Die Perry Rhodan Online Community (PROC) ist eine Fanvereinigung der Perry Rhodan FanZentrale (PRFZ) zur Science-Fiction Serie PERRY RHODAN.

Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3066

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer seine Gedanken zum Thema Rauschmittel bei PERRY RHODAN und ruft den No-Prize ins Leben.

Michael, bei RHODAN schlüpft man als Autor immer wieder in andere Lebewesen, die nicht unbedingt menschenähnlich sind. Diesmal durftest du eine Art »Hahn« beschreiben. Wie denkt man sich in einen Hahn hinein?

Das hört sich schwerer an, als es in Wirklichkeit ist. Steckt denn nicht in jedem von uns ein kleiner Hahn?
Aber im »Ernst«: Aliens, die wir beschreiben, sind stets menschenähnlich. Sonst könnten wir sie ja nicht aus ihrem Innenleben heraus schildern. Die Exotik entsteht durch eine leicht abgeänderte Begriffswelt. Für mehr ist bei PERRY nicht Platz.

Wir erfahren von Onker Dou, dass auf der RAS TSCHUBAI im Freizeitbereich Ogygia Rauschmittel illegal konsumiert werden. Wie kann das auf einem Raumschiff, noch dazu in einem öffentlich vom Bordrechner überwachten Bereich vorkommen?

Ich habe dieses Thema bereits mehrmals in PERRY-Romanen anklingen lassen. Ist es vorstellbar, dass in so einem Riesenkörper keine Drogen konsumiert werden? Werden Einsatzkräfte mit Hilfe von Drogen stimuliert? Was für Aufputschpräparate werden ihnen vom SERUN verabreicht, wenn es drauf ankommt? Wird etwa kein Alkohol mehr getrunken? – Ich glaube das alles nicht, und ich will es in den Romanen auch nicht weglassen. Ein bißl Realität darf schon sein. Und würde ich nun ANANSI zur allgegenwärtigen Verpetzermaschine machen – es wäre ein grässliches Leben an Bord eines derartigen Schiffs. Ich gehe davon aus, dass die Semitronik ab und zu die Augen zudrückt, grad im Freizeitbereich von Ogygia.

Meines Wissen ist das die erste Innensicht von Icho Tolot während einer Drangwäsche – und ich gestehe, ich war irritiert. Bislang dachte ich, dass Haluter auch während der Drangwäsche keine Hassgefühle gegen andere hegen und nur den Kampf suchen, aber dennoch Leben schonen. Du schilderst ihn hier anders – wurde das intern diskutiert, wie eine Drangwäsche anzulegen ist?

Über Drangwäsche wurde in der Innensicht noch nie geschrieben, richtig (soweit ich es in Erfahrung bringen konnte). Also blieb es mir überlassen, die inneren Vorgänge ein wenig zu erklären. Vielleicht läuft eine Drangwäsche bei einem anderen Haluter völlig anders ab, wer weiß? Ein psychotischer Anfall verläuft bis auf gewisse Grundmuster auch von Person zu Person unterschiedlich. Der Vergleich ist gewagt, ich weiß. Aber eine Drangwäsche ist nun mal auch etwas, das mit der Persönlichkeit eines Haluters zu tun hat. Mit seinem Alter, seinen Erfahrungen, seinen Stärken und Schwächen. Haluter mögen Planhirne haben, die sie wie Maschinen handeln lassen. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Haluter in derselben Situation gleich reagieren würde.

An manchen Stellen musste ich bei Tolot an Bruce Banner und Hulk denken. Hast du dich davon inspirieren lassen? Und denkst du hatte damals KHS ähnliches im Sinn? (Hulk erschien zum ersten Mal 1962)

Nein, Bruce Banner hatte ich keine Sekunde lang im Kopf. Und bei Karl-Herbert Scheer kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass er Comics gelesen hat.

Tolot fliegt in einem Shift zurück zum Raumer … äh … das Ding ist zu klein, als dass Tolot da reinkäme. Wie sehr ärgert dich so ein Fehler?

Gar nicht. Wer sagt, dass das Shift nicht speziell für Tolot adaptiert worden war? – Ich zerbrech mir über so etwas keine Sekunde lang den Kopf. Klar, es macht als Leser Spaß, »Fehler« des Autors zu suchen und ihm unter die Nase zu reiben.

Womit wir übrigens nochmals bei Marvel-Comics wären: Es gab lange Zeit auf der Leserseite bei Marvel-Comics die Sache mit dem No-Prize. Leser haben Briefe an den Verlag geschickt, in denen sie den Machern Fehlern nachgewiesen haben. Gleichzeitig brachten sie selbst eine möglichst geschickte Erklärung, warum das ja gar kein Fehler war, sondern … (und dann folgte eine möglichst abstruse Erklärung, warum die Marvel-Leute eh recht hatten). Diese Leser haben dann einen No-Prize erhalten. So was hätt ich bei den PERRY-Lesern machmal auch recht gern. 🙂

https://en.wikipedia.org/wiki/Marvel_No-Prize

Na, dann eröffnen wir doch gleich mal einen Thread dazu im Galaktischen Forum … ‚
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=3&t=12123

Tolot entschließt sich, alle Rücksichtnahme gegenüber den Blues fallen zu lassen, weil er in ihnen erbarmungslose Mörder sieht. Wie vereinbart sich das mit der hochstehenden Moral der Haluter?

Es würde jetzt echt zu weit führen, eine Diskussion über halutische Moral zu führen. Vor allem gilt auch hier: Wir wissen über den Moralkodex der Haluter viel zu wenig. Der lässt sich auch nicht in einem Regelbuch festlegen. Am ehesten könnten Dir wohl Dr. Dr. Bre Tsinga und ihre Enkelin Anni K. Tsinga Auskunft geben.

