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Die SOL 101 ist aufgebrochen

Nicht mehr lange und die SOL 101 erreicht die Mitglieder der PERRY RHODAN FanZentrale.

An Bord dreht sich dieses Mal fast alles um Johnny Bruck. Der Künstler, der drei Jahrzehnte die Titelbilder der PERRY RHODAN-Serie prägte, würde im März 2021 seinen 100. Geburtstag feiern. Aus diesem Grund widmet ihm die SOL einen Schwerpunkt, der sich mit dem Künstler und seinem Werk auseinandersetzt. Wir konnten dazu Experten wie Frank G. Gerigk und Michael Thiesen gewinnen. Aber auch die Sicht der PR-Redaktion und der Fans auf den Meister soll gezeigt werden. Und wo Johnny Bruck drin ist, muss auch Johnny Bruck draufstehen, deshalb stammt die Zeichnung für das Cover der SOL von ihm.

Ein weiteres Highlight im Heft ist eine PERRY RHODAN-Kurzgeschichte von Robert Feldhoff, die vor mehr als einem Jahrzehnt in einer Beilage der Zeitschrift »DIE ZEIT« erschienen ist.

Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Band 1 der Erstauflage und den teils astronomischen Summen, für die das Romanheft im Internet angeboten wird.

Reginald Rosenfeldt, Mitarbeiter von »Die Sprechblase«, macht sich Gedanken darüber, wo sich die Autoren Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton zu PERRY RHODAN möglicherweise inspirieren ließen.

Im Interview berichtet Michael Marcus Thurner über seine Arbeit an der neuen PERRY RHODAN-Miniserie »Wega« und seinem Vorhaben »Altes Eisen auf Reisen«.

Aus der Fanszene kommen so spannende Beiträge wie ein Wörterbuch zur Arkonidischen Sprache oder zum Podcast »warpCast«.

Für Unterhaltung sorgt Alexandra Trinley mit ihrer Kurzgeschichte über eine Praktikantin bei einem Mehandor-Unternehmen. In der SOL 101 findet auch die Fortsetzungsgeschichte von Jörg Isenberg zu ihrem Ende.

Dazu kommen wie gewohnt Rezensionen zur Erstauflage und zu NEO, sowie zu den Planetenromanen.

Kurz gesagt, es sollte für jeden PERRY RHODAN-Fan etwas dabei sein.

Zwölf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3099

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, wieso der »Mythos«-Zyklus für ihn zu einem der liebsten Zyklen gehört und wie der erste und letzte Satz von PERRY RHODAN-Wega Band 1 lautet.

Michi, hattest du gefühlt zu viel oder zu wenig Platz, um alles in 3099 zusammenzuführen?

Viel zu wenig. Aber das Problem hab ich eigentlich immer.

Zitat Bully: »Und ich, wie so oft, am Rand des Geschehens.«
Hm … er ist ein paar Monate über 18, er könnte es ja auch ändern. Was, denkst du, hält ihn davon ab?

Bully ist nun mal eine großartige Nummer Zwei. Das weiß er eh auch selbst, aber er meckert halt gern.

Zitat Bully: »Es gibt immer noch Perry Rhodan. Wenn jemand diese
Situation bereinigen kann, dann er.«
Bully zeichnet sich nicht gerade durch geringes Selbstvertrauen aus. Wieso denkt er, dass er das nicht könnte, was Perry Rhodan kann?

Nun, ES hat einstmals Atlan und Perry »auserwählt«. Ich bin mir sicher, dass Bully sich dessen sehr wohl bewusst ist und dementsprechend agiert.

Ich bin irritiert. Bei dir hat Opt-Atlan (oder OpA wie ihn im GalFor ein User genannt hat) einen Extrasinn. Ich dachte, der hätte keinen. Äh …?

Ja, da gab es einige Verwirrung deswegen. Sorry für den Fehler.

So genial ich die Idee mit dem Zeittorpedo finde (die dann ja nicht
funktioniert hat), erinnert mich das doch ein bisschen an Deus ex
Machina. Mal ehrlich und ganz unter uns: War bereits in Band 3000 klar, dass die Beschädigungen von Opt-Atlan aus der Zukunft stammen?

Das weiß ich wirklich nicht. Das ist eine Frage für die Expokratur.

Ich kann mich an keinen Zyklus erinnern, bei dem der Gegner »plötzlich« hilflos dastand und ihm Perry sogar helfen musste. Ist das ein Konzept, das Zukunft hat?

Das war eine Lösungsvariante für diesen einen Zyklus. Nicht mehr, nicht weniger.

Opt-Atlan wurde am Ende von Jasmyne vorgeführt und die wiederum von der Positronik der Opt-THORA – und das alles innerhalb eines Heftes. Es haben sozusagen die »Bösen« dreimal gewechselt. Perry Rhodan war auch eher Zuseher als aktiv am finalen Showdown beteiligt. Jeder Schreibratgeber sagt da das Gegenteil. Du machst auch Schreibcamps (den nächsten im Frühjahr mit Spiegel-Bestsellerautor Andreas Gruber), was sagst du als Dozent dazu?

Nun ja. Du weißt, dass Heftromanserien wie PERRY RHODAN eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen. Außerdem bilden die Handlungsfiguren Opt-Atlan, Opt-THORA und Jasmyne da Ariga gewissermaßen eine Einheit. Sie sind die »andere Seite«.

In deinem Blog schreibst du, dass dir der »Mythos«-Zyklus als einer der liebsten von denen in Erinnerung bleibt, die du mitgestalten durftest – nenn uns den Grund.

Die Antwort ist banal: Ich habe relativ viel Text zum Zyklus beigetragen und dementsprechend mehr Einfluss auf die Geschehnisse gehabt. Dementsprechend waren auch einige Romane dabei, mit denen ich einigermaßen zufrieden war.

Mit 3099 endet auch die Interviewserie – wie erleichtert bist du, dass du keine Fragen mehr von mir erhältst?

Ach, ich rechne fix damit, dass du dich in der einen oder anderen Form weiterhin mit den PERRY-Geschehnissen auseinandersetzen wirst. Dir entkommt man nicht.

3099 ist geschrieben – kannst du dich jetzt zur Gänze auf die im März 2021 erscheinende Miniserie Wega konzentrieren?

Es würde mich gehörig nerven, wenn ich mich ausschließlich auf eine Sache fokussieren müsste. Das kann ich einfach nicht. Dementsprechend werde ich weiterhin lauthals über zu viel Arbeit jammern und trotzdem nebstbei andere Dinge machen.

Gib uns mehr als bislang auf der Verlags-Homepage veröffentlicht …

Weil?

Band 1 ist sicher schon geschrieben – verrätst du uns den ersten und den letzten Satz?

Gerne.

Erster Satz: »›Es ist der richtige Ort, es ist die richtige Zeit‹, sagte der eine zum anderen.«

Letzter Satz: »Rhodan würde ihm nicht entkommen.«

Wenn du mich jetzt bitte entschuldigst? Ich muss rasch Anfang und Ende des ersten Wega-Bandes ein klein wenig umschreiben.

Michi, danke für deine Zeit. 

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360997/perry-rhodan-3099-die-kinder-der-milchstrae-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005837/perry-rhodan-3099-die-kinder-der-milchstrae-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3099

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12616

Homepage von Michael Marcus Thurner:
http://www.mmthurner.at/

Infos zur Miniserie WEGA:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/perry-rhodan-wega-erscheint-ab-m%C3%A4rz-2021

https://www.perrypedia.de/wiki/Wega_(Serie)

Vierzehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3088

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer zwei Easter Eggs aus Band 3088 und ob Gucky nicht doch hätte sterben sollen.

