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Fünf Fragen an Michelle Stern

Band 3007 »Zeuge der Jahrhunderte« stammt von Michelle Stern. Sie verrät uns im Interview, was Willi Voltz mit dem Roman zu tun hat.

Michelle, mit Heft 3007 klinkt sich Atlan ins Geschehen ein. Wie schwer ist es als Frau, in den Arkonidenprinz zu schlüpfen? (Stichwort: Macho und Frauenheld)

Man könnte Atlan als Macho und Frauenheld bezeichnen, man – oder frau – kann es jedoch auch anders sehen. Atlan liebt Frauen. Was ich sollte ich dagegen haben? Ich hätte nichts dagegen, wenn er auch Männer lieben würde, aber nun gut.
Mich da hinein zu versetzen, fällt mir nicht sonderlich schwer, es ist gerade das, was mir unter anderem an meinem Beruf Freude macht. Da ich selbst in meinem Leben viel Kampfkunst gemacht habe, ist Dagor eine Schnittstelle für mich. Wie es sich anfühlt, adelig zu sein, darüber mag ich wenig wissen – dafür habe ich eine lebhafte Phantasie.

Marli Wilkar war für mich eine erfrischend neue Figur. Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob sie Expo-Vorgabe war oder du sie erschaffen hast, aber sagen wir mal, du hast sie erschaffen. Für sie ist Altan die persönliche Nummer 2. Ich dachte schon: »Oha, da könnte etwas entstehen.«
Was ist der Grund, dass du das im Roman nicht näher ausführst? Und warum interessiert sich Atlan nicht für sie?

Marli Willka ist eben keine vorgegebene Figur, sondern ganz und gar meine Erfindung. Es wird sich vermutlich niemand im Team die Mühe machen, sie weiter in die Romane einzubringen, vor allem, da es ja nicht von den Exposéautoren vorgegeben ist. Meine Kollegin Susan Schwartz wollte Marli sofort bei der nächsten Gelegenheit umbringen, damit Marli gleich einen sauberen Abschluss hat. Ich habe Susan gebeten, das erst mal zu lassen. Interessante Nebenfiguren muss man ja nicht jedes Mal gleich wieder endgültig aus der Handlung nehmen.
Eine Idee dazu war, dass Voltz öfter Figuren eingebracht hat, die sozusagen sein »alter Ego« waren. Das habe ich nun auch mit Marli gemacht, deren Namensbuchstaben sich aus Buchstaben von Voltz’ Namen zusammensetzen, wenn auch nicht alle darin verbaut sind. Laut dem Internet heißt er mit zweitem Vornamen Karl.
Pylonenfußball mit Ringen war mehrere Jahre mein Lieblingsspiel zum Abwärmen nach dem Kampftraining – wobei wir dabei manchmal derart zeitlich überzogen haben, dass es gar kein Abwärmen mehr war, sondern richtig anstrengend und eher Muskeln aufgebaut hat.
Ganz davon abgesehen fand ich es auch einmal interessant, dass jemand nicht Atlans Typ ist. Aber wer weiß. Was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht bekomme ich irgendwann eine zweite Chance für Marli und Atlan.

Marli nascht Cashew-Schokodrops. Hast du welche genascht, als du den Roman geschrieben hast? Welche Marke?

Wenn es so etwas zu kaufen gibt, sag mir bitte, wo. Oder sag es mir besser nicht. Sonst will ich es sofort haben. Ich  habe mich eher an Cashew-Nüsse gehalten.

Marli sieht sich als Kanonenfutter, als jemand, den die Unsterblichen opfern würden, um ihr Ziel zu erreichen. Wärst du an Bord der RAS TSCHUBAI, wie würdest du die Handlungen von Perry und Atlan bewerten?

Ich würde es nicht so sehen, dass sie mich opfern wollen, wohl aber, dass ich in erhöhter Gefahr bin. Wo Atlan und Perry unterwegs sind, brennt wortwörtlich die Milchstraße. Es ist ja nicht umsonst ein Fluch, jemanden zu sagen: »Ich wünsche Dir interessante Zeiten«. Mit Atlan und Co hat man diese Zeiten. Will man sie wirklich haben? Ich setzte mich lieber mit einem PERRY-Heft auf’s Sofa als auf WHEELER zu versuchen, verrückte Posbis zu bändigen.

Hat Robert Corvus deinen Roman lektoriert und all die Gemeinheiten über Gucky (Zitat: »Dieses arrogantes, in sich selbst verliebtes Übel, das sich jede nur erdenkliche Frechheit herausnahm, weil es zufälligerweise mächtige Paragaben hatte«) hineingeschrieben?

Nein, ich habe mir einfach überlegt, was würde Robert Corvus schreiben, dass dann stark rezensiert und und auf eine öffentlichkeitstaugliche Weise überarbeitet. Okay, Scherz beiseite. Mir hat es auch einmal Spaß gemacht, einen Charakter zu beschreiben, der Gucky eben nicht mag. Gucky polarisiert Leser. Die meisten lieben ihn und ein paar hassen ihn. Für Marli ist Gucky eben ein rotes Tuch, wie für so manchen Leser – und Robert Corvus. 

