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Zehn Fragen an Uschi Zietsch und Christian Montillon zu ihrem Band 3080

Uschi Zietsch, alias Susan Schwartz und Christoph Dittert, alias Christian Montillon verraten, wie sie sich ihre Schreibpension vorstellen und wie man rasch einen Jülziish-Figurennamen erstellt.

Uff, das Heft hatte einen traurig-tragischen Inhalt. Wie sehr schmerzt einen so eine Story als Autor? Leidet man mit den Figuren mit?

Ich fand es in der Tat sehr tragisch – und habe mich (auch wenn das jetzt sehr schmalzig klingen mag) auf den »süßen Schmerz« der Beziehung zwischen den beiden Jülziish konzentriert. Ist schon klar, wen ich meine, oder?
Ursprünglich wollte ich der zweiten Generation auch mehr Raum geben, also den Heimkehrern, aber das ging einfach nicht. Ich merkte: Es ist die Geschichte der ersten Generation, mit einem Epilog der zweiten Generation, wenn man so will. Und ja, es hat mich mitgenommen. Aber eher auf der Ebene: »Es geht um Gefühle, und ich will diese Gefühle transportieren.«

Hat eine Abart der Bleichsterne die Jülziish auf dem Gewissen?

Das liegt ja sehr nahe, gell?

Nachdem der Staubfürst um Vergebung ersucht – holen die sich regelmäßig für ihre Experimente Lebewesen aus dem anderen Teil des Dyoversums? Und muss man sie als »Böse« einstufen?

Ich bin ziemlich überzeugt, dass der Staubfürst »gut und böse« nicht so definiert wie wir. Für mich sind sie nicht »böse«. Er bittet um Vergebung – und weiß, dass dieses Experiment gescheitert ist. Das ist wohl sehr »menschlich«, obwohl die Figur an sich natürlich nicht wie ein Mensch funktioniert.

Zitat: »Ihr seid wir. Unsere Schatten. Unser Licht.«
Ich versteh den Satz nicht. Wieso sind die Jülziish die Schatten und das Licht der Staubfürsten?

Vielleicht (nur vielleicht) wird es nach der Lektüre des nächsten Romans klarer. Dort wird das zwar nicht erklärt, aber es mag sein, dass man es dann besser »erfühlen« kann, was den Staubfürsten zu dieser – durchaus rätselhaften – Aussage bewegt.

Die Aufgabe des Autors ist es ja, die Helden leiden zu lassen. Jetzt wurden in dem Roman Neugeborene Opfer der Umstände. Abgesehen von FSK … welche Grenzen würdet ihr nicht überschreiten?

Das war schon sehr hart, was in diesem Roman passiert ist, ja. Ich hätte z.B. nicht die Geburt geschildert und dann einen Leidens- und Sterbensweg des Säuglings.

Oder, um mit einem anderen Beispiel zu sprechen: Vor Jahren dachte ich: »Ach, lies doch mal einen Splatterroman – den ersten deines Lebens.«
Also so richtig Splatterzeugs. Ich hab dann angefangen und der Roman begann damit, dass irgendwer eine Bratpfanne nimmt und einen Säugling erschlägt. Dann hab ich aufgehört zu lesen. Klares Urteil: Nix für mich.

Die Jülziish sind ja bekannt für ihre – aus terranischer Sicht – spannenden Namen. Früher hieß es, die Namen seien wahllos aus dem türkischen Telefonbuch entnommen. Wie kommt ihr heute zu den Namen? Gibt es eine Art interne Richtlinie, wie sich Jülziish-Namen zusammensetzen?

Eine solche Richtlinie gibt es nicht. In Exposé stehen bei Fremdvölkern manchmal Hinweise wie: »Beispiele für Namen dieses Volkes sind«, und dann werden ein paar aufgelistet. Dann bastelt man als Autor nach dem Prinzip, das hoffentlich erkennbar ist, selbst Namen. Ich gehe als Autor bei Völkern sehr häufig so vor, dass ich »Bekannte Vertreter des Volkes XYZ« auf der Perrypedia suche, die Namen studiere und dann eben mit dem Sprachmaterial bastele.
Ein Jülziish hat für mich gefälligst ein paar i, j und y zu haben, um es salopp zu sagen. Rijmyn Schliifjr.
Okay, kein guter Name, aber auf dem richtigen Weg. Die »R« stören. Ijmyn Sliify. Kommt fast hin. In einer Minute hätte ich einen passablen (aber sicher nicht brillanten) Namen, dem man die Herkunft dann nicht mehr ansieht.

Uschi, nachdem die Wüstenhandlung in den Vorbänden von dir stammt, in der auch Obyn eine prominente Rolle einnimmt: Gab es für die Frau ein echtes Vorbild von deiner Wüstenreise?

Nein, ich habe ihren Charakter anhand der Herausforderungen entwickelt, die auf sie zukommen, und natürlich dem, was schon vorgegeben war. (Ihr Alter, ihr großer Traum, ihre soldatische Vergangenheit). Wenn, dann ist ein wenig Perry in ihr. (Freut mich übrigens, dass sie als Sofortumschalterin erkannt wurde – das hatte ich eingebaut und wusste nicht, ob es jemand erkennt.)

Noch eine Frage zu den Vorbänden. Es gibt Richtlinien für den Erstkontakt mit außerirdischen Völkern. Da heißt es, dass erst ab einem bestimmten Niveau der Erstkontakt hergestellt werden darf. Die Yenranko waren meiner Meinung nach unterhalb dieses Niveaus. Wenn das schon die Topsider ignorieren, müssten doch zumindest die Terraner Einspruch erheben …

Uschi: Ich weiß bei Star Trek, dass es die Oberste Direktive gibt (an die sich keiner hält), aber bei Perry? Das wäre mir neu. Perry hatte in der Hinsicht nie Hemmungen, sonst hätte sich Gucky ja gar nicht an Bord des Raumschiffs schleichen können. Perry landet überall, wo er eine Aufgabe zu bewältigen hat, egal wer da lebt. Ich kann mich dunkel erinnern, mit Bré Tsinga einen Erstkontakt beschrieben zu haben, mit einem niedlichen elefantenähnlichen Völkchen (Name ist mir entfallen), das auf einer Welt mit sehr hoher Schwerkraft lebte (es gab keine Vögel, weiß ich auch noch) und keinerlei Technik besaß. Die Yenranko haben zumindest Flugzeuge, motorisierte Bodenfahrzeuge, Funk und fortgeschrittene Waffen (Bomben, Granaten, Munition), ihre Intelligenz ist gut entwickelt. Ich wüsste also nicht, was gegen einen Erstkontakt spräche.

Der Kommandant der Jülziish wird gefragt, was er in der Pension macht.
Uschi, Monti … wie ist da eure Vorstellung? Schreibt ihr, bis man euch mit dem Kopf auf der Tastatur findet?

Uschi: Ja.

Monti: Uschis Antwort ist so wortgewaltig, dass ich mich geniere, daran anzuschließen. Ich sag mal so: Ich will schreiben, solange es geht – einfach weil es Spaß macht, sinnvoll ist und das Oberstübchen fit hält. Aber ich werde auch irgendwann ein wenig runterfahren und weniger publizieren – so mein Plan. Mal sehen. Hat ja noch Zeit, und das Leben birgt Überraschungen.

Der nächste Roman heißt »Horror« – natürlich taucht sofort die Assoziation zum »MdI«-Zyklus auf. Wie sinnvoll ist diese Assoziation? Könnt ihr die Erwartungshaltung dann auch halten?

Monti: Wir halten die Assoziation für sinnvoll, sonst hätten wir sie nicht gewählt :-).
Die Leser müssen entscheiden, wie sie das auffassen. Es wird solche und solche Rückmeldungen geben, schätze ich. Natürlich werden wir in einem Roman (der nicht nur den »Horror«-Teil enthält) keine Nacherzählung der alten Horror-Story liefern. Es ist wirklich eine Assoziation, die Perry durch den Kopf geht.

Uschi, Christoph, danke für eure Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Sternfinder

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Zwölf Fragen an Uschi Zietsch und Christian Montillon zu ihrem Band 3079

Uschi Zietsch und Christoph Dittert, alias Susan Schwartz und Christian Montillon verraten im Interview mit Roman Schleifer unter anderem, wann die Herkunft von Iwán/Iwa Mulholland geklärt wird und was ein Roboter tut, wenn er allein ist.

Uschi, Obyn entpuppt sich als weiblicher Rhodan. Hätte man das im ersten Roman noch besser herausstreichen sollen?

Die Frage verstehe ich nicht, es ist doch offensichtlich klar? Es wird in 3078 deutlich ausgesagt, dass sie vom Frieden aller Völker träumt. Und daran arbeitet, aber im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten heimlich, um nicht als Verräterin dazustehen. Das war der Grund ihrer Reise: Den Weg zum Frieden zu finden. Was fehlt da noch?

Als RHODAN-Autor schildert man ja immer wieder fremde Lebewesen und Gesellschaften. Wie schwer fällt es, spezifische Vergleiche zu finden?

Uschi: Die Yenranko ähneln natürlich unseren Wüstenvölkern, aber das ist auch völlig okay so, denn in der Wüste gibt es nur wenige Gesetze, aber diese sind universell. Ansonsten leitet man von der Physiologie das Verhalten her und entwickelt die Regeln und die Gesellschaft.

Monti, Iwáns Herkunft liegt weitgehend im Dunkeln, auch wie er ins Galaxiengeviert zur Kandidatin Phaatom gekommen ist. Erfahren wir im nächsten Zyklus mehr von seiner Vergangenheit?