Zitat: »Kein Roboter und auch nicht die Positronik der Space Jet hätte Tolot aufhalten können.«
Im ersten Reflex fällt mir ein Fesselfeld ein …

Siehe oben, mein Kommentar zum No-Prize. Liefere Du mir doch eine Erklärung dafür. Ich hätte eine, aber es wäre mir lieber, wenn Du mir die Arbeit abnehmen könntest.

Im Zyklus werden Kampfroboter inkonsistent geschildert. Mal sind sie unüberwindbar, dann wieder Kanonenfutter. Gibt es eine interne Vorgabe, wie mit Kampfrobotern umzugehen ist?

Nein. Und ich gestehe, dass das ein schwieriges, komplexes Thema ist, über das ich mir immer wieder Gedanken mache.

Meine Antwort ist: Bei mir können die Roboter immer das, was ich grad von ihnen brauche. Das ist inkonsistent, ja. Aber stell Dir mal vor: TARAS werden als quasi unschlagbare Killermaschinen gezeigt, mit undurchdringlichen Schutzschirmen, Metallummantelungen etc. Diese Dinger werden konstruiert, um unbesiegbar zu sein. Nun gäbe es sicherlich irrsinnig raffinierte Methoden, einen TARA dennoch zu überwinden. Diese Szene könnte ich konstruieren und dann über zwei Seiten hinweg vor den Lesern ausbreiten, so, dass 99 Prozent von ihnen zufrieden mit der Erklärung sind. Vielleicht könnte ich das drei-, viermal mit unterschiedlichen Lösungsansätzen durchziehen. Und dann? Soll ich wieder von vorne anfangen? Soll ich jedes Mal eine neue in sich geschlossene und logische Schilderung zu erfinden versuchen, warum der unbesiegbare TARA dennoch besiegt werden konnte? – Braucht es derartige Textstellen?
Meiner Ansicht nach nicht (immer). Da riskiere ich als Autor lieber ein paar Watschen/Ohrfeigen von aufmerksamen Lesern, die sich über meine vermeintlichen Nachlässigkeiten ärgern. Mein Job als Autor ist es, unterhaltsam zu schreiben. In Action-Szenen will ich Tempo machen, den Leser rasch und spannend durch die Handlung ziehen.

Offenbar hat jemand Terraner und Blues geklont, noch dazu prominente Terraner. Nachdem der Galaxientipp von einem Cairaner kam, unterstelle ich, es waren in der Tat die Cairaner. Wie sind die zu DNA-Proben von Riordan und Saedelaere gekommen?
Und vor allem … bei dem Aufwand, den die Cairaner betreiben – wieso ausgerechnet die Milchstraße?
(Und sag mir nicht jetzt, weil wir sonst einen anderen Zyklus schreiben hätten müssen 😉 )

 Nun, es gibt ja einen zweiten Band zu diesem Thema. Du kannst mich nächste Woche gerne nochmals zu diesem Thema befragen. Wobei ich jetzt schon sage, dass Du nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort erhalten wirst. Manches muss eben geheim bleiben.

Zitat: »Er würde sein Pflicht immer und jederzeit vor seine persönlichen Befindlichkeiten stellen.«
Wenn der Abgabeschluss kurz bevorsteht und es sich zeitlich gar nicht mehr ausgehen kann – was streichst du aus deinem Privatleben zuerst? Und was auf gar keinen Fall?

Das Familienleben hat vor allem bei dräuenden Abgabeterminen immer sehr gelitten. Das ist die bittere Wahrheit. Und auf was ich quasi nie verzichte, das ist der Fußball. Wenn ich keinem Ball hinterherlaufen kann, bin ich unerträglich. Die Corona-Zeiten sind diesbezüglich eine endlose Qual für mich. Ehrlich.

 Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360669/perry-rhodan-3066-drangwasche-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005271/perry-rhodan-3066-drangwasche-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3066

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12122

Im Gespräch mit Hermann Ritter über »Im Sphärenlabyrinth«, PRMS2, Band 4

Hermann Ritter
PERRY RHODAN
MISSION SOL 2, Band 4
Im Sphärenlabyrinth

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 29. April 2020, 64 Seiten, € 2,50, Titelbild: Arndt Drechsler

 

Im vierten Band der Miniserie PERRY RHODAN MISSION SOL lässt Hermann Ritter Rhodans Sohn Roi Danton seine Vergangenheit treffen: Konfrontiert mit Schiffen einer Terminalen Kolonne begegnet Roi Lebewesen, die umgebildet, verstümmelt und verbraucht werden, so wie es ihm selbst einst geschah. Ziel ist ein Raumsektor, in dem sich Schnittstellen verschiedener Universen begegnen, und in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss.

Alexandra Trinley: Das Titelbild zeigt Kugeln und ein Raumschiff. Was ist hier abgebildet? Im Gespräch mit Hermann Ritter über »Im Sphärenlabyrinth«, PRMS2, Band 4 weiterlesen

Das Live-Video-Interview mit Uschi Zietsch und Christoph Dittert

Anlässlich des ersten gemeinsamen PR-Vierteilers 3062-3065 interviewte Roman Schleifer die beiden PR-Autoren Uschi Zietsch und Christoph Dittert. Dabei verraten Sie, wie eine Kaffeemaschine den Zyklusausgang beeinflusst und wie es im Dyoversum weitergeht.

Alexandra Trinley – eine Frau auf der Spur der PR-Miniserien

Seit der PR-Miniserie TERMINUS hält Alexandra Trinley den Autoren der jeweilge Hefte das virtuelle Mikrofon unter dir Nase. Anlässlich der PR-Miniserie Mission SOL 2 drehe ich den Spieß um.

Ritter des Chaos

Alexandra, du führst regelmäßig Interviewreihen zu den PERRY RHODAN-Miniserien durch. Wo veröffentlichst du die Interviews?

