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Fünfzehn Fragen an Uwe Anton zu seinem Band 3068

Uwe Anton verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob die Serie Guckys Tod überstehen würde und wie lange uns die Tomopaten noch begleiten.

Zitat: »Monkey nahm diesen Kampf persönlich.«
Erst schildert ihr den Oxtorner einige Hefte lang als Eisklotz, und jetzt nimmt er eine Niederlage sogar persönlich?

Ich kenne jede Menge Eisklötze, die es persönlich nehmen, wenn man ihnen Feuer unter dem Hintern macht. PERRY RHODAN ist eine Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben, und das hält stets ungeahnte Überraschungen bereit.
Oder willst du behaupten, dass ich Monkey nicht serienkonform beschrieben habe?

(Anm.: Auf Suggestivfragen antworte ich erst nach Konsultation meines
Anwalts.)

Die USO weiß, dass Saessbekker Thosen Musay besetzt hat. Ich frage mich, woher die das wissen. Thosen ist gestorben, und Saessbekker ist aus ihm gewichen. Wer hätte das wissen können?

Die USO ist berühmt für ihre Quellen, die Kenntnis von allem Möglichen und Unmöglichen haben.
Oder willst du behaupten, dass ich beim Schreiben gepennt habe?

(Anm.: siehe oben)

Die Tomopaten werden als eine Art Psychopathen geschildert. Warum töten sie Monkey nicht, als er paralysiert vor ihnen liegt?

Psychopathen haben ein »Seelenleiden«, was man auch als schwere Form der dissozialen Persönlichkeitsstörung bezeichnen könnte. Würde man verstehen, wie sie denken, könnte man sie vielleicht heilen. Aber beides kann man auch in einer Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben leider nicht. Die Wege des Psychopathen sind unergründlich.
Vielleicht haben sie Monkey sozusagen auch nur als »Probelauf«
gesehen. Womöglich wollen sie einen ganz anderen metzeln …

Saessbekker manipuliert das Bioplasma des Bordrechners, und es kommt zu Störungen der Flugbahn. Ohne die Flugbahnänderung wäre die Manipulation nie aufgefallen und hätte Monkey nicht auf den Plan bringen können. Warum hat Saessbekker das gemacht?

Vielleicht ist er ein Exo-Psychopath? Oder einfach nur doof?
Oder willst du behaupten, dass ich beim Umsetzen des Exposés nicht mitgedacht habe?

Zitat: »Andererseits bewies es ihm, mit welchen großartigen Spezialisten er zusammenarbeiten konnte.« Könnte man das auch als Ode an deine Testleser auslegen?

Ich lasse nichts, aber auch gar nichts auf meine Testleser kommen, auch wenn sie quälende Fragen stellen. Nein, die Erstleser sind schon voll in Ordnung. 1-A! Spitze! Daumen hoch!
(Wann schickst du mir endlich die teure Flasche Wein rüber, die du mir für diese Antwort versprochen hast?)

Die Paranoia greift wegen Saessbekker um sich. Ist das eine Anspielung an Corona?

Nein. Wir haben gewisse Vorlaufzeiten, und die Auswirkungen der Corona-Epidemie waren noch nicht voll ersichtlich, als ich diesen Roman schrieb. Auf der Autorenkonferenz am 7. März dieses Jahres saßen wir Autoren zum Beispiel ganz normal um einen großen Tisch und haben ohne Masken und Visiere konferiert, gespeist und an Mineralwasser genippt. Heutzutage unvorstellbar, aber so war es in der guten alten Zeit.
In Band 3075, der auch aus meiner Feder stammt, ist das aber anders. Darin gibt es »gelbrote Streifen, die im Abstand von etwa zwei Metern (auf dem Boden) angebracht und mit Warnaufschriften versehen« waren. Auf diese Idee hat mich der Comichändler meines Vertrauens gebracht, der hat diese Dinger in seinem Laden. Die Frage musst du mir also in ein paar Wochen nicht mehr stellen.

Den hyperphysikalischen Exkurs könnte man auch Seitenschinderei nennen …

Ein First Reader hat mir dazu geraten. Er war der Meinung, man müsse den Roman auf gesunde naturwissenschaftliche Füße stellen. Mit einer Flasche Wein kommst du jetzt nicht mehr davon, Roman!