Zitat: »Sein Leben war meist ein Spiel gewesen. Warum sollte er nicht um sein Leben spielen?«
Da drängt sich bei dir als Tekeners Mörder die Frage auf: Ist Gucky der bessere Spieler als Tek?

Dieser Vergleich ist meiner Meinung nach nicht passend. Tekener war der taktische Spieler, der Trickster. Gucky ist von seiner Prägung her ein verspieltes Wesen. Das sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Du erwähnst die Mausbiberhölle. Woran glaubt Gucky eigentlich?

Hm. Schwer zu sagen. Ich mach mir immer wieder Gedanken zum Thema Religion/Spiritualismus bei PERRY RHODAN allgemein. Aber bei Gucky bin ich echt überfragt. Noch. Danke für die Anregung.

Zitat: »Du hast keine Ahnung, wie bedeutsam die Zusammenhänge zwischen deinem Volk und der Existenz des Lebens an sich sind.«
Die Frage nach der Existenz weiterer Ilts begleitet die Serie seit Urzeiten. Sollte rein dramaturgisch Gucky je auf weitere Ilts treffen? Was meinst du?

Das ist er ja in Band 3088, oder?
Ganz ehrlich: Ich würd es ihm absolut vergönnen. Aber vom erzählerischen Standpunkt her ist eine tragische Figur wesentlich interessanter als eine, deren Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. 

(Um ein kleines Geheimnis zu verraten: Ich hatte Gucky ursprünglich ein noch stärkeres Interesse an der Post-Yllit namens Daidra angedichtet. Ich hab das nach Rücksprache mit der Redaktion wieder abgeschwächt. Es wäre aus mehreren Gründen nicht passend gewesen.
Da war halt der Wunsch Vater des Gedankens.)

Wäre dann nicht der Mythos erledigt?

Das ist die Gefahr, richtig.

In dem Band entledigt ihr euch ziemlich unspektakulär der Schmerzensteleportation. Was ist der Grund, dass ihr das so profan macht?

Naja, die meisten Lösungen im Leben sind recht profan. Ich denke, das ist in Ordnung so. 

Ohne dem Shitstorm nach Guckys Tod wäre Gucky 16 Wochen tot gewesen, um dann zurückzukehren. Wie schade findest du, dass sich zumindest die Leser der sozialen Medien um diesen »Gag« gebracht haben?

Ich glaube, wir alle schätzen die sozialen Medien und ihre Wirkung immer noch falsch ein. Nicht jeder ist immer gleich gut informiert. Es gibt die nativen Bewohner des Internets, die alles immer wissen. Die haben dieses Gucky-Thema von Anfang an begleitet, haben darüber mitdiskutiert und sind quasi im Dialog mit dem Verlag gestanden. Aber ich seh auf FB, Instagram, dem Forum etc. auch immer wieder Leute, die nur einen Teil dieses »Aufruhrs« mitbekommen haben. Weil sie eben nicht andauernd im Internet herumstromern und diese Sache ganz anders miterlebt haben.

Ich möcht hier nicht weiter über S/M theoretisieren. Ich hab den »Shitstorm« auf jeden Fall sehr interessiert beobachtet und was draus gelernt.   

Aus der Distanz betrachtet: Hätte man »Gucky« töten sollen?

Das stand nie zur Debatte.

Du erwähnst den Sprayer Puber, der sich auf Wiener Gebäuden mit seinem Schriftzug verewigt hat. Wie viel Spaß machen dir solche Anspielungen?

Das sind so die kleinen Freuden des Autorendaseins. In diesem Teil des Romans war ich sehr frei von Vorgaben und hatte viel Platz, mich auszutoben. Und da kann man solche kleine Vignetten schon mal unterbringen. 

Zur Info für all jene, denen der Name »Puber« nix sagt – und das sind wohl alle PERRY-Leser außerhalb Wiens: Puber ist ein Schweizer, der jahrelang und wahnhaft seinen Namen überall an Häuserwände draufgekritzelt hat. Es ging um einige hundert Graffitis. Er wurde erwischt und saß einige Zeit in U-Haft, bevor er in die Schweiz zurückkehrte. Die Geschichte ist noch länger, er hatte später eine weitere Freiheitsstrafe in Wien abzusitzen.

Es gibt übrigens noch mindestens ein zweites »Easter Egg« in PERRY RHODAN 3088, und zwar das cairanische Schiff mit dem Namen HELBALDERIS. Darin verpackt ist der Hinweis auf einen sowjetischen Eishockeyspieler namens Helmuts Balderis, einen der besten Cracks seiner Zeit. Er hat eine höchst interessante Geschichte. 

Der Shenpadri stellt in Aussicht, dass eines Tages die Biokörper ein Weiterleben ermöglichen. Würdest du das nutzen?

Klipp und klar: Nein.

THORA samt Besatzung und Atlan sind geklont. Haben die auch seine Ritteraura geklont?

Hm …

Wenn du den Zyklus rückwirkend betrachtest … welche Lehren hast du für den Minizyklus »WEGA« gezogen?

Da kann man keine Vergleiche ziehen. Wir reden von einem Zwölfteiler mit einer vergleichsweise einfachen Struktur und Handlung – und von einer Endlosserie mit einem Zyklus, der auf 100 Bände ausgelegt ist. Der aber auch Elemente beinhaltet, die aus früheren Zyklen mit reinspielen und die auf die Romane ab Band 3100 ausstrahlen. 

Die Spekus der Fans im Forum, dass der Zyklus in der Vergangenheit im Solaren Imperium spielt, bewahrheiten sich lt. Presseaussendung ja nicht. Die Handlung des Zyklus ist in der Gegenwart angesiedelt. Wann genau?

Sie ist im Zeitraum angesiedelt, der zwischen Band 3099 und Band 3100 liegt.

Kannst du uns schon mehr zur Serie verraten? Auf der HP heißt es, die Expos seien schon fertig …

Fake News! Es sind schon Expos fertig, aber längst noch nicht alle. 

Leo Lukas hat dich für sein Buch »Mörder Quoten« konsultiert. Wie fandest du es?

Wir haben bloß zu Beginn ein bißl über Inhalte gesprochen, mein Beitrag zum Buch ist verschwindend gering. 

Ich hab das Buch mittlerweile gelesen und find es sehr leolukasisch. Tolle Figuren, viele spannende Nebenstränge und -geschichten. Und Leo beschreibt ein Wien, wie ich es kenne. Klarerweise spreche ich eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aus. 

Dem stimme ich zu. Auch ich fand das Buch höchst unterhaltsam und lehrreich. Werde mit ihm dazu auch noch ein Interview machen …

Michi, danke für deine Zeit.

 Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360881/perry-rhodan-3088-gucky-kehrt-zuruck-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005721/perry-rhodan-3088-gucky-kehrt-zuruck-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Gucky_kehrt_zur%C3%BCck

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12467

 

Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3083

Michael Marcus Thurner verrät im Interview, wer bei Fehlern im Heft Schuld trägt, und wie es mit seinem Projekt »Alte Eisen auf Reisen« weitergeht.

Michi, nach zwei Romanen mit Icho Tolot als Hauptheld hast du erneut einen Haluter als Protagonisten. Wie leicht fällt es dir, in die Psyche von Halutern einzutauchen?

Bouner Haad war für mich deutlich schwieriger zu »fassen« als Tolot. Den kenn ich einfach besser.

Zitat: »Täuschen und tarnen, lügen und betrügen – das war ihr Metier.«
Die cairanische Jägerin denkt so über die Terraner. Was würde ihr Perry Rhodan entgegnen?

Vermutlich so etwas wie: »Dasselbe könnte ich von Dir behaupten.«

Haluter, die im Sternenrad leben. Hm. Wie haben die Cairaner es geschafft, dass die Haluter sich fügen? Dass sie nicht ausbrechen und alles kurz und klein schlagen?

