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Fragen an Michael Marcus Thurner zu Band 3016

In Band 3016 von Michael Marcus Thurner trifft Perry Rhodan auf seinen alten Weggefährten Icho Tolot. Michael erzählt im Interview,  von einem der typischen RHODAN-Problemen und wie eines der tiefgreifendsten Problemen der Jetzt-Zeit in seinen Roman eingeflossen ist.

 

Nachdem in den Heften 3013-3015 Perry Rhodan seinen ältesten Kumpel Reginald Bull wieder vertraut hat, säst du zu Beginn erneut Zweifel. Übertreibt ihr da nicht etwas?

Nun, ich denke, diese Zweifel sind durchaus berechtigt. Ich mag dieses Spiel mit den Unsicherheiten.

Bully gesteht, dass er auf Perry wütend war, weil er sich vor 500 Jahren im Stich gelassen fühlte.
Äh … Perry ist ja ausgezogen, um den Weltenbrand zu beenden und Bully musste doch annehmen, dass Perry samt der Besatzung der RAS TSCHUBAI bei dieser Rettungsmission gestorben ist. Wie kann er da denken, dass Perry ihn im Stich gelassen hat?

Antwort 1:  Man kann sich sehr wohl im Stich gelassen fühlen, bloß, weil jemand nicht da ist. Das mag ungerecht sein und ein rein subjektives Gefühl – aber so ist es nun mal.

Antwort 2:  Was weiß Bully denn eigentlich noch? Sind seine Erinnerungen real? Weißt Du nach 30 Jahren, aus welchem Grund Du Dich dazumals mit Deiner großen Liebe zerstritten hattest, kannst Du diesen Erinnerungen denn auch trauen?
In der heutigen Medienlandschaft wird mehr denn je bewiesen, was die Realität wert ist: nämlich gar nix. Objektive Informationen werden von Spin-Doktoren so umgedeutet, wie sie gerade gebraucht werden.
Wir befinden uns im Perryversum in einer Zeit, in der Daten sowie Nachrichten galaxisweit und nachhaltig zerstört wurden. Was sind da die Erinnerungen eines Menschen denn noch wert?

In 3014 erfahren wir, dass Perry schnarcht, in 3016 beschwert sich Bully, dass Perry wie immer unpünktlich ist. Wird das der Zyklus der großen Enthüllungen?

Grad diese kleinen Dinge machen eine Persönlichkeit interessant. Ein idealisierter Rhodan, völlig frei von Makel, der wäre schrecklich langweilig.

Ich war erstaunt, dass Bully Schnupfen hat. Schnupfenviren müssten für seinen ZAC doch kein Problem sein?

Da hast du offenbar was falsch verstanden. Bully ist wegen des Wiedersehens von Perry, Tolot und ihm gerührt und hat feuchte Augen sowie eine rinnende Nase. Um das in seiner brummeligen Art nicht zugeben zu müssen, redet er sich auf einen Schnupfen aus. Jeder der drei Beteiligten weiß natürlich, dass eine Erkrankung unmöglich ist.

In seiner Parlamentsrede verspricht Perry, dass alle Terraner eines Tages wieder auf ihren Heimatplaneten zurückkehren werden.
Bis auf die Unsterblichen ist keiner der Lebenden auf Terra geboren. Zusätzlich gibt es diese sechsdimensionale Strahlung, die mehr oder weniger verhindert, dass man an Terra überhaupt denkt. Wie groß ist das Interesse dieser »Terraner« auf einen ihnen fremden Planeten »zurückzukehren«?

Ich denke mir, dass dieses Interesse von allen Entscheidungsträgern auf Rudyn hochgehalten wird. Ich möchte nicht von Hurra-Patriotismus sprechen, aber die Erinnerung auf die Ur-Heimat wird sicherlich hochgehalten werden.


Michael Marcus Thurner am Austria Con 2016
Copyright. Martin Steiner

Zitat Icho Tolot. »Manche von uns sind der Meinung, dass es ein Segen für die Milchstraße wäre, wenn wir ausstürben.«
Seit du damals Ronald Tekener ermordest hast, bin ich bei deinen Romanen immer vorsichtig, ob auch alle meine Lieblingsfiguren überleben. Das ist jetzt nicht euer ernst, dass ihr vielleicht die Haluter austilgt.

Es gibt bekannterweise die fünf Säulenheiligen in der Serie: Perry Rhodan, Reginald Bull, Gucky, Icho Tolot, Atlan. Denen darf nix geschehen.
Sagt die Redaktion. Ich bin anderer Meinung. 