Zitat: »Ich hielt Murphy immer für einen Optimisten.« Wie stehst du zu Murphys Law?

Murphy hat leider mit fast allem Recht, was er in Gesetze fasst. Vor allem beim Schreiben eines Rhodan-Romans geht immer alles schief, was schief gehen kann. Das obige Zitat ist übrigens Oppenheimers Kommentar zu dem Gesetz: »Murphy ist ein Optimist.«

Die Thesan redet mit Saessbekker. Müsste er die Thesan nicht erkennen? Immerhin haben die Phersunen das Galaxien-Geviert aufgemischt …

Vielleicht war Saessbekker beim Aufmischen nicht dabei. Vielleicht hat er als kleiner Buchhalter Erbsen gezählt oder war da noch gar nicht geboren. Vielleicht hat er keine Thesan zu Gesicht bekommen, so viele von denen laufen ja auch nicht durch Kriegsgebiete. Oder willst du behaupten, dass ich beim Schreiben nicht mitgedacht habe?

Wurde die Heptagonie nur für den Tod Saessbekkers eingeführt?

Nein.

Werden wir in dem Zyklus wieder von ihr lesen?

Wer weiß? Aber ich befürchte, in diesem Zyklus wohl nicht mehr.

Dienten MMTs Vorbände über die Klone nur dazu, eine Begründung für die Existenz Jasmyne da Arigas zu haben?

Michael hat wichtige Romane mit wichtigen Hintergründen geschrieben, die noch eine wichtige Rolle spielen werden. Die Hintergründe, meine ich. Klone und so. Die Romane aber auch. Alles sehr wichtig.

Die Tomopaten sind ein unberechenbarer Faktor im Zyklus. Die Cairaner agieren weitgehend im Hintergrund. Nachdem ihr den Tomopaten so viel Raum gebt, gehe ich davon aus, dass sie uns bis Zyklusende begleiten. Spielen sie ihr eigenes Spiel?

Ich kann dir versichern, dass diese beiden Tomopaten uns nicht bis zum Zyklusende begleiten werden. Falls sie was spielen, dann das Lied vom Tod. PERRY RHODAN ist ja eine Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben, und zum Leben gehört nun mal der Tod.

Zu diesem Stichwort: In der Vorschau der Romantitel springt 3072 »Der Ilt muss sterben!« ins Auge. Im Galaktischen Forum wird das auch heftig diskutiert. Ist Gucky, immerhin durch Copyright geschützt, sakrosankt?

Natürlich. Genau wie Perry Rhodan und Atlan. Das ist unser sakrosanktes Triumvirat. Aber alle Schriftsteller lügen. Ein anderer berühmter Angehöriger eines Triumvirats soll mal gesagt haben: »Auch du, Brutus?«  Und Rudi Carrell hat mal gesungen: »Lass dich überraschen …«
Ach, Italien und Holland! Pasta und Frikandel! Lecker. Nicht als ein Gang, aber mit einem guten Wein dazu …

Und wie viele Leser könnte die Serie aufgrund von Guckys wirklichem Tod verschmerzen, bevor sie eingestellt wird?

Deine Fangfragen werden immer plumper, Roman. Ich erwarte dann in Bälde die Kiste mit dem sündhaft teuren Wein. Schönen Tag noch!

Uwe, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum E-Book, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360683/perry-rhodan-3068-die-seele-des-schulterreiters-von-uwe-anton-e-book-epub

Hier geht’s zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005523/perry-rhodan-3068-die-seele-des-schulterreiters-von-uwe-anton-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Die_Seele_des_Schulterreiters

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12145

Fünfzehn Fragen an susan Schwartz zu ihrem Band 3063

Susan Schwartz verrät im Interview mit Roman Schleifer, welches Potenzial Sichu und Perry noch haben und wer in der Vergangenheit wusste, dass es besser sein wird, die Erde zu retten und ins Dyoversum zu versetzen.