 

Fünf Fragen an STELLARIS-Redakteur Olaf Brill

Olaf, in deiner STELLARIS 68 erfahren wir, dass die STELLARIS die 500 Jahre überstanden hat. Blieb sie vom Posizid verschont?

Das erfahren wir in der nächsten STELLARIS-Story, die in acht Wochen erscheinen wird!

Der Frachtraumer wurde von dir ins Jahr 2045 NGZ gehievt, die Besatzung bis auf einen jedoch nicht. Welche schillernden Charaktere kommen auf uns zu?

Einige haben wir in der aktuellen Story ja bereits kennengelernt: Es sind Einwohner des Planeten Myra, die nun mit der STELLARIS auf große Reise gehen. Die Myraner sind ein Volk, das von Lemurern abstammt, im Laufe der Geschichte auf vortechnologischen Stand zurückgefallen ist und sich vor historisch wiederum relativ kurzer Zeit mit Nachfahren der STELLARIS-Besatzung vermischt hat. Myra befindet sich allerdings auf einem Entwicklungsstand noch vor dem planetaren Raumfahrtzeitalter. Nur einige wenige Vertreter des Planeten brechen nun mit der STELLARIS ins Weltall auf. Also braucht unser Raumschiff natürlich noch eine professionelle Besatzung, die wir in den nächsten Storys kennenlernen werden. Und ja, ich hoffe, es sind ein paar schillernde Charaktere dabei.

In der STELLARIS-Gruppe auf Facebook postet STELLARIS-Autor Gerhard Huber Live-Leseberichte zu den Stories – wie ist es für dich als Autor, wenn du ihm quasi über die Schulter schaust?

Das ist einfach wunderbar! Der Autor erfährt dabei, ob es ihm gelungen ist, die Gedanken des Lesers in die Richtung zu lenken, die er geplant hat. Also, ob erfolgreich bestimmte Erwartungshaltungen und Spannungsmomente aufgebaut werden konnten, und ob der Leser bei deren Auflösung dann befriedigt oder enttäuscht ist. Und er erfährt natürlich, ob wenigstens einem Leser die Story gefallen hat oder nicht. Das ist ein wichtiges Feedback, und mir macht es jedenfalls großen Spaß, Gerhard bei seinen Live-Lesungen über die Schulter zu schauen. Ich versuche, wenn ich kann, immer „live“ dabei zu sein.

Du bist seit Februar 2017 Redakteur der STELLARIS-Serie – was muss ein STELLARIS-Expo haben, damit du dem Autor sagen kannst: Okay, schreib mal und dann sehen wir weiter?

Gute Frage! Weiß gar nicht, ob man die mit einem „Rezept“ beantworten kann. Aber ich versuch’s mal: Der Autor muss natürlich eine Idee haben, die eine richtig gute Science-Fiction-Handlung ermöglicht. Dann muss er „menschliche“ Figuren einbringen, deren Schicksal uns interessiert. „Menschlich“ in Anführungszeichen, denn das können bei uns natürlich auch Außerirdische oder Roboter sein. Und schließlich sollte die Geschichte so gestaltet sein, dass beim Lesen oben erwähnte Erwartungshaltungen aufgebaut werden: Der Leser soll mitfiebern, Spekulationen, Wünsche und Ängste über den Fortgang der Handlung aufbauen … und dann sehen, was der Autor draus gemacht hat!

Es gibt einen harten Kern an STELLARIS-Autoren – wann ist die nächste Gelegenheit ein paar von ihnen auf einem Con zu treffen?

Das stimmt. Ich bin ganz froh über diese nicht kleine Gruppe von Schriftstellern, die sich schon bei der STELLARIS bewährt und auch Lust haben, weitere Storys zu schreiben. Da habe ich ein paar Leute, auf die ich mich jederzeit verlassen kann. Und das ist durchaus manchmal nötig. Es kommt zum Beispiel gelegentlich vor, dass eine eigentlich vorgesehene Story aus diesem oder jenem Grund ausfällt und ich Ersatz brauche. Dann hat meist einer der Stammautoren schon eine Geschichte zur Hand, die wir in wenigen Tagen in Zusammenarbeit von Autor und Redakteur zur Veröffentlichung fertigstellen können. Diese Autoren kann man als nächstes auf den PERRY RHODAN-Tagen Osnabrück im Mai auf einem STELLARIS-Panel treffen. Wird ein recht vollbesetztes Podium! Ich freu mich schon drauf, denn ich werde natürlich am Rande mit jedem dieser Autoren über seine nächste Story sprechen. Und wir wollen ja hoffen, dass dabei sehr viele schöne, bunte, anregende und mitreißende Geschichten herauskommen!

Bislang haben folgende STELLARIS-Autoren für Osnabrück zugesagt:

Olaf Brill

Dieter Bohn

Dietmar Schmidt

Gerhard Huber

Roman Schleifer

Infos zum Con: http://prtag.prfz.de/home.html
oder
https://www.facebook.com/PRTOsna/

Fünf Fragen an Uwe Anton

Band 3006 stammt aus der Feder von Uwe Anton, der sich ebenfalls den Fragen von Roman Schleifer stellte.

