Archiv der Kategorie: Mythos Erde

Fünfzehn Fragen an Dennis Mathiak zu seinem Band 3054

Zum ersten Mal stellt sich Dennis Mathiak den Fragen von Roman Schleifer und verrät, wie nervös er war und ob er Zeilen schinden musste.

Dennis, du hast schon viele Fußabdrücke im Perryversum hinterlassen, ATLAN, PR-Miniserien, STELLARIS und nun mit der Erstauflage die Königsklasse.  Im Vergleich: Wie war das Schreiben des EA-Heftes?

Im Prinzip war es wie immer, nur etwas aufregender. Man arbeitet ja mehr oder weniger mit den Leuten zusammen, die man schon kennt, und es ist das gleiche Perryversum. Unterschiede gibt es immer, z.B. beim Exposéautor oder beim Format. Aber für mich ist PERRY RHODAN einfach das literarische Zuhause, dort fühle ich mich wohl.
Natürlich gab es jedoch  mehr zu recherchieren, weil ich mitten im Zyklus einen Roman verfasst habe. Und es war ein besonderes Kribbeln dabei, weil es mein Debüt für die Erstauflage war.

Ich gehe davon aus, dass du alle Hefte von 3000 bis 3053 gelesen hast. Was ist für dich das Faszinierende am Mythos-Zyklus?

Jeder Zyklus hat seine Stärken und Schwächen. Der Mythos-Zyklus ist der Aufbruch in ein neues Zeitalter der Serie, mehr noch als nach Band 2000, mit dem ich damals als Leser in die Erstauflage eingestiegen bin. Ich finde es spannend, die Milchstraße neu zu entdecken, und ich finde es gut, dass trotzdem das Kosmische nicht zu kurz kommt. Und faszinierende frühere Fäden, wie z.B. die Stadt Allerorten, werden trotzdem weiter verfolgt. Ich denke, die Mischung ist ausgewogen und daher für eine Serie, die viele Geschmäcker bedienen muss, gelungen.

Der Mythos-Zyklus hat ja mehrere Handlungsebene. Konntest du dir mit 3054 eine aussuchen oder hast du sie zugeteilt bekommen.

Die Ebene habe ich zugeteilt bekommen. Ich hatte aber bereits im Vorfeld Kontakt mit Wim Vandemaan und Christian Montillon; vielleicht hätte ich da auch einen anderen Wunsch äußern können, aber der Gedanke ist mir gar nicht gekommen. Die Handlungsebene hat sich interessant angehört.

Hättest du eine andere lieber gehabt?

Nein, das war mir gleich, weil mir bisher alle Handlungsebenen gut bis sehr gut gefallen haben.

Wie war es, zum erste Mal ein EA-Expo zu lesen?

Hättest du mich das vor ein paar Jahren gefragt, hätte ich wahrscheinlich »aufregend« geantwortet. Mittlerweile habe ich allerdings so viele Exposés gelesen, dass die Aufregung eher daher rührte, dass ein Traum in Erfüllung gegangen ist, indem ich für die Erstauflage schreiben durfte. Es war toll, aber so sehr unterscheiden sich die Exposés nicht von den anderen Perry-Exposés. Letztendlich hat eh jeder Exposé-Autor seinen eigenen Stil.

Wie groß war deine Nervosität auf einer Skala von 0 bis 10?

Das schwankte. Beim Schreiben ging das eher gegen 0, denn da konzentriere ich mich auf die Kreativität und das Handwerk. Die Nervosität steigt jedoch immer, wenn der Text zur Redaktion geht. Das ist jedes Mal so, aber dieses Mal vielleicht etwas intensiver.



Wenn du deine Perryversums-Beiträge betrachtest … wie hast du dich von Beitrag bis heute schriftstellerisch weiterentwickelt?

Ich glaube, dass ich mich von Beitrag zu Beitrag konstant weiterentwickelt habe. Ich bin kein Vielschreiber, daher sind das für mich immer kleinere Sprünge, die ich mache. Und bei jedem Beitrag lerne ich etwas Neues, und ich versuche auch immer etwas Neues umzusetzen.

Du hast mit Icho Tolot das Fremdwesen des Perryversums als Haupthandlungsträger. Wie leicht/schwer fiel dir der Umgang mit ihm?

Relativ einfach, nachdem ich den Ansatz aufgegeben habe, Icho Tolot zumindest teilweise als Perspektivfigur zu nutzen. Das traue ich mir generell zu, aber bei diesem Roman hat es einfach nicht gepasst, da brauchte ich jemanden, der mit mehr Emotion an die Sache rangeht. Das Setting mit der Vektormaterie bedingte das meiner Meinung nach.

Der Roman unterteilt sich in zwei Ebenen – jene mit den Galaktikern und jene mit einem eher mittelalterlichem Setting. Gefühlt ist die »mittelalterliche« leichter von der Hand gegangen. Stimmt das?

Ja, das stimmt.

Was war der Grund?

Zum einen habe ich einen Roman geschrieben, der die Fortführung einer Handlungsebene beginnt, und das kurz nach der Zyklushalbzeit. Erfahrungsgemäß ist das ein Zeitpunkt, an dem Leser neu einsteigen oder wieder einsteigen. Ich musste also sowohl die Stammleser wieder abholen, die vier Wochen Pause auf dieser Handlungsebene hatten, als auch potentielle Neu- und Wiedereinsteiger. Da gab es viel zu erklären, und das möglichst unterhaltsam. Das war eine neue Herausforderung für mich.

Zum anderen habe ich das Exposé gelesen, meinen Roman strukturiert und angefangen zu schreiben. Und auf der »mittelalterlichen« Ebene (ich denke, es ist eher eine frühindustrielle Handlungsebene) ging mir das direkt leicht von der Hand. Die Geschichte schrieb sich fast von selbst. Da hatte ich einfach Glück.

Zitat: »Alte Traditionen schwanden dahin, leider.«
Wie siehst du das? Von welchen Traditionen musste sich Perry Rhodan verabschieden. Als Figur und als Serie?

Als Unsterblicher ist die Figur eine Konstante. Aber alles um ihn herum ist im stetigen Wandel. Ich denke dabei immer an die Vampir-Romane von Anne Rice, in denen ich mal gelesen habe, dass nur die Vampire überleben, denen es gelingt, sich an die neuen Zeiten anzupassen. Perry z.B war anfangs ziemlich militärisch geprägt, das hat sich geändert. Ich denke, ihm gelingt das Kunststück, sich stets seinem Umfeld anzupassen, dazu zu gehören, und sich dennoch treu zu bleiben.

Ob die Serie sich von Traditionen trennen muss … ich glaube nicht. Schließlich ist es ja eine Tradition der Serie, sich immer wieder neu zu erfinden. Der 1000-Jahre-Sprung, der Untergang des Solaren Imperiums, die Einführung der kosmischen Mächte, Monos, Thoregon, jetzt die Cairanische Epoche. So bleibt die Serie am leben.

Sicher werden wir uns aber irgendwann vom Format des Heftromans verabschieden müssen, befürchte ich. Aber bis dahin ist noch Zeit.

O’Shannon, die noch in den Vorbänden in Suspension gebracht wird, damit sie der Advokat nicht orten kann, agiert frei auf dem Planeten. Da hätte doch sofort der Advokat auftauchen müssen … hm … ?

Vielleicht. Allerdings wissen wir nicht, wo sich der Advokat befand, wie schnell er auf O’Shannon aufmerksam wurde, wie lang er bis nach Zpud brauchte, welchen Einfluss die Vektormaterie des Abyssalen Verlieses auf den Erfolg der Lokalisation O’Shannons hatte, und, und, und …

Bru Shaupaard lehnt für mich zurecht die Untersuchung des abgestürzten Ladhonen-Raumer ab, doch Tolot setzt sich für mich mit einer fadenscheinigen Begründung durch. Musstest du Zeilen schinden oder stand es im Expo?

*lacht*
Das müsste ich jetzt nachlesen, aber so ähnlich müsste das im Exposé gestanden haben. Aber ich finde die Begründung Tolots nicht fadenscheinig. Die Gruppe befindet sich auf fremdemT Terrain, und dort ist es wichtig, Informationen zu sammeln. Und das Verlies der VECU rennt ja nicht weg.

Eine Superintelligenz, die sich auf sechs Lebewesen aufteilt … puh … sind das nicht viel zu wenige?

Bedenke, dass es eine Schwundstufe der VECU ist. Aber genaue Hintergrundinformationen dazu gab es in meinem Exposé nicht.

Wann lesen wir wieder etwas in der EA von dir?