Zitat: »Wie es wohl war, die Enkelin des berühmtesten Terraners zu sein?«
Uschi, du bist die Tochter eines berühmten bayrischen Politikers, kannst das also ein wenig nachvollziehen. Was wären deine Gedanken, wenn du Perrys Enkelin wärst?

Zwischen Farye und mir besteht der Unterschied, dass ich in der Obhut meines Vaters aufgewachsen bin, wohingegen sie ihren Großvater erst sehr viel später kennenlernte. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht einfach ist, man ist hin und hergerissen zwischen der Freude, einen so nahen Verwandten zu treffen, und dem Misstrauen, wie wohl der Umgang mit ihm sein wird. Ich würde zunächst keine verwandtschaftlichen Gefühle empfinden, das müsste erst langsam wachsen, wie es auch bei Farye war. Gerade wenn es sich um eine so herausragende Person wie Perry handelt, wären meine Vorbehalte zunächst doch recht hoch. Um in Rhodans Nähe zu sein, betritt man seine Welt – und ist damit raus aus dem »normalen« Leben, das man bisher gewohnt war. Unwillkürlich steht man im Rampenlicht.
Kann man damit umgehen? Will man damit umgehen? Da müsste ich eine Entscheidung treffen.
Zum Glück war Farye zu dem Zeitpunkt schon auf dem aufsteigenden Ast ihrer Karriere und entschlossen, weiterzumachen und ihre Talente und Fähigkeiten zu beweisen, und Perry braucht sie dadurch. So entsteht mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis besonderer Art. Man ist sich näher als »nur Freunde«; in gewisser Weise bleibt es dadurch bei aller Zuneigung auch eine komplizierte Beziehung.

Zitat: »Es ist wirklich alles perfekt.«
Eigentlich ist das ja ein Satz, der in keinem Roman stehen sollte – Stichwort Spannung und Konflikt.

Der Satz zu Beginn eines Romans bietet genau die Voraussetzung dafür, dass mit Gewissheit alles schiefgehen wird, was nur schiefgehen kann. Er bezieht sich auf die Technik eines neuen Gefährts. Jeder Leser denkt sofort: »Aha, da wird was passieren, denn wenn das am Anfang kommt, wäre ja der Roman schon vorbei.«
Wir wissen alle, dass Technik nicht perfekt ist. Bald erkennen wir, dass die Annahme stimmt. Wenngleich auch anders als erwartet. So kann man daraus noch einen Twist zaubern. 😉

Zitat: »Auf Sichu ist immer Verlass.«
Welches Potenzial haben Sichu und Perry dramaturgisch? Anfangs war ja die Frage »Werden wir sie zusammenkommen?«. Nun sind sie zusammen, und was nun?

Nun haut Sichu Perry des Öfteren aus der Bredouille. Funktioniert gut, finde ich!
Sichu hat ihren eigenen Bereich. Sie ist Top-Wissenschaftlerin, und wenn es darauf ankommt, auch Top-Soldatin. Perry ist der Abenteurer und Politiker/Diplomat, auch wenn er keinen offiziellen Titel führt. Wo er forsch drauflosgeht, überprüft sie erst mal alles. Perry kämpft für eine friedliche Zukunft und gerät dauernd mit Aliens aneinander. Sichu hingegen möchte alles bis zum winzigsten Quantenteilchen auseinandernehmen. Auf diese Weise können die beiden kooperieren, ohne sich in die Quere zu kommen, sie ergänzen sich, und sie harmonieren, auch wenn sie oft geteilter Meinung sind. Sichu ist das, was ein Partner sein sollte – Geliebte, Kameradin, Freundin, Mitstreiterin und Kontrapart. Dabei ist sie eine völlig eigenständige Figur, die an Perrys Seite Format hat und auch ohne ihn bestehen kann.

Irgendwer hat irgendwann in der tiefen Vergangenheit die Erde präpariert – über welchen Langzeitplan reden wir hier?

Das lässt dich nicht los, was? 🙂
Wir reden über den Langzeitplan, der mit Perrys Erkundungen seine Auflösung und Erfüllung finden wird.

Geht es nur mittels Langzeitplan und Rückgriff in die Vergangenheit?