Zitat Perry Rhodan. »Wo immer ich hinkomme, sterben Wesen.«
Ich finde das Wort »Wesen« sehr unpersönlich. Braucht er bei all den Toten diesen Abstand, um nicht in Schuldgefühlen zu ertränken?

Nein, das ist eines dieser typischen PERRY-Probleme beim Schreiben. Das mit den Begrifflichkeiten ist manchmal recht kompliziert. Sag ich »Terraner« oder »Menschen«, ist es falsch bzw. einschränkend. Sag ich »Geschöpfe«, klingt es total abgehoben. Ich bin mit »Wesen« auch nicht zufrieden, aber es trifft den Kern der Sache wohl noch am besten.

Thosen Musay, der tragische Held der Story ist auf der Suche nach der Ahnenhaube, einer Art Wikipedia auf Familienbasis. Wäre das etwas für dich? Würdest du gern wissen, was deine Vorfahren gedacht haben?

Es wäre natürlich interessant. Ich beschäftige mich grad ein bißl mit Genealogie. Da kommt eine Sammlung von alten Informationen zusammen (die vermutlich nicht ganz korrekt ist). Sie zeichnet ein bestimmtes Bild von der Vergangenheit, sagt aber nix über die Menschen selbst aus, die früher gelebt haben.

Eben dieser Musay ist sich während des ganzen Romans unsicher, was Realität ist und was nicht. Wenn man sich auf der Welt so umsieht, geht es dir da manchmal auch so?

Ich hab es weiter oben eh schon gesagt: Es ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit und wird uns in Zukunft in noch viel tiefgreifender Form beschäftigen, als es heute schon der Fall ist. Die Manipulationen von Nachrichten sind erschreckend weitreichend und sorgen für Unsicherheiten in bisher ungekanntem Ausmaß. Unsichere Menschen sind offen für alle möglichen »alternative facts«. Weil die Wahrheit manchmal einfach nur langweilig ist und wir lieber eine gute, spannende Geschichte schätzen, die uns von Verschwörungstheoretikern, Predigern, Politikern etc. frei Haus geliefert wird. 

Am Ende taucht ein neuer Bösewicht auf, den ich noch nicht zuordnen kann. Wann erfahren wir mehr von ihm? Und gehört er zu einer neuen, dem Leser bislang noch unbekannten Macht?

Du meinst Saessbekker? – Nun, lass Dich überrraschen. 

In Band 3004 stammte ein witziger Dialog vom Lektor. Was hat der Lektor diesmal hinein lektoriert? 

Ich lese mir die lektorierten Romane nur dann durch, wenn die Zeit dazu da ist. In letzter Zeit war das eher selten der Fall. Ich weiß es also nicht. 

In deinem Blog hast du Hintergrundgedanken zum Roman, unter anderem auch zum Titelbild von Dirk Schulz, das du als große Kunst bezeichnet hast. Wann wäre für dich einer deiner Romane große Kunst?

Darüber zerbreche ich mir wirklich nicht den Kopf. Ich kann die Werke anderer Künstler beurteilen und sagen, was mir gefällt und was mich besonders anspricht. Aber das, was ich selbst schreib, das sollen andere Leute beurteilen und einschätzen

Danke für deine Zeit.

Homepage Michael Marcus Thurner: http://www.mmthurner.at/

 

 

 

 

Drei Autoren aus dem Perryversum in einer Anthologie

PERRY RHODAN-Autoren sind ja bekanntlich umtriebig und schreiben auch noch für andere Formate. ATLAN-Autorin Nicole Rensmann, PR-STELLARIS-Autor Ulf Fildebrand und PR-Miniserien und –STELLARIS-Autor Roman Schleifer haben in den letzten Jahren Kurzgeschichten im Computermagazin c’t veröffentlicht. Drei dieser Geschichten sind nun in der Anthologie »Massaker in RobCity« des Hinstorff-Verlags erschienen, die Künstliche Intelligenz zum Thema hat.
Grund genug, die drei Autoren zu ihren Geschichten zu befragen.

Nicole, deine Geschichte heißt »Und es hat Klick gemacht«: Worum geht es?