Die regelmäßigen Interviews zu den Einzelheften erscheinen parallel auf proc.org und geisterspiegel.de. Manche finden sich zusätzlich in den BWA (Baden-Württemberg Aktuell) der SFCBW und ins Paradise des TCE wieder. Dazu kommen einzelne Interviews in der SOL und im Corona Magazine.

Wie bist du zum Corona Magazine gekommen?

Indirekt begann das bei Herbert Keßel von der PRFZ. Als ich so um die Ausgabe 72 herum bei der SOL anfing, redeten wir über mögliche Beiträge und kamen auf Interviews, in denen RHODAN-Autoren über ihre sonstigen Tätigkeiten berichten. Herbert schlug vor, mit Uwe Anton zu beginnen.

Gesagt, getan, ich schrieb Uwe an, wir telefonierten, planten ein bisschen. Stephen King und Philip K. Dick kannte ich damals kaum. Mit dabei war sein Hinweis, dass er im Corona Magazine die Comic-Kolumne schreibt. Ich lud mir eins dieser E-Books runter und staunte über das viele Star Trek und Star Wars und was es nicht alles gab. So viele Themen, und zwischendrin Uwes Comic-Kolumne zu Comics, von denen ich nie im Leben etwas gehört hatte.

War damals nicht ein Interview mit Uwe Anton in der SOL?

Für die Ausgabe 92 haben wir es fertiggemacht.

Das war aber keine Antwort auf die Frage, wie du zum Corona Magazine kamst.

Der Auslöser war Joe Kutzner vom TCE. Einige Abende später entstand zwischen uns eine Mail-Diskussion. Er fand etwas blöd, was ich tat. Es ging um einen Publikationsort, den er nicht mochte. Wir diskutierten hin und her, und schließlich schrieb ich: »Was hältst du vom Corona Magazine?« Er fand das besser. Ei, und während unsere Diskussion weiterlief, packte ich zwei frisch geschriebene Rezensionen in einen Anhang und schickte sie hin. Am nächsten Vormittag meldete sich Jennifer Michels, die damals gemeinsam mit Mike Hillenbrand das Magazin herausgab. Sie fand die Texte gut und wollte PERRY RHODAN im Corona Magazine. Aber der typische Leser des Magazins ist Trekkie und hat von PERRY keine Ahnung. Sie meinte, ich muss eine Kolumne schreiben, die bei den Basics ansetzt.

Wie habt ihr das aufgezogen?

Gute Frage. Wir telefonierten und dachten nach. Ich schlug vor, Uwe zu fragen, weil wir eh gerade wegen des SOL-Interviews geredet hatten und er fürs Corona Magazine schreibt. Uwe war aber auch erst mal eher ratlos, wie man die komplexe Materie für Außenstehende herunterbrechen könnte. Er steckt ja voll in der Serie drin. Also fragten wir Klaus Frick. Der reagierte ebenfalls skeptisch, gab mir aber ein paar gute Tipps.

Das Einfache war die große Herausforderung. Hey, ich habe Sprach- und Literaturwissenschaft studiert, unterrichte seit Jahrzehnten in der gymnasialen Oberstufe, und plötzlich sollte ich etwas schreiben, dass topaktuell und vor allem unterhaltsam sein sollte, in einer monatlich erscheinenden Publikation. Ich und Infotainment! »To boldly go« und so weiter!

Ganz verwirrend: Als Uwe und Klaus meine erste Kolumne gegenlasen, waren ihre Anmerkungen einander entgegengesetzt. Was der eine mochte, sollte ich nach dem anderen besser rausnehmen.

Und die Sache mit der Aktualität blieb problematisch. Ich war gerade nach jahrzehntelanger Lesepause wieder in eine regelmäßige Lektüre der EA eingestiegen, worüber ich Jennifer gegenüber allerdings tunlichst schwieg, und ich sollte die Kolumne so schreiben, dass sie die Hefte abdeckte, die zum Zeitpunkt des Erscheinens am Kiosk auslagen. Die sind aber geheim. Jennifer löste das Problem, indem sie Autorenbeiträge zu allgemein aktuellen Themen als Aufhänger vorschlug und die Aufteilung mit den Titelbildern als optische Markierungen. Das prägte lange Zeit meinen Stil und auch meine Sicht auf die Serie.

Das war also der Vorläufer deiner Interviews.

Ja. Die Autorenbeiträge blieben innerhalb meiner Kolumne zu unsichtbar, und als Björn Sülter Chefredakteur wurde, habe ich ein paar Sachen umgebaut. Inzwischen kannte ich mich auch deutlich besser in der Serie aus. Da habe ich die Interviews ausgekoppelt, und auch mit den Reihen zu den Miniserien angefangen.

Du hast die Miniserien gelesen, ihre Autoren interviewt – welche Unterschiede gibt es bei den Serien, die sich auch in den Interviews widerspiegeln?

Viele. Für »Blicke auf OLYMP« habe ich einen Aufsatz über die Gesamtheit der in Heftform erschienenen Miniserien geschrieben. Den Schwerpunkt habe ich auf die Formeigenheiten und die Motivgeschichte gelegt, und auf die Verzahnung mit der Hauptserie. Das sind sieben A4-Seiten.

Die Unterschiede im Interviewablauf sind schwer festzumachen, weil ich mich ja auch entwickelt habe. TERMINUS hatte viel technischen Hintergrund, und da hatte ich jenes Interview mit dem Lektor, das wohl bei jeder Miniserie gleich ausfallen würde. Man merkt, dass Uwe seine Leute »betüttelt« und umsorgt, dass Uschi mit ziemlichem Zug durchgeht und Kai niemanden »an der Leine hält«, soweit ich das überblicke.