Puh, keine Ahnung. Ich hoffe, dass es nicht so lange dauern wird. Aber das muss dann ja für beide Seiten passen. Da steht eher die Zeitfrage im Weg, sonst hätte ich Klaus Frick, Christian Montillon und Wim Vandemaan schon längst damit genervt, ob und wann ich wieder loslegen darf.

Dennis, danke für deine Zeit.

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Hier zur Handlungszusammenfassung:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3054

Fünfzehn Fragen an Christian Montillon zu Band 3053

Zum vierten Mal in Folge stellt sich Christian Montillon den Fragen von Roman Schleifer. Abschließend verrät er, wie er sich die Hefte, die er schreibt,  aussucht und ob Perry Rhodan schneller schießt als Lucky Luke.

Christian, nach welchen Kriterien suchst du dir als Expokrat die Hefte aus, die du schreibst?

Im Normalfall nach dem Motto: »Dann und dann habe ich Zeit, das ist dann ungefähr Nummer XYZ«. So funktioniert das übrigens weitgehend bei allen Autoren – die Kunst ist, Zeitpläne von so vielen kreativ tätigen Menschen unter einen Hut zu bringen. Aktuell ist das Motto für mich allerdings: »Da gibt es unsere Planung nach einen Roman im Dyoversum.«

Du eröffnest Kapitel 1 von »Mars« mit »Was Perry Rhodan erlebte«. Ist das eine Anspielung an die Spoilervariante von Macca im Galaktischen Forum: »so hätte es Perry Rhodan erzählt; so hätte es Sichu erzählt« etc?

Da kann ich dir eine wortgewaltige Antwort geben: Nein.

Mich beschleicht der Verdacht, dass die Sicherheitsbehörden auf Terra im Dyoversum unfähig sind. Einerseits ist Terra und das Militär massiv von den Vanothen unterwandert, andererseits treiben sich Topsider in menschlicher Verkleidung auf Terra herum. Was beabsichtigt ihr damit?

Wir beabsichtigen damit, die Situation vorzustellen. Und die ist meiner Meinung nach nicht: »Die sind unfähig«, sondern: »Es gibt Vanothen, und die sind ja nicht böse – aber es gibt Radikale darunter.«
Wo ist da die Unfähigkeit?
Und dass Feinde undercover unterwegs sind, nun, ist nicht gerade das Allerneueste unter der Sonne.

Welchen Grund gibt es, als Terraner mit den Topsidern gemeinsame Sache zu machen?

Ich glaube, keinen logischen. Zumindest nicht auf den ersten Blick – die Sichtweise des Verräters im Roman kann man vielleicht sogar nachvollziehen? Mir sagte jemand, dass er da erst einmal hat schlucken müssen, weil er das durchaus versteht. Was ja nicht heißt, dass man es gut finden muss.
Andererseits brauchen Menschen nicht unbedingt logische Gründe, um etwas zu tun. Ich sehe zum Beispiel keinen logischen Grund, Nazis zu wählen.

Die Handlung auf Terra erinnert mehr an Agentenromane, in das die Historie von Homer G. Adams samt Terra eingeflochten wurde. Wolltet ihr damit einen Kontrast zu der kosmischen Handlungsebene Ancaisin setzen?

Kontraste setzen, das finde ich gut. Abwechslung ist wichtig und schon immer ein prägendes Element der Serie. Es gibt Romane, die leben eher vom „Sense of Wonder“, wie immer man den auch definieren will, andere, die sind eher bodenständig, wie immer man das auch definieren will – ich denke, es sind übrigens auch alle Genres möglich, die auf die eine oder andere Weise bespielt werden im Perryversum.

Wird uns Iwan/Iwa auch noch 3100 begleiten?

 Du weißt ja, wann du die Antwort auf diese Frage bekommst: Bei Band 3100. Oder danach. Wenn du siehst, ob die Figur dann mitspielt …

Zitat: »Rings um Rhodan flimmerte der Schutzschirm seines SERUNS, der sich selbsttätig aktiviert hatte.«
Davor wurde Rhodan von einer Frau beschossen und hat sie paralysiert, bevor sich der Schutzschirm des SERUNS aktiviert.
Dass Perry Sofortumschalter ist, wussten wir schon. Aber dass er Lucky Luke ähnelt, und schneller schießt, als die SERUN-Positronik auf die Angreiferin reagiert, war mir neu …

Besser als Asterix – stell dir nur vor, Perry würde Zaubertrank schlucken und Bully bekäme keinen, worauf er brummelnd zur Seite spricht, dass er ja keinen bekommt, weil er als Baby blablabla …

Eine Frage aus dem Galaktischen Forum von Zeut-42: »Die Topsider kommen prominent in allen vier Romanen vor. Was hältst du von ihnen und wie hat sich deine Einstellung zu ihnen im Laufe der vier Romane geändert?«

Ich finde, die Topsider sind ein interessantes Volk; wir kennen sie schon so lange, und doch sind sie irgendwie … fremd. Und hier im Dyoversum konnte ich sie ganz neu vorstellen und Akzente setzen. Mittlerweile – also nach dem Schreiben dieser vier Romane – finde ich sie noch interessanter. Und auf eine sehr seltsame, undefinierbare Weise auf echsenhafte Art menschlich.

Perry Rhodan war noch nie in der Situation, dass ihn keiner kannte bzw. ihn für einen Mythos gehalten hat. Wie habt ihr Rhodan durch den Zyklus bislang neu ausgelotet?

Ich persönlich (ich kann da nur für mich sprechen) denke, Perry behauptet sich als feste Persönlichkeit, als starker Charakter – auch wenn alle denken, er existiert gar nicht, oder automatisch annehmen, er wäre ein Fake.
Klammer auf: Haha, mir glauben Menschen manchmal auch nicht, dass ich existiere bzw. »echt« bin – nämlich Kinder während Lesungen der »drei ???«, die mich fragen: »Sind Sie echt?!« Klammer zu.

Perry Rhodan gibt NATHAN Anweisungen, obwohl Perry kein offizielles Amt bekleidet. Oder habe ich da etwas überlesen?

NATHAN hat intensiv getestet, ob Perry echt ist … und kam zum Ergebnis, dass es so ist. NATHAN kennt Perry. Schon ewig. Perry hat Autorität. Und er arbeitet zu dem Zeitpunkt schon mit der Regierung zusammen, was wohl auch ein hüpfendes Komma ist. Also, ein springender Punkt.

Sichu Dorksteiger ist ja eine Ator und stammt aus einer anderen Galaxis, ist also die einziger ihrer Art in der Milchstraße. Wieso wird dabei ihr nicht thematisiert?

Weil das jeder weiß – und man so etwas nicht unbedingt vor sich herträgt. Es wurde ja thematisiert, als die Figur neu war.

Sag mal, haben die Topsider eigentlich Iya, als es noch im Dyoversum war, auch in ihr Territorium einverleibt? Findet sich auf Iya jetzt eine Patronatssonde?

Davon wissen wir nix. Es wurde nie erwähnt, nie thematisiert. Wer weiß?

Was war der Grund, dass ihr Rico aus der Versenkung geholt habt?

Rico befindet sich auf Terra. Dass er in der Situation, wie sie sich nun einmal gestaltet, in Erscheinung tritt, finde ich logisch.

Du erwähnst drei Mal »Zweiundzwanzig Stockwerke. Beinahe siebenhundert Stufen«. Welche Rollte spielt diese Information für die zukünftige Handlung?

Keine. Es ist für die Situation relevant, in der das geschildert wird – es drückt aus, was die Figuren empfinden, bzw. die Figur, aus deren Perspektive geschrieben wird.

Heft 3059 trägt den Titel »Der transuniversale Keil – sie erhalten eine Botschaft aus der Parallelwelt« – blüht uns da noch ein Dyoversum?

Das hat damit gar nix zu tun. Und »noch ein Dyoversum« kann’s ja von der Natur der Sache her gar nicht geben – es wäre tatsächlich der »dritte Zwilling« 😀

Noch einmal zu deinem im April erscheinenden Sci-Fi Buch »Fallender Stern«. Ist das Buch abgeschlossen oder könnt es eine Fortsetzung geben?

Ja.
Also: Ja, es ist abgeschlossen.
Aber auch: Ja, es könnte eine Fortsetzung geben. Das ist bei den meisten Romanen möglich. Aber wer das Buch zu Ende liest, hat einen abgeschlossenen Roman gelesen.  

Wie wär’s mit einer interessanten Stelle aus dem Buch?

Nun, lass mich einfach das Zitat bringen, das ganz am Beginn des Romanes steht (nach dem herrlich altmodischen Inhaltsverzeichnis):

Der 16. Mai 2033 veränderte die Welt, obwohl wir alle wussten, dass wir noch dreißig Jahre warten mussten. Drei Jahrzehnte. Und weil nicht genug Zeit blieb, brach Hektik aus.