Emma arbeitet zusammen mit ihrem Kollegen Becker an einem geheimen Ort in einer elektronisch-virtuellen Schaltzentrale. Sie lenken die Geschehnisse der Welt, ohne dass die Menschheit davon weiß. Emma hat ihr Leben für ihren Job gegeben, doch die anfängliche Begeisterung ist längst verflogen. Sie überwacht und reguliert die Welt, und die Chefetage überwacht sie. Führt sie die Befehle nicht exakt aus, kann dies ihr Leben kosten. Als sie eines Morgens zur Arbeit erscheint, ist Becker verschwunden. Doch das ist, an ihrem überwachten Arbeitsplatz, nicht möglich. Emma versucht die Kontrollen zu überlisten, um herauszufinden, welche Rolle, sie in diesem Weltspiel auskleidet. Und das, was sie dabei herausbekommt, ist erschreckend und tragisch zugleich.

Wie bist du auf die Idee zur Story gekommen?

 Die Idee zu »Und es hat Klick gemacht hat« kam während eines Familiengesprächs. Beim Abendessen unterhalten wir uns oft über das Tagesgeschehen oder spinnen Zukunftsideen. In diesem Fall sprachen wir über soziale Medien, die Menschheit und künstliche Intelligenz. Im Laufe des Gesprächs hat es bei mir Klick gemacht und der Anfang der Geschichte stand fest. Wie immer entwickelte sich die Handlung dann beim Schreiben und endete so, wie sie nun zu lesen ist.   

Ich habe den leisen Verdacht, dass du in der Story Gesellschaftskritik verpackt hast.

 Erwischt. Die Story darf durchaus als gesellschaftskritisch angesehen werden, obwohl es nicht meine Absicht war, eine Botschaft zu vermitteln. Letztendlich soll die Story Spaß machen, wenn sie zusätzlich zum Denken anregt – großartig!Für mich ist »Und es hat Klick gemacht« eine real-surreale Story, in der nichts ist, wie es anfänglich zu sein scheint. Nicht für den Leser, nicht für die Protagonisten.  

Was sind deine nächsten Projekte?

 Im Sommer 2019 erscheint mein Fantasy-Jugendroman »Gewebewelten« im Atlantis Verlag (https://atlantisverlag.wordpress.com/2019/04/03/neu-im-sommer-gewebewelten). Außerdem arbeite ich an einem weiteren Jugendroman und an einem Roman, den ich in die Kategorie Drama und Schicksal einordnen würde. Parallel schreibe ich an einer Kurzgeschichte.   

Die zweite Story »Naos Botschaft« stammt von PR-STELLARIS-Autor Ulf Fildebrandt. Ulf, worum geht es in deiner Story?  

Was wäre, wenn ein streng logisch denkender Roboter anfängt, die Projektentscheidungen von Menschen zu hinterfragen? Wäre er der bessere Projektleiter? Roboter gehören in Zukunft zu den Ressourcen bei Projekten, und nicht immer werden die Ressourcen optimal verwendet. Doch manchmal denken Ressourcen über ihr Schicksal nach.  

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Also, Maschinen wird ja nachgesagt, dass sie Entscheidungen nur aus logischen Gründen fällen. Bei Menschen sind die Entscheidungen meistens von allem anderen beeinflusst, aber nicht Vernunft. Ich habe jetzt einfach überlegt, was wäre, wenn eine Maschine zu der Erkenntnis kommt, dass sie Entscheidungen besser treffen kann als ein Mensch. Und dass Entscheidungen nicht logisch begründet sind, erfahre ich jeden Tag.

Wie stehst du zur Künstlichen Intelligenz? Hast du Angst davor?

Künstliche Intelligenz ist so ein großer Begriff. Maschine Learning ist einfach nur Mathematik zur Mustererkennung. Neuronale Netze lernen selbstständig, aber nur im gewissen Rahmen. Selbstlernend ist im Moment noch eingeschränkt. Daher macht mir das im Moment noch keine Angst. Es ist nur die Frage, wann neuronale Netze wirklich miteinander verschaltet werden können, damit sie selbst gestellte Probleme lösen. Das sehe ich im Moment noch nicht. Sie lösen im Moment nur vordefinierte Probleme.

 Was sind deine nächsten Projekte? 

Am 11.3. ist der erste Roman aus dem Weltenkreis herausgekommen, »Meister der Erinnerung«, im High-Fantasy Genre. Infos findest du unter https://www.weltenkreis.com/. Der nächste Roman ist schon für März 2020 geplant. Bei PERRY RHODAN arbeite ich an einer weiteren STELLARIS-Geschichte, die der Redakteur Olaf Brill schon abgesegnet hat. Ende März ist im Computermagazin c’t die Kurzgeschichte »Werkzeug der Fantasie« erschienen. In dem Bereich arbeite ich auch an weiteren Near-Future-Geschichten.
Im SF-Magazin »Exodus« wird im April die Kurzgeschichte »Die Sphäre der Milliarden Wege« von mir erscheinen (https://www.exodusmagazin.de/exodus-ausgaben/exodus-39.html).
Zusätzlich suche ich für einen fertigen Science-Fiction-Roman gerade einen Verlag. Und einen Roman für die Fan-Edition hab ich auch in der Mache, aber daran bastele ich, wenn ich gerade Spaß dran habe.Du siehst also, mir wird nicht langweilig.  

