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OLYMP 5: »Die Prospektorin« – Im Gespräch mit Michael Marcus Thurner

 

Cover OLYMP 5 »Die Prospektorin«
Cover OLYMP 5 »Die Prospektorin«

Ein Teil von PERRY RHODAN-Olymp spielt in Wien und in München … und zwar in Form des Con-Openers für den Garching-Con 2018, der vom 1. bis 3. Juni 2018 im Kulturzentrum München-Trudering stattfinden wird. Der Wiener Graphiker Raimund Peter hat einen Teaser auf der Website der Veranstalter veröffentlicht.

Da Band 5 noch dazu von einem Wiener geschrieben wurde, war es nur logisch, das betreffende Interview vor Ort zu machen, wofür sich der dritte Wiener im Bunde, Roman Schleifer gern zur Verfügung stellte.

(Erstveröffentlichung des Interviews auf Geisterspiegel.de)

Roman Schleifer: Michael, du schreibst mit »Die Prospektorin« Band 5 der PERRY RHODAN-Miniserie OLYMP. Was ist in den vier Bänden davor geschehen?

Michael Marcus Thurner: Uschi Zietsch als Gestalterin der Miniserie hat mit Band 1 »Mysterium« die Schauplätze festgeklopft, die darauffolgenden Autoren haben die Einzelgeschichten weitererzählt. Es geht um Geschehnisse auf der Welt Shoraz, auf der geheimnisvolle Reliquien gefunden wurden, und um Olymp, zu dessen Staatengebilde Shoraz gehört.
Als Autor von Band 5 kümmere ich mich um die Fortsetzung der Handlungsstränge im Palast Olymps und auf den Straßen der Hauptstadt Olymps, also Trade City. Ferner begleite ich Perry Rhodan, der in vorhergehenden Bänden auf einem Gefängnisplaneten ganz schön in die Bredouille geraten ist und der versucht, sich zu befreien. Auch Sichu Dorksteiger war in den vorhergehenden Bänden als Wissenschaftlerin und als tatkräftige Frau gefordert. Ihren Weg und den Guckys verfolge ich ebenfalls.

Roman Schleifer: Dennis Mathiak, Autor von OLYMP Band 2 »Die Museumswelt«, sagte im Geisterspiegel-Interview, dass sich OLYMP auf politische Intrigen, Forschungen und die Schicksale der Charaktere konzentriert.
Welche dieser drei Dinge dürfen wir für deinen Band erwarten? Worauf liegt der Schwerpunkt von Band 5?

Michel Marcus Thurner: Dennis hat das sehr schön zusammengefasst. Bei mir geht’s so ähnlich weiter. Wobei ich persönlich den Schwerpunkt meiner Erzählung auf die Begegnung von Sichu Dorksteiger mit einer gewissen Tefroderin lege. Diese Konfrontation hat mir richtig gut gefallen. Leider hatte ich nicht ausreichend Raum, um sie ausführlicher zu gestalten. Aber das mit dem Platz, das ist so eine alte Krankheit von mir, seufz.

Roman Schleifer: Erzähl uns doch mehr von dieser Prospektorin …

Michael Marcus Thurner: Die Prospektorin ist eine Dame, die blutjung und blauäugig ihre ersten Erfahrungen mit der Selbständigkeit macht. Sie macht dabei einen sensationellen Fund – und droht letztlich zu scheitern.
Ich weiß, das sind bloß Allgemeinplätze. Aber du erwartest hoffentlich nicht wirklich, dass ich den Inhalt meines Romans verrate?

Roman Schleifer: Doch. Hilft mir aber nichts. Hast du diese Prospektorin selbst erschaffen oder war sie Vorgabe?

Michael Marcus Thurner: Die Prospektorin beruht zwar auf einem Datenblatt Uschis, aber die eigentliche Charakterisierung hab ich selbst übernommen. Dabei lass ich’s einfach fließen. Ich entwickle während der Schreibarbeit ein gewisses Bild von einer Figur. Sie sollte möglichst vielschichtig sein und gern auch einander widersprechende Charakterzüge haben. Ich »unterhalte« mich gedanklich mit ihr und warte mal ab, was sie zu sagen hat.
Manchmal erscheint mir dann eine Figur zu schablonenhaft, zu einfach gestrickt. Dann bekommt sie den einen oder anderen Makel verpasst.
Das ist ja ohnedies ein wichtiger Bestandteil der Schreibarbeit: Lege deinen Figuren möglichst viele Hindernisse in den Weg. Diese Regel lässt sich auch auf die Charakterzeichnung anwenden. Mach es deinen Helden schwer, auch mit sich selbst.

