Abschlussinterview mit PR-Redakteur Klaus N. Frick zum Mythos-Zyklus

PERRY RHODAN-Redakteur Klaus N. Frick verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob es für den Chaotarchen-Zyklus eine „Not To Do“-Liste gibt und welche Erkenntnisse er aus dem Mythos-Zyklus mitnimmt.

 

Quelle: privat

 

Klaus, 95 Hefte des Zyklus Mythos Erde sind gelesen, ihr arbeitet bereits am nächsten Zyklus. In der Nachschau, was ist gut gelungen?

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Exposéautoren die vielen Ideen entwickelt haben. Den gesamten Themenkomplex um den Mythos Terra finde ich immer noch stark – der war einem Jubiläum dieser Art auch absolut würdig. Leider haben wir es nicht immer geschafft, die Spannungskurve so zu gestalten, dass es den Lesern gefällt. Am Anfang waren wir wohl ein wenig zu zaghaft unterwegs, und mit dem Gucky-Patzer leisteten wir uns noch ein Beispiel schlechter Planung. Das ärgert mich immer noch. Unterm Strich würde ich aber sagen, dass wir sehr viele sehr gute Ideen und spannende Romane hatten.

Wo werdet ihr für den nächsten Zyklus nachschärfen?

Das kann ich ja jetzt schlecht sagen – das würde ja einiges über die kommende Handlung verraten. Nur so viel: Wir werden versuchen, an der einen oder anderen Stelle eine frühere Antwort geben und die Leser nicht in allen Belangen zu lange zappeln zu lassen.

Gibt es so etwas wie einen »Not to do«-Liste für den nächsten Zyklus?

Nein, eine solche Liste gibt es nie. Wir versuchen, aus den guten und schlechten Erfahrungen eines Zyklus zu lernen, so gut das eben geht. Aber es gibt sicher keine Liste.

Was waren die drei wichtigsten Erkenntnisse aus den Leserrückmeldungen des letzten Zyklus?

Das kann man so nicht sagen, das wird ja auch jeder anders sehen. Für mich gehört zu den positiven Dingen, dass die Dyoversum-Romane mehrheitlich sehr gut angekommen sind – das ist eine wichtige Erkenntnis. Ebenso wichtig ist, dass wir manche Sachen besser vorbereiten müssen, damit sie funktionieren – Stichwort Gucky. Und ganz wichtig ist halt: Eine massive Krise von »außen« wie die Corona-Pandemie schlägt eben ganz massiv auf die Serie durch – alle sind deutlich angespannter und haben größere persönliche Probleme.

Es gibt immer die Überlegung, ob ein Zyklus 100 oder 50 Hefte lang sein soll. Wie siehst du das?

Ich halte das für eine akademische Diskussion, die die meisten Leser nicht interessieren dürfte. Wenn es nach mir ginge, würden wir immer Hunderter-Zyklen machen – das ist »gelernt« und passt zum epischen Charakter unserer Serie. Innerhalb dieses großen Bogens sollten wir allerdings häufiger Viererblocks und dergleichen machen, die in sich abgeschlossen sind, wie es die Dyoversum-Quartette waren. Fürs Marketing sind Bandnummern, die man kommunizieren kann, ebenfalls sinnvoll. Und ja, ich weiß auch, dass die meisten Leser mit Romanen einsteigen oder eingestiegen sind, die völlig krumme Bandnummern haben.

Welche Erkenntnisse hat die Interviewserie für dich gebracht?

Mir ist vor allem aufgefallen, wie mitteilsam manche Autorinnen und Autoren sind, zwinker.

Am 18.01.2021 wird es einen Live-Videochat mit dem Expoteam geben, das eine Vorschau auf den »Chaotarchen«-Zyklus geben wird. Ist das für dich ein Format mit Zukunft?

Ich halte in Zeiten der Pandemie, in der Cons und Stammtische nur unter großen Einschränkungen machbar sind, solche Video-Veranstaltungen für ziemlich großartig. Aber auch wenn die Pandemie irgendwann im Griff sein sollte und es wieder »normale« Cons geben wird – ich glaube fest daran –, können solche Video-Veranstaltungen eine schöne Ergänzung sein. Sie werden aber nie einen Con ersetzen können, auf dem man sich Auge in Auge gegenübersteht, wo man sich auch mal die Hand geben kann und wo Autoren oder Zeichner »echte« Autogramme geben können.

Klaus, danke für deine Zeit. 

Handlungszusammenfassung des Zyklus in der Perrypedia: 
https://www.perrypedia.de/wiki/Mythos_(Zyklus)

 

Ein Gedanke zu „Abschlussinterview mit PR-Redakteur Klaus N. Frick zum Mythos-Zyklus“

  1. Hallo , eigentlich zufrieden und das mi Gucky so was mal kommt fand dich gar nicht schlecht, gut fand ich das es des öfteren zu sehr menschlichen Handlungen mit viel Gefühl kam, Perry dankt Icho z.B.
    Was eigentlich fehlte ist: Monkey fing super an und verschwand dann einfach, und hätte die Kosmokratin nicht viel früher den Cairanern auf die Finger klopfen sollen bzw. ihr SI wie geht es weiter mit Phateeon und den Terranern im Dyoversum?
    Was ich ja schon am Anfang bemängelte es war zu wenig Hetzjagd auf die Unsterblichen , das wurde zu schnell abgewürgt!!!
    Mir fehlt schon lange Dao lin Hay sollt ein die Milchstraße zurückgeholt werden, oder es wäre klasse gewesen sie kommt mit 100 Raumschiffen als Expedition zur Rettung der Milchstraße mal!!
    Ach so damals auf dem Con in Ma, wurde eine Gefahr aus dem Zentrum der Milchstr. angekündigt der man nicht mit Waffengewalt Einhalt bieten kann, ?? kam nichts
    Was ganz andres was sagt ihr alle zu dem?
    https://transinformation.net/ein-bericht-ueber-ausserirdische-rassen-die-mit-der-menschheit-in-interaktion-stehen/

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