Der Dritte im Bunde ist PR-Miniserien und –STELLARIS-Autor Roman Schleifer, mit seinem Beitrag »Plasmazombie«. Roman, dem Titel nach ist es eine Horror-Story. Wie kommt sie in eine Anthologie über Künstliche Intelligenz?

 Der Titel erklärt sich auf der zweiten Seite der Story, die auf Darkside, dem härtesten Asteroidengefängnis des Solsystems spielt. Dort verbüßt Gibson Miner, ein Auftragskiller seine Strafe. Bereits am ersten Tag gerät er mit Quentin, dem Psychoroboter des Gefängnisses in Clinch, der ihn therapieren will. 

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Bei der Lektüre eines Buches über Pychotherapie. Ungefähr in der Mitte kam mir die Idee eines Psychoroboters, der das komplette psychologische und psychotherapeutische Wissen der Menschheit gespeichert hat. Zu der Idee, dass er in einem Gefängnis die Gefangenen therapieren soll, brachte mich ein Gespräch mit einem Bewährungshelfer und wie es der Auftragskiller in die Story geschafft hat, verrate ich lieber nicht.

Das klingt, als würdest du intensiv recherchieren?

 Ich will, dass meine Stories so realistisch wie möglich sind. Und da ich aufgrund meines Berufs mit vielen Menschen spreche, nutze ich die Chance, Erfahrungen zu sammeln.  

Kann Quentin den Auftragskiller therapieren?

 Diese Frage habe ich mir bei der Planung der Story auch gestellt. Und ob Gibson Miner es schafft, aus dem Gefängnis zu entkommen, in dem ausgerechnet Quentin mit höchst zynischen Maßnahmen die Gefangenen zur Vernunft bringen will.

Höchst zynisch?

Naja, er zwingt  die Gefangenen, Schwanensee zu tanzen.

 Was sind deine nächsten Projekte?  

Im der Spezialausgabe zum Mars im SF-Magazin »Exodus« erscheint die Story »Der letzte Tag« und in Nr. 41 die Story »IQ 187«. Dann arbeite ich an einer Kurzgeschichte für das Computermagazin c’t und an einer PERRY RHODAN-STELLARIS-Story.

Die Anthologie gibt es  im gut sortierten Buchhandel, auf den üblichen Internet-Verkaufsplattformen und natürlich auf der Homepage des Hinstorff-Verlags sowohl als Buch als auch als ebook.

https://www.hinstorff.de/science-fiction/720/massaker-in-robcity-9783356022292.html

Die Homepages der Autoren:

 https://www.nicole-rensmann.de

https://www.ulf-fildebrandt.de

 https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Roman_Schleifer 

Mythos Erde – Perry Rhodan Band 3000

es ist eine unglaubliche Zahl für die PERRY RHODAN-Serie: Im Februar 2019 wird der Roman mit der Bandnummer 3000 veröffentlicht. Damit ist die Science-Fiction-Serie, die 1961 gestartet worden ist, eines der erfolgreichsten Unterhaltungsprodukte aus Deutschland. Jede Woche wird ein neuer Roman veröffentlicht, dazu kommt eine Vielzahl an Büchern, Hörspielen, Comics und anderen Publikationen. Zum Jubiläum gibt’s eine komplett neue »Ära« in der fernen Zukunft …

Als im September 1961 der erste PERRY RHODAN-Roman erschien, glaubte niemand an den großen Erfolg: Man ging davon aus, dass rund 30 Romane mit den Abenteuern des Weltraumhelden zu verkaufen seien.

Doch das erste Heft mit dem Titel »Unternehmen Stardust«, in dem der amerikanische Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond landet und dort auf Außerirdische trifft, verkaufte sich unglaublich gut. Der Erfolg hielt an, alle Folgeausgaben wurden den Verkäufern geradezu aus den Händen gerissen.

Mittlerweile sind fast 60 Jahre vergangen, und die PERRY RHODAN-Serie ist nach wie vor erfolgreich. Die wöchentlichen Romane bilden die Grundlage für die fantastische Geschichte der Menschheit bis in die ferne Zukunft. Längst erscheinen die Geschichten nicht mehr nur als Heftroman, sondern parallel dazu in Form von E-Books und Hörbüchern.