Roman Schleifer: Die in Band 1 »Mysterium« auf Shoraz gefundenen Archive und Museen längst untergegangener Völker der Galaxis schreit geradezu nach weiteren Entdeckungen und damit Stories oder gar Minizyklen. Dürfen wir eine Fortsetzung erwarten?

Michael Marcus Thurner: Da kann ich guten Gewissens sagen: Ich habe keine Ahnung. Fortsetzungen hängen von vielen Faktoren ab. Von den Verkaufserfolgen, von freien Kapazitäten in der PERRY RHODANRedaktion und bei den Autoren, von der Qualität einer Idee …

Roman Schleifer: Die bisherigen PR-Miniserien wurden von Marc A. Herren, Uwe Anton und Uschi Zietsch verfasst. Du hast seinerzeit für die ATLAN-Serie die Exposés geschrieben. Reizt es dich, eine eigene PR-Miniserie zu kreieren?

Michael Marcus Thurner: Ich hab ein-, zweimal Ideen angeboten, aber es hat nicht geklappt. Exposéarbeit erfordert technische Sauberkeit, die ich nur eingeschränkt liefern kann. Also, ich könnte es, aber es fällt mir schwer. Ich bin meiner Meinung nach dann am besten, wenn ich selbst und mit möglichst wenigen Vorgaben schreiben kann.

Roman Schleifer: Zurück zu OLYMP: Warum sollte man diese Miniserie gelesen haben?

Michael Marcus Thurner: Sie ist anders als alles, was wir bei PERRY RHODAN bislang auf den Markt gebracht haben. Mir gefällt die Serie ganz besonders wegen der vielen parallelen Handlungsstränge, wegen der tollen Charakterstudien, wegen eines wunderbaren Bösewichts, einer sehr tragischen Figur und starken Frauen. Außerdem steht eine der interessantesten Welten des Perryversums im Fokus, nämlich Olymp.

Roman Schleifer: Wirst du einen zweiten Band für OLYMP schreiben und welcher wird das sein?

Michael Marcus Thurner: Ja, werde ich. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich nicht der Redaktion vorgreifen möchte und deswegen nicht verrate, welche Nummer es sein wird.

Roman Schleifer: Michael, danke für deine Zeit und weiterhin viel Spaß mit PERRY RHODANOlymp. Gibst du uns eine Leseprobe zur Einstimmung?

Michael Marcus Thurner: Roman, danke für die Fragen. Hier die Leseprobe:

Er rappelte sich auf und schüttelte benommen den Kopf. Mahé Elesa hatte ihm einen Kinnhaken verpasst, wie er ihn schon seit Jahren nicht mehr bekommen hatte.

Und das bloß, weil er ihr auf den Kopf zugesagt hatte, dass sie vor fünfzig Jahren die Entdeckerin der Ruinen von Shoraz gewesen war.

Perry Rhodan sah sich nach Ypheris Bogyr um. Er war nirgends zu sehen, war offenbar Elesa gefolgt.

Das an- und abschwellende Tönen eines Alarms machte es ihm nicht leichter, einen klaren Gedanken zu fassen. Er taumelte aus ihrem Versteck und wählte den Weg nach links. Er glaubte, während der kurzen Lärmpausen Fußgetrappel zu hören. Das von zwei Menschen, die davonrannten.

Rhodan trabte los. Langsam erst, dann allmählich schneller. Die sattsam bekannten Gänge ihres Gefängnisses entlang, Wege mit stahlgrauen Wandverschalungen und schwachem Licht, das nur trübe Schatten warf.

Rhodan wusste, dass überall Überwachungsdrohnen und Bewegungsmelder hingen. Sie waren oftmals zu klein, um sie mit bloßem Auge wahrzunehmen. Doch sie waren da – und sie lösten Alarm aus, sobald sich ein Gefangener zu schnell bewegte.

»Bleibt stehen, verdammt noch mal!«, rief er, als er glaubte, einen Blick auf Bogyr erhascht zu haben. »Wir müssen reden!«

Hier der Link zur längeren Leseprobe.

Heftehaufen

Martin Ingenhoven, der Besitzer des „Heftehaufens“, macht ebenfalls schöne Clips.