Haluter sind ja im Grunde genommen äußerst friedfertige Lebewesen. Es muss einen Grund geben, warum sie sich im Inneren des Sternenrads wohlfühlen.
Wir haben es bei den Cairanern ja nicht unbedingt mit Wesen zu tun, die wir als „schlecht“ bezeichnen würden. Sie leiden – aus terranischer Sicht – an Neurosen und Psychosen. Aber wahrscheinlich würde Perry mit einem beliebigen Konsul auf ein Bier gehen können und sich gut mit ihm unterhalten.

Äh … auf dem Boot … wenn die Cairaner das Gesamtgewicht der Schiffsinsassen kontrollieren, wären doch alle Versteckten aufgeflogen …

Willst Du mir etwa einen Logikfehler andichten?
Dieser Vorwurf zielt ins Leere. Selbstverständlich wären an einem Fehler im Text Redakteur, First Reader, Lektor, der für die Schlussabnahme zuständige Redakteur, der Korrektor, der Drucker und noch einige andere Stellen in der langen Kette bis hin zur Veröffentlichung eines PERRY-Romans schuld.
Aber sicher nicht ich.

Was meinst du? Sollten die Cairaner bei all ihren Verfehlungen ihr Ziel erreichen, ins Dyoversum überzuwechseln? Oder sollte man ihnen das Handwerk legen?

Trotz allem, was ich weiter oben über die Cairaner bereits gesagt habe, mag ich sie persönlich nicht. Sie haben mir eindeutig zu viel gelogen und betrogen. Ich wollte sie dafür nicht auch noch belohnen.

Wer hatte die Idee mit den Sexkontaktseiten?

Ich kann mich, ehrlich gesagt, nicht mehr daran erinnern, worum es geht. Aber im Zweifelsfall bin ich dran schuld.

Was bitte ist ein halutischer Explosionskäse?

Ich kann das Rezept leider nicht verraten. Ein paar Leute würden es vermutlich ausprobieren wollen, und ich kann nicht verantworten, dass überall auf der Welt Nuklearexplosionen passieren.

Du arbeitest gerade an dem Konzept samt Expos für den 2021 erscheinenden Minizyklus WEGA. WEGA war früher in Wien mal der Name einer polizeilichen Spezialeinheit: Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung. Wirst du dich von ihr inspirieren lassen?

Definitiv nicht.
Die WEGA hatte in Österreich übrigens einen – für eine Polizeieinheit – exzellenten Ruf.

Okay, und jetzt ernsthaft – gibt uns erste Hinweise.

Nein.
Ich bitte um Verständnis dafür. Es gibt zwar schon ein Grobkonzept mit einer Art Erzählstruktur, aber Klaus Frick und ich feilen noch an den Inhalten.
In fünf Wochen kommt eh der nächste PERRY von mir raus, im Rahmen des Interviews dazu kann ich Dir sicherlich schon mehr verraten.

Dein Projekt »Alte Eisen auf Reisen« hat dich unter anderem ans Nordkapp geführt. Du besuchst mit deinem Motorrad nicht nur die PR-Autoren, sondern auf Wunsch auch Fans, die dich unterstützen. Gib uns Details zu dem Projekt.

Die Nordkapp-Fahrt war meine »Trainingsreise« – und sie hat ihren Zweck voll erfüllt. Ich hab viel über mich selbst und das Herumvagabundieren herausgefunden. Vor allem hab ich begriffen, dass mir dieses Leben wirklich taugt und dass ich mit den Herausforderungen recht gut zurechtkomme.
Was die Details zur Reise nächstes Jahr betrifft: Puha, das ist nicht leicht. Corona gackt uns zur Zeit ganz schön ins Leben rein. Alles, was ich jetzt zu meinen Planungen sage, kann in einem halben Jahr schon wieder ganz anders aussehen.
Mein Plan ist, dass ich mir für die Monate April und Mai Zeit nehme und so viele PERRY-Stammtische wie möglich in D, Ö und CH besuche. Für mich ist das auch eine persönliche Herausforderung, weil ich nicht unbedingt der sozialste Mensch bin. Aber ich freu mich drauf, so viele Fans wie möglich zu sehen und mir anzuhören, was sie zur Serie denn so zu sagen haben. Ich möchte wie eine Art mobiler Seismograph unterwegs sein und Stimmungsbilder aufnehmen, auch mit dem Hintergrund des 60-Jahre-Jubiläums von PERRY RHODAN. Vielleicht ergibt sich danach ein besseres Bild für mich, wie die Fans ticken, wie die Serie ankommt, wo es Verbesserungsmöglichkeiten bei PERRY RHODAN gibt, was wir Autoren richtig oder falsch machen. Wohlgemerkt: Ich bin nicht im Auftrag der Redaktion unterwegs, es handelt sich um mein eigenes Ding.
Ich würde gerne auch Leser „erwischen“, die nicht unbedingt zu Stammtischen gehen. Wenn also Fans ohne besondere Fandom-Anbindung im April oder im Mai mit mir plaudern wollen, können sie sich gerne melden: scrapid@gmx.at.
Ich kann jetzt noch nicht versprechen, dass ich auf individuelle Wünsche eingehen kann. Aber ich gebe mein Bestes.

Michi, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum ebook und zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360836/perry-rhodan-3083-die-drei-haluter-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005677/perry-rhodan-3083-die-drei-haluter-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung auf der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Die_drei_Haluter

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12398

Zwölf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3073

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, wie er den Aufschrei nach »Guckys Tod« sieht und wie er Raumfahrer einschätzt.

Nach dem Sturm der Entrüstung, ausgelöst durch Guckys Tod, hat Hartmut auf der PR-Homepage zwei Fehler eingestanden.
Wie siehst du die ganze Aufregung um Gucky?

Entspannt.
Ich hab damit gerechnet, dass ein bißl was auf uns zukommt. Ich find diese Bindung der Leser an die Serie bzw. Figuren ja auch ungemein schön. Spricht das nicht auch für die Leser und deren humanitäre Einstellung, dass ausgerechnet ein Alien derart starke Emotionen hervorruft?

Bislang ging jeder davon aus, dass die Wucht des Aufschreis Hartmut zu der Klarstellung veranlasst hat. Was, so frage ich mich, wenn Hartmut, immerhin ein grandioser Geschichtenerzähler, wiederum nur eine Geschichte erzählt? Wenn er Fiktion und Realität zu einer Story verwoben hat, die erst in ein paar Wochen im RHODAN-Kosmos aufgeklärt wird.

Hartmut und Christoph ist alles zuzutrauen. Richtig.

Du streust in deinem Band anfangs Zweifel am Tod Guckys, nur um ihn am Ende zu bestätigen.

Wenn du das so siehst, dann ist mein Plan aufgegangen.

Du hast die Welt aus Band 3073 selbst geschaffen. Wie wichtig ist dir Freiraum in den Romanen?

Prinzipiell: sehr.
Aber so viel Freiraum wie in PERRY RHODAN 3073 kann’s nicht immer geben. Ich sitze zum Beispiel grad an einem Manuskript innerhalb eines Handlungsstrangs, an dem mehrere Autoren arbeiten. Da müssen wir uns gut abstimmen. Autor A sollte die Handlungswelt nicht anders als Autor B, C, D und E beschreiben.
Die »Grüne Welt« durfte ich sozusagen allein in Beschlag nehmen – und diese Freiheit hab ich auch ausgenutzt.

Zitat: »Vermutlich entwickelten sich auf den terranischen Schiffen mehr Mythen als auf den jeweiligen Mutterwelten.«
Was ist der Grund, dass Raumfahrer so ein seltsames Völkchen sind?