Darüber hinaus gibt es Taschenbücher und gebundene Ausgaben, Hörspiele, Hörbücher und Comics. Hinzu kommen Auslandsausgaben in Japan und Brasilien, Frankreich und Tschechien, den Niederlanden und – als E-Books – im englischen Sprachraum.

Der numerische Erfolg verblüfft. Zu den 3000 Serienromanen kommen schließlich mehrere hundert Bände in den sogenannten Nebenserien hinzu, die im selben Universum spielen. Damit kommt man auf weit mehr als 4000 Romane. »Damit ist die Serie, die von einem Autorenteam verfasst wird, schon lange der größte Roman-Kosmos der Welt«, versichert Katrin Weil vom PERRY RHODAN-Marketing.

Das inhaltliche Konzept der Serie umschreibt Klaus N. Frick, der Chefredakteur der Serie, folgendermaßen: »Perry Rhodan setzt sich für die Interessen der Menschen ein, trifft auf bizarre Außerirdische und seltsame Roboter, auf uralte Wesen aus fernen Galaxien und Geheimnisse aus der Vergangenheit.«

Mit dem dreitausendsten Band, der unter dem Titel »Mythos Erde« am 15. Februar 2019 in den Handel kommt, startet die Serie noch einmal richtig durch. Der Roman wurde von Wim Vandemaan und Christian Montillon verfasst, den beiden Autoren, von denen die Serie seit mehreren Jahren gesteuert wird. Sie erzählen von Perry Rhodan, der nach einer langen Reise in die Heimat zurückkommt und die Milchstraße kaum wieder erkennt …

»Mit diesem Roman zeigen wir den Lesern der Serie ein neues Bild der bekannten Milchstraße«, erläutert Klaus N. Frick. »Wer sich bisher nicht für PERRY RHODAN interessiert hat, kann nun auf einfache Weise in eine faszinierende Science-Fiction-Welt eintauchen.«

Weitere Informationen zum Jubiläumsband finden Sie außerdem unter www.band3000.de

Das nächste Perry Rhodan Hörspiel kommt wieder in Osnabrück! Wer macht mit?

Der Förderverein Phantastika Raum & Zeit e.V. unter Federführung von Claudia Hagedorn und Holger Pellmann wird während der 3. PERRY RHODAN Tage wieder ein Perry Rhodan Hörspiel aufnehmen und präsentieren.

Dazu benötigen die beiden aber eure Unterstützung.

Zum einen ist eine Geschichte erforderlich, welches sich im Perry Rhodan Universum bewegen sollte.

Zum anderen sind in Osnabrück Sprechrollen zu vergeben.

Hier die Details:

Das nächste Perry Rhodan Hörspiel kommt wieder in Osnabrück! Wer macht mit? weiterlesen

Fröhliche Weihnachten in der ganzen Galaxis

Die Perry Rhodan FanZentrale und der Perry Rhodan Online Club wünschen trotz des Weltenbrands allen Galaktikern fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Gucky schmückt Icho Tolot als Weihnachtsbaum. (C) Marie Sann

Zwischen den Tagen erscheint übrigens DORGON Band 104 endlich. Jürgen Freier schildert die Abenteuer von Atlan, Alaska und Icho Tolot in dem Geisteswesen DORGON. Gelingt es ihnen, den Kosmotarchen vor dem Virus Prosperoh zu retten?

Wartung Perrypedia

Aufgrund einer defekten Festplatte konnten wir in den letzten Tagen keine neuen Artikel in der Perrypedia anlegen. Nun wird die Festplatte heute getauscht. Das bedeutet aber auch eine Neuinstallation. Die Erreichbarkeit der Perrypedia ist heute also noch etwas eingeschränkt.

Interview mit Andreas Eschbach zu seinem neuen Buch »NSA« und zum 2019 erscheinenden RHODAN-Buch

Am 28. September erscheint das neue Buch von Bestseller-Autor Andreas Eschbach mit dem Titel »NSA«.
Wer nun an die amerikanische Überwachungsbehörde denkt, irrt.
Andreas Eschbachs Roman spielt in einer Alternativwelt, in der Komputer und das Weltnetz (aka Internet) bereits Anfang des 20. Jahrhunderts präsent sind. Zusätzlich verbreitet sich auch das tragbare Telephon und bildet mit den Gemeinschaftsmedien (aka soziale Medien) ein wesentliches Hilfsmittel für den Aufstieg der NSDAP in Deutschland.