Holovideo aus dem Oval Office zum Jahrestag der Entdeckung, abrufbar seit 16. Mai 2053.

Ab wann wird es eine Leseprobe geben?

 Ich rechne täglich damit. Mehr weiß ich auch nicht, leider. Aber hier aus dem Gedächtnis der erste Satz (kann leicht anders sein, ist nur aus dem Gedächtnis): »Amy lief Schlittschuh, und Eric sah ihr zu.«

Angenommen du landest mit dem Buch einen Weltbestseller und hättest finanziell ausgesorgt: Würdest du RHODAN an den Nagel hängen oder weitermachen?

Wieso »angenommen«? Genau das wird passieren. 😀
Und RHODAN werde ich nicht an den Nagel hängen.  

Christian, danke für deine Zeit.

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Hier zur Handlungszusammenfassung:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3053

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Elf Fragen an Klaus N. Frick zur ersten Hälfte von Mythos Erde

Chef-Redakteur Klaus N. Frick stellt sich zum zweiten Mal den Fragen von Roman Schleifer. Im Interview verrät er, was für ihn »Mythos Erde«  einzigartig macht und auf welche Handlungsebene wir uns freuen dürfen.

Rückblickend: Welche Idee im aktuellen Zyklus hat dich meisten fasziniert?

 Nach wie vor finde ich die Idee großartig, den Mythos der verschollenen Erde aus den Anfängen der PERRY RHODAN-Serie aufzugreifen und endlich umzusetzen.

Welcher Punkt im Zyklus hat für dich die meiste Spannung erzeugt?

Schwer zu sagen – ich bin ja immer in den internen Diskussionen drin und weiß von daher sehr früh, wie welcher Handlungsabschnitt ausgeht. Mich interessieren dann eher so Dinge wie »schafft es der Autor trotz Termindruck, einen guten Roman zu liefern?« oder »klappt die Aktion, die wir uns zu diesem Roman ausgedacht haben?«; es sind bei mir also weniger die Handlungsfragen.

Wenn du Mythos Erde mit anderen Zyklus vergleichst: Was macht Mythos Erde einzigartig? Und was soll in zehn Jahren von Mythos Erde in Erinnerung bleiben?

Der Zyklus erzählt nicht die Geschichte eines Angriffs auf die Erde, sondern die Geschichte eines Verschwindens und Suchens – das ist ein anderer Ansatz. Es ist auch nicht klar, wer eigentlich die »Bösewichte« sind; Perry Rhodan ist zudem jemand, der sich in seiner Milchstraße und auf seiner Erde wie ein Fremdkörper vorkommt. Das finde ich ungewöhnlich und einzigartig. Was in Erinnerung bleiben wird, kann ich kaum sagen: sicher ungewöhnliche Ideen wie die Zerozone oder neue Schauplätze wie Gongolis.

Welche Marketingmaßnahmen sind für Mythos Erde noch geplant?

 Wenn wir etwas nicht haben, dann »Maßnahmen«. Wir sind doch keine Schneider, die Maß nehmen müssen.
 Scherz beiseite, das Wort »Maßnahme« ist mir verhasst, weil es nichts Konkretes aussagt, meist von Politikern benutzt wird und die Wahrheit verschleiert. 
Zurück zur Frage: Wir haben zuletzt Band 3050 beworben, weil wir uns erhoffen, mit dem »Zerozone«-Vierteiler potenzielle Neuleser zu einem Einstieg in den laufenden Zyklus zu bringen. Wir werden möglicherweise einen weiteren Vierteiler dieser Art noch einmal stärker bewerben, auch in Form von Anzeigen, die wir in Zeitschriften des Bauer-Konzerns schalten. Damit hoffe ich immer darauf, Exleser zu erreichen, die beispielsweise die »AutoZeitung« lesen, oder potenzielle Neuleser über Hefte wie »Welt der Wunder« anzusprechen. So etwas machen wir immer wieder, auch und gerade im laufenden Zyklus.

Vorausschauend: Welche Handlungsebene könnte uns ganz besonders staunen lassen?

 Ich finde die Auflösung sowohl für die Bleisphäre als auch für Terra sehr verblüffend. Aber mehr sage ich dazu nicht. Auch nicht, wann wir genau was aufklären.

Ihr arbeitet ja bereits an der Konzeption für den nächsten Zyklus. Zeitgleich kommt eine neue SOL-Miniserie, PR-Neo liest du ebenfalls und die Erstauflage sowieso. Verrate uns dein Geheimnis in 24 Stunden die Arbeit von 48 Stunde reinzuquetschen.

Ich lese recht schnell; das ist wahrscheinlich das ganze Geheimnis. Und ich schaue beim Arbeiten halt definitiv nicht auf die Uhr. Sagen wir so: Wenn ich am Sonntagmittag ein spannendes Manuskript lese oder ein interessantes Datenblatt durcharbeite, betrachte ich das echt nicht als Arbeit.

Wie behältst du bei so vielen Serien den Überblick?

 Ich lese und arbeite blockweise. Also: Nachmittags mache ich beispielsweise nur NEO oder nur die Miniserie. Und wenn ich beispielsweise Texte für die Silberbände schreibe, mache ich in der Zeit nichts anderes. Ich bin dann sehr gut darin, das Telefon zu ignorieren, um ein Beispiel zu nennen …

Wie stark ist die Verlockung Ideen für den nächsten Zyklus vorzuziehen und in dem aktuellen Zyklus zu verwenden?

 Diese Verlockung gibt es nicht, zumindest nicht bei mir. Die Autorinnen und Autoren haben so viele Ideen, da muss man nichts vorziehen. Im Verlauf des Zyklus wird natürlich immer mal wieder anders gewichtet, das ist normal.

Gab es das schon einmal?

 Meines Wissens nicht.

Wenn du den nächsten Zyklus mit einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre es?

 Faszinierend.

Wenn man die Darstellung von Rhodan auf dem 3000er und dem 3050er vergleicht … wieso gibt es im Sinne einer Identifikation keine einheitliche Rhodan-Darstellung?

 Ich halte viel davon, den Künstlern ihre Eigenständigkeit zu lassen. Wir haben zudem kein Foto als Vorbild, auch keinen Schauspieler, dessen Gesicht in unzähligen Variationen als Grundlage vorhanden ist. Bei diesen Ausgangsbedingungen lässt sich kaum vermeiden, dass es unterschiedliche Darstellungen gibt.

Klaus, danke für deine Zeit.

Handlungszusammenfassung zum Mythos Erde-Zyklus findet sich hier:
https://www.perrypedia.de/wiki/Mythos_(Zyklus)

Sechzehn Fragen an Christian Montillon zu Band 3052

Christian Montillon verrät im dritten Interview in Folge mit Roman Schleifer, ob er sein Todesdatum wissen wollen würde und welchen Job er im Perryversum gern hätte.

Letzte Woche hast du aufgedeckt, dass Oliver Fröhlich und du für den Vierteiler vorgesehen gewesen wären. Was verrätst du uns heute über den Vierteiler, das wir noch nicht wissen?

Wahrscheinlich denkt sich das sowieso jeder, aber mit dem Viererblock ist die Dyoversum-Sache nicht abgeschlossen. Es gibt einen schicken Cliffhanger. Den ich gemeinsam mit einer Teamautorin auflösen werde.

Die geheime Struktur der Vanothen, die sich durch sämtliche Schichten der Gesellschaft zieht … das klingt nach Verschwörungstheorie. Wenn morgen rauskäme, dass unsere westliche Gesellschaft unterwandert wäre – von welchen potenziell Gefährlichen hättest du am meisten Angst?

Ich hätte keine Angst. Klingt vielleicht überheblich, ist aber nicht so gemeint. Wenn’s mich in Sachen Unterwanderung – das trifft es nicht ganz, aber ich denke man versteht, was ich meine – irgendwo und irgendwie graust, dann vor sehr rechten Tendenzen.  

Die Onryonen haben die Vermehrung im Dyoversum eingestellt. Das erinnert mich an den Birthstrike zugunsten des Klimawandels. Stand der Birthstrike dafür Pate? Was hältst du davon?

Nein, der stand nicht Pate. Und wenn du eine ehrliche Antwort willst … ich halte davon weniger als nichts. 

Tomasso Coens Wahlspruch: »So bin ich eben, ein Terraner wie ihr alle.«
Derzeit sucht die CDU einen Parteivorsitzenden, der Bundeskanzlerin Merkel bei den Bundestagswahlen beerben soll – angenommen, du wärst einer der Kandidaten: Wie wäre dein Wahlspruch?