Hier ist seine YouTube-Rezension des zweiten Bandes von PERRY RHODAN-Olymp. Darüber hinaus bietet sein Kanal, den man auf YouTube abonnieren kann, Interviews mit den Redaktionsmitgliedern Madlen Bihr und Philine Rühmann, und vieles andere mehr.

OLYMP 4: Eine Lebenserfahrung von dreitausend Jahren – Im Gespräch mit Dietmar Schmidt

Den vierten Band der von Susan Schwartz konzipierten PERRY RHODAN-Miniserie OLYMP, »Im Netz von Adarem«, schrieb Dietmar Schmidt, der dem Geisterspiegel bereits zu Band 5 von PERRY RHODAN-Terminus ein Interview gab und sich am Interview mit dem Lektor Dieter Schmid über Band 10 beteiligte. Bei OLYMP geht es mit den turbulenten Ereignissen auf der Handelswelt Olymp und der Museumswelt Shoraz weiter. Kampfschiffe der Tefroder riegeln beide Planeten ab, und noch immer steht die geheimnisvolle Shoziden-Box im Mittelpunkt. Und Perry Rhodan.

(Erstveröffentlichung des Interviews auf Geisterspiegel.de)

Alexandra Trinley: Dietmar, in diesem Roman gestaltest du die am schwierigsten zu handhabende Figur der Serie: Perry Rhodan. Wie siehst du ihn, wie gingst du damit um?

Dietmar Schmidt: Das war wirklich eine Herausforderung. Perry Rhodan besitzt eine derart gewaltige Erfahrung, dass man sich kaum eine Situation vorstellen kann, die er nicht so ähnlich schon einmal erlebt hat. Oft wird bemängelt, dass er sich zu passiv verhalte, »weichgespült« sei. Ich fände es aber unpassend, wenn der Rhodan des Jahres 1550 NGZ noch der gleiche Mensch wäre wie beim Sprung ins Wegasystem. Jemand mit einer Lebenserfahrung aus über dreitausend Jahren wird eher kein Draufgänger mehr sein. Der moderne Rhodan sammelt möglichst viele Informationen, ehe er eine Lage beurteilt und tätig wird. Sein bedachtsames Vorgehen verleiht ihm in meinen Augen größere Glaubwürdigkeit.

In »Im Netz von Adarem« übernehme ich ihn allerdings in einem Zustand der psychischen Zermürbung. Er weiß nicht, wo er weshalb wie lange schon festgehalten wurde. Man betäubte ihn mehrfach mit einem Narkosegas, gegen das der Zellaktivatorchip nicht recht zu wirken scheint. Ich finde, unter solchen Ausnahmebedingungen kann auch der alte Rhodan mal wieder hervortreten.

Alexandra Trinley: Darüber hinaus hast du einen neuen Protagonisten eingeführt.

Dietmar Schmidt: Eine neue Protagonistin, um genau zu sein. Ihren ersten Auftritt hat sie am Ende von Band 3, und in meinem Roman hat sie Raum, sich ein wenig zu entfalten. Rhodan begreift sehr schnell, dass die Dame mehr Geheimnisse besitzt, als ihm lieb sein kann.

Alexandra Trinley: Hast du sie entwickelt?

Dietmar Schmidt: Nein, die Figur war vorgegeben, und ich weiß über ihren Hintergrund nicht viel mehr, als im Roman steht. Ich durfte aber ein paar Aspekte selbst ausarbeiten. Sie ist insofern besonders, als sie Ressourcen besitzt, über die sie als Insassin eines Gefängnisses nicht verfügen dürfte. Ich kann im Roman einige dieser Mittel schildern. Weil die neue Figur über sich aber nur preisgibt, was sie preisgeben muss, ist es sehr gut möglich, dass sie auch in den folgenden Bänden mit ein paar Überraschungen aufwarten kann.

Alexandra Trinley: Gibt es einen neuen Handlungsort?

Dietmar Schmidt: Der Handlungsort ist nicht mehr ganz neu. In Band 3 bekam Rhodan allerdings nur einen einzigen Raum davon zu Gesicht, und darin gibt es nicht einmal viel zu sehen. Ich lasse ihn einiges über die Welt erfahren, auf die er verschleppt wurde, und habe sie mit einer Figur bevölkert, die sich sehr im Hintergrund hält.

In den darauffolgenden Bänden wird Rhodan noch ganz anderen Aspekten des Planeten begegnen, auf dem man ihn gefangen hält.