Bereits in Michael Marcus Thurners Roman Nr. 3004 agiert Perry Rhodan sehr oft nach seinem Bauchgefühl. Auch bei dir kommt das ein paar Mal vor: Ist das die neue Doktrin? Und gleich daran anknüpfend: Was denkst du: Agiert Rhodan mehr aus dem Bauch oder aus der Ratio? Und warum denkst du das?

Rhodan agiert in diesem Roman tatsächlich aus dem Bauch, nämlich aus dem eines großen Wurms, der ihn verschlungen hat. Das ist keine Doktrin, sondern Anpassung an eine ganz bestimmte Situation. Wenn mich ein Wurm verschlungen hätte, würde ich kaum anders reagieren – nämlich aus dem Bauch heraus. Im Allgemeinen ist Rhodan ein Mensch, der genau abwägt und dann eine Entscheidung trifft. Zumindest in meinen Romanen wird das auch so bleiben.

In deinem Band hinterfragt sich Perry Rhodan des öfteren, stellt jedoch fest, dass er kein Zauderer oder gar lahm ist und, dass es besser ist, zu überlegen, bevor man agiert. Ist Perry Rhodan in der midlife-crisis?

Ich wäre froh, wenn meine midlife-crisis mit etwa dreieinhalbtausend Lebensjahren kommen würde. Das ist der ewige Spagat: Nach dreieinhalbtausend Lebensjahren ist Rhodan nicht mehr der Draufgänger aus jungen Jahren, der mal eben einen Jet auf einem Flugzeugträger landet. Er hat an Erfahrung hinzugewonnen, wie es bei uns allen der Fall sein sollte, die wir älter werden. Er überlegt, bevor er handelt. Die liebe Konkurrenz zieht das noch konsequenter durch. Da achtet der 1. Offizier Riker streng darauf, dass Captain Picard nicht auf Außeneinsätze geht.

(Wäre das nicht ein Thema für eine Mini-Serie, nennen wir sie Crisis?)

(Roman, die Science Fiction hier schreibe ich!)

Zitat aus deinem Band: Wie vielen Menschen hatten Entscheidungen, die in solchen Konferenzräumen getroffen worden waren, das Leben gekostet? Und wie viele Menschen hatten aufgrund dieser Entscheidung gerettet werden können? Durfte man ein Leben gegen ein anderes aufrechnen? Solche Gedanken waren müßig. Es ging nicht anders, wenn er der Verantwortung gerecht werden wollte, die auf seinen Schultern lastete.
Welche Verantwortung lastet auf seinen Schultern? Er kam 500 Jahre aus der Vergangenheit. Keiner kennt ihn wirklich (außer eine Handvoll Unsterbliche) und wenn er sich zur Ruhe gesetzt hätte, wäre es auch gut gewesen.
Zusatzfrage: Was ist sein Antrieb?

Rhodan ist kein Mensch, der die Hände in den Schoß legt, zum 97. mal “LSD-Astronauten” von Philip K. Dick liest (also einmal etwa alle 30 Jahre), sich auf einer Touristenwelt die Sonne auf den Bauch scheinen lässt und vom Ersparten lebt. Dass er überlegt, bevor er handelt, bedeutet nicht, dass er keine Neugier mehr verspürt, nicht mehr wissen will, was da, verflixt noch mal, passiert ist. Er käme nie auf die Idee, sich zur Ruhe zu setzen (und seine Leser zu enttäuschen).

Der Siganese Sholotow Affatenga bezeichnet sich selbst als »Maximaldestruktor« – bahnt sich da ein Wettbewerb mit dem »Überall-zugleich-Töter« an? Wie wird Gucky auf so eine Ansage bzw. Herausforderung reagieren?

Ich sehe da kein großes Problem. Gucky wird Tenga telekinetisch alle Pralinen wegnehmen, und gut ist.

Der Ara Roba-Kerum möchte die Mausbiber neu aufleben lassen. Das ist natürlich eine Anspielung auf Bernd Robker, der als Robert Corvus schreibt. Wie sehr war Robert, der ja bekennender Gucky-Hasser ist, am Rande des Nervenzusammenbruchs, als er von diesen Plänen erfahren hat?

Gar nicht. Er hat es mit Humor genommen. Es ist eine alte Tradition bei RHODAN, Kollegen liebevolle Auftritte zu ermöglichen, und Robert hat einen ähnlichen Humor wie ich. Er war begeistert. Ich zitiere auszugsweise aus einer Mail: “Das ist ja witzig – vielen Dank dafür! Damit machst Du mich unsterblich … Vielleicht hole ich mir dieses spezielle Heft gleich doppelt …” Für solch eine Auflagensteigerung wäre ich natürlich dankbar.

Sechs Fragen an Andreas Brandhorst zu seinem PR-Roman 3005 mit Spoilergefahr samt fünf Fragen zu seinen drei Büchern, die 2019 erscheinen.