Interviews zu Heften sind immer ein Balanceakt – einerseits will man Leser, die den Roman noch lesen wollen, nicht spoilern, andererseits will man den Lesern, die den Roman bereits gelesen haben, Hintergrundinfos liefern. Wie meisterst du diesen Spagat?

Ha ha, jetzt haben wir ein gemeinsames Thema. Als Ziel visiere ich grundsätzlich an, dass das Interview unterhaltsam klingt und den Zugang zur Geschichte erleichtert. Wenn die Interviews bald nach dem Roman erscheinen, belasse ich es dabei, frage dann lieber nach den sonstigen Tätigkeiten des Autors oder so.

Bizarrerweise hilft Unwissenheit. Wenn ich nur das erste Drittel des Romans gelesen habe, stellt sich das Spoilerproblem gar nicht. Oder ich werte die Ankündigung auf der Verlagsseite aus. Bei MISSION SOL 1 habe ich wiederum bewusst alles gelesen und mir Zeit gelassen. Bei MISSION SOL 2 frage ich viel nach den Titelbildern und dem Personenkasten, und nach den Hintergründen in der Hauptserie, auch wenn ich alles gelesen habe.

Es gibt »Gespräche über TERMINUS. Hintergründe zu einer PERRY RHODAN Miniserie« samt Zusatzmaterial als E-Book bei PROC und in Printform bei der PRFZ. »Mission Evolux« ist als E-Book bei PROC unter https://www.proc.org/fan-publikationen/gespraeche-ueber/ erschienen. Wo bleibt OLYMP?

»Blicke auf OLYMP« erscheint in der ersten Junihälfte beim TCE und kann dort bestellt werden. Es ist ein reiner Print – ein E-Book ist nicht angedacht – und enthält unter anderem Dietmar Schmidts Fortsetzung zu Band 4, in der er die Geschichte des jungen Mehandor Raslon fertigerzählt.

Diesmal gibt es weniger Zusatzmaterial?

Weniger buntes Zusatzmaterial. Wir haben nur 30 Farbseiten und 38 Seiten in Schwarzweiß. Dadurch kostet die Publikation nur € 8,50. Aber es gibt viele Graphiken von Raimund Peter, Mathias Rolfs, Gregor Sedlag und Stefan Wepil, plus ein paar Artikel und Werkstattberichte.

Lass die Interviews der einzelnen Miniserien Revue passieren – welche lustigen Hintergrundgeschichten gibt es zu den Interviews?

Bei MISSION SOL 1 war das Witzigste das Abschlussinterview. Ich erinnerte Kai daran, und er hatte erst mal keine Idee, worüber wir noch reden könnten. Ich auch nicht. Daraus wurde ein sehr langes Interview, in dem wir so richtig ins Spielen kamen. Auf Facebook schrieb ich, dass Kai ziemlich viel erzählt hat, aber leider nicht mehr. Das bekam einen lakonischen Kommentar von Klaus Frick, dass er das gut fand. Das war sehr lustig.

Ansonsten gibt es natürlich jede Menge witziger Situationen. Die sind aber meistens ein bisschen privat oder klingen komisch, wenn man sie aus dem Zusammenhang nimmt. Von Uwe und Uschi kann man gut lernen, wie man mit der Wirklichkeit umgehen muss, um eine gute Show zu liefern. Aber das klingt auch schon wieder missverständlich.

Such uns doch für jede Miniserie eine typische Frage-Antwort-Kombination heraus. Bei TERMINUS?

Da muss ich in unserer Publikation nachgucken … oh, das Heft sieht wirklich klasse aus! Kann man im Space Shop der PRFZ bestellen, übrigens. »Typische« Kombinationen sehe ich aber nicht, weil jeder Befragte seine eigene Geschichte erzählt. Die Gesamtheit der Aussagen ist das Aufschlussreiche.

Bei TERMINUS hat mich vor allem das Gespräch mit Peter Dachgruber beeindruckt. Ein Religionslehrer. Ich fragte, was er als technischer Berater von TERMINUS und STARDUST so gemacht hat. Bei NEO ist er ja auch. Seine Antwort: »Alles, was mit Technik, Physik, Astronomie, Biologie und im Perryversum mit Hypertechnik und Hyperphysik zu tun hat. Von mir stammen die Datenblätter zu Raumschiffen, Robotern, Rangabzeichen, mit denen die Expokraten und Autoren arbeiten.«

Das ist insofern typisch, als es bei TERMINUS so viel Vorarbeiten und Hintergrundarbeiten gab. Über die Serie selbst erzählen andere mehr, Uwe und du zum Beispiel. Das ist bereichernd, wenn man sich für Menschliches interessiert.

Bei OLYMP?

Da nenne ich den Anfang, wegen der Aufbruchsstimmung. Wegen der Art der Expokratin, sich zu konzentrieren. Ich fragte, worum es in der Miniserie geht. Uschis Antwort lautete: »Der erste Band heißt ›Mysterium‹ und der Untertitel lautet ›Intrigen auf der Handelswelt – ein alter Planet wird zum Konfliktherd‹. Auf Olymp steht nicht mehr alles zum Besten, seit der Argyris Beryn Mogaw vor über zwanzig Jahren die Macht an sich gerissen hat. Er spaltet das stolze Volk der Freihändler und verstößt gegen viele Grundsätze. Mit dem alten Planeten ist die Museumswelt Shoraz gemeint, auf der seit fünfzig Jahren die Völker der Liga Freier Galaktiker friedlich forschen.«

MISSION SOL 1?