Sie sind oftmals Reisende ins Unbekannte. Wesen, die von dem angelockt werden, was sich sozusagen hinter dem nächsten Berg befindet. Dieser Forschungs- und Entdeckergeist ist natürlich ein ganz ein spannendes Element in der SF.

Dann gibt’s natürlich auch die Möglichkeit, einen Raumfahrer als Routinemenschen zu zeichnen, der seinen langweiligen Job als Kommandant einer Raumfähre verrichtet. Er schippert tagaus, tagein zwischen Welt X und Y hin und her – und wird plötzlich durch ein unvorhersehbares Ereignis aus der Bahn/aus seinem Leben geworfen. Er muss über sich hinauswachsen, um ein Abenteuer lebend zu überstehen.

Als dritte Möglichkeit fällt mir die Idee des „menschlichen Strandguts“ ein. Das sind Wesen, die ziellos umherreisen wie Vagabunden, schon Hunderte Sonnen gesehen haben, bindungslos sind und die nichts mehr erschüttern kann. Glauben sie zumindest, bis …

Das sind jetzt bloß mal drei Zugänge, um die Faszination Raumfahrt anhand von persönlichen Schicksalen zu erzählen. Es gibt unzählige weitere. Und wenn man einen Vergleich ziehen möchte: Dieselbe Faszination üben auch Geschichten über Seefahrer, Piraten mit Hakenhänden, Halsabschneider, wagemutige Kapitäne, in den Wanten hängende Matrosen, Walfänger, schleimige und besoffene Kajütenchefs auf uns Leser aus.

Dein Schreibstil war diesmal sehr locker, der Band hat dir Spaß gemacht, richtig?

Ja.
Aber das tut es eigentlich immer. Ich mag zwar während der Arbeit jammern – aber ohne Freude am Job könnt ich nicht schreiben.

Gefühlt wird in dem Zyklus in Einzelheften Faszinierendes beschrieben, aber dann nicht weiterverfolgt. Wird der Wächter samt seinem Herkunftsvolk Chenester noch eine Rolle spielen?

Dieser Wächter steht für etwas. Und diesem Etwas werden wir wohl wiederbegegnen.

Zitat: »Wir müssen nicht alles wissen.«
Einspruch, mein Lieber, Einspruch!

Ich finde, dass der Mut zur Lücke ein ganz wichtiges Element beim seriellen Erzählen ist. Eine jede Lücke ist eine potenzielle Geschichte. Und das hält die Neugierde hoch, fixt die Leser an. 🙂

Die Terraner zerstören einen Nashadaan – Zeminas wird es wohl nicht gewesen sein. Treiben sich also noch Thesanit in der Milchstraße herum?

Zemina steht derzeit nicht zur Verfügung, ich kann sie also nicht zu diesem Thema befragen.

Zitat: »Wir müssen auf jeden Fall Zemina Paaths Rolle hinterfragen …«
Wieso?

Weil ich ihr nicht traue. Keinen Millimeter weit.

Danke für das gelungene Gucky-Begräbnis. Hand aufs Herz: Wäre der Ilt wirklich tot – hättest du beim Schreiben geweint?

Ich gebe zu: Ich hatte beim Schreiben feuchte Augen.

Du bist am Mittwoch, den 15.7.2020 zu Gast bei der PERRY RHODAN ONLINE WOCHE (BTW: Teilnahmeanmeldung unter https://www.proc.org/perry-rhodan-online-woche/programm/). Du wirst da ein spezielles Projekt von dir vorstellen. Magst du uns spoilern?

Es hat mit einem meiner liebsten Hobbys zu tun, mit dem Motorradfahren. Das habe ich bereits mehr oder weniger plump angedeutet. Und es geht bei diesem Projekt auch um PERRY RHODAN. Wie diese beiden Dinge zusammenpassen – darüber möchte ich kommenden Mittwoch plaudern.

Michi, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum E-Book, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360737/perry-rhodan-3073-auf-der-grunen-welt-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier geht’s zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005578/perry-rhodan-3073-auf-der-grunen-welt-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Auf_der_gr%C3%BCnen_Welt

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12237

Fünfzehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3067

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob Band 3067 unter den Begriff »Lückenfüller« einzuordnen ist und warum er nun auch auf Instagram ist.

Michael, 3067 hat Überlänge. Wieso hast du nicht gekürzt?

Oh, ich habe gekürzt, und zwar kräftig. Irgendwas zwischen zwölf und 15 Prozent des Rohtextes. Was jetzt noch drin steht, habe ich als wichtig erachtet.

Wäre ja eigentlich dein Job, so zu liefern, dass alle Beilagen auch ins Heft passen …

Haben Beilagen gefehlt?
Sorry, das hab ich gar nicht mitbekommen. (Ich hab die Belegexemplare noch nicht erhalten.)

Du kennst die Völker der Milchstraße. Wieso haben sich die Cairaner nur auf die Blues und Terraner bei ihren Planspielen konzentriert?

Wir durchschauen die Motivation der Cairaner (noch) nicht zur Gänze. Es mag ja z.B. sein, dass sie Blues und Terraner vor x hundert Jahren als jene Völker erachteten, die ihnen am ehesten gefährlich werden konnten. Vielleicht gibt es in anderen Teilen der Villanova-Galaxie Planeten, auf denen Versuche mit Arkoniden und Aarus stattfinden?

Zitat: »Nichts war so aussagekräftig wie der Tratsch in einer Zentrale, solange der Schiffskommandant nicht anwesend war.«
Erzähl uns doch drei Highlights vom Tratsch auf der letzten Autorenkonferenz in Abwesenheit von KNF.

Geht leider nicht, weil Klaus IMMER anwesend war. Er kennt seine Pappenheimer und weiß, was für Unsinn geplappert wird, sollte er mal zufällig nicht in der Nähe sein.

Der Roman gibt keine Antwort auf die Frage, wie die Cairaner zu den Genproben von Alaska, Riordan und Corello gekommen sind. Die letzten zwei sind vor Jahrtausenden verstorben, die Gensequenzen von ihnen auf Terra werden wohl gut bewacht sein. Wieso ist das offen geblieben?

Ich habe als Lösungsansatz für diese Frage angeboten, dass irgendwo Genproben eingelagert wurden. Ich glaube nicht, dass man sie ausreichend gut bewachen könnte. Überleg mal, wie geschickt sich die Cairaner über lange Zeit hinweg versteckt haben. Es wäre ihnen sicherlich möglich gewesen, das Genmaterial zu stehlen.

Abgesehen davon find ich es gut, da und dort Lücken in der Erzählung zu lassen. Das führt doch beim Leser zu weiteren Spekulationen: Waren die Cairaner etwa NOCH früher in der Milchstraße? Beherrschen sie Zeitreisen? Arbeiten sie mit jemandem zusammen, den wir noch nicht kennen und der Zugriff auf altes Genmaterial hatte? Gibt es Verräter auf Rudyn?

Und wird das im Zyklusverlauf noch thematisiert?

Ich sage mal ganz allgemein: Diese beiden Romane sind alles, nur keine Lückenfüller.

Wie stehst du eigentlich zum Thema Klonen? Sollte das erlaubt sein?

Da könnte ich jetzt die Vorteile und die Risiken der Klontechnologie einander gegenüberstellen. Prinzipiell machen mir die Konsequenzen Angst, die sich aus unserem stetig wachsenden Wissen zu diesem Thema ergeben. Aber: Klonen ist etwas, das die Natur vorgesehen hat und das es in Tier- sowie Pflanzenwelt gibt. Jungfernzeugung gibt es z.B. (ich zitiere aus einem Buch, das ich mir grad zu Gemüte führe) bei Fadenwürmern, Muschelkrebsen, Wasserflöhen, Asseln, Blattläusen, Bienen, Stabheuschrecken, Schlupfwespen, Schmetterlingen, Salamandern, Kärpflingsfischen etc.
Der Autor dieses Buchs kommt übrigens auch zu dem Schluss, dass Männer Luxusgeschöpfe sind, die eigentlich nicht gebraucht werden.