Was wäre also, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und sozialen Medien – und damit die totale Überwachung?
Und wie reagieren die Menschen innerhalb dieses Systems?

Ein paar Tage vor Erstveröffentlichung von »NSA« stellt sich der sympathische Deutsche mit Wohnort Bretagne einigen Fragen zu der Handlung des Buches.

Roman Schleifer: Andreas, wie ist es zur Idee zu dem Buch gekommen?

Andreas Eschbach: Als ich mal juxhalber „National Security Agency“ ins Deutsche übersetzt habe. Bei den Worten „Nationales Sicherheit-Amt“ hatte ich sofort eine Behörde in der Weimarer Republik vor dem inneren Auge, die in einem kolossalen Gebäude residiert, in Büros voller schwerer, dunkler Eichenmöbel. Von da aus war’s dann nicht mehr weit zu einer Art Nazi-Steampunk-Variante mit Computern … nein, Komputern in Holzgehäusen, mit Bakelit-Tastaturen, Anschlüssen aus massivem Messing und stoffumwickelten Kabeln.

Roman: Jetzt hättest du das Buch auch in der Gegenwart spielen lassen können. Wieso hast du dich für das Dritte Reich entschieden?

Andreas: Nun, es geht, wie man sich denken kann, um Überwachung. Und dazu haben wir uns in der Gegenwart eine ziemlich relaxte Haltung angewöhnt: »Die überwachen mich? Na, sollen sie doch; ich hab nichts zu verbergen.« Das ist so ungefähr die allgemeine Einstellung, an der auch die dramatischen Enthüllungen eines Edward Snowden nichts haben ändern können. Wenn man darüber diskutiert, scheint das Schlimmste, was einem passieren kann, zu sein, dass man Werbung ausgesetzt wird, die genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Aber das ist eben nicht das Schlimmstmögliche. Das Schlimmstmögliche wäre, wenn unsere gesamte heutige Informationstechnologie wieder in die Hände einer Regierung fiele, die ähnlich diktatorisch drauf ist wie die Nazis es damals waren. Dann könnte und würde nämlich alles, was du je, und sei es vor Jahren, irgendwo gepostet, geschrieben oder bestellt hast, gegen dich verwendet werden – die Daten verschwinden ja nicht.

Und anstatt mir jetzt irgendwelche neuen Nazis in der nahen Zukunft auszudenken, habe ich die Originale genommen und ihnen Komputer und das Weltnetz angedichtet.

Roman:  Ja, so etwas spart dem Autor Zeit. J
Heldin des Romans ist Helene, die gegen das Regime und ihren Vorgesetzten kämpft. Erzähl uns über sie und ihre Beweggründe.

Andreas: Anfangs tut sie das noch nicht, sondern ist eine brave Mitläuferin, die das System so nimmt, wie es eben ist. Die Anfänge des Dritten Reichs erlebt sie als Gymnasiastin, muss wie alle dem Bund Deutscher Mädel beitreten, und weil sie sich in Haushaltslehre zu ungeschickt anstellt und keine Lust hat, Krankenpflege zu lernen, wählt sie das einzige noch verbleibende Schulfach für Mädchen, nämlich das Programmieren …

Roman: Und Programmieren ist in deinem Buch ja Frauensache. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen?

Andreas: Das war tatsächlich die ursprüngliche Arbeitsteilung, was Informationsverarbeitung anbelangt. In meinem Roman postuliere ich ja, dass Mitte des 19. Jahrhunderts Charles Babbage mit seinem Vorhaben, eine programmierbare mechanische Rechenmaschine zu bauen, die »Analytical Engine« nämlich, Erfolg gehabt hat, was den Lauf der Wissenschaftsgeschichte natürlich grundlegend beeinflusst. Und Babbages Partnerin in diesem Unternehmen war bekanntlich die Mathematikerin Ada Lovelace, die sich während des Baus schon Gedanken gemacht hat, wie man eine solche Maschine programmieren würde, und im Prinzip hat sie die meisten der heute üblichen Prinzipien – Verzweigungen, Bedingungen, Schleifen, Rekursionen und so weiter – schon vorweggenommen. Es ist also durchaus vorstellbar, dass sich die Ansicht, dass »Programme zu stricken« Frauensache ist, durchgesetzt hätte.

Roman: Und wie bist du auf die Figur Eugen Lettke gekommen? Das ist ja mal ein richtiger Kotzbrocken.