Band 3005 »Wiege der Menschheit« ist ein Gastroman von Bestsellerautor Andreas Brandhorst. Auch er stellte sich den Fragen von Roman Schleifer.

Andreas, mit dem PR-Heft 3005 kehrst du gleich auf mehrere Arten in deine Jugend zurück. Vor vierzig Jahren hast du als Schriftsteller dein erstes professionelle Werk veröffentlicht: einen Heftroman. Zeitgleich hast du die RHODAN-Serie verschlungen. Diese jugendlichen Gefühle hast du mit der Erinnerung an Tro Khon einfließen lassen – was hat dich an den Bestien fasziniert?

Den Begriff »Bestien« habe ich damals gar nicht gemocht, »Zweitkonditionierte« oder »Schwingungswächter« gefiel mir viel besser. Mich hat die Andersartigkeit dieser Wesen fasziniert, ihre technische Überlegenheit, ihre Übermacht, die allein schon in ihrem imposanten Erscheinungsbild zum Ausdruck kam. An einer Stelle im Roman ist von einem erwachenden Giganten die Rede, was natürlich eine Anspielung auf »Ein Gigant erwacht« ist. Tro Khon war damals eine meine Lieblingsfiguren. Überhaupt war der dreizehn- oder vierzehnjährige Andreas Brandhorst damals von den 300er-Bänden begeistert, sie gefielen mir ebenso gut wie die 200er des legendären Meister-der-Insel-Zyklus.

Bis zu welchem Heft hast du gelesen?

So bis zum Ende der 400er-Bände, wenn ich mich richtig erinnere.

Wie in den Heften davor trifft Perry Rhodan auf Menschen, die ihn nur als Legende kennen. Du hast seine Wirkung auf diese Menschen beschrieben: »Plötzlich schien dort ein anderer Mensch zu stehen, dessen Blick aus den Tiefen von Raum und Zeit zu ihnen reichte.« Denkst du, dass Perry seine Mitte gefunden hat?

Sollte er nach mehr als 3000 Jahren nicht seine Mitte gefunden haben? Man stelle sich einen Menschen vor, der mehr als drei Jahrtausende gelebt und so viele Erfahrungen gesammelt hat wie Perry Rhodan. Ein solcher Mensch muss eine enorme Ausstrahlungskraft haben, und die setzt er in der von dir genannten Szene ein, um zu beweisen, dass er ist, was er zu sein behauptet. Wir alle kennen das: Ältere Menschen, die viel erlebt, gesehen und erfahren haben, verhalten sich anders als junge Leute, denen es an Erfahrung mangelt. Man stelle sich jemanden vor, der alle Länder der Erde bereist und ihre Kulturen kennen und verstehen gelernt hat. Und man vergleiche einen solchen Reisenden mit jemandem, der nie sein kleines Dorf verlassen hat. Der Unterschied ist spürbar.

An anderer Stelle stellt Perry fest, dass die Geschichte Terras mit viel Blut und Tränen geschrieben wurde und dass seine Hände dieses Blut und diese Tränen berührt haben. Wie viel Zweifel hat deiner Meinung nach der Optimist Perry Rhodan?

Man kann Optimist und nachdenklich sein. 🙂 Auch hier spielen langes Leben und große Erfahrung wieder eine wichtige Rolle. Und Verantwortung, ein bedeutsames Wort. Wer so viel Verantwortung trägt wie Perry Rhodan, hat gelernt abzuwägen, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Er dürfte längst über eine egozentrische Sichtweise hinaus sein (weil er sich selbst und anderen nichts mehr beweisen muss) und die Wahrheit als solche erkennen können, auch wenn sie unangenehm sein mag.

Du hast in einem Interview mit Klaus N. Frick (link am Ende des Textes) gesagt, dass du Lust auf einen richtig dicken Wälzer hättest, der im Perryversum spielt. Eine Antwort aus dem Bauch: Welche Epoche würdest du darin gern beleuchten und warum?

Meine erste, instinktive Antwort auf diese Frage wäre: Ich würde einen solchen Roman irgendwo zwischen Band 200 und 399 ansiedeln wollen. Aber wenn ich dann genauer darüber nachdenke … Infrage kämen auch Zeiträume, die in der Serie »unerzählt« blieben, weil es zu Zeitsprüngen kam. Oder warum nicht eine große Geschichte aus einem parallelen Perryversum, in dem die Geschichte, wie wir sie von Perry Rhodan kennen, ganz anders verlief? Auf jeden Fall sollte es etwas Kosmisches sein, wie ich es liebe, eine große Geschichte mit der Milchstraße oder dem ganzen Universum als Bühne.

Wie ging es dir mit dem RHODAN-Heft, dessen Umfang für dich ja eher eine Kurzgeschichte ist?