Da hat mich das Gespräch mit Marc A. Herren am meisten beeindruckt. Er war lange außer Sichtweite gewesen, hat einen Sozialberuf angenommen, und wir haben über eine Menge verschiedener Themen geredet. Ich fragte ihn zum Titelbild: »Kommen wir zu deiner Hauptfigur, die auf dem Titelbild ein wenig an Darkwing Duck erinnert. War das deine Idee?«

Marcs Antwort war: »Nein, Darkwing Duck hat nicht als Inspirationsquelle Pate gestanden. Dafür verschiedene Batman-Titelbilder. Ich wollte unbedingt Alaska auf dem Cover haben, aber nicht so, dass man ihn eindeutig erkennt. Dies habe ich über Umweg über die Redaktion an Dirk Schulz gesteckt und er hat meine Ideen wunderbar umgesetzt.«

Oder Kai. Ich fragte statt des Expokraten Hirdt den Comictexter und -planer: »Wenn’s dir recht ist, sage ich dir Stichworte und du beschreibst, welches Bild dir dazu einfällt. Ja?«
Kai: »Okay …«
Ich: »Mahlia mit Sherlock Holmes-Mütze.«
Kai: »Mahlia mit entsetzter Miene, als sie in Band 12 die Obduktionsergebnisse betrachtet.«
Ich: »Varantirs Bewegung beim Erreichen des Konferenztisches.«
Kai: »Eine Perspektive über seine Schulter, wie er auf Perry Rhodan hinabblickt. Perry muss den Kopf in den Nacken legen, um zu ihm aufzusehen.«
Ich: »Perrys Gesicht, während Varantir an ihm vorbeitrabt.«
Kai: »Gequältes Lächeln und verdrehte Augen.«
Ich: »Die Entartung des Raums.«
Kai: »Raumschiffe, Planeten, Raumstationen, aber alles verzogen wie in einem Zerrspiegel.«
Ich: »Kennst du Standbilder? Die verwenden wir in der Schule, die Leute sollen sich so zueinander stellen, dass sie das Verhältnis von Protagonisten zueinander ausdrücken. Hochstatus, Tiefstatus und so Zeug. Ein Standbild von Mahlia Meyun und Fee Kellind.«
Kai: »Mahlia im Vordergrund, Kellind weit entfernt, etwas erhöht, wendet ihr den Rücken zu.
Ich: »Noch ein Standbild. Roi Danton und sein Vater.«
Kai: »Frontal zueinander ausgerichtet, auf einer mittleren Distanz.«
Und so weiter.

Und MISSION SOL 2?

Da verweise ich auf die aktuell erscheinende Reihe. Hermann Ritter war anderweitig beschäftigt, Band 4 ist dran. Seine Kurzantworten sind eine echte Herausforderung. Einmal fragte ich: »Das Titelbild zeigt Kugeln und ein Raumschiff. Was ist hier abgebildet?«

Hermann hat geantwortet: »Das Sphärenlabyrinth … ehrlich, das ist das Innere des eigenartigen Raumes, in dem sich ›die Truppe‹ mehr oder weniger verirrt.«

Wie sieht »Blicke auf OLYMP« denn im Innenteil aus?

Ich zeige dir das Inhaltsverzeichnis. Wie gesagt, 30 von 68 Seiten sind in Farbe.

Das sieht toll aus. Wer hat layoutet?

Alle drei Publikationen der Reihe hat René Spreer layoutet, Wir machen auch den Newsletter der PRFZ zusammen. Womit ich den zweimonatlich erscheinenden Newsletter meine, den Mitglieder der PRFZ für den läppischen Mitgliedsbeitrag von € 34 im Jahr auf der Website der PRFZ ohne Mehrkosten abonnieren können, zusätzlich zu den vier jährlichen Ausgaben der SOL, die sie nach der Anmeldung bei der PRFZ automatisch erhalten, den Mitgliederpreisen im Space Shop und so weiter.

Wir haben ein gutes Gleichgewicht. Ich rede und schreibe, René korrigiert und setzt. Wobei er auch einen guten Stil schreibt. Aber Layouter ähneln wohl oft den Graphikern in ihren Textbeiträgen, das neigt alles zur Kürze und zum Nötigen. Man braucht bei dieser Art von Zusammenarbeit ein Gleichgewicht.

Danke für deine Zeit.
Danke für die Fragen.

»Gespräche über TERMINUS« und »Mission Evolux« https://www.proc.org/fan-publikationen/gespraeche-ueber/

Space Shop der PRFZ http://www.prfz.de/shop-publikationen.html

»Blicke auf OLYMP« ist ab Mitte Juni bestellbar im TCE-Shop auf:
www.terranischer-club-eden.com
oder per E-Mail an
tceorder@terranischer-club-eden.com
oder per Post an:
Kurt Kobler, Feuerwerkerstr. 44, 46238 Bottrop

Website des Corona Magazine
http://corona-magazin.de

Etwas für die Ohren

Radio Freies Ertrus – der PR-Podcast

Bild könnte enthalten: Text

Einmal im Monat plaudern Alex, der alte Perry-Hase, und Neuleser Christoph ein wenig über die aktuelle Erstauflage von Perry Rhodan und was sonst so möglicherweise noch anliegt. Musikalisch umrahmt von „Otho & Grag“ (Intro) und „meto1“ (Outro) geben wir unsere, völlig subjektive, Sicht der Dinge wieder.

Hört mal rein, es lohnt sich.

https://radio-freies-ertrus.de/

Dreizehn Fragen an Christian Montillon zu seinem Band 3064

Nachdem Susan Schwartz zu den ersten beiden Heften des Viererblocks die Fragen von Roman Schleifer beantwortet hat, folgt nun Christian Montillon, der prompt spoilert.

Christian, nach deinem alleinigen Verteiler, den du dir in der RHODAN-Historie mit Ernst Vlcek teilst, nun doch die Premiere mit Susan Schwartz. Der erste Vierteiler von zwei Autoren. Wie ist das Gefühl, Geschichte innerhalb der Geschichte zu schreiben?