Andreas: Da habe ich eine Vorstellung ausgelebt, die mich nicht loslässt, seit es üblich geworden ist, alles Mögliche in die »Cloud« hochzuladen. Tatsächlich ist eine »Cloud« ja immer ein Rechner, der einfach jemand anderem gehört. Und da liegen dann deine Daten, dein Tagebuch vielleicht, deine privaten Fotos … Diese Dienste behaupten zwar, dass alles verschlüsselt und gesichert und so weiter ist, aber woher wissen wir denn, dass das stimmt? Was, wenn die »Cloud« von einem Admin betreut wird, der das Passwort kennt und sich nächtens die Zeit damit vertreibt, durch dein Privatleben zu schnüffeln?

Roman: Du, ich bin gleich wieder bei dir, ich muss mal kurz ein paar Daten löschen …

Wie hast du für dieses Buch recherchiert? Du lässt zum Beispiel das Tagebuch der Anne Frank gleich zu Beginn in den Roman einfließen.

Andreas: Ich hab mich einfach in meine Zeitmaschine gesetzt und … Nein, Quatsch, ich hab mich durch schätzungsweise zwei Meter Bücher übers Dritte Reich gelesen. An Material mangelt es ja nicht. Und der Computerkenner wird erraten, was sich hinter der »Strukturierten Abfrage-Sprache« verbirgt …

Roman: Wie reizvoll war es, bei dem Buch die Geschichte neu zu schreiben?

Andreas: Einerseits sehr reizvoll, weil ich mir ja immer überlegen musste, wie sich eine Änderung, die ich anbringe, mit der übrigen Welt und Geschichte vertragen würde – andererseits war es aber auch sehr bedrückend, sich in diese Zeit hineinzudenken.

Roman: Manchmal beschleicht mich bei deinen Büchern das Gefühl, dass du Kritik an der Gegenwart äußerst. Stimmt der Eindruck?

Andreas: So? Beschleicht dich dieses Gefühl? Warm, ganz warm!

Roman: Möchtest du mit deinen Romanen (z.B. »Ausgebrannt, »Herr aller Dinge«) die Leser ins Denken über zukünftige Entwicklungen bringen?

Andreas: Sagen wir lieber: Indem ich diese Romane schreibe, denke ich selber über bestimmte Dinge nach, und dadurch, dass ein Roman eine gewisse Geschlossenheit verlangt, bin ich gezwungen, tief in die jeweilige Thematik einzudringen und sie mir auf irgendeine Weise klar zu machen. Der fertige Roman ist dann gewissermaßen eine Einladung an die Leser, mir auf diesen Überlegungen zu folgen, und mein Eindruck ist, dass das viele gern tun.

Roman: Das kann ich für mich bestätigen. Zurück zur Überwachung durch die NSA. Wie stehst du als ehemaliger Programmierer zu den vielen Möglichkeiten der Überwachung?

Andreas: Als jemand, der schon »Big Data« gemacht hat, noch ehe es den Begriff gab, sehe ich unglücklicherweise noch viel mehr Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle, als ich sie in diesem Buch hätte unterbringen können. Man könnte Albträume kriegen.

Roman: Sollten wir uns dagegen wehren?

Andreas: Ja, aber nicht, wie es manche versuchen, auf technische Weise – durch Verschlüsselungssoftware, Onion-Routing und dergleichen –, denn im Ernstfall nützt einem das auch nichts. Wenn eine, sagen wir, »böse Regierung« die Daten übernimmt, dann macht dich eben die Tatsache, dass du solche Maßnahmen verwendest, verdächtig – oder auch nur, dass von dir keine Daten existieren! Wenn, dann muss die Gegenwehr auf gesellschaftlicher Basis erfolgen, oder einfach gesagt: Wir müssen als Gesellschaft aufhören, derartige Überwachung zu akzeptieren.

Roman: Du veröffentlichst jedes Jahr ein neues Buch – wie wählst du die Themen aus?

Andreas: Ich wähle eigentlich nicht Themen aus, sondern Ideen. Immer, wenn’s darum geht, was ich als Nächstes schreibe, schwanke ich zwischen einem halben Dutzend Ideen und nerve meine Frau mit ewigen Diskussionen, ob diese oder jene Idee die bessere ist … bis irgendwann, auf magische Weise, Klarheit eintritt und die Arbeit losgehen kann.

Roman: Für »NSA« begibst du dich auf Lesereise. Wo können wir dich live erleben?

Andreas: Am 4.10. in Hamburg, am 5.10. in Hannover, am 8.10. in Ulm und am 9.10. in Erfurt. Danach geht’s nach Frankfurt auf die Buchmesse.