Geheimnisse finden ihren Ursprung immer in der Vergangenheit, und nur das macht sie auch interessant. Es ist eine mysteriöse Sache, die auf alle Fälle mit den Cairanern zu tun hat, wie wir gerade erlebt haben. Sie stehen mittlerweile im Mittelpunkt des Geschehens, und welche genaue Rolle sie spielen, wissen wir weniger denn je.

Dieser Langzeitplan muss die Zukunft perfekt vorhergesehen habe, muss gewusst haben, dass Iwán/Iwa geboren wird, dass Farye eine geniale Pilotin wird … oder hat diese Macht direkt eingegriffen? 

Ich glaube nicht, dass es dabei um solche Details geht. Die Zukunft steht ja nicht fest, es gibt immer mehrere Möglichkeiten. Letztendlich führt es immer auf die eine oder andere Weise zu dem einen oder anderen Zeitpunkt zum richtigen Ergebnis, sobald alle benötigten Voraussetzungen eingetreten sind. Das kann man berechnen. (Also ich nicht. Meine Planungen reichen kaum bis zur nächsten Woche und gehen schief.) Perry ist durch Terras Verschwinden angestupst worden, und dadurch geraten die Dinge ins Rollen, weil er gründlich nachbohrt und seine Heimat zurückhaben will. Iwán/Iwa ist dabei ein unberechenbarer Faktor und weiterhin mysteriös. Mit dem Geschehnis verflochten, aber auf welche Weise?

Andere Spekulation: Unternimmt Perry einen Zeitreise und installiert das Gerät selbst auf Terra in tiefster Vergangenheit?

Hm. Dafür erschließt sich mir nicht so recht der Sinn. Warum sollte er das tun?

Mit 3063 gibt es eine neue Interpretation des Posizids: Er dient dazu, die Spuren zu verwischen. Wer wusste in der Vergangenheit, dass die Erde wohl besser durch einen Ortswechsel gerettet werden muss?

 Derjenige, der das Gerät installiert hat. 🙂

Und … hm … wovor eigentlich? 500 Jahre ist nichts Dramatisches passiert?

 Wenn du das so siehst, weshalb also sollte Perry in der Vergangenheit das Gerät installiert haben? Nach dem Raptus ging es aber schon ordentlich ab, finde ich. Sämtliche Strukturen sind zerfallen, neue Besatzungsmächte und eine Entität, die unbedingt Chaotarchin werden will, bedrohen die Milchstraße, Terra ist weg, Arkon weiterhin hinter dem Bleischirm, kein Perry da … also gewiss ist es nicht der Weltenbrand, aber »nicht dramatisch«?

Der Plan der Cairaner, sich im Dyoversum in Sicherheit zu bringen, ist unlogisch. Warum sollte die Kandidatin Phaatom ihnen nicht folgen können?

Weil es im zweiten Zweig keine SI, Kosmokraten und Chaotarchen gibt/geben kann. Sie kann’s ja mal versuchen. Ich glaube nicht, dass das gutgeht …

Und wie sollen sie die Spuren verwischen, wenn doch die Milchstraßenvölker live beim Wechsel dabei sind?

Noch ein Posizid und ein Odium dazu, und fertig ist das Vergessen.

Wenn es im Dyoversum keine Superintelligenzen gibt … könnte das Dyoversum das Neuroversum sein?


Nein. Kann es definitiv nicht, es hat kein eigenes Bewusstsein.

Atlan wird als letzter Ritter der Tiefe genannt – ist er der letzte Ritter? Wer sagt, dass es keine neuen Weihen gab?

Ich gehe davon aus, dass der Orden nicht mehr existiert, weil er überholt ist.

Zitat: »Atlan hat seine Rolle zu erfüllen.«
Äh … wer sagt das?

Da sind wir wieder bei den Cairanern, die ins Zentrum des Geschehens gerückt sind.

Zitat: »Suchst du Rhodan, such das Chaos, dort findest du ihn.«
Sieht man sich sein Leben so an, dann sorgt er zuerst für Chaos, um es dann zu beseitigen …

Genau. Er ist immer im Zentrum des Chaos!

Uschi, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
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Hier zum Heft:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3063

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12086