Das war ganz und gar nicht einfach. Meine Romane sind normalerweise fünf- oder sechsmal so lang wie ein Heftroman und wesentlich breiter angelegt, mit einem längeren Spannungsbogen und einer wesentlich tieferen Figurenentwicklung. Die Umstellung war nicht leicht. Ich habe zuvor ein Handlungsgerüst angefertigt und beim Schreiben gemerkt, dass ich gern mehr Platz für die detailliertere Darstellung bestimmter Personen gehabt hätte, zum Beispiel Tholia Turan. Oder man denke nur an die angedeutete Beziehung zwischen Amma Vargas und Zafer Young. Oder an den Zweitkonditionierten – ich hätte gern einen längeren Blick in sein Innenleben geworfen.

»Legenden entstehen nicht einfach aus dem Nichts«, erklärt in deinem PR-Band der junge Galakto-Archäologe Felix Ghiss. Legenden und Mythen sind auch immer Bestandteil deiner SF-Romane. Was fasziniert dich an Mythen?

Es ist das Staunen über die darin beschriebenen Welten und Ereignisse, das Staunen auch angesichts der epischen Breite solcher Geschichten. Schon als Kind bin ich immer gern in so etwas eingetaucht, zum Beispiel in die Mythen von Tausend-und-einer-Nacht und etwas später, mit elf oder zwölf Jahren, in die Nibelungensaga. Dieses Staunen, neudeutsch »sense of wonder«, habe ich damals als Kind und Jugendlicher geliebt. Heute versuche ich daran festzuhalten und meinen Lesern ein ähnliches Gefühl zu vermitteln.

Auf den 3. PERRY RHODAN-Tagen in Osnabrück Ende Mai (http://prtag.prfz.de/home.html) präsentierst du exklusiv deinen wenige Tage später erscheinenden Roman »Eklipse«. In dem Roman kehrt ein Raumschiff zur fast gänzlich entvölkerten Erde zurück und muss das Geheimnis um das Verschwinden der Menschen, so der Teaser. Verrate uns etwas über den Helden.

Es gibt keinen einzelnen Helden , sondern mehrere, die Crew der »Eklipse«, auf die ich detailliert eingehe – hier hatte ich genug Platz! 🙂 –, und eine gewisse Rebecca auf der Erde, eine Heranwachsende, die auf der Flucht ist und gelernt hat, dass es keinen Sinn hat, sich etwas vorzumachen. Auch bei »Eklipse« gibt es einen kosmischen Hintergrund, der eine wichtige Rolle spielt. Mehr verrate ich hier nicht.

In deinem im August erscheinenden Thriller »Das Flüstern« schreibst du über einen autistischen Jungen. Wie hast du dafür recherchiert?

Gerade bei meinen Thrillern ist die Recherche immer sehr aufwendig, weil sie viel näher am Heute sind und damit auch viel realistischer. Ich habe mich lange und ausgiebig mit Autismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen auseinandergesetzt, mit Literatur und in Gesprächen mit Fachleuten und Betroffenen, aber im Roman selbst erscheint darin nur die metaphorische Spitze des Eisbergs, denn: Es geht nicht um Autismus, sondern um das Leben von Nikolas, genannt Nick, der vom Jungen zum Mann heranwächst. Und es geht um Sonja, die schon als Kind eine besondere Rolle für Nick spielt. Ich habe lange und intensiv über Autismus recherchiert, weil es wichtig ist, dass der Autor weiß, worüber er schreibt, dass er das richtige Gefühl für seine Figuren bekommt und sie plausibel agieren und fühlen lassen kann. Wer ein Lehrbuch über autistische Phänomene befürchtet, den kann ich beruhigen: Es ist ein Thriller über das menschliche Leben und seine Wechselfälle.

Mit dem im Dezember erscheinenden Buch »Das Netz der Sterne« erwartet uns erneut Science Fiction. Gib uns doch hier die ersten Infos.

In »Das Netz der Sterne« geht es um eine junge … Sängerin. (Dazu muss ich sagen: Der ursprüngliche Titel lautete »Gesänge von Unendlichkeit«, was es ziemlich gut trifft.) Sie wird in Ereignisse verstrickt, die nicht nur ihr Leben gründlich verändern, sondern auch für die Erde, ihre Kolonien im All und die Zukunft der Menschheit eine wichtige Rolle spielen. Mit dem »Netz der Sterne« ist das Hyperon gemeint, ein als überlichtschnelles Transportsystem dienendes Gespinst im Hyperraum, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat …

Besonders gespannt bin ich auf die Fortsetzung deines Spiegel-Bestsellers »Das Erwachen«, der im Herbst 2020 veröffentlicht wird. Wird die Marsmission eine Rolle spielen? Und werden Außerirdische eine Rolle spielen? Und wie entwickelt sich die Künstliche Intelligenz weiter?