Christoph: Du weißt ja, dass ich nicht spoilere. Aber ich sag mal so: Iwán/Iwa ist eine wichtige Figur. Und wenn seine Herkunft nicht geklärt wird, könnte es durchaus naheliegen, dass sie später noch geklärt werden wird 🙂

Rhodan fragt sich, was ein Roboter tut, wenn er allein ist, bleibt aber die Vermutung schuldig. Daher … was tut ein Roboter, wenn er allein ist?

Christoph: Die Frage, was ein Roboter tut, wenn er allein ist: Findest du nicht, dass das schade wäre, jetzt im Interview meine Meinung dazu kundzutun?
Im Roman ist es (meiner bescheidenen Meinung nach) so schön angelegt, dass Rhodan sich diese Frage stellt. Eine Frage, über die jeder Leser nachdenken kann, wenn er mag. Sie lässt sich philosophisch breit weiterdenken, wenn man will.

Hartmut und du habt Rico aus der Versenkung geholt. Was war die Überlegung dahinter?

Christoph: Die Überlegung ist ganz einfach: Rico und Terra, Rico und Neu-Atlantis … das gehört irgendwie einfach zusammen. Als wir über die Erde in der anderen Hälfte des Dyoversums nachdachten, da war da plötzlich dieser Rico und rief: »Hallo! Ihr wisst ja, wer ich bin, wofür ich stehe und wie es mir so geht! Also … ich mische hier mit, ist das klar?!«
Und plötzlich dachte ich beim Romaneschreiben: »Ich weiß eigentlich nicht, wie es ihm aktuell geht. Aber ich werde es herausfinden!«

Zugegeben, so wie die Entführung aufgelöst wird, ist es elegant, dennoch habe ich mich vorher gefragt, warum die Topsider nicht einfach mit einem Paralysator die Entführung beenden …

Uschi:  Du meinst vom Mutterschiff?
Das wäre sicher noch gekommen, wenn es anders nicht funktioniert hätte. Aber grundsätzlich wird nicht gleich mit Bomben geschmissen, wenn es noch andere Wege gibt. Man weiß ja nicht, wie die Yenranko unter Obyns Führung darauf reagieren. Schließlich waren ein Haufen Topsider auf dem Platz. Vor allem Obyn muss die Gelegenheit gegeben werden, einzugreifen und mit ihrer Stellvertreterin zu reden. Das ist eine heikle diplomatische Situation, die man erst mal abwägen muss. Man muss ja auch verstehen lernen, warum diese Yenranko so handeln, weil das richtungsweisend für die Zukunft ist.

Der Translator der Topsider übersetzt einen Fluch nicht. Seit wann gibt es eine Zensurfunktion bei Translatoren?

Uschi: Seit nie.
Das Idiom ist zu dem frühen Zeitpunkt noch nicht übersetzbar. Mit anderen Worten: Es ist ein Gag!

Im Forum schreibt RolfK: »Zusammenfassend: Storyelemente werden ohne Rücksicht auf Plausibilität so zurechtgebogen, dass ein vorab festgelegter Plot erreicht werden kann.«

Was denkt ihr euch bei so einer Analyse?

Uschi: Sollte ich?

Ein anderer Leser nennt den Roman einen der besten im Zyklus.
Die Bandbreite der Meinungen ist sehr groß. Worauf verlässt man sich dann als Autor?
Auf sich und den Redakteur?

Uschi: Ich verfasse seit nunmehr 28 Jahren PERRY RHODAN-Romane und habe insgesamt annähernd 250 Veröffentlichungen in diversen Genres, arbeite seit 37 Jahren als Autorin, Lektorin, Verlegerin, Schreibdozentin und Agentin. Damals wie heute verlasse ich mich nur auf mich, nur heute ist es durch die jahrzehntelang gewachsene professionelle Erfahrung einfacher. Natürlich kann ich nicht immer gleichbleibende Qualität schaffen, ich bin ja kein Roboter. Aber ich liefere immer in der Qualität ab, mit der ich mindestens zufrieden, im besten Fall glücklich bin. Ernst Vlcek sagte immer »druckbar muss es sein«.
Das entscheidet der Redakteur und macht Verbesserungsvorschläge, und ggf. arbeitet man was nach, das ist ja kein Problem. Es ist ein kreativer Prozess, der sich in ständiger Bewegung befindet. Alles andere, ob es gefällt oder nicht, entscheiden subjektiv die Leser. Jeder Leser geht anders dran, der eine nur zum Konsumieren, der andere nur zum Fehlersuchen. Die Bandbreite dazwischen ist groß, und das finde ich gut so und sehe das völlig unproblematisch. Denn durch die Vielfalt der Serie und der Autoren ist im Serienverlauf für ausnahmslos jeden irgendwann etwas dabei.

Der Roman endet mit einem Cliffhanger … Band 3080 spielt auf Gatas, damit werden nach den Topsidern auch die Jülziish ihren Auftritt im zweiten Teil des Dyoversums haben.
Was war der Grund, dass ihr euch bei all der Menge an Völkern für die Topsider und die Jülziish entschieden habt?

Christoph: Die Topsider waren »sofort da«, als wir an die Arbeit gingen … und die Jülziish … ach, die Jülziish. Ich finde sie so herrlich unwahrscheinlich in Uschis und meiner Handlungsebene. Etwas, mit dem man nicht rechnen konnte. Das alle überrascht – einschließlich der Autoren.

Monti, du hast dich am Wochenende mit KNF und Hartmut getroffen … tease uns den nächsten Zyklus an …

Das Treffen mit Klaus Frick und Hartmut Kasper war wunderbar. Wir saßen draußen, es gab Schatten (wichtig bei diesen Temperaturen); ich bin stolz auf mich, weil ich dran dachte, Hartmut eine Flasche seines geliebten Malzbieres bereitzustellen (das Treffen fand bei mir zuhause statt) … Alkohol ist keiner geflossen, aber gefuttert haben wir gut. Und bis zum nächsten Mal übe ich noch, das Drumherumplaudernundnixverraten etwas spannender zu gestalten für Interviewfragen.

Uschi, Christoph, danke für eure Zeit.

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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Yenren_(Roman)

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Zehn Fragen an Uschi Zietsch und Christian Montillon zu ihrem Band 3078

Uschi Zietsch und Christian Montillon verraten im Interview mit Roman Schleifer, warum die Galaktische Tastung erst jetzt vorkam und ob die Figur Perry Rhodan Fehler rückgängig machen sollte.

Uschi, in deinem Panel der PERRY RHODAN ONLINE WOCHE hast du gesagt, dass du deine Wüsten-Urlaubserlebnisse in Heft 3078 ff eingebracht hast. Was ist für dich das tolle an Wüsten?

Das ist schwer zu beschreiben, man muss es erlebt haben. Diese grandiose Weite und Stille, dieses – scheinbare – Nichts. Du wirst reduziert auf ein Minimum – das Überleben. An oberster Stelle steht Wasser. Du musst viele Regeln verinnerlichen, und ein winziger Fehler kann dich das Leben kosten. Alles Geld und alle Macht der Welt nützen dir hier gar nichts, du bist ein Nichts, die Wüste ist Alles. Wie im Film kommst du an Skeletten von Kamelen vorbei, die halb im Sand vergraben liegen oder offen in der Steppe, die dir deine Sterblichkeit bewusst machen. Die Wüste sieht leblos aus, aber das ist sie nicht, und vieles davon ist giftig. Es gibt so gut wie keine Orientierungspunkte, und wenn du sie gefunden hast, können sie eine Fata Morgana sein. Und nachts, wenn du in der Einöde bist, hast du 360-Grad-Sicht auf den Himmel. Du sitzt auf einem Teller und die Glocke des unglaublich klaren, sternenreichen Himmels wölbt sich über dir. Ich könnte noch lange so weitermachen 🙂

Was war da dein emotionales Highlight?

Die letzte Nacht, als wir in der schrecklichen Einöde waren, dieser Sternenhimmel. Diese Stille. Die Kamele um mich, die anderen in den Zelten. Kein künstliches Licht, kein Mond, kein sonstiges Geräusch. Es ist alles völlig bedeutungslos. Nur ich und der Himmel. Ein Stück von meinem Herzen ist immer noch dort.

Darf ich davon ausgehen, dass du den Wüstenteil jeweils komplett und du, Christian, die andere Ebene geschrieben hast? War die Aufteilung aufgrund deiner Urlaubserlebnisse quasi vorgegeben?

Ja, die Handlung konnte sehr gut aufgeteilt werden, sodass wir parallel schreiben konnten. Der Wüstenteil war schon geplant, noch bevor ich davon wusste. Christian und Wim hingegen wussten nichts von meinen Erfahrungen. Aber dann war die Aufteilung natürlich klar und ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut.

Kam die Idee der Wüstenhandlung von dir?

Nein, die bestand wie gesagt schon lange, da kann Christian sicher noch was dazu sagen.

Ergänzung Christian: Das war einfach einer dieser »glücklichen Zufälle«. Wim und ich haben das so geplant, das Wüstenvolk skizziert. Ich weiß noch, wie Uschi mir dann ganz begeistert zurückmailte, wie gut das passt. Wunderbar!

Zitat: »Die Gründe für einen Krieg waren zumeist absurd und die Konflikte meist auf friedliche Weise lösbar.«
Angenommen es gibt Außerirdische … denkt ihr, das ist eine universelle Konstante?

Uschi: Außerirdisches Leben können wir uns gar nicht vorstellen, und wir Menschen sind auf relativ niedrigem geistigem Niveau, nach wie vor geleitet von Instinkten und Hormonen und wenig verstandesbewusst. Sicherlich gehört Selektion und Anpassung universell zur Evolution, aber den Status kann man als bewusstes Leben mit höherer Entwicklung hinter sich lassen. Der Spruch trifft sicherlich universell zu, aber als Konstante … hoffe ich nicht.