 »Politik ist nicht das Richtige für mich!«
Ein Wahlspruch, der das beweist, was er aussagt.

Ich bin irritiert, dass offenbar so viele Terraner lieber mit den Topsidern paktieren und ihr Volk verraten. Gefühlt brecht ihr hier mit der bisherigen Schilderung der Terraner als Einheit, wenn es darauf ankommt. Wie konnte der Vanothe sie derart innerhalb weniger Jahrhunderte verändern?

Ich glaube, nicht der Vanothe hat sie verändert … er hat einen Prozess angeschubst, der zeigt, was mit einem isolierten Volk passieren kann.

Um Adams am Leben zu erhalten, verbrauchen die Terraner Unmengen an kostbaren Hyperkristallen. Für das Fußvolk würde man nicht so viel opfern. Ist also selbst im 6. Jahrtausend immer noch nichts mit der Gleichheit aller?

Wer sagt das? Also dass man für dich und mich nicht dasselbe opfern würde? (Aber, du magst mich einen Pessimisten nennen, ich glaube das tatsächlich nicht, dass in der Zukunft »menschliche Gerechtigkeit« soweit einziehen würde, dass alle gleich behandelt werden.)

Zitat: »Manches darf ein Rätsel bleiben. Wie der Tod.«
Würdest du gern dein Todesdatum wissen?

Nein. Das hat schon seinen Sinn, dass man das nicht weiß.

Die Beziehung mit Amalia Serran hat Homer G. Adams verändert. Wie hat die Beziehung zu Sichu Perry verändert? Und wie Shinae Bully?

Da wird man die Romane lesen und das Gelesene auf sich wirken lassen müssen. Ich glaube, Sichu tut Perry gut. Ich habe vor allem in 3050 die beiden auch mal privat gezeigt, und in 3051 auch … das ist so meine Vorstellung davon, wie sie miteinander umgehen und was das bewirkt. Wobei man das Letztere zwischen den Zeilen lesen muss. Und da gehört es auch hin, denke ich.

Wieso hat der Suspensionsalkoven keinen Schutzschirm?

Wieso sollte er einen haben? Der Raum ist bestens gesichert.

Das Ende hat mich schockiert und sogleich an Ronald Tekeners Abgang denken lassen. Zuerst positioniert ihr die Figur prominent, alle Leser sagen, wie toll er doch ist – nur, damit die Leser nachher umso stärker heulen, wenn er stirbt. Was habt ihr mit Adams vor?

Lies den nächsten Roman. Auch wenn diese Aussage vielleicht langweilig ist. Du und deine Spoiler-Fragen 🙂

Im letzten Interview meintest du, du hast den coolsten Job der Welt. Angenommen du wärst im Perryversum … welchen Job würdest du dann wählen?

 Vermutlich den des Autors. Vielleicht würde ich ja eine historische Serie über das 21. Jahrhundert alter Zeitrechnung schreiben.

Und mit welchem Unsterblichen würdest du tauschen wollen?

Mit keinem! Ich bin ich. Das gefällt mir. Das ist richtig so.

Im April kommt dein Science Fiction Buch »Fallender Stern«. Die wenigsten RHODAN-Autoren haben eigenständige Bücher veröffentlicht. Woran liegt das?

Da musst du die anderen Autoren fragen. Ich für meinen Teil habe das lange nicht getan, und jetzt ist die Zeit reif dafür. Das wird sicher nicht das einzige Serien-unabhängige Buch von mir bleiben. Genauer gesagt, gibt es im Herbst schon Nachschub. Dann aber vom Kinderbuchautor Christoph Dittert, gemeinsam mit einem Freund geschrieben. Ein weiteres SF-Buch bei Piper … nun, halte ich auch nicht für ausgeschlossen. 2021 ist ja auch noch ein Jahr, gell?

Der Klappentext von »Fallender Stern«:
Am zehnten Geburtstag der Zwillinge Amy und Eric wird auf einem Asteroiden ein Funksignal entdeckt: der Beweis für außerirdisches Leben! Von nun an entbrennt auf der Erde ein Wettlauf gegen die Zeit. Internationale Entwicklungsteams bereiten eine bemannte Raumfahrt vor, denn in 30 Jahren wird der Asteroid der Erde am nächsten sein – die Möglichkeit für einen Erstkontakt. Doch die Gesellschaft ist gespalten. Nicht alle blicken dem Ereignis zuversichtlich entgegen. Auch Amys und Erics Familie zerbricht  …
Wie schwer war es, RHODAN und das Buch zeitgleich zu schreiben? Wie leicht kannst du umswitchen?

Das war schwer. So schwer, dass ich es weitgehend gar nicht gleichzeitig getan habe. Unter anderem (aber nicht nur) deswegen habe ich in der ersten Zyklushälfte sehr wenig Romane geschrieben. Aber wie gesagt, die Rechnung CM-schreibt-einen-Einzelroman-bei-Piper-darum-fällt-er-bei-PR-monatelang-aus geht nicht auf. Im Nachwort des Fallenden Sterns schreibe ich etwas zu Dingen wie einer Schreibblockade.
Umswitchen fällt mir generell aber recht leicht. Mache ich ständig, wenn auch vielleicht nicht ganz als Sofortumschalter.

Wenn du Amy und Eric mit RHODAN-Figuren vergleichst: Welche wären sie dann?

Das geht leider nicht: Sie SIND keine RHODAN-Figuren. Ganz bewusst ja nicht – es ist eine ganz andere Erzählweise, die ganz andere Figuren bedingt. Die ihr Leben ganz anders mitteilen, als ich das in einem PR-Roman vermitteln würde.

Was konntest du nach Beendigung des Buches für RHODAN mitnehmen?

Lust auf den geringen Umfang. Weshalb ich dann, haha, gleich mal den Viererblock geschrieben habe … der Mensch ist doch seltsam, oder nicht?

Das lasse ich jetzt einfach so stehen … 🙂
Christian, danke für deine Zeit.

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Hier zur Handlungszusammenfassung:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3052

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Einundzwanzig Fragen an Christian Montillon zu seinem Band 3050 und an den Expokraten in ihm

Christian Montillon verrät im Interview mit Roman Schleifer ob er den Vierteiler des Geldes wegen geschrieben hat und was der schärfste Kritiker über den Zyklus »Mythos Erde« sagen würde.

3050 – 3053 ist ein Vierteiler von dir verfasst.  Vor dir hat nur Ernst Vlcek vier Romane hintereinander geschrieben (939-942). Wie stolz bist du darauf?

Stolz ist das falsche Wort.
Hach, das macht Spaß, gleich mal ganz am Anfang den Interviewer zu verbessern 🙂
Es ist ein großes Projekt gewesen, und ich habe es geschafft. Lass mich mal von »Erleichterung« sprechen. Es gab Gründe dafür, dass es so kam (*orakel*), und ich denke, es war für die innere Geschlossenheit des Viererblocks gut. Es war ein Projekt, das ich wirklich geliebt habe.
So viel mal dazu. Und nachdem das alles gesagt ist: Ach, irgendwie schon so richtig stolz! 😉

Hätte es dich nicht gereizt, den ersten Fünfteiler zu schreiben?

Nein, auf die Idee bin ich nie gekommen.

Wie ist es überhaupt dazu gekommen? Provokante Frage: Brauchtest du das Geld?

Das Geld hat keine Rolle gespielt. Ich meine, ich nehme es jetzt gern, so ist es nicht … haha, aber es war keine Überlegung: »Ich schreib mal vier Romane, damit ich viermal Kohle bekomme.«
Zumal ich dann hätte genauso gut (frei phantasiert) 3050, 3055, 3060 und 3061 hätte schreiben können. Oder ein paar Romane in der ersten Zyklushälfte, in der ich ja als Autor sehr unterrepräsentiert war.

Was sollen die Leser am Ende des Vierteilers über eben diesen sagen?

»Das hat Spaß gemacht. Das war spannend und auch noch ein wenig zum Nachdenken anregend. Und Homer ist ja eine coole Figur, das hätte ich gar nicht gedacht.«

Tun wir mal so, als ob du dein schärfster Kritiker wärst: Was würdest du dir in Bezug auf Mythos Erde vorwerfen?

Ich als mein schärfster Kritiker würde über den Zyklus vielleicht sagen, dass Zemina Paath nach einer doch recht starken Einführung ein wenig aus dem Fokus geraten ist. Ob dieser schärfste Kritiker allerdings recht hat, weiß ich nicht.

Und angenommen, du wärst dein größter Fan: Wofür würdest du dich in Bezug auf Mythos Erde am meisten loben?