Ich stecke mitten in der Recherche, mit dem Schreiben möchte ich Ende Mai beginnen. Der Roman wird mich dann fast ein Jahr beschäftigt halten, und das meine ich tatsächlich so: Meine Gedanken werden sich fast immer um ihn drehen. Konzept und Handlungsgerüst sind fertig, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich hier und dort etwas ändere, das durchaus Einfluss auf den gesamten Handlungsverlauf nehmen könnte. Worum geht’s? In »Das Erwachen« erzähle ich, wie aus Künstlicher Intelligenz echte Maschinenintelligenz wird und was das für uns Menschen bedeutet. Der nächste Roman schildert, was nach dem Erwachen mit unserer Welt, unserer Zivilisation und uns Menschen geschieht. Nein, Außerirdische erscheinen nicht, das wäre zu sehr Science Fiction. Eine wichtige Rolle spielt die Frage: Wie reagieren Menschen, wenn eine übergeordnete Instanz, in diesem Fall die Maschinenintelligenz, alle wichtigen Entscheidungen für sie trifft, ohne sie vorher nach ihrer Meinung zu fragen? Ist es nicht das, was sich manche Menschen wünschen, wenn sie nach einem »starken Mann« rufen oder einen Gott um Hilfe bitten? – Wenn wir uns Ende Mai in Osnabrück treffen, habe ich vermutlich die ersten Seiten des Romans geschrieben.

Andreas, danke für deine Antworten  und deine Zeit. Ich freue mich schon auf deinen Programmpunkt auf dem Con in Osnabrück, auf dem wir eine Stunde auf der Bühne über deine Projekte plaudern werden.

Das Interview mit Andreas Brandhorst, geführt von Klaus N. Frick findet sich hier: https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/%C2%BBmit-heftromanen-hat-f%C3%BCr-mich-alles-begonnen%C2%AB

Die Homepage von Andreas Brandhorst:
http://www.andreasbrandhorst.de

Fünf Fragen an Christian Montillon zu Band 3004 plus Fünf Fragen den Expokraten in IHM

»Frieden bedeutet, die Situation unter Kontrolle zu halten.«
Dieser Satz wird Caluroc, dem ersten Cairaner, der sich an die Milchstraßenvölker gewandt hat, zugeschrieben. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, kann auf eine Angst- oder Panikstörung hindeuten. Haben wir es bei den Cairanern mit einem Volk zwanghafter Persönlichkeiten zu tun?

Das ist glaube ich zu menschlich-terranisch gedacht. Die Cairaner mögen eine ganz andere Psychologie haben. Und das Zitat umrahmt ja mit einem zweiten den Roman (siehe unten, das ist dir ja auch schon aufgefallen :-)).
Wie die Cairaner ticken, wird sich freilich zeigen. Es sind schon Exposés erstellt, in denen auch aus der Innensicht über dieses Volk geschrieben wird. Das wird in vielerlei Hinsicht erhellend.

Die Cairaner zapften den Gefangenen die Vitalenergie ab und sammeln sie im Vital-Supressor. Was machen die Cairaner mit dieser Energie? Davon müsste Perry Rhodan doch ebenfalls Gerüchte aufgefangen haben?

Ups: Ich glaube nicht, dass sie es im Vital-Suppressor sammeln. Ätsch.

Was machen sie mit der gesammelten Vitalenergie?

Das ist die große Frage, die sich nicht nur Perry stellt. Hier gilt: Abwarten und weiterlesen.

Unter dem Einfluss des Vitalenergie-Supressors denkt Perry Rhodan darüber nach, ob er es nicht auch verdient hätte, sich zur Ruhe zu setzen. Was würde Perry denn in der Pension machen?

Das Universum retten, denke ich. Ich sehe ihn nicht als Pensionär. Aber wenn er mal vieeeeel Zeit hat, glaube ich, wird er viele Bücher lesen. Und dann, wenn er erstmal genug davon hat, naja, das Universum retten.

Perry ZA sitzt in deinem Roman im Brustbein statt in der Schulter. Wie sehr ärgert es dich, dass so etwas durch alle Kontrollinstanzen rutscht?

Es ärgert mich, dass ich das offenbar geschrieben habe. Aber ich gucke jetzt gar nicht nach.
Gegenfrage: Wie sehr ärgert es dich, dass du einen Tippfehler in deiner Frage hast, den ich nicht verbessert habe (wie ich es oben getan habe), sondern den du dank meiner perfiden Rückfrage nun stehenlassen musst? Har, har! (<– fieses Kater-Karlo-Lachen)

Oh, da fällt mir der miese Witz ein: Schreibt der eine Autor an seinen Kollegen: Du hast in deinem Text einen Feler … 😉

»Die Kontrolle zu verlieren, bedeutet Krieg.«
Dieser Satz wird ebenfalls Caluroc zugeschrieben. Angenommen, die Cairaner verlieren die Kontrolle über die Milchstraße – gegen wen kämpfen sie dann?

Vielleicht fürchten sie ja, gegen die Terraner kämpfen zu müssen, wenn sie die Kontrolle verlieren? Oder gibt es womöglich etwas ihn ihrer Vergangenheit, das ******* (zensiert)

Und nun fünf Fragen an den Expokraten:
Der Zyklus ist fünf Bände alt und derzeit ist Perry Rhodan mit der Bestandsaufnahme beschäftigt. Was ist in der Milchstraße in den 500 Jahren passiert und wie konnte es zum großen Vergessen kommen? Gib uns einen Spoiler: Wann trifft Perry auf Bully, der ihm diese Fragen beantwortet?

Mit Band 3050.