Alexandra Trinley: Vielen Dank für die Auskünfte. Gibst du uns eine Textprobe?

Dietmar Schmidt: Aber gern. Wie wäre es hiermit:

Das Stahlrohr pfiff herab, aber die Frau mit dem auffälligen Ohrschmuck trat einen Schritt zur Seite, fuhr herum und hebelte den Angreifer mit seinem eigenen Schwung, der ins Leere ging, zu Boden.

So ähnlich wie beim Dagor, dachte Perry Rhodan. Diese Frau muss herumgekommen sein … Es wurde zunehmend deutlicher, dass sie alles andere als eine gewöhnliche Gefangene war.

Der Angreifer fuhr sich wütend durch seinen Vollbart und rappelte sich wieder auf. Aber Rhodan bezweifelte nicht, dass ihre Befreierin ihm mehr als gewachsen war. Rhodan blickte sich prüfend um. Seine Augen hatten sich etwas an die Dunkelheit gewöhnt, und er bemerkte, dass Ypheris Bogyr sich neben ihn stellte. Aus dem Halbdunkel des Korridors kamen zwei weitere Schläger.

Ein Jülziish mit unbedecktem, blauem Brustpelz ließ den Tellerkopf leicht hin und her pendeln, während er mit den langen Armen eine dicke Zweimeterstange aus Plastik umherwirbelte. Ein Mensch, angesichts seiner samtbraunen Haut möglicherweise Tefroder oder Akone, hob drohend einen Knüppel. Die Waffe war offenbar aus einer gepolsterten Armlehne gefertigt und mit einem Griff versehen. Als der Mann den Knüppel schwang, erkannte Rhodan an der Bewegung, dass das Polster zudem innen beschwert war.

»Auf den Boden mit euch!«, rief der Jülziish mit schriller Stimme.

Bogyr reagierte zumindest wie ein TLD-Agent. Er griff den Jülziish an, tauchte unter der zustoßenden Stange weg und brachte ihn mit einer Beinschere zu Fall.

Der Tefroder mit dem Totschläger machte einen Schritt auf Rhodan zu und schwang seine Waffe. Rhodan hätte sich am liebsten aus dem Kampf herausgehalten. Er war schon oft in ähnlicher Lage gewesen, als Gefangener in einer unbekannten Umgebung, aber kaum je hatte er weniger über seine Situation gewusst als diesmal.

Als sein Gegner sich eine Blöße gab, brach Rhodans Frustration sich Bahn: die Wut über die Freiheitsberaubung, die entwürdigende Unterbringung in der kahlen Zelle, ohne Wasser, ohne Essen, ohne Waschgelegenheit, die Verhöre zu Dingen, von denen er nichts wusste, die Drogen …

Er wich zur Seite aus. Eine Dagorbewegung brachte ihn in günstige Position. Der Solarplexus des Manns lag offen vor ihm. Ein kraftvoller Hieb, und der Angreifer ächzte, ließ den Totschläger fallen, sackte zu Boden und blieb leise keuchend liegen.

Mit einem Tritt beförderte Rhodan den Knüppel aus der Reichweite seines Gegners in den Gang. Ein Hieb gegen die Schläfe sandte den Angreifer ins Reich der Träume. In Dagorhaltung wandte er sich Bogyrs Widersacher zu.

Der jüngere Mann benötigte seine Hilfe jedoch nicht. Rhodan hatte nicht beobachtet, wie Bogyr den Jülziish besiegt hatte. Aber als Rhodan hinsah, lag das Tellerkopfwesen bereits am Boden. Bogyr bückte sich, hob die Stange auf, wog sie in der Hand, nickte zufrieden und behielt sie.

Der Kampf hatte keine fünf Sekunden gedauert. Rhodan blieb aktionsbereit, Bogyr fasste den Stab mit beiden Händen, und gemeinsam sahen sie nach ihrer Befreierin mit dem Ohrenschmuck.

Die schlanke, fast zierliche Frau hatte nicht nur den Kerl mit dem Stahlrohr zu Boden geschickt, sondern obendrein einen zweiten Angreifer niedergeschlagen, der sie mit einer nagelbesetzten Keule bedroht hatte.

»Ihr könnt Ebaryn ausrichten, dass ich ihm das übel nehme«, sagte sie zu dem Mann, der sie von hinten hatte niederschlagen wollen.