Ich habe es nicht so damit, mich selbst zu loben. Aber meinen Mit-Exposéautor Hartmut Kasper würde ich für seine Phantasie loben und die verflixt coole Idee des Dyoversums. Außerdem dafür, wie der Zyklus ausgeht. Sprechen wir in einem Jahr nochmal drüber.

Welche Idee aus Mythos Erde fandest du am »geilsten?«

Das Dyoversum.

Zitat: »Sollte ich diese Reise nicht überleben, sterbe ich im Bewusstsein, dass sie sich gelohnt hat.«
Wenn du morgen abtreten würdest, was hat sich für dich im Leben gelohnt?

Mit Gott in Beziehung zu stehen. Meine Frau geheiratet und Kinder bekommen zu haben. Den coolsten Job der Welt gefunden zu haben.

Die Bedrohung der 62 Jahresfrist ist im ersten Moment für Perry Rhodan natürlich tragisch – andererseits denke ich nicht, dass er sich 62 Jahre in dem Dyoversum aufhalten wird, sondern vorher eine Rückführung der Erde und Luna möglich sein wird. Hätte man hier nicht eine andere »ticking clock« verwenden sollen?

Nein, ich glaube nicht. Ich denke, die Frage »Ups, wird Perry im Dyoversum vielleicht draufgehen, weil sein ZA versagt?« ist nicht soooo prickelnd. Bei Homer in PR 3050 sieht das schon anders aus. Da fand ich es prickelnd.

Homer G. Adams erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Nachdem er im Cantaro-Zyklus Chef der Widerstandsbewegung war, steht er 3050 wieder im Fokus. Was ist der Grund, dass der älteste Terraner so selten im Mittelpunkt steht?

Ich denke, er ist keine einfache Figur. Etwas verkürzt gesagt: Kein Held, mit dem man Action machen kann. Aber er bietet faszinierende Perspektiven. Ich habe zum ersten Mal mit ihm so richtig gearbeitet in 3050ff. Das war sehr spannend und eine Entdeckungsreise für mich.

Im Dyoversum fällt die hochgezüchtete Technik der TESS erst einmal aus und ist besserer Schrott. Angenommen bei uns in der Echtzeit gebe es einen Degrader: auf welches technische Gimmick könntest du *nicht* verzichten?

Ach, ich könnte auf alle verzichten. Ich möchte zwar nicht, aber es ginge schon. Ich finde ja Filme super. Und ich reise gern. So ein Flugzeug ist schon was Tolles.

Was wäre Bullys erster Kommentar zum Dyoversum gewesen?

Müsste man ihn mal fragen.

In Band 3050 thematisierst du die Problematik eines Zellaktivatorträgers – am Ende steht er am Grab seiner Freunde. Würdest du einen wollen?

Nein, ich denke nicht. Das ist nicht das echte Leben. Das besteht darin, geboren zu werden, älter zu werden und – Teil des Lebens! – zu sterben. Klar, ich möchte noch lange leben, das wäre klasse. Aber nicht unnatürlich lang. Mit dem Tod ist es, davon bin ich eh überzeugt, nicht zu Ende.

Die Zerozone ist ein Zwilling unseres Universums, das beim Urknall entstanden ist. Es ist unrealistisch, dass es sich Milliarden von Jahren annähernd gleich entwickelt hat. Welcher Plan einer kosmischen hohen Macht steckt dahinter?

Das ist in der Tat unrealistisch. Darum stellen sich die Romanfiguren diese Fragen ja. Und ich werde mich hüten, sie hier zu beantworten. Aber ob es ein Plan einer hohen kosmischen Macht ist?
Wer weiß. Vermuten kann man das. Wissen sicher nicht. Das Institut zur Erforschung des Dyoversums werden wir noch kennenlernen.

Die Aussage, das Dyoversum hat sich seit Jahrtausenden nahezu identisch entwickelt, ist so nicht haltbar. Immerhin fehlen die alt bekannten Intelligenzenwesen. Wieso spricht man von diesem angeblichen Gleichklang der beiden Universen?

Wart mal ein wenig ab, was »man« so sagt.

Wir erfahren, dass Schokolade mit ganzen Nüssen *nicht* Rhodans Lieblingsschokolade ist. Welche ist es dann?

Das weiß ich nicht. Vielleicht finde ich es (gemeinsam mit Tergén) noch heraus. Die Stelle zu schreiben, hat mir jedenfalls Riesenspaß gemacht, weil dieses Detail, denke ich, viel über Tergén und einiges über Perry verrät.

Könnte man die Idee des Dyoversums eigentlich als PR-Neo-Neo bezeichnet?

Du hast aber auch Ideen :-).
Nicht mal ansatzweise wäre ich darauf gekommen.

Die Topsider verlangen die Auslieferung Rhodans. Woher kennen sie ihn? Im Dyoversum ist er bislang noch nicht in Erscheinung getreten.

Gute Frage. Abwarten und weiterlesen.

Ich darf mich und Hartmuts Antwort vom 6.07.2019 zitieren:

Ich gehe davon aus, dass die Erde sich irgendwann wieder im Solsystem befindet – würde Perry die Ayees dafür opfern?

Ich gehe davon aus, dass Rhodan keine Person ist, die andere Lebewesen für die eigenen Ziele opfert.

Wie überredet Perry die Terraner, die Terra weiterhin im Dyoversum haben wollen, dass sie die Erde rausrücken und zurückversetzen?

Wenn du das wissen willst – vielleicht passiert ja auch etwas völlig anders – wirst du, tja, weiterlesen müssen.

49 Interviews haben wir schon hinter uns – welche Aha-Erlebnisse gab es für dich beim Lesen der Autorenantworten?

Ich picke keines der Aha-Erlebnisse heraus. Aber ich lese sie gerne, diese Fragen und Antworten. Sie sind erhellend. Spannend. Und abwechslungsreich. Da passen sie doch gut zur PERRY RHODAN-Serie.

Du bist ja auch abseits von PR aktiv – im April kommt ein eigener SF-Roman von dir. Worum geht’s da?

Das ist ein eigenständiger Roman mit weit über 400 Seiten. Er erscheint bei Piper und heißt »Fallender Stern«, Autor bin ich unter meinem Realnamen Christoph Dittert, nicht unter dem Montillon-Pseudonym.
Es ist … untypisch für ein SF-Buch. Im Kern ist es eine Geschichte, die erzählt, wie die Menschheit versucht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen – nämlich einen Gesteinsbrocken, der durch unser Sonnensystem zieht und von dem ein Signal ausgeht, das nicht natürlichen Ursprungs sein kann. Dieses Ziel ist aber mit den heutigen Mitteln der Raumfahrt nicht zu erreichen. Zum Glück bleiben etliche Jahre, bis ein Versuch möglich sein wird.

Soweit, so gut. Die Geschichte wird strikt aus der Sicht zweier Figuren erzählt und ist neben SF auch Charakter- und Familiendrama: Wie gehen diese Figuren mit all dem um? Wie verändert es sie? Wie prägt es ihr Leben? Was bedeutet das für die Menschheit als Ganzes?

Es gibt in der Handlung dann ein paar – wie ich hoffe – unerwartete Wendungen, über die ich nix erzähle. Sonst wären sie ja nicht länger unerwartet.

 Erzähl uns mehr von den Helden des Buches. Was würde zB ich nach einem gemeinsamen Abendessen über sie sagen?

Amy und Eric sind Zwillinge, und wir verfolgen sie über einen großen Teil ihres Lebens. Sie gehen völlig unterschiedlich mit der Situation um, und das ist der Reiz der Sache. Nach dem Abendessen … hm … vielleicht: »Die beiden haben mich verblüfft. Ich kann sie ja beide verstehen. Seltsam, eigentlich.«

  Wo siehst du den Schwerpunkt in dem Buch?

In der Frage, was ein Mensch ist.

Warum muss man das Buch gelesen haben?

Weil es super ist. 🙂
Und weil es sehr anders ist. Und weil es sehr persönlich ist. Und weil es neben Unterhaltung auch ein paar Fragen bietet, über die man nachdenken kann. Und weil ich meine Anteile am Verkauf haben will.

 Wann ist der genaue Erscheinungstermin?

6. April 2020.
Ich habe gerade die Satzfahne zuhause und erledige letzte winzige Korrekturen. Da kann also nix mehr passieren.

Christian, danke für deine Zeit

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Zehn Fragen an Susan Schwartz zu Ihrem Band 3049

Susan Schwartz verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob sie Perry Rhodan folgen würde und  wie leicht ihr Band 3049 gefallen ist.