Es macht Spaß, weil es ein tolles Sonder-Projekt ist. Eines, das noch nicht vorbei ist, übrigens. Zumal das ganze ja nicht Spielerei um der Spielerei ist, sondern total Sinn macht im begrenzten Rahmen des Dyoversums.

Welche unterhaltsamen Situationen bei der Zusammenarbeit hat es gegeben?

Uschi und ich konnten wunderbar jammern, weil es zeitlich knapp wurde. Ähm, natürlich ging’s nicht ums Jammern, sondern um das gegenseitige Auferbauen!

Christian, angenommen die Macht hinter Bleichsternen wird in diesem Zyklus nicht mehr erwähnt – was wäre der Grund, warum du den Begriff Füllroman für Band 3064 ablehnst?

Da die Macht hinter den Bleichsternen selbstverständlich noch mal erwähnt wird, erübrigt sich deine Frage.

Ups, jetzt hast du mir einen Spoiler entrissen.

Der Roman beginnt mit einem anonymen Zitat – »Man hofft, alt zu werden, und fürchtet sich doch davor.«
Was hat es damit auf sich?

Es ist ja nicht anonym, sondern stammt von Jean de La Bruyère. Ich geb mal zu, dass ich derjenige bin, der diese Eingangszitate jeweils heraussucht, das habe ich schon bei meinem ersten Vierteiler so gemacht. Ich gehe dabei so vor, dass ich mich frage, was DAS zentrale Thema des Romans ist – auch unter der Oberfläche. Die Topsider sind an Altersschwäche gestorben – und das hier passte wundervoll, finde ich.

Manchmal hab ich die Zitate gleich im Kopf, weil ich sie eben kenne; manchmal gehe ich wirklich lange auf die Suche und entdecke dabei manche Perle.

Zitat: »Rhodan kannte das gut – man musste seiner Mannschaft vertrauen, sonst ging man als Kommandant kaputt.«
Wo vertraust du deinen Autorenkollegen blind?

Eigentlich ständig – ich schicke die Endversion des Exposés eines jeden Romans an Klaus Frick, dann beginnt das Vertrauen, das das Team und insbesondere eben der jeweilige Autor/die Autorin Gendersternchen das Beste daraus macht.

Aufgrund der »Gleichheit« des Dyoversums zu unserem Universum vermutet Rhodan ein Geheimnis. Bis zum Zyklusfinale sind es nur noch 35 Hefte. Beim 1. PR-Online-Stammtisch-Wien befürchteten einige Fans, dass alles in den letzten drei Heften erklärt wird.
Was sagt du ihnen, um sie zu beruhigen?

Da sage ich, dass das nicht so sein wird. Und verweise auf den letzten Zyklus, wo wir die großen Antworten in den 80er Nummern begonnen haben – also 20 Romane lang.

Rhodan hat gegen über dem Diplomaten Torwesten anfangs Vorbehalte. Wen würde Perry für eine Vermittlerrolle ablehnen?

Ich vertraue darauf, dass Perry ein Händchen hat, die richtigen Leute zu finden. Bzw. wenn sie ihm vorgesetzt werden, zu erspüren, ob sie sich eignen. Nicht dass er unfehlbar wäre. Hm, wen würde er ablehnen? Wenn es noch solche Verschwörungstheoretiker geben sollte, wie sie sich gerade in unserer Realität breitmachen – dann wohl die.

Perry Rhodan mischt sich ungefragt in Liga-Angelegenheiten, gibt sogar im Namen der Liga Zusagen, obwohl er bekanntlich nur Privatmann ist. Was hätte er als Großadministrator des Solaren Imperiums mit jemanden wie ihn gemacht?

Da müsste man den Großadministrator fragen. Oder KHS 😀

Der Okrill Phylax wird immer mehr zum Handlungsträger und Retter in der Not. Wenn du es dir aussuchen könntest – Phylax oder Norman, für wen würdest du dich als Haustier entscheiden?

Als Haustier ganz klar Norman.
Als literarische Figur … Phylax.

Perry kommt relativ spät auf die Idee, dass es sich um Vitalenergieentzug handeln könnte. Warum braucht er dafür fast bis zur Hälfte des Heftes?

Weil er, siehe eben, auch nicht perfekt ist.

Rhodans Enkelin stirbt in dem Heft fast. Wie soll irgendwann ihr Abgang sein? Bombastisch oder leise? Im Arm von Perry oder ohne ihn?

Das wird sich weisen, wenn man die Dramaturgie kennt, die zu diesem Punkt führt. Falls es diesen Punkt jemals geben wird, was ich hiermit keinesfalls bestätige.

Zitat: »Den Hornbären habe ich getan.«
Das ist von Uschi, oder?

Bulls Eye!

Der Roman zeigt sehr schön, wie zwei Völker zusammenarbeiten und derart ein Geheimnis lösen. Wenn du dir die hochgezogenen Grenzen in Europa als Reaktion auf Corona ansiehst, was denkst du dir da?

Ich bin kein Freund von Grenzen. Eher von Brücken.
Das vorab.
Corona-Grenzen basieren jedoch auf einer ganz anderen Situation als sonst üblich – es fällt mir schwer, diese zu beurteilen.
Was ich jedoch schön finde: Ich wohne relativ nah zu Frankreich, und meine Frau kam aus einer Gegend sehr nah bei Frankreich. Dort wurden, als es in Frankreich übel aussah, Leute von dort aufgenommen, um sie im Krankenhaus zu behandeln.

Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360645/perry-rhodan-3064-ferrol-von-christian-montillon-susan-schwartz-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005257/perry-rhodan-3064-ferrol-von-christian-montillon-susan-schwartz-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3064

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12090

Die SOL 98 ist unterwegs

In den vergangenen Wochen hat die SOL-Redaktion für die Fans der PRFZ die neue Ausgabe des Mitgliedermagazins vorbereitet. Ich gebe zu, dass es mir in der Krise zum ersten Mal so richtig schwerfiel. Es ging aber nicht nur mir so. Nicht alle Beiträge, die ich für den Schwerpunkt angefordert hatte, sind geliefert worden. Viele Artikelautoren wurden ebenfalls durch die Umstände beeinflusst. Man kann es ihnen nicht verdenken. Dennoch glaube ich, dass wir wieder eine lesenswerte Ausgabe hinbekommen haben: nicht genial, aber ein Stückchen Alltag für die Leser.