Er saß an der Korridorwand und hielt sich das Gesicht. Zwischen seinen Fingern quoll Blut hervor, er atmete pfeifend. Rhodan vermutete, dass seine Nase gebrochen war.

»Oh, sag mir das doch selbst, Mahé«, drang eine Stimme von der Decke.

Hier der Link zur Leseprobe:

https://perry-rhodan.net/sites/default/files/leseproben/pro0418_leseprobe.pdf

»Der Kaiser von Olymp dient seinem Geldbeutel«

Den dritten Band der PERRY RHODAN-Miniserie OLYMP, »Im Auftrag des Kaisers«, schrieb Madeleine Puljic.

(Erstveröffentlichung des Interviews auf Geisterspiegel.de)

Alexandra Trinley: Madeleine, dein Roman schildert die weitere Entwicklung auf den Planeten Shoraz und Olymp. Ein militärischer Konflikt droht. Wie ist die Ausgangslage?

Madeleine Puljic: Nach einem missglückten Anruf von Sichu Dorksteiger bricht Perry zur Museums- und Bibliothekswelt Shoraz auf, wo Sichu als Mitglied des Forschungsteams tätig ist. Damit sind sie allerdings nicht die einzigen, ein Team tefrodischer Soldaten taucht auf und verlangt die Herausgabe des Artefakts, das Sichus Team entdeckt hat. Es gelingt Gucky zwar, das Artefakt zu bergen, aber dafür ist plötzlich Perry verschwunden. Unsere Freunde sind also äußerst angespannt.

Alexandra Trinley: Das fragliche Artefakt ist die Metallschachtel mit shozidischen Symbolen, die »Shoziden-Box«. Arndt Drechsler hat mir erlaubt, seinen Testrender für die Darstellung auf dem Titelbild vom zweiten Band als Illustration für dein Interview zu verwenden. Was hat es mit diesem geheimnisvollen Artefakt auf sich?

(C) Arndt Drechsler

Madeleine Puljic: Die Shoziden-Box ist ein uralter Würfel, der auf Shoraz geborgen wurde. Obwohl die besten Wissenschaftler des Forschungsteams sich natürlich sofort an die Untersuchung gemacht haben, gibt der Würfel seine Geheimnisse nicht so einfach preis. Aber eines ist klar: Das Artefakt ist mächtig, und seine Nähe tut Gucky gar nicht gut.

Alexandra Trinley: Kommen wir zur politischen Ebene. Der Kaiser von Olymp ist ein Autokrat, und gerade ist noch dazu der tefrodische Botschafter auf Olymp während einer Konferenz ermordet worden.

Madeleine Puljic: Argyris Beryn Mogaw ist ein gewählter Kaiser, der seit seiner Wiederwahl leider vor allem einem dient, nämlich seinem eigenen Geldbeutel. Dass er quasi hinter dem Rücken seines Volkes Verhandlungen über einen Anschluss Olymps an das Neue Tamanium führt, kommt ja schon einem Verrat gleich.

Insofern hat er die Probleme durchaus verdient, die ihm ein toter tefrodischer Botschafter bereitet. Und obwohl eigentlich klar ist, dass der Giftmord nicht erst auf Olymp durchgeführt worden ist, wird er von den Tefrodern dafür verantwortlich gemacht, mit folgenschweren Konsequenzen.

Alexandra Trinley: Eine besonders auffällige Persönlichkeit ist die begleitende Kommandantin Onara Gholad, die Olymp mit 200 Schiffen abgeriegelt hat. Ist sie die Frau auf dem Cover, spielt sie weiterhin eine Rolle?

Madeleine Puljic: Onara wird den Leser bestimmt noch eine Weile begleiten. Sie ist eine starke Frau mit großen Ambitionen und ist nicht zimperlich dabei, diese auch umzusetzen. Ein schönes Pendant zu Sichu Dorksteiger und eine enorme Herausforderung für den Argyris.

Alexandra Trinley: Und wie sieht es zu Beginn des Romans auf Olymp aus? Wie geht die Geschichte weiter?

Madeleine Puljic: Wie man sich vorstellen kann, sind die Olymper nicht gerade begeistert davon, dass die Freie Handelswelt von einer fremden militärischen Macht abgeschottet wird, die sie schon einmal abgelehnt haben. Ebenso wenig von dem Kaiser, der sich eigentlich an dieses Abstimmungsergebnis halten sollte. Dazu kommen die wirtschaftlichen Probleme, die durch die tefrodischen Sperren verursacht werden. Kurz: Es geht gerade nicht sehr angenehm zu.