Roman: Wie ist dein Verhältnis zu den Lesern?

Andreas: Ganz gut, würde ich sagen. Sie legen immer alle zusammen, damit ich ihnen das nächste Buch schreiben kann – was könnte sich ein Autor Besseres wünschen?

Roman: Sozusagen Crowdfunding 😉
Im Internet gibt es auch Leserunden, die du begleitest. Erzielst du jene Wirkung bei den Lesern, die du beabsichtigt hast? Gibt es Szenen, an denen die Leser anders reagieren, als es deine Absicht war?

Andreas: Es geht mir beim Schreiben eigentlich nicht darum, eine bestimmte Wirkung zu erzielen, sondern darum, der Grundidee des Romans gerecht zu werden. Man könnte sagen, das, was ich schreibe, muss zuallererst mal auf mich wirken, und zwar richtig. Idealerweise wirkt der Text dann auf andere genauso – aber im wahren Leben kommt es natürlich immer mal zu Abweichungen. Aber im Großen und Ganzen waren bisher alle, die den Roman gelesen haben, begeistert.

Roman: Kommen wir zu PERRY RHODAN und deinem RHODAN-Buch, das im Frühjahr 2019 im Verlag Fischer TOR erscheint. Mach uns neugierig drauf. Worum geht’s?

Andreas: Um das größte Abenteuer, das die Menschheit je unternommen hat. Und bei dem Perry Rhodan natürlich eine wichtige Rolle spielt, klar.

Roman: Na, so eine Überraschung: Perry Rhodan spielt mit. Welcher andere Unsterbliche noch?

Andreas: Homer G. Adams spielt auch eine nicht unwesentliche Rolle.

Roman: Und sicher gibst du Perry Rhodan auch einen oder mehrere Begleiter mit. Verrätst du uns etwas über sie?

Andreas: Hmm … lieber nicht. Das könnte den Spaß verderben.

Roman: Macht nichts, ich bin humorlos. 😉 Wird der RHODAN-Roman in die Handlung rund um Band 3000 eingebettet sein?

Andreas: Nein, aber er dockt durchaus an die Heftserie an, nur eben an einer anderen Stelle.

Roman: Ist der Roman auch etwas für Leser, die bislang von RHODAN nur den Namen kennen?

Andreas: Absolut. Ich hoffe sehr, dass auch meine Mutter ihn lesen wird.

Roman: Deine Mutter? Okay, bitte schreibe mir dann, wie es ihr gefallen hat.  😉
In einem Interview hast du gesagt, dass das Schreiben eines RHODAN-Heftromanes für dich eine Erholung ist. Wie war das bei dem Buch?

Andreas: Nun, es war aufregend, aber Erholung war es eher nicht. Immerhin habe ich bei diesem Roman erstmals die Schallgrenze von 1000 Manuskriptseiten durchbrochen – 1040 waren es zum Schluss. Das sind quasi 10 Heftromane auf einmal.

Roman: Wie eng hast du mit dem Expo-Team zusammengearbeitet?

Andreas: Das lief relativ locker. Ich habe ihnen vorher gesagt, was ich vorhabe; sie waren mit allem einverstanden, haben sogar noch ein paar Ideen beigesteuert, und dann haben sie mich machen lassen.

Roman: Zurück zu »NSA«. Hast du eine Lieblingsstelle?

Andreas: Ach, weißt du … meine Romane bestehen nur aus Lieblingsstellen. Alles andere streiche ich von vornherein weg! (Lacht)

Roman:  Guter schriftstellerischer Ansatz. J Warum sollte man dieses Buch gelesen haben?

Andreas: Weil man die Welt danach mit anderen Augen sehen wird. Es ist die »rote Pille«.

Roman: Also bei mir hat die rote Pille gewirkt. »NSA« ist ein Pflichtbuch. Wie bei all deinen Büchern konnte ich es nicht aus der Hand legen und habe mir eine Nacht um die Ohren geschlagen.

Andreas: Das ist immer das Ziel.

Roman: Hat hervorragend funktioniert. Welchem Thema widmest du dich in deinem nächsten Buch?

Andreas: Oh, wenn ich das schon wüsste, wär ich froh …!

Roman: Andreas, danke für deine Zeit.

Andreas: Ich danke für das Interview.

Roman: Wer es nicht mehr erwarten kann, empfehle ich die Leseprobe auf der Homepage von Andreas Eschbach:

http://www.andreaseschbach.de/werke/romane/nsa/lp_nsa/lp_nsa.html