Christian: Das ist eine sehr philosophische Frage. Ich geb mal eine literarische Antwort, bzw. einen »literarischen Link«. Neulich hab ich sehr alte SF gelesen – C. S. Lewis, »Jenseits des schweigenden Sterns«.
Ein dünnes Büchlein, sehr gehaltvoll, sehr gut, aus der Anfangszeit der SF, und damals ein krasser Gegenentwurf zu der SF, die es bereits gab. Man vergleiche mal »Krieg der Welten« mit diesem C. S. Lewis-Buch (das den Auftakt einer Trilogie bildet).

Christian, die Galaktische Tastung wurde in den ersten beiden Vierteilern nicht angesprochen. Was war der Grund?

Es gab vorher genügend Themen, die behandelt und vorgestellt werden mussten. Auf diese kosmischere Ebene wollten wir bewusst eben erst jetzt gehen. Vorher gab es nur Andeutungen, dass es eine kosmischere Ebene geben könnte, und mit der Tastung kommen wir dem nahe.

Zitat: »Die erste Voraussetzung eines Soldaten: Er musste die Oberfläche ertragen lernen.«
Uschi, Christian, was ist die erste Voraussetzung für einen Autor?

Uschi: Geduld und Ausdauer.

Christian: Kreativität und Fleiß. Oder, wie Thomas Mann gesagt hat (aus dem Gedächtnis zitiert): »Ein Schriftsteller ist ein Mensch, dem Schreiben schwerer fällt als anderen.«

Rhodan sieht den Ort, den er mit den wenigsten Menschen teilt. Da er nicht verraten wird … welches ist dieser Ort für Perry?
Und was ist es für euch?

Uschi: Mein Zuhause.

Christian: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dir im Interview verrate, was ich im Roman so raffiniert verborgen hab. Und was meinen Ort angeht … den teile ich mit den wenigsten Menschen. Ätsch.

Zitat: »…obwohl sie nicht noch einmal jung sein wollte.«
Wenn Perry wieder jung wäre – was würde er nicht mehr machen?

Uschi: Das ist die Frage, die man sich immer stellt, wenn man Rückschau hält und sich fragt, was man anders machen würde, wenn man wieder jung wäre, versetzt in die damalige Zeit, aber mit all dem Wissen der Zukunft.
Ich glaube ganz ehrlich, dass es keine Antwort darauf gibt. Denn das Problem an Perrys Stelle ist: Wenn ich etwas ändere, welche Konsequenzen und möglicherweise Katastrophen hätte das zur Folge?
Ich denke da an die Star Trek: Next Generation-Folge, als Picard durch Q die Chance bekommt, dem Bar-Streit aus dem Weg zu gehen, der ihn das Herz gekostet hat. Anschließend erlebt er sein darauf folgendes Leben im Zeitraffer, und es stellt sich heraus, dass er keine Karriere macht, weil er ein ewiger Zauderer bleibt.
Aber spinnen wir den Faden weiter, wenn beispielsweise Perry einem Konflikt ausweicht: Welche Konsequenzen hat das dann nicht nur für ihn, sondern für den Konflikt selbst? Ist jemand an seiner Stelle da, der ihn bewältigen kann?
Alle Entscheidungen machen uns zu dem, der wir sind – und haben ebenso Einfluss auf unsere Zeitgeschichte. Korrekturen in der Vergangenheit bedeuten, dass eine andere Zeitlinie aus der Wahrscheinlichkeit geholt wird und in Kraft tritt. Nichts wird mehr sein, wie es war.
Also ist gar nicht gesagt, dass man überhaupt in der Lage ist, Fehler zu »korrigieren«.

Uschi, am PR-Online Stammtisch Wien hast du angedeutet, dass man eigentlich wissen müsste, auf wen Perry im Dyoversum nach den Topsider trifft. Jetzt bin ich nach Band 3078 und dem Hinweis »Staubfürsten« immer noch nicht klüger. Gib mir einen zusätzlichen Hinweis.

Sieht man doch schon auf dem Cover von 3080 🙂 (Und dabei bleibt es nicht!)

Das ist offiziell noch nicht online …

 Im PR-Forum schon 😀

Wer gespoilert werden will, klickt hier:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=88&t=12323

Uschi, Christian, danke für eure Zeit.

 

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Hier zur Heftzusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Pluto_(Roman)

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12330

Sieben Fragen an Uwe Anton zu seinem Band 3075

Uwe Anton spoilert im Interview mit Roman Schleifer und verrät, wie er sich eingefrorene Gedanken vorstellt.

In Band 3075 wird wieder fleißig aus dem Pranaat zitiert. Wurde es von dir entwickelt?

Die Ausgangsidee der identitätsstiftenden Erzählung stammt aus dem Exposé. Bei einem Telefonat mit einem meiner Testleser wurde mir klar, wie wenig Hintergrund über dieses Volk bekannt ist. Das ist für einen langjährigen RHODAN-Autor natürlich faszinierend. Von dem Testleser habe ich dann viele Vorschläge für die Pra-Themen erhalten. Sehr geholfen hat auch ein kleines Datenblatt zum Exposé, das zur Grundlage der Pras wurde – und zugleich mit vielen Falschmeldungen in verstreuten Romanen aufräumte. Einige Gedanken stammen, natürlich transformiert auf Naats, aus Religions- und Philosophieschriften. (Ich lese gerade Richard David Precht.) Und besonderen Spaß hat es gemacht, einen Roman von Leo zur Grundlage eines Pras zu machen!

Zitat: »Ich empfange die Gedanken des Naats. Aber sie stehen völlig still. Genau wie der Körper.« Ich versuche mir gerade vorzustellen, was stillstehende Gedanken sind und wie das eine Telepathin wahrnimmt …?

Ich halte das für ein Bild, mit dem jeder Leser etwas anfangen kann. In meiner Jugend gab es noch Radios mit Elektronenröhren (!), und wenn da kein Sender eingestellt war, summte oder rauschte es trotzdem vernehmlich. Warum sollte das bei der Telepathie anders sein? Und stillstehende Gedanken in stillstehenden Körpern? Begegnest du nicht auch ab und zu draußen auf der Straße Leuten, bei denen genau das der Fall zu sein scheint? Da steht jemand reglos da und denkt: »Wo gibt es hier Fischbeuschelsuppe? Wo gibt es hier Fischbeuschelsuppe? Wo gibt es hier …«

Dancer und Schlafner erleben auch weiterhin die Kultur der Naats aus erster Hand …

Du solltest berücksichtigen, dass sie von einem arkonidischen Militärschiff aus in Einsatz gehen. Da sind die Informationsspeicher nicht von terranischer Sensibilität gegenüber fremden Völkern mit ungewohnter Hautfarbe geprägt.

Zitat: „Vielleicht lag es an der menschlichen Neugier, die ausgeprägter als die der Antis war. Es gab ein Geheimnis zu ergründen, und diesem Reiz konnte sie nicht widerstehen.“ Bei welchem Geheimnis im RHODAN-Universum würdest du widerstehen?

Bei keinem. Es gibt aber gewisse Themen, bei denen ich Zurückhaltung üben muss. Etwa interracial sex mit Naats.

Markul agh Fermi ist noch immer wütend, weil die Naats ihn in Gefangenschaft nicht wie einen Kommandanten behandelt haben. Ich dachte, in PERRY RHODAN würden alle gleich behandelt?

Auch für jeden anderen Gefangenen wäre das Einsammeln verwester Fische eine besondere Diskriminierung, die nicht von den galaktischen Grundrechten abgedeckt ist. Das würde unter olfaktorische Folter fallen. Aber vielleicht hält die Naat-Regierung diese Rechte für sich selbst nicht für verbindlich. Oder das Einsammeln verwester Fische ist völlig normal für sie, und sie denkt sich einfach nichts dabei.

Caral Youngs Blicke in die Zukunft bewahrheiten sich. Haben wir in PERRY RHODAN also ein deterministisches Weltbild? Das würde THEZ widersprechen, der sogar nachträglich alles verändern wollte und verändert hat.

Ein heikles Thema, das die gesamte Serie, aber auch einen Großteil der Science Fiction an sich durchzieht. Aber die Signatin schaut nur kurze Zeit voraus, und da sind solche Aussagen auch unserer bisherigen Erfahrung nach ziemlich sicher zu treffen. Wenn dir ein Weinglas aus der Hand fällt, kannst du auch schon den zukünftigen Aufprall und die Folgen vorhersehen. Wenn es noch voll war: weniger Wein. Aber ein deterministisches Weltbild? Eher nicht. Als ich den Roman schrieb, war Gucky zum Beispiel bis in den Vortext noch richtig tot. Online sieht das ja ganz anders aus …

Die Cairaner versetzen das Sternenrad, sprich ein ganzes Sonnensystem. Wird noch erklärt, welche Technik dahintersteckt?

Davon kannst du ausgehen. Oder hast du den Eindruck, so eine außergewöhnliche Technik sei in PERRY RHODAN mal nicht genügend erklärt worden?
Ich vermute mal, dass man schon bald den ersten Erkundungstrupp in das System schicken wird. Vertrau mir einfach, wenn ich hier verrate, dass sich dabei ein junger, von Icho Tolot ausgebildeter Haluter auszeichnen wird …

Uwe, danke für deine Zeit.