PERRY RHODAN – Merchandise im weitesten Sinne bildet den Schwerpunkt der 98. Ausgabe der SOL. Ob Sammelkarten, Quartette oder Figuren, im Laufe von fast sechzig Jahren ist da einiges zusammengekommen. Sammler präsentieren in der SOL ihre seltenen Stücke.

Zu den obligatorischen Besprechungen der Romane der Erstauflage und NEO, gesellen sich allerhand kleine Artikel rund um das Perryversum. Beispielsweise über »100 Jahre Roboter«, die Visualisierungen des Raumschiffs SOL oder die »Herkunft der Springer«.

In den Interviews erzählt unter anderem Christian Montillon über seinen Vierteiler den er für die PERRY RHODAN-Erstauflage geschrieben hat. Außerdem präsentieren wir den brandneuen NEO-Autor Ben Calvin Hary, der mit Band 237 auf seinen ersten Einsatz ins NEOversum geht.

Im Layout gibt es kleinere Änderungen, wie bereits am Titelbild sichtbar. Die Seite 3 mit Editorial und Kontaktern wurde vollständig umgestaltet. Lasst euch überraschen.

Das mystische Titelbild gestaltete Stefan Böttcher.

Sofern alles klappt, wird die SOL 98 bis Mitte Mai an die Mitglieder der PRFZ verschickt. Denken bitte daran, uns rechtzeitig Adressänderungen mitzuteilen. Beim letzten Heft kam es wegen vieler Rückläufer bei einigen Lesern zu einer verzögerten Zustellung.

Fünfzehn Fragen an susan Schwartz zu ihrem Band 3063

Susan Schwartz verrät im Interview mit Roman Schleifer, welches Potenzial Sichu und Perry noch haben und, wer in der Vergangenheit wusste, dass es besser sein wird, die Erde zu retten und ins Dyoversum zu versetzen.

Zitat: »Wie es wohl war, die Enkelin des berühmtesten Terraners zu sein.«
Uschi, du bist die Tochter eines berühmten bayrischen Politikers, kannst das also ein wenig nachvollziehen. Was wären deine Gedanken, wenn du Perrys Enkelin wärst?

Zwischen Farye und mir besteht der Unterschied, dass ich in der Obhut meines Vaters aufgewachsen bin, wohingegen sie ihren Großvater erst sehr viel später kennenlernte. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht einfach ist, man ist hin und hergerissen zwischen der Freude, einen so nahe Verwandten zu treffen, und dem Misstrauen, wie wohl der Umgang mit ihm sein wird. Ich würde zunächst keine verwandtschaftlichen Gefühle empfinden, das müsste erst langsam wachsen, wie es auch bei Farye war. Gerade wenn es sich um eine so herausragende Person wie Perry handelt, wären meine Vorbehalte zunächst doch recht hoch. Um in Rhodans Nähe zu sein, betritt man seine Welt – und ist damit raus aus dem »normalen« Leben, das man bisher gewohnt war. Unwillkürlich steht man im Rampenlicht.
Kann man damit umgehen? Will man damit umgehen? Da müsste ich eine Entscheidung treffen.
Zum Glück war Farye zu dem Zeitpunkt schon auf dem aufsteigenden Ast ihrer Karriere und entschlossen, weiterzumachen und ihre Talente und Fähigkeiten zu beweisen, und Perry braucht sie dadurch. So entsteht mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis besonderer Art. Man ist sich näher als »nur Freunde«; in gewisser Weise bleibt es dadurch bei aller Zuneigung auch eine komplizierte Beziehung.

Zitat: »Es ist wirklich alles perfekt.«
Eigentlich ist das ja ein Satz, der in keinem Roman stehen sollte – Stichwort Spannung und Konflikt.

Der Satz zu Beginn eines Romans bietet genau die Voraussetzung dafür, dass mit Gewissheit alles schiefgehen wird, was nur schiefgehen kann. Er bezieht sich auf die Technik eines neuen Gefährts. Jeder Leser denkt sofort: »Aha, da wird was passieren, denn wenn das am Anfang kommt, wäre ja der Roman schon vorbei.«
Wir wissen alle, dass Technik nicht perfekt ist. Bald erkennen wir, dass die Annahme stimmt. Wenngleich auch anders als erwartet. So kann man daraus noch einen Twist zaubern. 😉

Zitat: »Auf Sichu ist immer Verlass.«
Welches Potenzial haben Sichu und Perry dramaturgisch? Anfangs war ja die Frage »Werden wir sie zusammenkommen?«. Nun sind sie zusammen und was nun?

Nun haut Sichu Perry des öfteren aus der Bredouille. Funktioniert gut, finde ich!
Sichu hat ihren eigenen Bereich. Sie ist Top-Wissenschaftlerin, und wenn es darauf ankommt, auch Top-Soldatin. Perry ist der Abenteurer und Politiker/Diplomat, auch wenn er keinen offiziellen Titel führt. Wo er forsch drauflosgeht, überprüft sie erst mal alles. Perry kämpft für eine friedliche Zukunft und gerät dauernd mit Aliens aneinander. Sichu hingegen möchte alles bis zum winzigsten Quantenteilchen auseinandernehmen. Auf diese Weise können die beiden kooperieren, ohne sich in die Quere zu kommen, sie ergänzen sich, und sie harmonieren, auch wenn sie oft geteilter Meinung sind. Sichu ist das, was ein Partner sein sollte – Geliebte, Kameradin, Freundin, Mitstreiterin und Kontrapart. Dabei ist sie eine völlig eigenständige Figur, die an Perrys Seite Format hat und auch ohne ihn bestehen kann.