Uschi, beim letzten Interview haben wir festgestellt, dass dir Band 3041 leicht von der Hand gegangen ist. Wie war das bei Band 3049?

Schwieriger, weil natürlich bei einem »kleinen Abschluss« einiges aufgeräumt werden muss und ich immer wieder Notizen gemacht habe, um niemanden zu vergessen (wie Icho Tolot beispielsweise), und weil es nicht so einfach ist, das Nichts zu beschreiben. Es war allerdings sehr interessant, auch dem verschwundenen Netz zu begegnen, und wie es da wohl sein mochte.

Yaradua spielt Varianten durch, ob man Terra überhaupt suchen hätte sollen und/oder zurückbringen sollte. Wärst du in seiner Lage: Was wäre deine Meinung zu der Mission?

 Ich folge Perry. Her mit Terra und Luna!

Zitat: »Systemausfall und Hüllenbruch, übermittelte der Hangarchef.«
Da hab ich aufgelacht – ist das von dir oder stands im Expo?

Von mir. Hals- und Beinbruch sagt man ja bestimmt nicht mehr. 😉
 
In Band 3048 wird der vergleichende Historiker eingeführt, der bei dir an Bord der TESS wechselt. Rein von seiner Profession, denkt man nicht gerade an einen Protagonisten mit Konflikt- und Spannungspotenzial. Du kennst das Figurendatenblatt: Beschreib sein Potenzial in einem Satz.

Ich kenne ihn nicht. Die Figur kommt erst im Dyoversum zum Tragen und gehört zu Christian Montillon. Er stand auch nicht im Expo, es kam erst nachträglich, dass ich ihn einmal durchs Bild laufen lassen sollte, damit er nicht plötzlich »da« ist, sondern der Name schon mal gefallen ist. Dass er bereits in 3048 vorkommt, mag denselben Grund haben.

Du beschreibst, wie Farye über die SERT-Haube mit der TESS verbunden ist. Kannst du dir vorstellen, so mit deinem Auto verbunden zu sein?

Nein. Ich kann mir vorstellen, mit einer Kapsel verbunden zu sein, die mich fix von hier nach da transportiert. Aber ein Auto? Beim besten Willen nicht. Das Batmobil vielleicht. Aber keinen Opel Manta.

Yaradua krault den Okrill … kann das ein Mensch von New Kerry überhaupt? Also, so, dass es ein Okrill überhaupt spürt.

Er erkennt zumindest die Geste und empfindet damit Wohlbehagen. Allerdings gehe ich davon aus, dass er Sensoren an der Hautoberfläche besitzt, die auch auf leichte Reize reagieren. Man kann auch ein Nashorn kraulen, das ja ein echter Dickhäuter ist, und das grunzt dabei wohlig. (Und man sollte darauf achten, dass keine Wand hinter einem ist, sonst könnte es etwas eng werden.)

Überraschenderweise gelingt die Reise durch die Übergangszone ohne Komplikationen – hast du das im Expo übersprungen oder waren da keine Komplikationen vorgesehen?  

Da stand nichts weiter drin, ich hatte also freie Hand. Es ist aber durchaus knapp geworden, als »ohne Komplikationen« würde ich das nicht bezeichnen. Es hat sich halt im Stillen vollzogen, ohne dramatische Geräusche, Rotalarm und panische Leute, denn schließlich hat Farye das Schiff gesteuert, niemand sonst wusste, was passiert. Es gibt keine optischen Veränderungen, es gibt keine Erschütterungen, kein Ruckeln, kein plötzliches »stürzen«. Jede größere Komplikation hätte das Stranden des Schiffes zur Folge gehabt, und dass das System droht auszufallen, erschien mir zu übertrieben, zu »ist ja typisch, wie zu erwarten«. Ich habe »ein bisschen Probleme« beschrieben, das sollte genügen.
Es war uns allen ja klar, dass unsere Helden bei einem Band -49 diesen Durchgang passieren werden.
Wenn der Schutzfilm nicht gereicht hätte – gestrandet. Wenn Farye sich verflogen hätte – gestrandet. Mit den Konsequenzen, keine Chance mehr zu haben, jemals wieder rauszukommen. Viel spannender sind aber die Abenteuer nach dem Durchgang.

Es ist Zyklushalbzeit – welcher Roman deiner Kollegen hat dir am besten gefallen und weswegen?

Das kann ich dir beim besten Willen nicht beantworten, ich bin bereits in den 60ern und hab nur noch einen groben Überblick, was vorher war. Ich kenne die Romane meistens nicht im Detail, ich lese die Expos und von den Romanen dann das, was für mich von Belang ist. Ich weiß jetzt auch schon nicht mehr, was ich selbst in 3049 im Detail geschrieben habe, das ist ja Monate her, und ich habe noch zwei Firmen und an anderen Projekten zu arbeiten, neben dem ganzen Privatkram. Ich musste sogar kurz nachdenken, wie das mit dem Systemausfall und Hüllenbruch war 😉

Weißt du schon, wie viele Romane du in der zweiten Zyklushälfte schreiben wirst?

Nö. Es sind ja noch nicht alle vergeben, aber ich gehe davon aus, dass es nicht weniger als in der ersten Zyklushälfte sein werden. Es ist allerdings etwas Besonderes geplant, woran ich nicht unbeteiligt sein werde, und das wird eine coole Sache, denke ich.

Uschi, danke für deine Zeit

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Hier zur Handlungszusammenfassung:
https://www.perrypedia.de/wiki/In_der_Zerozone

Acht Fragen an Kai Hirdt zu seinem Band 3048

Kai Hirdt verrät im Interview mit Roman Schleifer erste Hintergrundinfos zur »Mission SOL II« und ob ein übergeordnetes Ziel jedes Opfer rechtfertigt.

Kai, wie schon bei der Miniserie SOL erlebt der Hauptheld in 3048 eine emotionale Reise, nach der er verändert ist. Wie schildert Yaradua das Erlebte einmal seiner Tochter?

Nein, ich werde jetzt keine Neufassung des Romans im »How I Met Your Mother«-Stil schreiben.

Zitat: »Rechtfertigte ein übergeordnetes Ziel jedes Opfer?« – fragte sich Donn Yaradua.
Was würde ihm Tolot antworten? Und was du?

Tolot würde wohl sagen: »Das kann nur der entscheiden, der das Opfer bringen muss.«
Meine Sicht: Es ist ziemlich leicht zu entscheiden, dass andere etwas für die Sache opfern müssen, und ziemlich schwierig, denselben Maßstab an sich selbst anzulegen. Ich bin froh, dass ich solche Dilemmata meist meinen Romanfiguren überlassen kann. 

Männer nehmen bei Iwan/Iwa die männliche Seite stärker wahr, Frauen die weibliche. Wäre es nicht interessanter, wenn es umgekehrt wäre?

Finde ich nicht. Das würde wahrscheinlich jede Interaktion mit der Figur zumindest unterschwellig sexualisieren, auch weil eine solche Beschreibung beim Leser genau diese Erwartungshaltung auslöst. Und darum geht es bei Iwán/Iwa nicht. Es muss auch möglich sein, dass eine Figur, die nicht eingeschlechtlich heterosexuell ist, geschildert wird, ohne dass dieses Thema zwingend im Vordergrund steht.

Tolot passt auf, dass die Cairaner nichts heimlich mit ANANSI verabreden.  Denkst du, dass ANANSI so etwas tun würde? 

ANANSI ist ein gutes Stück undurchsichtiger als die vielen anderen Schiffsgehirne, mit denen wir im Laufe der Serie zu tun hatten. Ausschließen würde ich das also sicher nicht.

Dass Rhodan 3048 augenzwinkernd agiert, hat mich an die Anfänge der Serie erinnert …

Meinen Perry schildere ich eigentlich immer mit ein bisschen Humor, wenn er nicht gerade mit einer Gefahrensituation kämpft – insofern nicht ungewöhnlich für mich.

Farye ohrfeigt Yaradua, weil er sich drei Tage wie in Idiot benommen hat. Wie würde Rhodan diesen Einsatz der Gewalt kommentieren, wäre er dabei gewesen?

Rhodan wäre wahrscheinlich kurz erschienen, würde sich dann umschauen und sich an den schönen Wolken und den Schmetterlingen über der Wiese erfreuen. Ich mein, ehrlich, der Mann ist dreitausend Jahre alt. Er weiß es besser, als sich bei zwei erwachsenen Menschen in der Balzphase einzumischen.

Die Zerozone steht den Galatikern ohne nennenswerte Hindernisse offen. War das nicht zu einfach? 