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Heftzusammenfassung in der perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Die_Warnung_der_Signatin

Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12283

Vierzehn Fragen an Uwe Anton zu seinem Band 3074

Uwe Anton verrät, womit ihn seine Autorenkollegen bei der Figur Perry Rhodan überraschen könnten und wie er den Aufschrei der Leser nach Guckys »Tod« empfunden hat.

Die Akonen wollen nicht, dass die Etappenhöfe vernichtet werden. Äh … die Cairaner haben sie sich unter den Nagel gerissen. Kann den Akonen ja gleichgültig sein …

Die Akonen sind verantwortungsvolle Milchstraßen-Mitbewohner. Sie umtreibt die Sorge, dass dieses Beförderungsmittel für die Milchstraßenvölker verloren geht. Außerdem werden sie stinksauer sein, die Höfe verloren zu haben, und wollen sie zurückbekommen, um ihre Machtposition nicht endgültig zu verlieren.

Die Báalols werden von den Cairanern als das nächste Volk bezeichnet – präzisiere das doch bitte.

Das wäre kontraproduktiv. Wir werden wohl oder übel noch etwas warten müssen, bevor wir endgültig Klarheit bekommen, was damit gemeint ist.

Zitat: »Aber ein Einnähen in Naatleichen hätte auch was gehabt!« Hättest du das KNF gegenüber durchgebracht?

Dancer und Schlafner diskutieren hier mit dem De-Keon’athor eine theoretische Möglichkeit, die dieser ablehnt. Das heißt aber nicht, dass Markul agh Fermi eine Tarnidentität von Klaus N. Frick ist. Du müsstest ihn schon selbst fragen, ob er diese rigorose Methode gebilligt hätte. Aber meines Erachtens kann ein wenig Realismus in PERRY RHODAN nicht schaden.

Zitat: »Eine erste Hochkultur der Naats […] war lange vor der Ankunft der Arkoniden durch ein fremdes Raumfahrervolk zerschlagen worden, über das jedoch nur sehr wenig bekannt war.« Hast du dafür eine Quelle? Auf der PP habe ich nichts gefunden …

Ja. Das Pranaat.

Die Arkoniden haben die Naats ja »freigegeben« aufgrund der Wandlung des arkonidischen Selbstverständnisses. Hältst du das wirklich für realistisch? Gerade die Arkoniden mit ihrem Standesdünkel …?

Markul agh Fermi stellt eindeutig klar, dass die Arkoniden die Naats »in die Freiheit hatten entlassen müssen«. Aus sich heraus, aus eigenem Antrieb hätten sie das sicher nicht getan. Aber für diese Frage bin ich der falsche Ansprechpartner. Zu dieser Zeit haben andere Personen die galaktische Geschichte geschrieben.

Schlafner und Dancer gehen ziemlich unvorbereitet in den Einsatz. Sie wissen nicht die einfachsten Dinge über die Naats. Wieso sind sie derart fahrlässig?

»Fahrlässig« ist wohl der falsche Ausdruck. Über die Naats ist auch heutzutage nicht viel bekannt, sie werden gerade mal in einem Dutzend Romane erwähnt. Außerdem: Wie, bitte schön, hätte ich das anders handhaben sollen? Hätten Dancer und Schlafner zu Anfang des Romans die Geschichte der Naats rekapitulieren sollen? Sozusagen ein Perrypedia-Kapitel? Stinklangweilig. Da finde ich es doch wesentlich interessanter, wenn sie alles Wissenswerte über dieses Völkchen aus erster Hand erfahren. Das ist doch viel bunter, schillernder. Dancer und Schlafner sind neugierige junge Mutanten, die solch ein Wissen geradezu aufsaugen, keine dreitausend Jahre alten Alleskönner. Oder Töter.

Wurde das Pranaat von dir entwickelt?

Ich habe einen Spezialisten für die frühe, mittlere und späte Naatkultur hinzugezogen, der umfangreiche Recherchen betrieben hat und zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen gelangt ist. Ohne sein Mitwirken wäre der Roman ein ganz anderer geworden, ich erwähne da nur das Smöcklaaf. Nochmals vielen Dank!

Dancer gesteht sich in Bezug auf die Naats Schubladendenken ein. Hand aufs Herz: Welches Schubladendenken hast du in Bezug auf die Figur Perry Rhodan?

Perry Rhodan ist mir sehr vertraut, ich habe da keine Berührungsängste. Viel interessanter war für mich die Frage, welches Schubladendenken ich in Bezug auf die Naats hatte und wie ich dagegen anschreiben konnte. Da war das Pranaat sehr, sehr hilfreich.

Womit könnte dich einer deiner Kollegen bei der Figur Perry Rhodan überraschen?

Indem er schildert, wie Perry Rhodan Sichu Dorksteiger und Gucky im Bett überrascht. Hmm … gute Idee. Muss mal mit Klaus Frick sprechen …

Wieso hast du die Tennisplätze gewählt? Inwieweit symbolisieren sie für dich die Bleisphäre?

Ich konnte doch nicht schon wieder Fußball nehmen … 🙂
Um ehrlich zu sein, das war eine Exposé-Vorgabe, und ich habe mich unter großen Mühen in die Feinheiten dieses Sports einarbeiten müssen. Es hat unglaublichen Spaß gemacht, solch eine surreale Welt zu beschreiben. Philip K. Dick lässt grüßen!

Den Ereignishorizont als Datenträger zu nutzen, finde ich eine richtig geile Idee. Stammt sie von Verena?

Nein, vom Messingimperium.

Guckys »Tod« hat einen Aufschrei einiger Leser provoziert. Wie hast du das empfunden?

Nicht so hart wie die meisten Leser, ich wusste ja, wie der Mausbiber wirklich läuft. Aber Gucky hat mich sozialisiert. Er war vom ersten RHODAN-Band an, den ich las, mein Liebling. In meinem Bücherzimmer stehen drei Plüschmausbiber, und ich schreibe unglaublich gern über den kleinen Kerl. Es hätte mich schwer getroffen, wäre er wirklich aus der Serie geschrieben worden. Aber das wird nie passieren! Er ist neben Perry und Atlan eins der drei RHODAN-Trademarks des Verlags! Hmm … andererseits habe ich mal einen Tekener-Roman geschrieben, in dem es ihm wirklich, wirklich schlecht erging, und zwei Bände später wurde er dann tatsächlich gemeuchelt. Aber ich will jetzt keine Pferde vor der Apotheke scheu machen, die sind anderweitig beschäftigt …

Du hast dir fast alle Programmpunkte der PERRY RHODAN ONLINE WOCHE angesehen. Wie war dieses neue Format für dich?

Das war schon eine interessante neue Erfahrung. Es geht zwar nichts über einen persönlichen Kontakt bei einem leckeren Zwiebelrostbraten und einem Glaserl Wein, aber in diesen Seuchenzeiten ist das ja schlecht möglich. Da scheint so eine Online-Woche tatsächlich die beste Alternative zu sein.
Jedenfalls hat es mir einen Heidenspaß gemacht, mich mit meinen Lesern und Kollegen »von Angesicht zu Angesicht« auszutauschen, über Perry Rhodan, das Ableben eines gewissen Mausbibers und Gott und die Welt zu plaudern, alte Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen. Da muss man sich den Rostbraten eben dazu denken.

Hat es Potenzial?

Auf jeden Fall. Es würde mich freuen, wenn es bald mal erneut zu so einem Online-Tag kommen würde, es muss ja nicht gleich eine ganze Woche sein … Ich bin dabei!

Uwe, danke für deine Zeit.

 

Hier geht’s zum E-Book, zur Lese- und Hörprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360744/perry-rhodan-3074-der-imaginare-imperator-von-uwe-anton-e-book-epub

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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Der_imagin%C3%A4re_Imperator

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12268

Zwölf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3073

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, wie er den Aufschrei nach »Guckys Tod« sieht und wie er Raumfahrer einschätzt.

Nach dem Sturm der Entrüstung, ausgelöst durch Guckys Tod, hat Hartmut auf der PR-Homepage zwei Fehler eingestanden.
Wie siehst du die ganze Aufregung um Gucky?

Entspannt.
Ich hab damit gerechnet, dass ein bißl was auf uns zukommt. Ich find diese Bindung der Leser an die Serie bzw. Figuren ja auch ungemein schön. Spricht das nicht auch für die Leser und deren humanitäre Einstellung, dass ausgerechnet ein Alien derart starke Emotionen hervorruft?

Bislang ging jeder davon aus, dass die Wucht des Aufschreis Hartmut zu der Klarstellung veranlasst hat. Was, so frage ich mich, wenn Hartmut, immerhin ein grandioser Geschichtenerzähler, wiederum nur eine Geschichte erzählt? Wenn er Fiktion und Realität zu einer Story verwoben hat, die erst in ein paar Wochen im RHODAN-Kosmos aufgeklärt wird.

Hartmut und Christoph ist alles zuzutrauen. Richtig.

Du streust in deinem Band anfangs Zweifel am Tod Guckys, nur um ihn am Ende zu bestätigen.

Wenn du das so siehst, dann ist mein Plan aufgegangen.

Du hast die Welt aus Band 3073 selbst geschaffen. Wie wichtig ist dir Freiraum in den Romanen?

Prinzipiell: sehr.
Aber so viel Freiraum wie in PERRY RHODAN 3073 kann’s nicht immer geben. Ich sitze zum Beispiel grad an einem Manuskript innerhalb eines Handlungsstrangs, an dem mehrere Autoren arbeiten. Da müssen wir uns gut abstimmen. Autor A sollte die Handlungswelt nicht anders als Autor B, C, D und E beschreiben.
Die »Grüne Welt« durfte ich sozusagen allein in Beschlag nehmen – und diese Freiheit hab ich auch ausgenutzt.