Nein, Spaß!
Viel früher. In Exposés, die längst geschrieben sind. Könnte sogar sein, dass die Romane schon geschrieben sind. Ja, ich glaube, das sind sie.

Eine Frage, die ich auch MMT letzte Woche gestellt habe, nämlich zur möglichen Entfremdung von Perry und Bully. Hartmut Kasper hat in München gesagt, dass PERRY RHODAN eine Geschichte über fünf Freunde ist. Jede dieser fünf Figuren hat seine bestimmte Rolle, aber manchmal können sich diese Rollen verschieben. Was kommt da auf Bully und Perry zu?

Die fünf Freunde, waren das nicht Julian und Dick, Anne und Georg, und Timmy der Hund?
Egal.
Stell dir nur mal vor: Bully war 500 Jahre in der Milchstraße und hat hier alles miterlebt. Perry nicht. Bull hat 500 Jahre Erfahrung mit dieser Situation, Perry nicht. Bull hat sicher vieles gemanagt in dieser Zeit.
Das finde ich spannend, darüber nachzudenken, was das bedeutet.

Offenbar baut der Zyklus darauf auf, dass Perry Rhodan die Erde suchen, finden und dann zurück ins Solsystem bringen muss. Erinnert im ersten Reflex an den Mahlstrom-Zyklus. Was wird anders?

Ja, dieser Reflex ist verständlich und auch gewollt. Genau wie es einen Reflex gibt oder geben könnte, der sagt: Dieser »Zeitverlust« ist ja ähnlich wie bei PR 1400, Cantaro-Zyklus. Die Ausgangssituation von PR 3000 vermischt diese Motive, fügt schon in der Ausgangssituation Neues dazu … und dann ist alles völlig anders als damals. Finde ich schon — echt alles.

An welchem Expo arbeitest du gerade?

Das verrate ich nicht.

Verrätst du uns zumindest die Hauptfigur?

Hauptfigur: Da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht Perry. Oder irgendwer aus seinem Team, das ihn begleitet – das liegt beim Autor. Im Roman könnte sogar eine Figur die Hauptfigur sein, die vielleicht im Expo nur mal durchs Bild läuft oder gar nicht auftaucht. Das kommt vor; ich selbst habe das mit Kapitänin Florence Hornigold im letzten Zyklus so gemacht, weil ich mit dem Expo, das ich mir ja (mit Wim gemeinsam) selbst geschrieben hatte, nicht zurechtkam, solange Florence eben nicht die Hauptfigur war.

Fünf Fragen an PR-Autor Oliver Fröhlich

Mit Band 3001 startet die Interviewserie »Fünf Fragen an …«, die nach jedem Heft des aktuellen Zyklus erscheinen soll. Oliver Fröhlich, Autor von Band 3001, stellte sich den Fragen von Roman Schleifer.

 

Oliver, was bedeutet es für dich, dass die RHODAN-Serie Band 3000 erreicht hat?

Ehrlich gesagt finde ich die Zahl 3000 irgendwie surreal. Einerseits eine schlichte Nummer, die andeutet: »Ja, diese Serie gibt es schon ein Stück lang.« Wenn man die Zahl aber hinterfragt, kommt man ins Staunen. 3000 Wochen? Fast 60 Jahre? Eine Serie, die es gibt, seit mein Vater 35 Jahre jünger war, als ich es jetzt bin? Und das Woche für Woche? Irre! Ich habe vor einigen Tagen Band 3000 und 3001 jemandem geschenkt, der langsam auf die 30 zugeht. Er hat von Rhodan wohl schon mal gehört, die Serie aber bisher nie bewusst zur Kenntnis genommen. Als ich ihm die Romane gegeben habe, sind seine Augen groß geworden. »3000 schon?«, hat er gefragt. In dem Augenblick ist mir klar geworden, wie ich Rhodan wahrgenommen habe, selbst zu einer Zeit, in der ich die Serie noch nicht gelesen habe (geschweige denn dafür geschrieben). Sie war etwas, das es »schon immer gab«. Seit meiner frühesten Erinnerung an Schreibwarenhändler, Kioske und Bahnhofsbuchhandlungen lagen da diese bunten Heftchen in den Regalen. Und egal, was in den Jahrzehnten meines Lebens geschah, während modischem Wagemut in den Achtzigern, während Neuer Deutscher Welle, während erster Liebe und erstem Herzschmerz, während Bundeswehrzeit, Ausbildung, dem Sammeln erster Berufserfahrung, während weltpolitischen Krisen, Kriegen irgendwo auf der Welt, wechselnden Regierungen und was noch alles – stets lagen diese bunten Heftchen in den Kiosken. Wie ein ewige Konstante, ein Anker, der einen glauben macht, dass sich manche Dinge trotz allem Wandel in der Welt eben doch nie ändern. Wie die Tagesschau um 20 Uhr, Fußball oder Coca Cola und wie alle anderen Dinge, von denen man weiß, dass es sie keineswegs »schon immer« gibt, die sich aber so anfühlen.