Alexandra Trinley: Gibst du uns eine Leseprobe?

Madeleine Puljic: Der Roman beginnt direkt mit Perry Rhodan höchstselbst:

Zögernd schlug er die Augen auf. Kaltes Licht stach ihm in den Sehnerv, schwach zwar, doch unerträglich nach der langen Dunkelheit.

Perry Rhodan rieb sich die Stirn, hinter der ein durchdringender Schmerz pochte, und versuchte, sich zu orientieren. Wie lange war er bewusstlos gewesen? Minuten, Stunden? Etwa noch länger? Jedes Zeitgefühl war ihm abhandengekommen, und in dem künstlichen Zwielicht war es unmöglich zu sagen, ob Tag herrschte oder tiefste Nacht.

Sein Schädel brummte. Seine Kehle war trocken, die Zunge leicht geschwollen. Allerdings waren seine Lippen noch nicht rissig, was bedeutete, dass er immerhin keinen ganzen Tag verloren hatte. Oder jemand hatte ihm zwischendurch Wasser eingeflößt. Beides nahm er als gutes Zeichen.

Hier der Link zur Leseprobe:

https://perry-rhodan.net/sites/default/files/leseproben/pro0318_leseprobe.pdf

Alexandra Trinley: Vielen Dank, Madeleine!

Madeleine Puljic: Immer gerne!

 

Impressionen zur PERRY RHODAN Miniserie Olymp

Raimund Peter hat einige tolle Impressionen zur aktuellen PERRY RHODAN Miniserie Olymp erstellt.

Impressionen zur PERRY RHODAN Miniserie Olymp von Raimund Peter.

 

»Eine Wüstenwelt mit dünner Atmosphäre« – Dennis Mathiaks OLYMP-Roman

(Erstveröffentlichung des Interviews auf Geisterspiegel.de)

Alexandra Trinley: Dennis, worum geht es in OLYMP?

Dennis Mathiak: OLYMP ist in erster Linie ein Science-Fiction-Abenteuer, das zwar auch die kosmische Facette der Serie beleuchtet – siehe die Shoziden – aber nicht in dem Umfang wie in STARDUST, ARKON oder TERMINUS. Stattdessen konzentrieren wir uns auf politische Intrigen, Forschungen und die Schicksale unserer Charaktere.

Alexandra Trinley: Im Mittelpunkt deines Romans steht die Museumswelt Shoraz. Wie sieht es dort aus?

Dennis Mathiak: Shoraz ist eine Wüstenwelt mit dünner Atmosphäre. Dort ist es karg und kalt, der allgegenwärtige Sand, der oft in heftigen Stürmen verwirbelt wird, hat zudem eine tückische Eigenschaft. Interessant sind jedoch vor allem die Hinterlassenschaften der Shoziden, eines Volkes, das vor Jahrmillionen untergegangen ist.

Alexandra Trinley: In TERMINUS hast du dich eingehend mit Terrania City beschäftigt. In OLYMP gilt dein Augenmerk Trade City.

Dennis Mathiak: Zwar nicht so intensiv wie mit Terrania City, was daran liegt, dass Trade City nicht in jedem Kapitel meines Romans vorkommt, aber ja. Von Trade City wissen wir bisher nicht so viel, und gleich Terrania ist die Hauptstadt Olymps riesig. Wir erkunden die Stadt in meinem Roman durch die Augen zweier Bewohner, die ganz unterschiedlichen Berufen nachgehen. Dabei finden wir uns am Stadtrand wieder, aber auch mitten im Zentrum.

Alexandra Trinley: Dort spitzen sich politische Geschehnisse zu.

Dennis Mathiak: Allerdings. Was der Kaiser von Olymp, Argyris Beryn Mogaw, bisher hinter verschlossenen Türen trieb, dringt ein wenig an die Öffentlichkeit. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung, die schon seit Jahren brodelt, tritt zum Vorschein. Und in diese Unruhe stolpern die beiden Protagonisten.

Alexandra Trinley: In OLYMP agieren Perry Rhodan und der Mausbiber Gucky. Rhodans Ehefrau Sichu Dorksteiger spielt eine Hauptrolle. Was ist die Herausforderung an der Arbeit mit diesen Figuren?