Zitat: »Vermutlich entwickelten sich auf den terranischen Schiffen mehr Mythen als auf den jeweiligen Mutterwelten.«
Was ist der Grund, dass Raumfahrer so ein seltsames Völkchen sind?

Sie sind oftmals Reisende ins Unbekannte. Wesen, die von dem angelockt werden, was sich sozusagen hinter dem nächsten Berg befindet. Dieser Forschungs- und Entdeckergeist ist natürlich ein ganz ein spannendes Element in der SF.

Dann gibt’s natürlich auch die Möglichkeit, einen Raumfahrer als Routinemenschen zu zeichnen, der seinen langweiligen Job als Kommandant einer Raumfähre verrichtet. Er schippert tagaus, tagein zwischen Welt X und Y hin und her – und wird plötzlich durch ein unvorhersehbares Ereignis aus der Bahn/aus seinem Leben geworfen. Er muss über sich hinauswachsen, um ein Abenteuer lebend zu überstehen.

Als dritte Möglichkeit fällt mir die Idee des „menschlichen Strandguts“ ein. Das sind Wesen, die ziellos umherreisen wie Vagabunden, schon Hunderte Sonnen gesehen haben, bindungslos sind und die nichts mehr erschüttern kann. Glauben sie zumindest, bis …

Das sind jetzt bloß mal drei Zugänge, um die Faszination Raumfahrt anhand von persönlichen Schicksalen zu erzählen. Es gibt unzählige weitere. Und wenn man einen Vergleich ziehen möchte: Dieselbe Faszination üben auch Geschichten über Seefahrer, Piraten mit Hakenhänden, Halsabschneider, wagemutige Kapitäne, in den Wanten hängende Matrosen, Walfänger, schleimige und besoffene Kajütenchefs auf uns Leser aus.

Dein Schreibstil war diesmal sehr locker, der Band hat dir Spaß gemacht, richtig?

Ja.
Aber das tut es eigentlich immer. Ich mag zwar während der Arbeit jammern – aber ohne Freude am Job könnt ich nicht schreiben.

Gefühlt wird in dem Zyklus in Einzelheften Faszinierendes beschrieben, aber dann nicht weiterverfolgt. Wird der Wächter samt seinem Herkunftsvolk Chenester noch eine Rolle spielen?

Dieser Wächter steht für etwas. Und diesem Etwas werden wir wohl wiederbegegnen.

Zitat: »Wir müssen nicht alles wissen.«
Einspruch, mein Lieber, Einspruch!

Ich finde, dass der Mut zur Lücke ein ganz wichtiges Element beim seriellen Erzählen ist. Eine jede Lücke ist eine potenzielle Geschichte. Und das hält die Neugierde hoch, fixt die Leser an. 🙂

Die Terraner zerstören einen Nashadaan – Zeminas wird es wohl nicht gewesen sein. Treiben sich also noch Thesanit in der Milchstraße herum?

Zemina steht derzeit nicht zur Verfügung, ich kann sie also nicht zu diesem Thema befragen.

Zitat: »Wir müssen auf jeden Fall Zemina Paaths Rolle hinterfragen …«
Wieso?

Weil ich ihr nicht traue. Keinen Millimeter weit.

Danke für das gelungene Gucky-Begräbnis. Hand aufs Herz: Wäre der Ilt wirklich tot – hättest du beim Schreiben geweint?

Ich gebe zu: Ich hatte beim Schreiben feuchte Augen.

Du bist am Mittwoch, den 15.7.2020 zu Gast bei der PERRY RHODAN ONLINE WOCHE (BTW: Teilnahmeanmeldung unter https://www.proc.org/perry-rhodan-online-woche/programm/). Du wirst da ein spezielles Projekt von dir vorstellen. Magst du uns spoilern?

Es hat mit einem meiner liebsten Hobbys zu tun, mit dem Motorradfahren. Das habe ich bereits mehr oder weniger plump angedeutet. Und es geht bei diesem Projekt auch um PERRY RHODAN. Wie diese beiden Dinge zusammenpassen – darüber möchte ich kommenden Mittwoch plaudern.

Michi, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum E-Book, zur Lese- und Hörprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Auf_der_gr%C3%BCnen_Welt

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12237

Fünfzehn Fragen an Michelle Stern zu ihrem Band 3070

Michelle Stern verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob sie Gucky aus der Serie schreiben würde und wie das Buch »Grundformen der Angst« in die RHODAN-Romane einfließt.



Michelle, du schreibst einen Doppelroman. Was ist einfacher: ein Einzel- oder ein Doppelroman?

Das ist für mich ganz verschieden. Wenn die Romane wirklich eng zusammenhängen, kann ein Doppelroman einfacher sein. Oft bedeutet ein Doppelroman jedoch zwei eher verschiedene Handlungen. Dann kommt der Zeitfaktor dazu. Da kann es leichter sein, Zeit zu haben für einen Roman. Der nächste Roman hat ja dann eben nur eine Woche Zeit, man (oder frau) muss sich also entsprechend die Zeit vorher einteilen.

Und wie ist es zu dem Doppelroman gekommen?

In diesem Fall hat der Autor, der den Roman eigentlich schreiben wollte, ihn aus Zeitgründen zurückgegeben. Soweit ich weiß, betreut dieser Autor unter anderem SOL II. Ich hatte keinen Kontakt mit Kai Hirdt, aber ich nehme an, er hatte entsprechend genug zu tun und wollte lieber ein wenig Luft haben, sich darauf zu konzentrieren.

Die Asaran werden von den Cairanern unterstützt und zeitgleich haben sie einen losen Kooperationsvertrag mit der Lemurischen Allianz. 
Wie passt das zusammen? 

Frag mich mal nach Politik :-).
Das Gefüge ist wohl insgesamt recht fragil. Es gab ja keinen offenen Krieg zwischen Cairanern und der Lemurischen Allianz.

Die Kristallprinzessin sagt mit »Rekh-Zayna« eine der übelsten Beleidigungen, die sie kennt. In der Perrypedia habe ich nichts gefunden – bitte übersetze für uns. 

Ich würde darunter einen im Empfinden von Mitgefühl extrem eingeschränkten Arkoniden oder eben Tomopaten verstehen, um es höflich auszudrücken. Da es arkonidisch ist, könnte es einen Hauch von Ehrlosigkeit enthalten, ebenso wie das Wort an sich schon tiefe Verachtung ausdrückt.

Zitat: »Gib acht, dass dein Vertrauen deinem kleinen Freund nicht zu viel aufbürdet. Auch er ist nicht unverwundbar oder unfehlbar. Opfere ihn nicht für …«
Da Gucky gemeint ist und Band 3072 »Der Ilt muss sterben« heißt und es verschiedene Aussagen von PR-Autoren gibt, die das Schlimmste befürchten lassen: Falls Gucky in Band 3072 stirbt, könnte das das Ende der Serie sein, weil tausende Leser wutentbrannt den Kauf der Hefte einstellen?

Warten wir einfach Band 3072 ab.

Könntest du es übers Herz bringen und die Autorin sein, die Gucky aus der Serie schreibt?

Kommt darauf an. Und nein, ich will mich nicht darüber auslassen, worauf.

Du schreibst aus der Innensicht eines Tomopaten. Wie denkt man sich in ein Wesen mit dieser lebensverachtenden Einstellung hinein? Wie tief steckst du dann in diesen Vorstellungen und Lebenseinstellungen drinnen?

Es gibt ein Buch, das wohl auch Rainer Schorm und oder Rüdiger Schäfer ganz gern mögen – ich las letztens ein NEO-Expo und eine Charakterbeschreibung, die nahezu eins zu eins daraus geschöpft hat – und dieses Buch ist da durchaus hilfreich. Der Titel lautet »Grundformen der Angst«.
Es wirbt mit dem Slogan: »Wenn jeder jedes vom anderen wüsste …« Ich führe mal sinngemäß weiter: … dann könnten wir eben besser verstehen und eventuell auch verzeihen, wo es etwas zu verzeihen gibt. Jedenfalls ist der Name Programm und hier wird sehr schön geschildert, wie ein sogenannter schizoider Charakter mit einer hohen Eigendrehung funktioniert und was seine Hauptangst ist. Charakteristisch ist Gefühlskälte. Du erschießt jemanden und behauptest, der Grund sei, es war eben Montag. Das ist schizoide. Für mich sind genau das die Tomopaten.

Gucky wirft Atlan vor, es zu lieben, im Zentrum des Geschehens zu stehen. Stimmst du dem Ilt zu?

Nicht unbedingt. Ich denke Gucky neckt seine Freunde auch gern, fordert sie heraus und ja, Atlan ist es sicher gewohnt, im Rampenlicht zu stehen. Inwiefern er eine Hassliebe dazu haben mag, sei einmal dahingestellt. Auf jeden Fall ist Atlan niemand, der sich aus der Verantwortung stiehlt.

Manche Figurennamen haben persönliche Bezüge. Wie ist es mit Jothan Ondroski und Mauran Fassler? 

Diese Namen standen genau so im Expo. Das müsstest du die Exposéautoren fragen, ob es da persönliche Bezüge gibt.

Zitat Atlan: »Im Ernstfall wird Gucky zuerst Jasmyne und mich aus der Gefahrenzone bringen.«
Da war ich irritiert. Der Arkonidenprinz bringt sich doch zuletzt und nicht vor seinen Leuten in Sicherheit …

Das stand auch so im Exposé, und ist dem geschuldet, dass Atlan ja ein Ziel von Attacken ist. Die Cairaner wollen ihn in die Hände bekommen und er wollte die Nerven aller beruhigen, die ihn zuerst in Sicherheit sehen wollten. 