Annba hat im Zyklus nur ein einziges Mal aktiv eine Rolle gespielt. Wieso wurde eine Figur eingeführt, die nur da war und die dann in weiter Ferne entsorgt wird?

Wer sagt denn, dass seine Geschichte auserzählt ist?

Zitat: »Wenn es nach mir ginge, würde ich … das Qualitätskontrollzentrum zerstören. Aber diese Entscheidung darf niemals von einer Person allein getroffen werden.«
Im Dyoversum entscheidet Perry Rhodan viel allein, auch über die Köpfe der politischen Entscheidungsträger hinweg, die es dann nur noch abnicken. Wie stehst du zu so einem totalitären Verhalten?

Das ist ein Thema, das wir seit Band 1 der Serie haben. Wie kann Perry mehr oder weniger alleine darüber entscheiden, dass er die ungemein gefährliche Technologie der Arkoniden für seine Zwecke übernimmt? Wer sagt, dass seine Vorgehensweise die richtige ist?
Meine – etwas profane – Antwort ist: Weil er der Held ist. Weil wir als Leser darauf vertrauen, dass er mit den Mitteln, die er zur Verfügung gestellt bekommt und die er sich erarbeitet, das Richtige tut.

Uschi Zietsch und Christian Montillon haben den Dyoversums-Vierteiler geschrieben und mindestens ein weiterer wird folgen. Wie schade findest du, dass nur zwei Autoren diese Ebene unter sich aufteilen?

Gar nicht. Das kann für Kontinuität und Homogenität auf dieser Handlungsebene nur gut sein.

 Im Galaktischen Forum meinte ausgerechnet der User mit Nickname »Ronald Tekener«:
»Ich fand die Story der letzten beiden Romane total überflüssig, typische Lückenfüller.«
Wie gehst du mit so einer Kritik um?

Das ist eine Meinung, mit der ich leben muss. Es steht ihm natürlich zu, so zu urteilen.

Und was würdest du von Angesicht zu Angesicht entgegnen?

Genau dieses.
Ich ärgere mich natürlich, wenn ich negative Kritik erhalte. Ich bin auch nicht immun dagegen, ich bin ab und zu ziemlich gekränkt. Aber deswegen wollte ich niemandem seine Meinung verbieten. Niemals.

Ein anderer, Askosan, meint hingegen:
»Auch der Folgeroman von MMT ist durchaus unterhaltsam. Tolot & Co. agieren sehr souverän.«
Wie gehst du mit Lob um?

Ich habe – so bilde ich mir ein – gelernt, Lob richtig einzuschätzen. Ein Lob ist eine Momentaufnahme, etwas Flüchtiges. Etwas, über das ich mich natürlich freue. Aber was für mich als Autor wichtig ist, ist der Blick nach vorne. Auf den nächsten Text, den ich schreibe. Der soll halt auch so gut werden, dass ich wieder mehr Lob als negative Kritik bekomme. Diese Jagd nach bestmöglicher Leistung ist das Um und Auf in meinem Beruf.
Letztlich baue ich als PERRY-Autor über die Dauer meiner Karriere hinweg ein Gesamtwerk auf. Irgendwann einmal, wenn ich zurückschaue, möcht ich sagen können: »Das war ja gar ned so schlecht, was du da in den x Jahren deiner Zeit als Autor gemacht hast.«
Dieses Gesamtzeugnis möglichst positiv zu gestalten – das treibt mich an.

Du bist jetzt auch auf Instagram.
Was war der Auslöser und welche Fotos dürfen wir von dir dort erwarten?
 
Mein großes Geheimprojekt war der eigentliche Auslöser. Über dieses Projekt kann ich vermutlich Mitte Juli dieses Jahres mehr verraten. Es ist sehr bildintensiv, und da ist Instagram nun mal die geeignetste Plattform.
 
Derzeit experimentiere ich noch ein wenig mit den Motiven. Was kommt gut an, wie kann ich die Nutzer dieser Plattform für mich interessieren?
Momentan sieht’s so aus, dass ich mehrere Bilder zu einem Thema zusammenfasse und damit, über mehrere Tage verteilt, eine Art »Geschichte« erzähle.
Dieser Tage beschäftige ich mich zum Beispiel mit Illustratoren und Zeichnern, mit denen ich im Laufe meiner Autorenkarriere zusammengearbeitet habe. Mag sein, dass ich nächste Woche über das Feilen an Manuskripten erzähle und meine Arbeitsschritte darstelle. Oder dass ich NachwuchsautorInnen vorstelle. Oder Motive vom Bergwandern herzeige und schreibe, was mich daran so fasziniert …
Ich will mich momentan noch nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen lassen.

Ich bin ja für Fotos von den Expos und Vorabfotos von den Manuskripten. Erfüllst du mir diesen Wunsch (Immerhin hab ich in Bälde Geburtstag)?
 
Kann ich Dir gerne schicken, kein Problem. Bitte denk aber daran, dass ich dann dazu verpflichtet bin, Dich zu meucheln. Gerne auch an Deinem Geburtstag.
 
Michi, danke für deine Zeit.
 

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Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3066

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer seine Gedanken zum Thema Rauschmittel bei PERRY RHODAN und ruft den No-Prize ins Leben.

Michael, bei RHODAN schlüpft man als Autor immer wieder in andere Lebewesen, die nicht unbedingt menschenähnlich sind. Diesmal durftest du eine Art »Hahn« beschreiben. Wie denkt man sich in einen Hahn hinein?

Das hört sich schwerer an, als es in Wirklichkeit ist. Steckt denn nicht in jedem von uns ein kleiner Hahn?
Aber im »Ernst«: Aliens, die wir beschreiben, sind stets menschenähnlich. Sonst könnten wir sie ja nicht aus ihrem Innenleben heraus schildern. Die Exotik entsteht durch eine leicht abgeänderte Begriffswelt. Für mehr ist bei PERRY nicht Platz.

Wir erfahren von Onker Dou, dass auf der RAS TSCHUBAI im Freizeitbereich Ogygia Rauschmittel illegal konsumiert werden. Wie kann das auf einem Raumschiff, noch dazu in einem öffentlich vom Bordrechner überwachten Bereich vorkommen?

Ich habe dieses Thema bereits mehrmals in PERRY-Romanen anklingen lassen. Ist es vorstellbar, dass in so einem Riesenkörper keine Drogen konsumiert werden? Werden Einsatzkräfte mit Hilfe von Drogen stimuliert? Was für Aufputschpräparate werden ihnen vom SERUN verabreicht, wenn es drauf ankommt? Wird etwa kein Alkohol mehr getrunken? – Ich glaube das alles nicht, und ich will es in den Romanen auch nicht weglassen. Ein bißl Realität darf schon sein. Und würde ich nun ANANSI zur allgegenwärtigen Verpetzermaschine machen – es wäre ein grässliches Leben an Bord eines derartigen Schiffs. Ich gehe davon aus, dass die Semitronik ab und zu die Augen zudrückt, grad im Freizeitbereich von Ogygia.

Meines Wissen ist das die erste Innensicht von Icho Tolot während einer Drangwäsche – und ich gestehe, ich war irritiert. Bislang dachte ich, dass Haluter auch während der Drangwäsche keine Hassgefühle gegen andere hegen und nur den Kampf suchen, aber dennoch Leben schonen. Du schilderst ihn hier anders – wurde das intern diskutiert, wie eine Drangwäsche anzulegen ist?