Irgendwer hat irgendwann in der tiefen Vergangenheit die Erde präpariert – über welchen Langzeitplan reden wir hier?

Das lässt dich nicht los, was? 🙂
Wir reden über den Langzeitplan, der mit Perrys Erkundungen seine Auflösung und Erfüllung finden wird.

Geht es nur mittels Langzeitplan und Rückgriff in die Vergangenheit?

Geheimnisse finden ihren Ursprung immer in der Vergangenheit, und nur das macht sie auch interessant. Es ist eine mysteriöse Sache, die auf alle Fälle mit den Cairanern zu tun hat, wie wir gerade erlebt haben. Sie stehen mittlerweile im Mittelpunkt des Geschehens, und welche genaue Rolle sie spielen, wissen wir weniger denn je.

Dieser Langzeitplan muss die Zukunft perfekt vorhergesehen habe, muss gewusst haben, dass Iwán/Iwa  geboren wird, dass Farye eine geniale Pilotin wird … oder hat diese Macht direkt eingegriffen? 

Ich glaube nicht, dass es dabei um solche Details geht. Die Zukunft steht ja nicht fest, es gibt immer mehrere Möglichkeiten. Letztendlich führt es immer auf die eine oder andere Weise zu dem einen oder anderen Zeitpunkt zum richtigen Ergebnis, sobald alle benötigten Voraussetzungen eingetreten sind. Das kann man berechnen. (Also ich nicht. Meine Planungen reichen kaum bis zur nächsten Woche und gehen schief.) Perry ist durch Terras Verschwinden angestupst worden, und dadurch geraten die Dinge ins Rollen, weil er gründlich nachbohrt und seine Heimat zurückhaben will. Iwán/Iwa ist dabei ein unberechenbarer Faktor und weiterhin mysteriös. Mit dem Geschehnis verflochten, aber auf welche Weise?

Andere Spekulation: Unternimmt Perry einen Zeitreise und installiert das Gerät selbst auf Terra in tiefster Vergangenheit?

Hm. Dafür erschließt sich mir nicht so recht der Sinn. Warum sollte er das tun?

Mit 3063 gibt es eine neue Interpretation des  Posizids – es dient dazu, die Spuren zu verwischen. Wer wusste in der Vergangenheit, dass die Erde wohl besser durch einen Ortswechsel gerettet werden muss?

 Derjenige, der das Gerät installiert hat. 🙂

Und … hm … wovor eigentlich? 500 Jahre ist nichts dramatisches passiert?

 Wenn du das so siehst, weshalb also sollte Perry in der Vergangenheit das Gerät installiert haben? Nach dem Raptus ging es aber schon ordentlich ab, finde ich. Sämtliche Strukturen sind zerfallen, neue Besatzungsmächte und eine Entität, die unbedingt Chaotarchin werden will, bedrohen die Milchstraße, Terra ist weg, Arkon weiterhin hinter dem Bleischirm, kein Perry da … also gewiss ist es nicht der Weltenbrand, aber „nicht dramatisch“?

Der Plan der Cairaner, sich im Dyoversum ins Sicherheit zu bringen, ist unlogisch. Warum sollte die Kandidatin Phaatom ihnen nicht folgen können?

Weil es im zweiten Zweig keine SI, Kosmokraten und Chaotarchen gibt/geben kann. Sie kann’s ja mal versuchen. Ich glaube nicht, dass das gutgeht …

Und wie sollen sie die Spuren verwischen, wenn doch die Milchstraßenvölker live beim Wechsel dabei sind?

Noch ein Posizid und ein Odium dazu, und fertig ist das Vergessen.

Wenn es in Dyoversum keine Superintelligenzen gibt … könnte das Dyoversum das Neuroversum sein?


Nein. Kann es definitiv nicht, es hat kein eigenes Bewusstsein.

Atlan wird als letzter Ritter der Tiefe genannt – ist er der letzte Ritter? Wer sagt, dass es keine neuen Weihungen gab?

Ich gehe davon aus, dass der Orden nicht mehr existiert, weil er überholt ist.

Ziat: »Atlan hat seine Rolle zu erfüllen.«
Äh … wer sagt das?

Da sind wir wieder bei den Cairanern, die ins Zentrum des Geschehens gerückt sind.

Zitat: »Suchst du Rhodan, such das Chaos, dort findest du ihn.«
Sieht man sich sein Leben so an, dann sorgt er zuerst für Chaos, um es dann zu beseitigen …

Genau. Er ist immer im Zentrum des Chaos!

Uschi, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360638/perry-rhodan-3063-ceres-von-susan-schwartz-christian-montillon-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005240/perry-rhodan-3063-ceres-von-susan-schwartz-christian-montillon-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3063

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12086

 

Jahreshauptversammlung der PRFZ wird verschoben

Aufgrund der Absage des Perry Rhodan Cons in Garching wird auch die Jahreshauptversammlung der Perry Rhodan Fan Zentrale e.V. nicht an diesem Ort und Zeitpunkt stattfinden.

PRFZ Tage in Osnabrück
(C) Raimund Peter

Die Einladung in der kommenden SOL Nummer 98 ist dadurch hinfällig. 

Wir werden die Mitglieder des Vereins rechtzeitig über einen neuen Termin in diesem Jahr informieren. Aktuell diskutieren wir die Möglichkeiten. Eine virtuelle Versammlung wäre durchaus denkbar und durch das COVID-19-Gesetz auch für Vereine gesetzlich möglich.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Ad Astra

Der Vorstand

Die Perry Rhodan Online Gemeinschaft