 Atlan zitiert die Thesan, die ausgesagt hat, dass die Cairaner den Posizid ausgelöst haben. Anfangs war Atlan ihr gegenüber skeptisch. Was war der Auslöser, dass sich das gewandelt hat? 

Ich denke, Atlan ist der Thesan gegenüber nach wie vor skeptisch. Den Cairanern gegenüber jedoch erst recht. Dazu kommt, dass es mir als Autorin wirklich schwerfällt, mir jede Bemerkung und jede Wendung in Atlans Gedanken aus den Romanen zu merken. Was er also genau zuletzt in Bezug auf Paath und die Cairaner gedacht hat und wie stark sein Misstrauen ausgeprägt war. Da verlasse ich mich einfach auf das Exposé und hoffe, dass die Angaben dort stimmen. Und das war eben eine solche Exposévorgabe.

Zitat Atlan: »Jeder, der ihn hat (Anm: einen ZAC), bereut es irgendwann, aber ich will nicht undankbar erscheinen.«
Was bereut Atlan an seinem 20.000 Jahre währenden Leben?

Ich denke, dass es Atlan manchmal schon schwer fällt gerade in Bezug auf Beziehungen. Manchmal hat er sich ja eben auch enger gebunden, um diesen Beziehungen gerecht zu werden, und damit klar zu kommen, dass er das eben manchmal gar nicht kann, das ist auch für ihn eine Herausforderung.
Man lernt jemanden kennen und lieben – und muss ihn quasi aus der Sicht eines extrem Langlebigen bald wieder gehen lassen. Sicher gibt es Momente, die ewig währen und man kann vieles in einer Art Anfängergeist immer wieder neu erleben. Dennoch muss es nicht einfach sein. Ich jedenfalls stelle mir diese Art von Quasi-Unsterblichkeit während alle anderen um einen herum sterben, ohne dass man das verhindern kann, nicht immer als Geschenk vor.

Wie groß wäre die Versuchung, wenn du einen ZAC angeboten bekommen würdest? 

Ziemlich groß. Ich würde mir einbilden, dass ich ihn ja jederzeit ablegen und mein Ende selbst bestimmen könnte. Ob das dann wirklich so einfach wäre … Hm. Dazu gehört sehr viel Willenskraft, die Atlan ja bereits in den Jenzeitigen Landen bewiesen hat. Ob ich sie hätte? 

 Wenn du dich für die Unsterblichkeit bewerben würdest, welche Begründung würdest du mitliefern?

Um eine Sache oder besser ein Gebiet ausführlich lernen/ergründen zu können, in aller Ruhe, um dann mein Wissen weiterzugeben.

Im Galaktischen Forum wird moniert, dass die Kampfkraft von Robotern und Lebewesen immer wieder anders geschildert wird. In deinem Band heißt es an einer Stelle, dass Tomopaten sogar Halutern gefährlich werden können, an anderer Stelle hätte der Tomopat den Kampf mit einer Epsalerin nicht mehr lange durchgehalten.
Braucht es ein internes Datenblatt, wer wem überlegen ist? 

Ich denke, das hängt eben auch von der Situation ab und den Waffen und Mitteln die eingesetzt werden. Ein gerade frisch paralysierter Oxtorner wird anders kämpfen als einer im Vollbesitz seiner Kräfte. Tatsächlich hätte ich allerdings schon eine ganz konkrete Beschreibung, wie nun so ein Tomopat mit seinen Armen so gefährlich sein kann, hilfreich gefunden. Ein Haluter hat ja nun mal eine sehr große Masse und wenn er strukturverhärtet, dürfte es auch einem Tomopatenarm schwerfallen, da durchzukommen.
Dann gibt es SERUNS und Schutzschirme. Der Tomopat und die Epsalerin sind ja nicht »nackt« gegeneinander angetreten.
Ich persönlich finde es nicht so hilfreich, zu wissen, wer wem überlegen ist, wenn ich nicht weiß, warum. Ich würde gern wissen, wie genau es funktioniert. Nur das sprengt eben auch den Rahmen.
Es gibt bei PERRY RHODAN schon unglaublich lange Exposés und Datenblätter. Wenn ich dann wieder ein Exposé vor mir habe, das quasi ein Drittel Roman ist, fände ich den Ruf nach noch mehr Daten nicht hilfreich. Wie du dir denken kannst, übertreibe ich ein wenig, das ist typisch für’s Schreiben ;-).
Ich hoffe, das war hilfreich.

Michelle, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum E-Book, zur Lese- und Hörprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Die_Physik_des_Friedens

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PS: PERRY RHODAN ONLINE WOCHE – 13. bis 19. Juli 2020

Fünfzehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3067

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob Band 3067 unter den Begriff »Lückenfüller« einzuordnen ist und warum er nun auch auf Instagram ist.

Michael, 3067 hat Überlänge. Wieso hast du nicht gekürzt?

Oh, ich habe gekürzt, und zwar kräftig. Irgendwas zwischen zwölf und 15 Prozent des Rohtextes. Was jetzt noch drin steht, habe ich als wichtig erachtet.

Wäre ja eigentlich dein Job, so zu liefern, dass alle Beilagen auch ins Heft passen …

Haben Beilagen gefehlt?
Sorry, das hab ich gar nicht mitbekommen. (Ich hab die Belegexemplare noch nicht erhalten.)

Du kennst die Völker der Milchstraße. Wieso haben sich die Cairaner nur auf die Blues und Terraner bei ihren Planspielen konzentriert?

Wir durchschauen die Motivation der Cairaner (noch) nicht zur Gänze. Es mag ja z.B. sein, dass sie Blues und Terraner vor x hundert Jahren als jene Völker erachteten, die ihnen am ehesten gefährlich werden konnten. Vielleicht gibt es in anderen Teilen der Villanova-Galaxie Planeten, auf denen Versuche mit Arkoniden und Aarus stattfinden?

Zitat: »Nichts war so aussagekräftig wie der Tratsch in einer Zentrale, solange der Schiffskommandant nicht anwesend war.«
Erzähl uns doch drei Highlights vom Tratsch auf der letzten Autorenkonferenz in Abwesenheit von KNF.

Geht leider nicht, weil Klaus IMMER anwesend war. Er kennt seine Pappenheimer und weiß, was für Unsinn geplappert wird, sollte er mal zufällig nicht in der Nähe sein.

Der Roman gibt keine Antwort auf die Frage, wie die Cairaner zu den Genproben von Alaska, Riordan und Corello gekommen sind. Die letzten zwei sind vor Jahrtausenden verstorben, die Gensequenzen von ihnen auf Terra werden wohl gut bewacht sein. Wieso ist das offen geblieben?

Ich habe als Lösungsansatz für diese Frage angeboten, dass irgendwo Genproben eingelagert wurden. Ich glaube nicht, dass man sie ausreichend gut bewachen könnte. Überleg mal, wie geschickt sich die Cairaner über lange Zeit hinweg versteckt haben. Es wäre ihnen sicherlich möglich gewesen, das Genmaterial zu stehlen.

Abgesehen davon find ich es gut, da und dort Lücken in der Erzählung zu lassen. Das führt doch beim Leser zu weiteren Spekulationen: Waren die Cairaner etwa NOCH früher in der Milchstraße? Beherrschen sie Zeitreisen? Arbeiten sie mit jemandem zusammen, den wir noch nicht kennen und der Zugriff auf altes Genmaterial hatte? Gibt es Verräter auf Rudyn?

Und wird das im Zyklusverlauf noch thematisiert?

Ich sage mal ganz allgemein: Diese beiden Romane sind alles, nur keine Lückenfüller.

Wie stehst du eigentlich zum Thema Klonen? Sollte das erlaubt sein?

Da könnte ich jetzt die Vorteile und die Risiken der Klontechnologie einander gegenüberstellen. Prinzipiell machen mir die Konsequenzen Angst, die sich aus unserem stetig wachsenden Wissen zu diesem Thema ergeben. Aber: Klonen ist etwas, das die Natur vorgesehen hat und das es in Tier- sowie Pflanzenwelt gibt. Jungfernzeugung gibt es z.B. (ich zitiere aus einem Buch, das ich mir grad zu Gemüte führe) bei Fadenwürmern, Muschelkrebsen, Wasserflöhen, Asseln, Blattläusen, Bienen, Stabheuschrecken, Schlupfwespen, Schmetterlingen, Salamandern, Kärpflingsfischen etc.
Der Autor dieses Buchs kommt übrigens auch zu dem Schluss, dass Männer Luxusgeschöpfe sind, die eigentlich nicht gebraucht werden.

Annba hat im Zyklus nur ein einziges Mal aktiv eine Rolle gespielt. Wieso wurde eine Figur eingeführt, die nur da war und die dann in weiter Ferne entsorgt wird?

Wer sagt denn, dass seine Geschichte auserzählt ist?

Zitat: »Wenn es nach mir ginge, würde ich … das Qualitätskontrollzentrum zerstören. Aber diese Entscheidung darf niemals von einer Person allein getroffen werden.«
Im Dyoversum entscheidet Perry Rhodan viel allein, auch über die Köpfe der politischen Entscheidungsträger hinweg, die es dann nur noch abnicken. Wie stehst du zu so einem totalitären Verhalten?

Das ist ein Thema, das wir seit Band 1 der Serie haben. Wie kann Perry mehr oder weniger alleine darüber entscheiden, dass er die ungemein gefährliche Technologie der Arkoniden für seine Zwecke übernimmt? Wer sagt, dass seine Vorgehensweise die richtige ist?
Meine – etwas profane – Antwort ist: Weil er der Held ist. Weil wir als Leser darauf vertrauen, dass er mit den Mitteln, die er zur Verfügung gestellt bekommt und die er sich erarbeitet, das Richtige tut.