Dennis Mathiak: Ich kenne Rhodan und Gucky seit so vielen Jahren, muss sie aber so schildern, dass auch ein Neuleser sie versteht. Ich muss mich hinterfragen, was ihm unbekannt ist und vielleicht erläutert werden muss. Außerdem hat Rhodan nur wenige Macken, ist eher der strahlende Held; dennoch soll er prägnant geschildert sein, um nicht langweilig zu wirken. Guckys natürlicher Humor wiederum darf nicht ins Alberne abgleiten. Mit Sichu Dorksteiger habe ich mich tatsächlich recht leicht getan; sie ist einfach eine wunderbare starke Frauenfigur.

Alexandra Trinley: Du hast aber auch zwei eigene Figuren kreiert.

Dennis Mathiak: Sogar mehrere. Die Protagonisten auf Olymp samt der Leute, mit denen sie es zu tun haben, und drei Mitglieder im Forschungsteam, wobei eine schon im ersten Band kurz erwähnt wird. Es ist ganz normal, dass man Freiheiten bei den Romanen hat, mal mehr und mal weniger. Bei den Exposés, die Susan Schwartz verfasst hat, konnte ich mich, was die Figuren angeht, richtig austoben.

Alexandra Trinley: Gibst du uns eine Leseprobe?

Dennis Mathiak: Buff holte ein Tablett hinter der nächsten Säule hervor. Er hatte es bereits mit einem Hintergedanken dort platziert und balancierte es auf seinen zwei Fingern und dem Daumen in Richtung des Throns.

»Ich dachte, du würdest Durst haben, edler Argyris!«, log er mit der leisen Mezzosopranstimme, wegen der jeder stutzte, der ihn zum ersten Mal sprechen hörte. »Ich habe dein Lieblingsgetränk aus der Bar bringen lassen – Venusischen Feuerwhisky mit Eis.« Der Rospaner beendete den Satz mit einem fröhlichen Schnauben.

Einen Augenblick lang starrte Mogaw ihn mit offenem Mund an. Sein zuvor blasses Gesicht war rot angelaufen, doch die Röte verblich bereits wieder und machte dem normalen Teint des Kaisers Platz.

Er strich sich über die Glatze.

Buff reichte ihm den lindgrünen Jägerhut mit der oszillierenden Schärpe aus Bengaschhaut, einer in den Dschungeln Pigells ansässigen Giftschlange. Buff hatte ihn und weitere Hüte aus Mogaws Sammlung ebenfalls vorsorglich in der Thronhalle deponiert.

»Wenigstens auf dich ist Verlass, Talin.« Mogaw tätschelte ihm den Kugelkopf, woraufhin Buff die dreifaltigen Lider komplett schloss und wieder öffnete.

Eine längere Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite: https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845352534/olymp-2-die-museumswelt-von-dennis-mathiak

Alexandra Trinley: Dann danke ich dir für die Auskünfte.

Dennis Mathiak: Immer wieder gerne!

Susan Schwartz spricht über OLYMP

Das Gespräch mit Uschi Zietsch alias Susan Schwartz über Mysterium, den Band 1 von PERRY RHODAN-Olymp, wurde  auf Geisterspiegel.de veröffentlicht. Hier der Beginn.

 

Perry Rhodan Olymp

Alexandra Trinley: Band 1 der zwölfbändige PERRY RHODAN-Miniserie OLYMP startet am 12. Januar 2018. Du hast den Pilotband geschrieben, OLYMP entworfen und betreust die Miniserie. Worum geht es?

Susan Schwartz: Der erste Band heißt »Mysterium« und der Untertitel lautet »Intrigen auf der Handelswelt – ein alter Planet wird zum Konfliktherd«.

Susan Schwartz spricht über OLYMP weiterlesen

PERRY RHODAN-Olymp startet am 12. Januar 2018

Zu den bekanntesten Unterhaltungsmarken im deutschsprachigen Raum gehört PERRY RHODAN: Die Science-Fiction-Serie erscheint seit 1961, läuft in mehreren Sprachen und gilt bei vielen ihrer Leser als Kult. Am 12. Januar 2018 erhält dieses Universum einen
wichtigen Zuwachs: Die neue Serie PERRY RHODAN-Olymp schildert in zwölf Romanen eine abgeschlossene Science-Fiction-Geschichte – als Heftroman, als E-Book und als Hörbuch zugleich.