Tss-ss. Jetzt habe ich also einen ganzen Roman mit der Suche nach dem Zugang gefüllt, und nichts dabei war ein nennenswertes Hindernis? Pff.
Nein, ehrlich: Sicher lebt dieser Roman mehr vom Sense of Wonder als von einem harten Konflikt. Es muss aber auch mal zerebrale Herausforderungen für unsere Helden geben, ohne Raumschlachten und Bodengefechte. Sonst schränken wir uns zu sehr ein, und die Romane werden einander zu ähnlich.

Du arbeitest gerade an der Miniserie SOL II – Wie läuft es? Was darfst du uns schon verraten? 

Fluppt. Wir lernen eine neue Galaxis kennen, in der Perry eher widerwillig einer Aufgabe der Kosmokraten nachgeht, und erforschen das Sphärenlabyrinth. Dabei sammeln wir wieder ein loses Ende aus Robert Feldhoffs Ära ein, und wir werden mehr über Roi Danton lesen als in »Mission SOL«.

Kai, danke für deine Zeit.

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https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3048

Neun Fragen an Leo Lukas zu seinem Band 3047

Leo Lukas verrät im Interview mit Roman Schleifer Atlans letzte Worte und ob Yaradua und der Okrill eine Zukunft haben.

Leo, wir halten Band 3047 in Händen. In Retrospektive: Welchen Roman hättest du gern geschrieben, den aber ein anderer Autor erhalten hat und weshalb?

Ich war eigentlich noch nie einem Kollegen was neidig.

Jeder Autor liest jedes Expo – hast du da schon mal getauscht?

Ja. Ich bin schon das eine oder andere Mal für erkrankte oder sonstwie verhinderte Kollegen eingesprungen. Umgekehrt habe ich auch schon ein- oder zweimal drum gebeten, ein Expo abgeben bzw. tauschen zu dürfen, weil ich das Gefühl hatte, dass mir der Stoff so gar nicht liegt. Beides zieht dann natürlich weitere Umschichtungen nach sich.
»Ich kann den Band von A übernehmen, aber nur, wenn ich meinen nächsten an B abtreten kann, was die machen würde, sofern sie mit C tauschen kann, der wiederum … usw.«

3046/3047 war ein Doppelband. Wie schwer ist ein Doppelband im Vergleich zu einem Einzelheft?

Ein Doppelband hat den großen Vorteil, dass du »großflächiger« planen und verzahnen kannst. Der große Nachteil ist, dass der zweite Band eine Woche nach dem ersten fertig sein muss … Das solltest du also besser von vornherein berücksichtigen.

Oxana fallen keine geistreichen letzten Worte ein. Analog zu der Frage an MMT, wer der letzte Unsterbliche sein wird, an dich die Frage: Was sind die letzten Worte der Unsterblichen?

Falls es sich um Atlan handelt: »Licht aus!«

Und was werden deine sein?

»Verflixt, allmählich sollte ich mir was Originelles einfallen lassen …«

Oxana verneint, dass die ÜBSEF-Konstante mit der Seele gleichzusetzen ist. Wie siehst du das?

Ähnlich.

Donn Yaradua und der Okrill … Passt das wirklich zusammen? Hat das Paar Zukunft?

Ich denke doch. Donn ist der erste Nicht-Oxtorner, den ein Okrill akzeptiert, was durch die Paragabe gut begründet wird. Aber so richtig müssen die beiden erst »zusammenwachsen«, das könnte durchaus spannend werden. Nicht als Hauptschauplatz, aber als eine interessante zusätzliche Facette.

Zitat: »Wer, wie zum Beispiel die orthognomen kalottischen Drubel auf der obskuren Randwelt Schreepid, mit passenden Weibchen nur verkehren konnte, wenn sie kopfüber an einem Galgen hingen, würde sich schwer von diesem Tabu lösen können.«
Mein erster Gedanke war: »OMG! Leo!«
Wie bitte hast du das KNF gegenüber durchgebracht? Wie gern provozierst du?

Ach, Klaus hat schließlich auch Humor … Die Passage ist eine Hommage an einen Zeichner, den ich sehr schätze, weil er ebenfalls recht gern provoziert.

Ich nehme an, dass uns Bru Shaupaard, der Cairaner mit dem Span, die nächsten Hefte begleiten wird. Wie sehr wird er mit seiner arroganten Art anecken?

Sagen wir’s so: Sonderlich viele Fans wird er nicht bekommen. Seinen Wandel vom duldsamen Underdog zum Oberekel zu schildern, hat mir jedenfalls viel Spaß bereitet.

Leo, danke für deine Zeit.

Passend dazu auch die Titelbild-Animation von Raimund Peter

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Acht Fragen an Leo Lukas zu seinem Band 3046

Leo Lukas verrät im Interview mit Roman Schleifer, was man als RHODAN-Autor beachten muss und vor welchem Geschenk er sich fürchtet.

 Das Vektormaterie-Katapult verschießt faustgroße Klumpen an Vektormaterie. Normalerweise wird bei RHODAN geklotzt statt gekleckert. Wieso verschießt das Katapult nur faustgroße Klumpen?

Weil es so im Datenblatt steht. – Nein, im Ernst: Das Zeug ist extrem gefährlich. Diese Menge genügt, um sehr viel Unheil anzurichten.

Ist Monboddo eine Eigenentwicklung?

Nein.

Dir standen bei 3046 mehrere Personen als Haupterzähler zur Verfügung. Was war der Grund, dass du dich für Oxana entschieden hast?

Ich wollte zwei Berichte in Ich-Form, die recht unterschiedliche Blickwinkel auf das Geschehen zeigten. Dafür erschienen mir Remalhiu und Oxana ideal, auch wegen der vom Expo vorgegebenen Fortsetzung der Geschichte in 3047.

Eben dieser Remalhiu ist von der Erzählweise ironisch angehaucht. Was war der Grund, dass du ihn so ausgestaltet hast?

Remalhiu ist ein schönes Beispiel für eine Figur, die sich während des Schreibens immer mehr in den Vordergrund drängt und dabei fast wie von selbst Eigenheiten entwickelt. Ich hatte ihn ursprünglich gar nicht so vielschichtig-verschmitzt geplant, er ist mir aber im Lauf der Geschichte mehr und mehr ans Herz gewachsen.

Iwán/Iwa Mulholland ist eine vielversprechende Figur. Wie würde ein Roman aus der Innensicht aussehen? Jedes Kapitel aus einer anderen Geschlechterperspektive geschrieben? Würde dich so etwas reizen?

Reizen ja, aber im Rahmen von PERRY RHODAN wäre es äußerst schwierig und würde vermutlich mehr schaden als nützen. Wie bei vielen anderen originellen, »starken« Figuren finde ich es interessanter, Iwán/Iwa von außen zu schildern, durch die Augen Dritter.

Zitat: »Wenn du in diesem Kosmos und in der Hotellerie auf Dauer bestehen willst, stell dich dümmer, als du bist.«
Was muss man beachten, um als RHODAN-Autor zu bestehen?

Die Abgabetermine.

Zitat: »Ich fürchte die Hohen Mächte, wenn sie Geschenke machen.«
Vor zwei Wochen war Weihnachten – vor welchem Geschenk fürchtest du dich?

Dass irgendjemand anlässlich meines Geburtstags eine Überraschungsparty veranstaltet. Bitte, bitte, bitte nicht! Ich hasse sowas.

Das Ende von 3046 verheißt nichts Gutes für unsere Heldengruppe. Noch dazu, wo Remalhiu zu Beginn von 3046 nachträglich von der Katastrophe berichtet. Wie schlimm wird es wirklich?

Ich werde mich hüten, das hier zu spoilern. Aber Remalhiu übertreibt nicht; zumindest nicht sehr.

Leo, danke für deine Zeit.

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Fünfzehn Fragen an Hubert Haensel zu seinem Band 3045

Hubert Haensel verrät im Interview mit Roman Schleifer unter anderem, wie viele Manuskriptseiten er nach den ersten paar Zeilen des Expos geschrieben hat und ob er lieber mit Atlan oder Bull einen Abend verbringen würde.

Nachdem Band 3027 Überlänge hatte, hast du schon wieder mehr geschrieben. Ich nehme an, du warst im Flow … Hand aufs Herz: Nach wie vielen Manuskriptseiten hattest du wie viele Expo-Seiten?

Das ist nicht ganz so leicht herauszurechnen, wie du erwartest. Einfach, weil die Handlungsebenen einander abwechseln. Ich sage es einmal so: Ich war schon auf Seite 16, da hatte ich von dem Exposé erst einige Zeilen abgearbeitet. Dafür, wie sich Guulmen Cutthunese während bzw. nach dieser umfassenden Operation fühlt, bedarf es doch ohnehin keiner exposémäßigen Anweisungen.