Uschi Zietsch und Christian Montillon haben den Dyoversums-Vierteiler geschrieben und mindestens ein weiterer wird folgen. Wie schade findest du, dass nur zwei Autoren diese Ebene unter sich aufteilen?

Gar nicht. Das kann für Kontinuität und Homogenität auf dieser Handlungsebene nur gut sein.

 Im Galaktischen Forum meinte ausgerechnet der User mit Nickname »Ronald Tekener«:
»Ich fand die Story der letzten beiden Romane total überflüssig, typische Lückenfüller.«
Wie gehst du mit so einer Kritik um?

Das ist eine Meinung, mit der ich leben muss. Es steht ihm natürlich zu, so zu urteilen.

Und was würdest du von Angesicht zu Angesicht entgegnen?

Genau dieses.
Ich ärgere mich natürlich, wenn ich negative Kritik erhalte. Ich bin auch nicht immun dagegen, ich bin ab und zu ziemlich gekränkt. Aber deswegen wollte ich niemandem seine Meinung verbieten. Niemals.

Ein anderer, Askosan, meint hingegen:
»Auch der Folgeroman von MMT ist durchaus unterhaltsam. Tolot & Co. agieren sehr souverän.«
Wie gehst du mit Lob um?

Ich habe – so bilde ich mir ein – gelernt, Lob richtig einzuschätzen. Ein Lob ist eine Momentaufnahme, etwas Flüchtiges. Etwas, über das ich mich natürlich freue. Aber was für mich als Autor wichtig ist, ist der Blick nach vorne. Auf den nächsten Text, den ich schreibe. Der soll halt auch so gut werden, dass ich wieder mehr Lob als negative Kritik bekomme. Diese Jagd nach bestmöglicher Leistung ist das Um und Auf in meinem Beruf.
Letztlich baue ich als PERRY-Autor über die Dauer meiner Karriere hinweg ein Gesamtwerk auf. Irgendwann einmal, wenn ich zurückschaue, möcht ich sagen können: »Das war ja gar ned so schlecht, was du da in den x Jahren deiner Zeit als Autor gemacht hast.«
Dieses Gesamtzeugnis möglichst positiv zu gestalten – das treibt mich an.

Du bist jetzt auch auf Instagram.
Was war der Auslöser und welche Fotos dürfen wir von dir dort erwarten?
 
Mein großes Geheimprojekt war der eigentliche Auslöser. Über dieses Projekt kann ich vermutlich Mitte Juli dieses Jahres mehr verraten. Es ist sehr bildintensiv, und da ist Instagram nun mal die geeignetste Plattform.
 
Derzeit experimentiere ich noch ein wenig mit den Motiven. Was kommt gut an, wie kann ich die Nutzer dieser Plattform für mich interessieren?
Momentan sieht’s so aus, dass ich mehrere Bilder zu einem Thema zusammenfasse und damit, über mehrere Tage verteilt, eine Art »Geschichte« erzähle.
Dieser Tage beschäftige ich mich zum Beispiel mit Illustratoren und Zeichnern, mit denen ich im Laufe meiner Autorenkarriere zusammengearbeitet habe. Mag sein, dass ich nächste Woche über das Feilen an Manuskripten erzähle und meine Arbeitsschritte darstelle. Oder dass ich NachwuchsautorInnen vorstelle. Oder Motive vom Bergwandern herzeige und schreibe, was mich daran so fasziniert …
Ich will mich momentan noch nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen lassen.

Ich bin ja für Fotos von den Expos und Vorabfotos von den Manuskripten. Erfüllst du mir diesen Wunsch (Immerhin hab ich in Bälde Geburtstag)?
 
Kann ich Dir gerne schicken, kein Problem. Bitte denk aber daran, dass ich dann dazu verpflichtet bin, Dich zu meucheln. Gerne auch an Deinem Geburtstag.
 
Michi, danke für deine Zeit.
 

Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3067

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Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3066

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer seine Gedanken zum Thema Rauschmittel bei PERRY RHODAN und ruft den No-Prize ins Leben.

Michael, bei RHODAN schlüpft man als Autor immer wieder in andere Lebewesen, die nicht unbedingt menschenähnlich sind. Diesmal durftest du eine Art »Hahn« beschreiben. Wie denkt man sich in einen Hahn hinein?

Das hört sich schwerer an, als es in Wirklichkeit ist. Steckt denn nicht in jedem von uns ein kleiner Hahn?
Aber im »Ernst«: Aliens, die wir beschreiben, sind stets menschenähnlich. Sonst könnten wir sie ja nicht aus ihrem Innenleben heraus schildern. Die Exotik entsteht durch eine leicht abgeänderte Begriffswelt. Für mehr ist bei PERRY nicht Platz.

Wir erfahren von Onker Dou, dass auf der RAS TSCHUBAI im Freizeitbereich Ogygia Rauschmittel illegal konsumiert werden. Wie kann das auf einem Raumschiff, noch dazu in einem öffentlich vom Bordrechner überwachten Bereich vorkommen?

Ich habe dieses Thema bereits mehrmals in PERRY-Romanen anklingen lassen. Ist es vorstellbar, dass in so einem Riesenkörper keine Drogen konsumiert werden? Werden Einsatzkräfte mit Hilfe von Drogen stimuliert? Was für Aufputschpräparate werden ihnen vom SERUN verabreicht, wenn es drauf ankommt? Wird etwa kein Alkohol mehr getrunken? – Ich glaube das alles nicht, und ich will es in den Romanen auch nicht weglassen. Ein bißl Realität darf schon sein. Und würde ich nun ANANSI zur allgegenwärtigen Verpetzermaschine machen – es wäre ein grässliches Leben an Bord eines derartigen Schiffs. Ich gehe davon aus, dass die Semitronik ab und zu die Augen zudrückt, grad im Freizeitbereich von Ogygia.

Meines Wissen ist das die erste Innensicht von Icho Tolot während einer Drangwäsche – und ich gestehe, ich war irritiert. Bislang dachte ich, dass Haluter auch während der Drangwäsche keine Hassgefühle gegen andere hegen und nur den Kampf suchen, aber dennoch Leben schonen. Du schilderst ihn hier anders – wurde das intern diskutiert, wie eine Drangwäsche anzulegen ist?

Über Drangwäsche wurde in der Innensicht noch nie geschrieben, richtig (soweit ich es in Erfahrung bringen konnte). Also blieb es mir überlassen, die inneren Vorgänge ein wenig zu erklären. Vielleicht läuft eine Drangwäsche bei einem anderen Haluter völlig anders ab, wer weiß? Ein psychotischer Anfall verläuft bis auf gewisse Grundmuster auch von Person zu Person unterschiedlich. Der Vergleich ist gewagt, ich weiß. Aber eine Drangwäsche ist nun mal auch etwas, das mit der Persönlichkeit eines Haluters zu tun hat. Mit seinem Alter, seinen Erfahrungen, seinen Stärken und Schwächen. Haluter mögen Planhirne haben, die sie wie Maschinen handeln lassen. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Haluter in derselben Situation gleich reagieren würde.

An manchen Stellen musste ich bei Tolot an Bruce Banner und Hulk denken. Hast du dich davon inspirieren lassen? Und denkst du, hatte damals KHS ähnliches im Sinn? (Hulk erschien zum ersten Mal 1962.)

Nein, Bruce Banner hatte ich keine Sekunde lang im Kopf. Und bei Karl-Herbert Scheer kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass er Comics gelesen hat.

Tolot fliegt in einem Shift zurück zum Raumer … äh … das Ding ist zu klein, als dass Tolot da reinkäme. Wie sehr ärgert dich so ein Fehler?

Gar nicht. Wer sagt, dass der Shift nicht speziell für Tolot adaptiert worden war? – Ich zerbrech mir über so etwas keine Sekunde lang den Kopf. Klar, es macht als Leser Spaß, »Fehler« des Autors zu suchen und ihm unter die Nase zu reiben.

Womit wir übrigens nochmals bei Marvel-Comics wären: Es gab lange Zeit auf der Leserseite bei Marvel-Comics die Sache mit dem No-Prize. Leser haben Briefe an den Verlag geschickt, in denen sie den Machern Fehlern nachgewiesen haben. Gleichzeitig brachten sie selbst eine möglichst geschickte Erklärung, warum das ja gar kein Fehler war, sondern … (und dann folgte eine möglichst abstruse Erklärung, warum die Marvel-Leute eh recht hatten). Diese Leser haben dann einen No-Prize erhalten. So was hätt ich bei den PERRY-Lesern manchmal auch recht gern. 🙂

https://en.wikipedia.org/wiki/Marvel_No-Prize

Na, dann eröffnen wir doch gleich mal einen Thread dazu im Galaktischen Forum …
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=3&t=12123

Tolot entschließt sich, alle Rücksichtnahme gegenüber den Blues fallenzulassen, weil er in ihnen erbarmungslose Mörder sieht. Wie vereinbart sich das mit der hochstehenden Moral der Haluter?

Es würde jetzt echt zu weit führen, eine Diskussion über halutische Moral zu führen. Vor allem gilt auch hier: Wir wissen über den Moralkodex der Haluter viel zu wenig. Der lässt sich auch nicht in einem Regelbuch festlegen. Am ehesten könnten Dir wohl Dr. Dr. Bre Tsinga und ihre Enkelin Anni K. Tsinga Auskunft geben.