Und dann auch noch die Ehre zu haben, bei dieser ewigen Konstante ein bisschen mitspielen zu dürfen, das ist schon … wow! Wie gesagt: ein bisschen surreal.

Band 3000 ist aufgrund der Nummer ein Einstiegsband, für Neu- wie für Altleser. Wie groß war der Druck, den Anschlussband 3001 zu schreiben? Und wie bist du damit umgegangen?

Dass ich den Band schreiben darf, wusste ich ja schon lange, ehe Band 3000 oder ein Expo für Band 3001 vorlag. Während dieser Zeit fand ich es ein wenig einschüchternd, denn mir war bewusst, dass der erste Band nach dem großen Jubiläum ein wenig undankbar ist. Denn während der Jubiläumsband neue und ehemalige Leser anlockt, muss der Roman danach, die neu oder wieder Hinzugekommenen halten. Er darf also nicht so kompliziert ausfallen, dass er die Neuleser verschreckt, aber auch nicht so einfach, dass er Altleser unterfordert. Als es dann aber mit dem Schreiben losging, habe ich versucht, mich davon zu befreien, um nicht zu verkrampfen. Damit wäre keinem geholfen. Ab diesem Moment war es also ein Roman wie jeder andere.

Du hast die Gedanken einiger Besatzungsmitglieder eingebaut, wie sie mit dem Verlust von 500 Jahren umgehen. Was wären deine Gedanken, wenn du 500 Jahre „verloren“ hättest?

Sie wären ein Mittelding aus allen Gedanken, die ich im Roman geschildert habe. Warum? Na ja, schließlich habe ich diese Zwischenszenen geschrieben – und mich vorher immer gefragt: »Wie erginge es dir selbst?« Da eine solche Situation aber eine wäre, die man ohnehin nicht ändern kann, würde ich es wohl am ehesten mit denen halten, die nicht darauf schauen, was sie verloren, sondern was sie gewonnen haben. Besondere Aufmerksamkeit verdient meines Erachtens die Aussage von Muntu Ninasoma. Denn stell dir mal vor: 500 Jahre! Das wären rund 26.000 Wochen. Perry Rhodan würde also geradewegs auf Band 30.000 zumarschieren. Wie sollte man all die Romane innerhalb eines Lebens nachlesen können?

Der Siganese, Major Affatengo, hat eine Schwäche für Pralinen. Welche ist seine Lieblingspraline. 

Das hat er mir noch nicht verraten. Ich vermute aber, dass er keine Lieblingspraline hat, denn dass würde ja bedeuten, dass er alle anderen Pralinen weniger mag. Das ist etwas, was er den armen Dingern nie antun würde.

Der Zyklus ist zwei Hefte jung: Was kommt da auf uns zu?  Gib uns doch bitte einen Ausblick!

Schwierig. Würde ich schon alles erzählen, was ich weiß (und das ist gar nicht soooo viel), müsstet ihr die folgenden Bände ja nicht mehr lesen. Band 3000 hinterlässt viele offene Fragen.

Was ist mit der Erde geschehen? Wie kann es sein, dass sich niemand mehr an sie erinnert? Wo ist sie überhaupt?
Haben die Cairaner etwas damit zu tun oder kamen sie erst später? Welche Rolle spielt Zemina Path? Was hat es mit ihrem Koffer auf sich?

Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass Perry Rhodan Antworten auf all diese Fragen haben möchte – und sie wohl auch bekommen wird. Allerdings ist er bedächtig genug (Atlan würde wohl sagen: zögerlich), um nicht blind vorzupreschen. Er muss sich also zunächst einen Überblick verschaffen, wie sich die Lage in der Milchstraße verändert hat.

Wird er viel Bekanntes antreffen? Oder mehr Neues? Wie hat sich die Technik verändert? Haben sich neue Völker etabliert?

Ich glaube, ihm steht eine spannende Reise bevor.
Das ist dir zu vage?
Du willst es genauer wissen?

Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Woche für Woche wird Perry neue Eindrücke sammeln, neue Informationen bekommen und so das Puzzle langsam zusammensetzen. Am besten ist es, du verfolgst ihn auf seinem Weg.

Oliver, danke für die Antworten und deine Zeit. Nächste Woche stellt sich Michael Marcus Thurner meinen Fragen zu Heft 3002.

Perry Rhodan in der Sternengruft

Der neue Perry Rhodan Zyklus hat begonnen. Er trägt den Titel „Sternengruf“ und umfasst die Bände 2875 – 2899.

Cover Band 2875 von Arndt Drechsler

Auf der offiziellen Homepage heißt es hier: 

Wie schon einige Male vermeldet: Mit dem Roman »Die vereiste Galaxis« – verfasst von Christian Montillon, einem der zwei Exposéautoren – beginnt ein neuer Handlungsabschnitt der PERRY RHODAN-Serie. Der »Sternengruft«-Zyklus umfasst 25 Romane spielt hauptsächlich in der fernen Galaxis Orpleyd.

Heute präsentieren wir den Vorspanntext, der auf Seite drei des betreffenden Romans abgedruckt wird: Perry Rhodan in der Sternengruft weiterlesen