Über Drangwäsche wurde in der Innensicht noch nie geschrieben, richtig (soweit ich es in Erfahrung bringen konnte). Also blieb es mir überlassen, die inneren Vorgänge ein wenig zu erklären. Vielleicht läuft eine Drangwäsche bei einem anderen Haluter völlig anders ab, wer weiß? Ein psychotischer Anfall verläuft bis auf gewisse Grundmuster auch von Person zu Person unterschiedlich. Der Vergleich ist gewagt, ich weiß. Aber eine Drangwäsche ist nun mal auch etwas, das mit der Persönlichkeit eines Haluters zu tun hat. Mit seinem Alter, seinen Erfahrungen, seinen Stärken und Schwächen. Haluter mögen Planhirne haben, die sie wie Maschinen handeln lassen. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Haluter in derselben Situation gleich reagieren würde.

An manchen Stellen musste ich bei Tolot an Bruce Banner und Hulk denken. Hast du dich davon inspirieren lassen? Und denkst du, hatte damals KHS ähnliches im Sinn? (Hulk erschien zum ersten Mal 1962.)

Nein, Bruce Banner hatte ich keine Sekunde lang im Kopf. Und bei Karl-Herbert Scheer kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass er Comics gelesen hat.

Tolot fliegt in einem Shift zurück zum Raumer … äh … das Ding ist zu klein, als dass Tolot da reinkäme. Wie sehr ärgert dich so ein Fehler?

Gar nicht. Wer sagt, dass der Shift nicht speziell für Tolot adaptiert worden war? – Ich zerbrech mir über so etwas keine Sekunde lang den Kopf. Klar, es macht als Leser Spaß, »Fehler« des Autors zu suchen und ihm unter die Nase zu reiben.

Womit wir übrigens nochmals bei Marvel-Comics wären: Es gab lange Zeit auf der Leserseite bei Marvel-Comics die Sache mit dem No-Prize. Leser haben Briefe an den Verlag geschickt, in denen sie den Machern Fehlern nachgewiesen haben. Gleichzeitig brachten sie selbst eine möglichst geschickte Erklärung, warum das ja gar kein Fehler war, sondern … (und dann folgte eine möglichst abstruse Erklärung, warum die Marvel-Leute eh recht hatten). Diese Leser haben dann einen No-Prize erhalten. So was hätt ich bei den PERRY-Lesern manchmal auch recht gern. 🙂

https://en.wikipedia.org/wiki/Marvel_No-Prize

Na, dann eröffnen wir doch gleich mal einen Thread dazu im Galaktischen Forum …
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=3&t=12123

Tolot entschließt sich, alle Rücksichtnahme gegenüber den Blues fallenzulassen, weil er in ihnen erbarmungslose Mörder sieht. Wie vereinbart sich das mit der hochstehenden Moral der Haluter?

Es würde jetzt echt zu weit führen, eine Diskussion über halutische Moral zu führen. Vor allem gilt auch hier: Wir wissen über den Moralkodex der Haluter viel zu wenig. Der lässt sich auch nicht in einem Regelbuch festlegen. Am ehesten könnten Dir wohl Dr. Dr. Bre Tsinga und ihre Enkelin Anni K. Tsinga Auskunft geben.

Zitat: »Kein Roboter und auch nicht die Positronik der Space Jet hätte Tolot aufhalten können.«
Im ersten Reflex fällt mir ein Fesselfeld ein …

Siehe oben, mein Kommentar zum No-Prize. Liefere Du mir doch eine Erklärung dafür. Ich hätte eine, aber es wäre mir lieber, wenn Du mir die Arbeit abnehmen könntest.

Im Zyklus werden Kampfroboter inkonsistent geschildert. Mal sind sie unüberwindbar, dann wieder Kanonenfutter. Gibt es eine interne Vorgabe, wie mit Kampfrobotern umzugehen ist?

Nein. Und ich gestehe, dass das ein schwieriges, komplexes Thema ist, über das ich mir immer wieder Gedanken mache.

Meine Antwort ist: Bei mir können die Roboter immer das, was ich grad von ihnen brauche. Das ist inkonsistent, ja. Aber stell Dir mal vor: TARAS werden als quasi unschlagbare Killermaschinen gezeigt, mit undurchdringlichen Schutzschirmen, Metallummantelungen etc. Diese Dinger werden konstruiert, um unbesiegbar zu sein. Nun gäbe es sicherlich irrsinnig raffinierte Methoden, einen TARA dennoch zu überwinden. Diese Szene könnte ich konstruieren und dann über zwei Seiten hinweg vor den Lesern ausbreiten, so, dass 99 Prozent von ihnen zufrieden mit der Erklärung sind. Vielleicht könnte ich das drei-, viermal mit unterschiedlichen Lösungsansätzen durchziehen. Und dann? Soll ich wieder von vorne anfangen? Soll ich jedes Mal eine neue in sich geschlossene und logische Schilderung zu erfinden versuchen, warum der unbesiegbare TARA dennoch besiegt werden konnte? – Braucht es derartige Textstellen?
Meiner Ansicht nach nicht (immer). Da riskiere ich als Autor lieber ein paar Watschen/Ohrfeigen von aufmerksamen Lesern, die sich über meine vermeintlichen Nachlässigkeiten ärgern. Mein Job als Autor ist es, unterhaltsam zu schreiben. In Action-Szenen will ich Tempo machen, den Leser rasch und spannend durch die Handlung ziehen.

Offenbar hat jemand Terraner und Blues geklont, noch dazu prominente Terraner. Nachdem der Galaxientipp von einem Cairaner kam, unterstelle ich, es waren in der Tat die Cairaner. Wie sind die zu DNA-Proben von Riordan und Saedelaere gekommen?
Und vor allem … bei dem Aufwand, den die Cairaner betreiben – wieso ausgerechnet die Milchstraße?
(Und sag mir nicht jetzt, weil wir sonst einen anderen Zyklus schreiben hätten müssen 😉 )

 Nun, es gibt ja einen zweiten Band zu diesem Thema. Du kannst mich nächste Woche gerne nochmals zu diesem Thema befragen. Wobei ich jetzt schon sage, dass Du nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort erhalten wirst. Manches muss eben geheim bleiben.

Zitat: »Er würde sein Pflicht immer und jederzeit vor seine persönlichen Befindlichkeiten stellen.«
Wenn der Abgabeschluss kurz bevorsteht und es sich zeitlich gar nicht mehr ausgehen kann – was streichst du aus deinem Privatleben zuerst? Und was auf gar keinen Fall?

Das Familienleben hat vor allem bei dräuenden Abgabeterminen immer sehr gelitten. Das ist die bittere Wahrheit. Und auf was ich quasi nie verzichte, das ist der Fußball. Wenn ich keinem Ball hinterherlaufen kann, bin ich unerträglich. Die Corona-Zeiten sind diesbezüglich eine endlose Qual für mich. Ehrlich.

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Dreizehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3061

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob Monkey auserzählt ist und wieso auf Oxtorne die Einheimischen bevorzugt werden.

Saessbekker kam bislang im Zyklus genau zweimal vor: 3016 und nun 3061. Da fallen mir sofort die Zahlen auf 3016 und 3061 – war das Absicht?

Nein.

Saessbekker kam eben zweimal vor, zweimal in einem Band von dir. Hast du bei 3061 aufgezeigt oder wurde es dir zugeschanzt?

Ich vermute, dass die Expokraten mich für Saessbekker eingesetzt haben, damit die Figurenzeichnung kontinuierlich bleibt. Ich habe aber nicht nachgefragt.