Zitat: »Kein Roboter und auch nicht die Positronik der Space Jet hätte Tolot aufhalten können.«
Im ersten Reflex fällt mir ein Fesselfeld ein …

Siehe oben, mein Kommentar zum No-Prize. Liefere Du mir doch eine Erklärung dafür. Ich hätte eine, aber es wäre mir lieber, wenn Du mir die Arbeit abnehmen könntest.

Im Zyklus werden Kampfroboter inkonsistent geschildert. Mal sind sie unüberwindbar, dann wieder Kanonenfutter. Gibt es eine interne Vorgabe, wie mit Kampfrobotern umzugehen ist?

Nein. Und ich gestehe, dass das ein schwieriges, komplexes Thema ist, über das ich mir immer wieder Gedanken mache.

Meine Antwort ist: Bei mir können die Roboter immer das, was ich grad von ihnen brauche. Das ist inkonsistent, ja. Aber stell Dir mal vor: TARAS werden als quasi unschlagbare Killermaschinen gezeigt, mit undurchdringlichen Schutzschirmen, Metallummantelungen etc. Diese Dinger werden konstruiert, um unbesiegbar zu sein. Nun gäbe es sicherlich irrsinnig raffinierte Methoden, einen TARA dennoch zu überwinden. Diese Szene könnte ich konstruieren und dann über zwei Seiten hinweg vor den Lesern ausbreiten, so, dass 99 Prozent von ihnen zufrieden mit der Erklärung sind. Vielleicht könnte ich das drei-, viermal mit unterschiedlichen Lösungsansätzen durchziehen. Und dann? Soll ich wieder von vorne anfangen? Soll ich jedes Mal eine neue in sich geschlossene und logische Schilderung zu erfinden versuchen, warum der unbesiegbare TARA dennoch besiegt werden konnte? – Braucht es derartige Textstellen?
Meiner Ansicht nach nicht (immer). Da riskiere ich als Autor lieber ein paar Watschen/Ohrfeigen von aufmerksamen Lesern, die sich über meine vermeintlichen Nachlässigkeiten ärgern. Mein Job als Autor ist es, unterhaltsam zu schreiben. In Action-Szenen will ich Tempo machen, den Leser rasch und spannend durch die Handlung ziehen.

Offenbar hat jemand Terraner und Blues geklont, noch dazu prominente Terraner. Nachdem der Galaxientipp von einem Cairaner kam, unterstelle ich, es waren in der Tat die Cairaner. Wie sind die zu DNA-Proben von Riordan und Saedelaere gekommen?
Und vor allem … bei dem Aufwand, den die Cairaner betreiben – wieso ausgerechnet die Milchstraße?
(Und sag mir nicht jetzt, weil wir sonst einen anderen Zyklus schreiben hätten müssen 😉 )

 Nun, es gibt ja einen zweiten Band zu diesem Thema. Du kannst mich nächste Woche gerne nochmals zu diesem Thema befragen. Wobei ich jetzt schon sage, dass Du nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort erhalten wirst. Manches muss eben geheim bleiben.

Zitat: »Er würde sein Pflicht immer und jederzeit vor seine persönlichen Befindlichkeiten stellen.«
Wenn der Abgabeschluss kurz bevorsteht und es sich zeitlich gar nicht mehr ausgehen kann – was streichst du aus deinem Privatleben zuerst? Und was auf gar keinen Fall?

Das Familienleben hat vor allem bei dräuenden Abgabeterminen immer sehr gelitten. Das ist die bittere Wahrheit. Und auf was ich quasi nie verzichte, das ist der Fußball. Wenn ich keinem Ball hinterherlaufen kann, bin ich unerträglich. Die Corona-Zeiten sind diesbezüglich eine endlose Qual für mich. Ehrlich.

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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3066

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
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Dreizehn Fragen an Christian Montillon zu seinem Band 3064

Nachdem Susan Schwartz zu den ersten beiden Heften des Viererblocks die Fragen von Roman Schleifer beantwortet hat, folgt nun Christian Montillon, der prompt spoilert.

Christian, nach deinem alleinigen Verteiler, den du dir in der RHODAN-Historie mit Ernst Vlcek teilst, nun noch die Premiere mit Susan Schwartz. Der erste Vierteiler von zwei Autoren. Wie ist das Gefühl, Geschichte innerhalb der Geschichte zu schreiben?

Es macht Spaß, weil es ein tolles Sonder-Projekt ist. Eines, das noch nicht vorbei ist, übrigens. Zumal das ganze ja nicht Spielerei um der Spielerei willen ist, sondern total Sinn macht im begrenzten Rahmen des Dyoversums.

Welche unterhaltsamen Situationen bei der Zusammenarbeit hat es gegeben?

Uschi und ich konnten wunderbar jammern, weil es zeitlich knapp wurde. Ähm, natürlich ging’s nicht ums Jammern, sondern um das gegenseitige Auferbauen!

Christian, angenommen die Macht hinter Bleichsternen wird in diesem Zyklus nicht mehr erwähnt – was wäre der Grund, warum du den Begriff Füllroman für Band 3064 ablehnst?

Da die Macht hinter den Bleichsternen selbstverständlich noch mal erwähnt wird, erübrigt sich deine Frage.

Ups, jetzt hast du mir einen Spoiler entrissen.

Der Roman beginnt mit einem anonymen Zitat – »Man hofft, alt zu werden, und fürchtet sich doch davor.«
Was hat es damit auf sich?

Es ist ja nicht anonym, sondern stammt von Jean de La Bruyère. Ich geb mal zu, dass ich derjenige bin, der diese Eingangszitate jeweils heraussucht, das habe ich schon bei meinem ersten Vierteiler so gemacht. Ich gehe dabei so vor, dass ich mich frage, was DAS zentrale Thema des Romans ist – auch unter der Oberfläche. Die Topsider sind an Altersschwäche gestorben – und das hier passte wundervoll, finde ich.

Manchmal hab ich die Zitate gleich im Kopf, weil ich sie eben kenne; manchmal gehe ich wirklich lange auf die Suche und entdecke dabei manche Perle.

Zitat: »Rhodan kannte das gut – man musste seiner Mannschaft vertrauen, sonst ging man als Kommandant kaputt.«
Wo vertraust du deinen Autorenkollegen blind?

Eigentlich ständig – ich schicke die Endversion des Exposés eines jeden Romans an Klaus Frick, dann beginnt das Vertrauen, das das Team und insbesondere eben der jeweilige Autor/die Autorin Gendersternchen das Beste daraus macht.

Aufgrund der »Gleichheit« des Dyoversums zu unserem Universum vermutet Rhodan ein Geheimnis. Bis zum Zyklusfinale sind es nur noch 35 Hefte. Beim 1. PR-Online-Stammtisch Wien befürchteten einige Fans, dass alles in den letzten drei Heften erklärt wird.
Was sagt du ihnen, um sie zu beruhigen?

Da sage ich, dass das nicht so sein wird. Und verweise auf den letzten Zyklus, wo wir die großen Antworten in den 80er-Nummern begonnen haben – also 20 Romane lang.

Rhodan hat gegenüber dem Diplomaten Torwesten anfangs Vorbehalte. Wen würde Perry für eine Vermittlerrolle ablehnen?

Ich vertraue darauf, dass Perry ein Händchen hat, die richtigen Leute zu finden. Bzw. wenn sie ihm vorgesetzt werden, zu erspüren, ob sie sich eignen. Nicht dass er unfehlbar wäre. Hm, wen würde er ablehnen? Wenn es noch solche Verschwörungstheoretiker geben sollte, wie sie sich gerade in unserer Realität breitmachen – dann wohl die.

Perry Rhodan mischt sich ungefragt in Liga-Angelegenheiten, gibt sogar im Namen der Liga Zusagen, obwohl er bekanntlich nur Privatmann ist. Was hätte er als Großadministrator des Solaren Imperiums mit jemanden wie ihn gemacht?

Da müsste man den Großadministrator fragen. Oder KHS 😀

Der Okrill Phylax wird immer mehr zum Handlungsträger und Retter in der Not. Wenn du es dir aussuchen könntest – Phylax oder Norman, für wen würdest du dich als Haustier entscheiden?

Als Haustier ganz klar Norman.
Als literarische Figur … Phylax.

Perry kommt relativ spät auf die Idee, dass es sich um Vitalenergieentzug handeln könnte. Warum braucht er dafür fast bis zur Hälfte des Heftes?

Weil er, siehe eben, auch nicht perfekt ist.

Rhodans Enkelin stirbt in dem Heft fast. Wie soll irgendwann ihr Abgang sein? Bombastisch oder leise? Im Arm von Perry oder ohne ihn?

Das wird sich weisen, wenn man die Dramaturgie kennt, die zu diesem Punkt führt. Falls es diesen Punkt jemals geben wird, was ich hiermit keinesfalls bestätige.

Zitat: »Den Hornbären habe ich getan.«
Das ist von Uschi, oder?

Bulls Eye!

Der Roman zeigt sehr schön, wie zwei Völker zusammenarbeiten und derart ein Geheimnis lösen. Wenn du dir die hochgezogenen Grenzen in Europa als Reaktion auf Corona ansiehst, was denkst du dir da?

Ich bin kein Freund von Grenzen. Eher von Brücken.
Das vorab.
Corona-Grenzen basieren jedoch auf einer ganz anderen Situation als sonst üblich – es fällt mir schwer, diese zu beurteilen.
Was ich jedoch schön finde: Ich wohne relativ nah zu Frankreich, und meine Frau kam aus einer Gegend sehr nah bei Frankreich. Dort wurden, als es in Frankreich übel aussah, Leute von dort aufgenommen, um sie im Krankenhaus zu behandeln.

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