Wäre da im Vorfeld ein Plan sinnvoll, um dich einzubremsen?

Wie sollte dieser Plan aussehen? Die Expofactory hätte höchstens folgende Anweisung geben müssen: Schreibe ja nichts über den Gesundheits- und Gemütszustand des Cairaners. Ob ich mich tatsächlich daran gehalten hätte, wäre allerdings eine andere Frage.

In Band 3027 ist Atlan einer der Haupthelden, in 3045 Reginald Bull, zu dem du durch die Kosmos-Chroniken ein besonderes Verhältnis hast. Wenn du wählen müsstest: Mit wem würdest du einen Abend in der Kneipe verbringen und warum?

Am liebsten wären mir ein Abend mit Bully und ein Abend mit Atlan. Warum sollte ich mich mit halben Sachen zufriedengeben? Mit Bully gäbe es so viele Interna zu bereden, angefangen bei der Entdeckung des Arkonidenraumschiffs auf dem heimischen Mond, über die Entwicklung der Dritten Macht und wie es so war, den Statthalter zu spielen, während Perry Rhodan immer weiter draußen umherflog … Und mit Atlan gäbe es galaktische Historie, Aufstieg und Fall vieler Imperien und natürlich endlos viel über Frauen zu reden. Vielleicht könnte ich ihm etwas Neues über Mirona Thetin entlocken.

War Atlan oder Bull leichter zu handhaben? Und warum?

Jeder auf seine Weise. Aber eigentlich: Reginald Bull. Er ist und bleibt ein Mensch, mit dem ich mich durchaus identifizieren könnte. Ich muss mir nur immer rechtzeitig die Haare schneiden lassen – die Haarlänge ist das, was uns unterscheidet.

In Band 2496 beschreibst du die Wandlung von Roi Danton zu Dantyren. In 3045 beschreibst du die Qualen eines umgewandelten Cairaners. Wieso teilen ausgerechnet dir unterschiedliche Expokraten so eine Aufgabe zu?

Das fragst du den Falschen. Ich habe keine Ahnung. Die Frage solltest du besser den Expokraten jenseits der Mat…, äh, jenseits der Landesgrenze stellen. Aber vielleicht wollen sie mich ganz einfach beschäftigen, damit ich nicht auf die verrückte Idee komme, wie bei Dantyren aus zwei Expokraten einen machen zu wollen. (hustet)

In 3045 lese ich, dass ein Organoid ein Statussymbol ist. Bislang hatte ich eher den Eindruck, es sei ein Spionagemittel …

Warum sollte ein Statussymbol kein Spionagemittel sein? Oder anders herum: Ein Spionagemittel kann durchaus zugleich Statussymbol sein. Das traf doch schon auf die Bezeichnung »007« zu. Und Eindrücke können trügen, Fakten zählen.

Zitat: »Schließlich trage ich meinen Teil dazu bei, die Grundlagen unserer neuen Heimat zu stabilisieren.«
Äh, … ich dachte, die Cairaner sehen die Milchstraße nur als Durchzugsgebiet, weil sie mit dem Trajekt und dem Konduktor irgendwo anders hinwollen …

Andere Frage, gleiche Antwort. Im Ernst: So ein Durchzug kann durchaus lange dauern, sehr lange, wenn es sein muss. Und wenn es einem irgendwo gefällt, kann man auch länger bleiben – wie im Urlaub halt.

Der Cairaner kommt mir in deiner Schilderung der Innensicht sehr menschlich vor. Denkst du, dass Cairaner und Terraner wirklich ähnlich motiviert sind?

Tjaaaaeeiiinnn … Beide sind intelligent, beide technisch ähnlich weit entwickelt. Bei vergleichbarer Problemstellung sollten, von spezieseigenen Besonderheiten abgesehen, ähnliche Lösungen zu erwarten sein.

Die baust mit der WUIDE HENNA den Sprachdialekt deiner süddeutschen Heimat ein. Würde dich ein RHODAN in Mundart reizen?

Nein. Das wäre dann sozusagen Realpolitik, der Rückfall in kleinstaatliches Denken. Stell dir vor, jedes Dorf hätte seinen RHODAN in eigener Mundart. Ich könnte mir bestenfalls eines vorstellen, und da zitiere ich quasi einen allseits bekannten Text: »Die ganze Milchstraße ist von den Cairanern besetzt. Die ganze Milchstraße? Nein. Ein von unbeugsamen Terranern besiedeltes Sonnensystem hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten …«

Ein anderes Zitat: »Es hatte uns ohnehin alle böse erwischt welches Unheil sollte eigentlich noch über uns hereinbrechen?« Wie glaubwürdig ist es, dass ständig das Solsystem und damit die Milchstraße im Zentrum des Unheils steht?
Zusatzfrage: Sollte Dramaturgie immer über der Logik stehen?

 Das tut sie doch nicht! Jeder, der mit offenen Augen durchs Leben geht, weiß zwangsläufig, dass die schlimmsten Dinge passieren, und das alles ist immer plotdriven. So könnte man es jedenfalls nennen. Warum gewinnen immer andere im Lotto? Das ist vergleichbar der Frage, warum die anderen Völker nie Ziel einer Invasion sind. Alles eine Frage des Standpunkts. Warum Sol und Terra so oft das Ziel fremder Mächte sind, wissen wir. Und was glaubst du, würden die Leser mit uns machen, wenn wir anfangen würden, über ein unbedeutendes Volk XY zu schreiben, bei dem absolut nichts los ist? Nur ein kleiner Zyklus von vielleicht 50 Heften über ein Volk, das in Frieden und Zufriedenheit lebt, mit seiner Natur und sich selbst im Einklang ist … Wer hält das 50 Hefte lang durch, ohne sein Garagendach mit den Heften zu pflastern?

Bull war ja bei allen Angriffen live dabei. Woraus schöpft er bei all dem Negativen seine Kraft?

Aus dem Alter. Wer erst einmal ein paar Jahrtausende auf dem Buckel hat, der weiß, dass es nach jeder Katastrophe irgendwie wieder aufwärts geht. Der weiß ebenso, dass es nichts bringt zu verzweifeln, sondern dass er anpacken muss. Und der ist gewöhnt, dass Menschen in seinem Umfeld kommen und gehen, um das vorsichtig auszudrücken. Folglich hat Bully gar keine andere Wahl, als Kraft zu entwickeln. D’accord?

Bully entscheidet sich für Terra und dagegen, seiner Frau und seinem Kind in die Sicherheit zu folgen. Kannst du das nachvollziehen oder verurteilst du als zweifacher Vater und dreifacher Großvater seine Entscheidung?

Bully stellt sein Privatleben hinter seine Pflicht. Das ist nun einmal so bei Personen, die bereit sind, für andere Verantwortung zu übernehmen. Natürlich hofft er dabei insgeheim, dass ihm das Schicksal gnädig sein wird.

Unter anderem beschreibst du eine Begräbnisart, nämlich sich in Harz einzugießen und in der Tiefsee zu versenken. Wäre das was für dich? Und hast du das mit dem Karbon aus Star Wars geklaut?

Ich habe es nicht aus Star Wars geklaut, weil ich den Film mit dem Karbon nicht kenne. Oder vergessen habe, falls es in den ersten drei Filmen erschien. Die späteren drei, muss ich eingestehen, habe ich bis heute nicht gesehen (obwohl ich sie als DVD im Regal stehen habe). Irgendwann werde ich sie mir schon noch zu Gemüte führen. Wenn du genau wissen willst, was mich zu dieser Idee »moderner Bestattung« verleitete: Ich hatte als Vorbild einfach nur in Epoxidharz gegossene Pflanzen oder Käfer.

Die Psychoampullen, die Guulmen im Magen mit sich führt, kommen mir als Waffe denkbar ungeeignet vor. Immerhin muss er damit in den Infight, sprich auf Körpernähe an den Gegner ran. Wieso hat er nur solche »Waffen« mitgeführt?

Er hatte selbstverständlich auch andere Waffen dabei; ich glaube auch, das habe ich explizit erwähnt. Es kommt eben immer darauf an, was man davon einsetzt. Guulmen war wohl eher der Mann fürs Feine, nicht fürs Grobe.

Obwohl Tia Ahaner auf den Psychoampullen fremde Schriftzeichen erkennt, vertraut sie ihm? Immerhin zeichnen sich Personen mit ihrem Weltbild durch Paranoia aus …

Wie du schon sagst: eine gewisse Paranoia. Tia sieht das, was sie sehen will, und vermeidet Konflikte, solange sie sich einen Vorteil davon verspricht.

Hubert, danke für deine Zeit.

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