angedichtet. Ich hab das nach Rücksprache mit der Redaktion wieder abgeschwächt. Es wäre aus mehreren Gründen nicht passend gewesen.
Da war halt der Wunsch Vater des Gedankens.)

Wäre dann nicht der Mythos erledigt?

Das ist die Gefahr, richtig.

In dem Band entledigt ihr euch ziemlich unspektakulär der Schmerzensteleportation. Was ist der Grund, dass ihr das so profan macht?

Naja, die meisten Lösungen im Leben sind recht profan. Ich denke, das ist in Ordnung so. 

Ohne dem Shitstorm nach Guckys Tod wäre Gucky 16 Wochen tot gewesen, um dann zurückzukehren. Wie schade findest du, dass sich zumindest die Leser der sozialen Medien um diesen »Gag« gebracht haben?

Ich glaube, wir alle schätzen die sozialen Medien und ihre Wirkung immer noch falsch ein. Nicht jeder ist immer gleich gut informiert. Es gibt die nativen Bewohner des Internets, die alles immer wissen. Die haben dieses Gucky-Thema von Anfang an begleitet, haben darüber mitdiskutiert und sind quasi im Dialog mit dem Verlag gestanden. Aber ich seh auf FB, Instagram, dem Forum etc. auch immer wieder Leute, die nur einen Teil dieses »Aufruhrs« mitbekommen haben. Weil sie eben nicht andauernd im Internet herumstromern und diese Sache ganz anders miterlebt haben.

Ich möcht hier nicht weiter über S/M theoretisieren. Ich hab den »Shitstorm« auf jeden Fall sehr interessiert beobachtet und was draus gelernt.   

Aus der Distanz betrachtet: Hätte man »Gucky« töten sollen?

Das stand nie zur Debatte.

Du erwähnst den Sprayer Puber, der sich auf Wiener Gebäuden mit seinem Schriftzug verewigt hat. Wie viel Spaß machen dir solche Anspielungen?

Das sind so die kleinen Freuden des Autorendaseins. In diesem Teil des Romans war ich sehr frei von Vorgaben und hatte viel Platz, mich auszutoben. Und da kann man solche kleine Vignetten schon mal unterbringen. 

Zur Info für all jene, denen der Name »Puber« nix sagt – und das sind wohl alle PERRY-Leser außerhalb Wiens: Puber ist ein Schweizer, der jahrelang und wahnhaft seinen Namen überall an Häuserwände draufgekritzelt hat. Es ging um einige hundert Graffitis. Er wurde erwischt und saß einige Zeit in U-Haft, bevor er in die Schweiz zurückkehrte. Die Geschichte ist noch länger, er hatte später eine weitere Freiheitsstrafe in Wien abzusitzen.

Es gibt übrigens noch mindestens ein zweites »Easter Egg« in PERRY RHODAN 3088, und zwar das cairanische Schiff mit dem Namen HELBALDERIS. Darin verpackt ist der Hinweis auf einen sowjetischen Eishockeyspieler namens Helmuts Balderis, einen der besten Cracks seiner Zeit. Er hat eine höchst interessante Geschichte. 

Der Shenpadri stellt in Aussicht, dass eines Tages die Biokörper ein Weiterleben ermöglichen. Würdest du das nutzen?

Klipp und klar: Nein.

THORA samt Besatzung und Atlan sind geklont. Haben die auch seine Ritteraura geklont?

Hm …

Wenn du den Zyklus rückwirkend betrachtest … welche Lehren hast du für den Minizyklus »WEGA« gezogen?

Da kann man keine Vergleiche ziehen. Wir reden von einem Zwölfteiler mit einer vergleichsweise einfachen Struktur und Handlung – und von einer Endlosserie mit einem Zyklus, der auf 100 Bände ausgelegt ist. Der aber auch Elemente beinhaltet, die aus früheren Zyklen mit reinspielen und die auf die Romane ab Band 3100 ausstrahlen. 

Die Spekus der Fans im Forum, dass der Zyklus in der Vergangenheit im Solaren Imperium spielt, bewahrheiten sich lt. Presseaussendung ja nicht. Die Handlung des Zyklus ist in der Gegenwart angesiedelt. Wann genau?

Sie ist im Zeitraum angesiedelt, der zwischen Band 3099 und Band 3100 liegt.

Kannst du uns schon mehr zur Serie verraten? Auf der HP heißt es, die Expos seien schon fertig …

Fake News! Es sind schon Expos fertig, aber längst noch nicht alle. 

Leo Lukas hat dich für sein Buch »Mörder Quoten« konsultiert. Wie fandest du es?

Wir haben bloß zu Beginn ein bißl über Inhalte gesprochen, mein Beitrag zum Buch ist verschwindend gering. 

Ich hab das Buch mittlerweile gelesen und find es sehr leolukasisch. Tolle Figuren, viele spannende Nebenstränge und -geschichten. Und Leo beschreibt ein Wien, wie ich es kenne. Klarerweise spreche ich eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aus. 

Dem stimme ich zu. Auch ich fand das Buch höchst unterhaltsam und lehrreich. Werde mit ihm dazu auch noch ein Interview machen …

Michi, danke für deine Zeit.

 Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360881/perry-rhodan-3088-gucky-kehrt-zuruck-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005721/perry-rhodan-3088-gucky-kehrt-zuruck-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Gucky_kehrt_zur%C3%BCck

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12467