Irgendwie bin ich ein bisschen enttäuscht: 3016 war Saessbekker noch mysteriös und dann stellt sich im zweiten Band, in dem er vorkommt, heraus, dass er offenbar ein Phersune ist. So wie die Figur eingeführt wurde, habe ich mehr erwartet.

Ich sehe durchaus noch einige Fragen zu Saessbekker. So richtig entmystifiziert wurde er noch nicht. Außerdem hatten wir in diesem Zyklus bereits einige rätselhafte Figuren. Ich erinnere z.B. an Zemina Paath und ihren Koffer. Da schadet es nix, einige Fragen auch mal zu beantworten.

Wie herausfordernd war es für dich, Saessbekker nur anhand von Dialogen in die Handlung hineinzubringen?

Ehrlich gesagt: Hättest Du das jetzt nicht geschrieben, wäre mir gar nicht aufgefallen, dass ich ausschließlich Dialoge verwendet habe. Aber klar – anders wäre es bei Saessbekker nicht gegangen.
Mir sind diese Textstellen recht leichtgefallen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie gelungen sind. So etwas müssen die Leser beurteilen.

Eine kleine Abschweifung an dieser Stelle: Generell gilt, dass das Dialogisieren eine der schwierigeren Disziplinen für den Autor ist. Man muss mit dem Sprechtext Wissen an den Leser vermitteln und kann, wenn’s gut geht, auch etwas über die Charaktere der Figuren verraten. Man kann durch die Länge der Sätze viel vermitteln. Oder über Phrasen, die jemand immer wieder verwendet. Monkeys Sprechtexte zum Beispiel sind fast immer kurz, präzise und auf den Punkt gebracht. Bully neigt zum Schwafeln und zum Übertreiben. Tolot ist analytisch, wenn er vom Planhirn gesteuert wird und etwas ausführlicher, wenn das Ordinärhirn die Oberhand hat.

Habe ich es überlesen oder steht wirklich nicht im Roman, wie Saessbekker Daan Gudati übernommen hat? Immerhin ist er ja erst mit dem Shuttle an Bord gekommen, obwohl Gudati das Shuttle nicht ins Schiff hätte lassen müssen. Grübel.

Ich habe das nicht näher beschrieben, richtig. Aber ich gehe davon aus, dass Saessbekker in dieser Hinsicht sehr geschickt ist und viel Erfahrung bei Übernahmen mitbringt.

Während Michelle in Band 3060 noch vage bleibt, was Monkey für Zemina empfindet, wirst du konkret. Zitat: »Der Reiz, den sie auf vielerlei Ebenen auf ihn ausübte, gefiel ihm.«
Wie würde sich Monkey in einer Beziehung mit Zemina verändern?

 Gar nicht, behaupte ich jetzt mal.

Saessbekker hat zwischen 3016 und 3061 alle Zeit der Welt, zum Schwarzen Loch zu fliegen, in die Heimat zu berichten plus Koordinaten mitschicken und wohin-auch-immer wieder zurückzukehren. Wieso macht er das nicht?

Weil er gemeinsam mit dem cairanischen Konsul bzw. in dessen Kopf ziemlich lange eingesperrt gewesen war.

Erstaunt war ich, dass auf Oxtorne Ausländer mehr oder weniger keine Rechte besitzen. Immerhin ist Oxtorne eine LFG-Welt. Wie vereinbart sich das mit den Werten der LFG? Und wie juristisch?

Ich lasse mich gerne von Spezialisten der LFG-Rechtslage eines Besseren belehren, aber für mich ist die LFG ein weitgehend föderalistischer Bund. In Österreich, in Deutschland und den USA, um jetzt nur einige Beispiele zu nennen, hat die jeweilige Regierung auch nicht in allen Lebensbereichen ein Durchgriffsrecht. Oxtorne bietet nun mal andere (Über)Lebensbedingungen als zum Beispiel Rudyn, also muss man auf die jeweiligen Lebensgegebenheiten Rücksicht nehmen.
Mein Hintergedanke bei den Schilderungen auf Oxtorne war: Die Verhältnisse auf dieser Welt fordern seinen Bewohnern alles ab. Als Oxtorner muss man extrem diszipliniert sein, um Risken und Gefahren zu minimieren. Ich habe ein bissl beim alten Sparta Anleihe genommen, um die Situation auf Oxtorne zu beschreiben. Und mit Daan Gudati habe ich mir eine Figur zurechtgebastelt, die ein hohes Maß an Sensibilität durch das väterliche Erbe mit sich bringt. Dieses Spannungsfeld hat mich interessiert, auch wenn es im Roman dann bloß am Rande eine Rolle spielt.

Durch Band 3061 ist nun Kanon, dass Monkey einen Puls von 3 Schlägen pro Minute hat. Müsste es aufgrund seines hohen Grundumsatzes und des erhöhten Stoffwechsel nicht viel mehr sein?

Du kannst Dich gerne mit Monkey über dieses Thema unterhalten. Vermutlich wird er Dir mit vier bis fünf Pulsschlägen (also mit hochgradiger Erregung) pro Minute ein paar ordentliche Gnackwatschen verpassen dafür, dass du an seinen Werten zweifelst.

Wurde 3061 der Grundstein gelegt, dass die Kandidatin Phaatom im nächsten Zyklus die Milchstraße heimsucht?

Ist das wieder mal ein Versuch, mich zum Spoilern zu verleiten? Nun, ich tu Dir den Gefallen und liefere Dir die möglichen Antworten:

– Ja
– Nein
– Vielleicht

Such’s Dir aus.

Kurz bin ich erschrocken, als Monkey durch den Schaum um den Kopf schon aufgeben will. Was denkst du? Ist Monkey auserzählt?

Nein.

Wurden Weiße Löcher bei RHODAN schon einmal erwähnt?

Nicht, dass ich wüsste.

Noch einen Schwenk zur Realität: Ich kenne dich als freiheitsliebenden Menschen. Wie gehst du mit dem Lockdown dank Corona um?

Ich bin in vielerlei Hinsicht privilegiert und reize auch die Graubereiche der derzeitigen Gesetzeslage bis zum Äußersten aus. Mir geht’s gut.

Ich mache mir auch nicht viel Sorgen über den aktuellen Stand der Dinge. Vielmehr beschäftigt mich, was danach kommt. Diese – doch recht nahe – Zukunft ist aus der Sicht des Science-Fiction-Autors ein sehr fruchtbarer Humus für interessante Geschichten. Aber als sozialer Mensch schreckt mich dieser Blick nach vorn. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Überschuldung, Todesfälle in der Familie – das sind ein paar Eckpunkte, die viele von uns längere Zeit begleiten werden.

Michi, danke für deine Zeit.

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Acht Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3055

Michael Marcus Thurner stellt sich zum neuten Mal den Fragen von Roman Schleifer. Diesmal antwortet er mit einem Totschlagargument und ob die Kandidatin in dem Zyklus noch eine Rolle spielt.

Michi, du hast mit Tolot in einer Action-Szene begonnen und dann den Roman zum Teil als Rückblende erzählt. Was war der Grund, dass du diese Dramaturgie gewählt hast?

Eine solche Struktur ist ja nicht unbedingt was Neues, die findet sich immer wieder in PERRY RHODAN-Romanen wieder. Aber ich gebe zu, dass PERRY RHODAN 3055 nicht ganz leicht zu konstruieren war. Es gab auch Diskussionen drüber, ob und wie wir auf die Rückblenden in den Kapitelüberschriften hinweisen.

Zitat: »Den logisch begründeten Ärger musste er einmal verdauen.«
Wie kann es logisch begründete Gefühle geben? Hm?