Perry Rhodan Olymp

Hinter der neuen Serie PERRY RHODAN-Olymp steht eine Autorin, die im deutschsprachigen Raum zahlreiche Fans hat: Uschi Zietsch-Jambor schrieb unter dem Pseudonym Susan Schwartz zahlreiche Science-Fiction- und Fantasy-Romane, ebnete in ihrem eigenen FabylonVerlag vielen Autorinnen und Autoren den Weg und ist seit Jahrzehnten aus der deutschsprachigen Phantastik-Szene kaum wegzudenken.

Die 1961 geborene Autorin veröffentlicht seit 1986 ihre Romane und Kurzgeschichten; sie schrieb für verschiedene Verlage und zählt seit Beginn der 90er-Jahre zum Team der PERRY RHODAN-Serie. Mit der Fantasy-Serie »Elfenzeit«, die in zwanzig Bänden veröffentlicht wurde, dem Nachfolgeprojekt »Schattenlord« und der Science-Fiction-Serie »Sun Quest« zeigte sie schon mehrfach, wie gut sie Autorenteams zu steuern versteht.

Susan Schwartz (C) Martin Steiner / Perrypedia

Bei PERRY RHODAN-Olymp sammelte sie eine Gruppe von Autorinnen und Autoren um sich, die alle bereits in verschiedenen Serien mitwirkten. Mit dabei sind beispielsweise Madeleine Puljic, die für ihren Roman »Noras Welten« mit dem Deutschen Selfpublishing-Preis ausgezeichnet wurde, oder Michael Marcus Thurner, der zu den beliebtesten PERRY RHODANAutoren zählt.

Nach den Ideen und Exposés von Susan Schwartz entstehen die zwölf Romanen der Serie, die alle zwei Wochen erscheinen werden. Den ersten Band verfasste Schwartz selbst: Der Titel »Mysterium« weist auf das Geheimnis hin, dass die zwölf Romane trägt.

In der Milchstraße der fernen Zukunft werden der Raumfahrer Perry Rhodan, sein alter Freund Gucky und seine Frau Sichu Dorksteiger in ein unheimliches Geschehen verwickelt. Die alte
Handelswelt Olymp und der Planet Shoraz, über den niemand viel weiß, spielen eine wichtige Rolle; darüber hinaus mischen sich galaktische Großmächte ein …

Titelbild Perry Rhodan Olymp

»Mit PERRY RHODAN-Olymp schreiben die Autorinnen und Autoren eine farbenprächtige und abwechslungsreiche Science-Fiction-Geschichte«, verspricht Sabine Kropp, die als Redakteurin
die Serie betreut. »Wer moderne Science Fiction mag, wie sie auch in ›Star Wars‹ erzählt wird, wird bei PERRY RHODAN-Olymp sicher auf seine Kosten kommen.

Wir lernen eine intrigante Kommandantin, einen überdrehten Planetenherrscher und seltsame Außerirdische kennen – und natürlich Perry Rhodan und seine Gefährten.«
Die zwölf Romane gibt es in gedruckter Form überall im Zeitschriftenhandel. Ihr besonders gestalteter Umschlag hebt sie von üblichen Heftromanen ab – damit sind sie für Sammler sehr
attraktiv. Wer mag, kann sie in einer sogenannten Olymp-Edition auch alle Bände direkt vom Verlag schicken lassen. Selbstverständlich werden die Romane auch als E-Books veröffentlicht, darüber hinaus werden sie als Hörbücher angeboten.

Mehr auf der offiziellen Homepage

Gespräche über Terminus ist jetzt online

Titelbild zu Gespräche über Terminus (C) Raimund Peter
Titelbild zu Gespräche über Terminus
(C) Raimund Peter

Es ist endlich soweit. Lange hat es gedauert und es wurde viel an dieser Sonderpublikation zur Perry Rhodan Miniserie TERMINUS gewerkelt. Nun ist sie endlich online.

Gespräche über Terminus umfasst 14 Interviews und zwei Werkstattberichte. Die Publikation gibt es als kostenlosen PDF und eBook Download.

Als besonderen Bonus findet ihr auf unserer Homepage eine exklusive Galerie zur Perry Rhodan Terminus. Raimund Peter hat mit über 60 Grafiken die Romane der Serie visualisiert. Stefan Wepil steuerte Landschaftsbilder und Planetenkarten der Handlungsorte bei.

Hier geht es zum Download und der Galerie von Gespräche über Terminus.