Bei einem Wesen, das über ein strikt logisches, aber auch über ein gefühlsbetontes Denkzentrum verfügt, ist das durchaus möglich. Behaupte ich jetzt mal.

Wie viel Freiraum hattest du bei der Charakterisierung von Onker Dou? Und was war der Grund für die Ausgestaltung als »nicht sonderlich beliebt«?

Die Gründe für eine derartige Ausgestaltung waren folgende: Erstens wollte ich wieder mal eine sperrige Figur beschreiben, zu der man als Leser von Anfang an eine gewisse Distanz entwickelt. Auch, um mir selbst zu beweisen, dass ich mit solchen Protagonisten umgehen kann. Zweitens war meine erste Assoziation beim Begriff »Interne Sicherheit« (der Onker Dou an Bord der RAS TSCHUBAI ja angehört) die mit einem hochrangigen Mitarbeiter des Innenministeriums.
Einerlei, ob man eine solche Person in der Jetztzeit in D, Ö oder der CH verortet – Innenminister und deren Stab sind ganz, ganz selten Sympathieträger. Sie müssen von Berufs wegen eine gewisse Verschlossenheit ausstrahlen, eine Härte, eine Kompromisslosigkeit. Das war eigentlich der Grundgedanke bei der Entwicklung der Figur Onker Dou.
Es gab vage Vorgaben bei Dou, aber ich hatte eigentlich große Freiheiten. Wenn Du’s nicht weitererzählst, verrate ich Dir, dass Dou in einem der nächsten Romane wieder eine tragende Rolle übernehmen wird.

Die SI könnte doch alle Lebewesen an Bord übernehmen oder zumindest beeinflussen. Was ist der Grund, dass sie die Karte nicht ausspielt?

Das Totschlagargument als Antwort auf diese Frage ist natürlich: VECU war geschwächt.

Wie genau beeinflusst Speiseöl die Nährflüssigkeit von ANANSI? Also, wie genau kommt es zum »Schluckauf«?

Ich hab natürlich genauest recherchiert, wie sich Speiseöl auf die Verdauung von Semitroniken auswirkt. Leider habe ich ein sehr schlechtes Gedächtnis und habe das schon wieder vergessen. Schade.

Die SI schlüpft vollends in den Cairaner. In Band 3054 hat es noch geheißen, ein Lebewesen ist zu wenig …

Ich hoffe, es kommt im Roman ausreichend gut rüber, dass der Cairaner über kurz oder lang dabei draufgegangen wäre.

Die Vun beißen ihren Toten des Kopf ab, pfählen sie und sorgen dafür, dass Restleben in ihnen steckt – war das vorgegeben oder stammt das von dir?

Solch grausliche Dinge bin ich nicht in der Lage, mir selbst auszudenken. Das stammt aus dem Exposé, und ich war gebührend entsetzt darüber. Aber ich war selbstverständlich gezwungen, diese Vorgaben umzusetzen.

Die RT fliegt zurück in die Milchstraße – war es das mit dem kosmologischen Hintergrund für diesen Zyklus? D.h. spielt die Kandidatin keine Rolle mehr? Hebt ihr sie euch für den nächsten Zyklus auf?

Ich denke, dass die Kandidatin Phaatom weiterhin als Bedrohung präsent bleiben wird. Was, wenn sie erfährt, dass die Cairaner in der Milchstraße untergetaucht sind? Aber nachdem die RAS TSCHUBAI jetzt mal Fahrt aufgenommen hat und in die Milchstraße zurückreist, wird es wohl auf absehbare Zeit keine direkten Berührungspunkte mehr geben.
Wobei es durchaus möglich sein könnte, dass ich Dich schlichtweg anlüge.

 Michi, danke für deine Zeit.

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Elf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3043

Michael Marcus Thurner verrät im Interview, aus welchem Grund  er bei RHODAN kündigen würde und wie lange er noch auf der Überlebenschance von Ronald Tekener herumreiten wird.

Michael, beim letzten Interview hast du dich als nicht die beste Wahl für Liebesromanzen bezeichnet. In 3043 behandelst du den Beginn einer eventuellen Liebesstory. Wie hast du dich dieser erneuten Herausforderung gestellt?

Seltsamerweise bin ich diesmal recht gut mit dem Thema zurechtgekommen. Wiewohl das Lektorat einige meiner Gedanken zum Liebesthema rausgelöscht hat. Ich bin offenbar ein klein wenig kindisch, was das betrifft. 🙂

Übung macht ja bekanntlich den Meister. Haben Monti und Hartmut das eh am Schirm, dass du nur noch Romane mit diesem Grundthema schreiben willst?

Selbstverständlich. Sie wollen mich diesbezüglich disziplinieren.

Wie würdest du reagieren, wenn deine nächsten zehn Romane wirklich Romanzen enthalten würden?

Kündigen.

Zitat: »Der TARA-Psi und er sollten erkunden, warum manche Cairaner die Baalols als das nächste Volk bezeichneten.«
Jetzt war Gucky im Vorgängerband im diplomatischen Einsatz und auch Monkey hat schon mit ein paar hochrangigen Cairaners geplaudert. Was war der Grund, warum sie nicht einfach gefragt haben?

Vertraust du den Cairanern und ihren »Verbündeten« etwa? Meinst du wirklich, dass sie die Wahrheit sagen würden?

Spin und Ydio-Do reisen in dem Kehlsack eines Glashas – würdest du das auch machen?

Wasser ist nicht unbedingt mein liebstes Element. Aber trotzdem: Würde ich sofort machen (wenn die Rahmenbedingungen mit einem bereitgestellten SERUN passten).

Die Vital-Suppressoren sind Ydio-Dos Moralempfinden zutiefst zuwider. Wie steht sie zu den moralischen Verfehlungen ihres Geheimdienstes?

Ich gehe davon aus, dass es ähnlich wäre wie in unserer Realität. Man sieht sich als Geheimdienstvertreter jeder beliebigen Nation als derjenige, der das Richtige tut, um sein Land zu schützen. Und da heiligt der Zweck die Mittel.  

Du erwähnst wieder Ronald Tekener – wie groß ist die Freude, die Leser bei dem Thema zu foppen?

Sehr groß. Das werd ich bis ans Ende meiner Tage fortsetzen.

Spinoza hält in den Computern der Cairaner nach allem Ausschau, was Terraner enthält. Sollte er nicht was anderes suchen? Nach Geheimnissen der Cairaner zum Beispiel?

Nun, viel Zeit war ja nicht für Spin. Ich gehe davon aus, dass beim »Download« auch einiges Material über die Cairaner gefunden wurde. Vielleicht erfahren wir noch mehr darüber …

Zitat: »Du weißt, dass es sich bei der Suche nach unserem Ursprung um ein heikles Thema handelt. Wir müssen das Material erst einmal durcharbeiten.«
Äh … die Terraner rund um Rhodan wissen doch von ihrem Ursprung. Warum suchen sie danach? Die Datenlage der Cairaner ist da ja irrelevant.

Bist du dir sicher?

Wie geht es in Michelles Roman mit den beiden »Turteltäubchen« weiter? Gib uns einen Tipp. 

Wenn du den Film »Mr. & Mrs. Smith« kennst, weißt du, wie diese Geschichte ausgeht. Mein Herz bebt bereits vor lauter Vorfreude.

Stichwort Supramentum: Was kommt da auf die Milchstraße zu?

Da ich die Exposés zu den darauffolgenden Romanen noch nicht gelesen habe, kann ich dir nix dazu sagen. Ansonsten würde ich es ja tun. Wirklich. Du hättest es dir mit deiner Beharrlichkeit, mir Infos zu kommenden Romanen aus der Nase zu ziehen, längst verdient, Roman.

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