Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3036

Michael Marcus Thurner führt dank seines Bandes 3036 »Das telekinetische Imperium« nun die Zyklusstatistik mit neun Heften an. Im Interview mit Roman Schleifer spricht er darüber, wie er dem Planeten Woloo III und der Weemwelt schriftstellerisch Leben eingehaucht hat und wie er als Autor zur bislang verhinderten Liebe zwischen Donn Yaradua und Farye Sepheroa steht.

Michael, nach Heft 3034 hast du gestanden, dass du PERRY RHODAN nur wegen des Geldes schreibst. Auf mehr als 100 PR-Heften prangt dein Name – was hast du mit der Unmenge an Kohle gemacht?

Der Plan ist, PERRY RHODAN langsam aufzukaufen und als Herrscher übers Perryversum noch mehr Geld zu scheffeln. 

Du hast mit neun Romanen bislang die meisten Hefte des Zyklus geschrieben. Wie geht’s dir damit, dem Zyklus deinen Stempel verstärkt aufgedrückt zu haben?

Ich sehe das anders als du. Ich habe zwar viele verschiedene Geschichten in diesem Zyklus geschrieben. Aber das sind trotzdem bloß Teile eines Gesamtbildes, das das Team gemeinsam erschafft. 

3036 zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass du den Leser auf einen neuen, fremden Planeten entführst, den er gemeinsam mit den Galaktikern erkundet. Wie frei konntest du diese Welt gestalten und drauf losschreiben? Wie müssen wir uns das im Expo vorstellen? Stand da »Entwurf in Eigenregie«?

Grundsätzlich hatte ich viele Freiheiten. Der Planet wurde als Wasserwelt definiert, auch die vorhandenen Bauten waren grundsätzlich vorgegeben wie auch die Vertreter jener beiden Völker, die dort existieren. Aber sonst konnte ich viele eigene Sachen einbringen. 
 
Andere Autoren schreiben seitenlange Dateien über die neue Welt, bevor sie mit dem Schreiben beginnen. Schließt du die Augen und siehst die Welt fertig vor dir?

Nein. Das entwickelt sich tatsächlich alles erst während des Schreibens. Ich trete also in eine farb- und raumlose Welt und male sie aus, während ich tiefer in sie vordringe. Also während des Spazierengehens durch diesen leeren Raum. Manchmal muss ich einen Schritt zurückmachen und einige Pinselstriche anders setzen. Das ist nun mal das Risiko an meiner Arbeitsweise. Aber es ist nun mal jene Methode, mit der ich am besten zurechtkomme.

Zitat: »›Was habt ihr über die Außenhülle? Ich weiß nicht, woran ich es festmachen soll, aber dieser violette Schimmer ist unerträglich.‹ Rhodan blinzelte. ›Diese Farbe tut in den Augen weh.‹«
Du lässt als Rapid Wien Fußballfan keine Gelegenheit aus, einen Seitenhieb auf den anderen Wiener Fußballverein Austria Wien anzubringen, dessen Vereinsfarbe violett ist. Damit die deutschen Leser das nachvollziehen können. Mit welchen Fußballclubs in Deutschland ist das vergleichbar?

Wohl mit der Rivalität zwischen Dortmund und Schalke oder der bei grundsätzlich jedem Derby.
Ich hab vor kurzem mal nachgesehen, wie oft ich die Farbe dieses anderen Wiener Vereins in einem PERRY-Roman von mir erwähnt habe. Das war vielleicht zwei- oder dreimal. Und jedesmal, soweit ich mich erinnere, war ich durch Expovorgaben dazu gezwungen worden. Wenn das, wie im Roman 3036, der Fall war, hab ich halt meinen Widerwillen kundgetan. Diese Farbe ist in meinem Leben schlichtweg tabu. 

Wenn Austria Wien ein Bösewicht im RHODAN-Kosmos wäre, welcher wäre es dann?

Ich seh diesen Verein ja nicht als »böse«. Ich will einfach in keinerlei Hinsicht damit in Verbindung geraten. Dessen Fans haben ja auch mein Mitleid für ihren völlig falschen Lebensentwurf.
Aber diese Dinge versteht man wohl nur als Fußballfan.

Donn Yaradua greift in Faryes biochemischen Haushalt ein. Müsste er aufgrund ihrer Langlebigkeit durch ihren unsterblichen Großvater eine Abweichung zu dem biochemischen Haushalt eines Galaktikers bemerken? Wie könnte sich das bemerkbar machen?

Ich bilde mir ein, das in Ansätzen beschrieben zu haben, aber ich hab diese Stelle jetzt nicht mehr im Kopf. Selbstverständlich müsste er etwas anderes »sehen« als bei einem normalsterblichen Terraner.

Heft 3036 spielt ein Jahr nach Band 3000 – wie lange kommt dir das subjektiv vor?

Ein Jahr. 

Die Phersunen führen die Graue Materie als in ihren Schiffen und setzen sie vermutlich auch zielgerichtet ein. Die Graue Materie fließt ab. Folgt sie, um den Titel »Abyssaler Ruf« von Band 3039 aufzugreifen, diesem Ruf? Und fließt sie in den Abyssalen Triumphbogen?

Ah, versuchen wir’s wieder einmal, mir einen Spoiler zu entlocken? Wann gibst du’s endlich auf, Roman?

(Anmerkung: Aus meinen toten, kalten Fingern werdet ihr … ähem)

Wenn du Farye und Donn dabei zu siehst, wie sie sich davor drücken, sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen – was denkst du dir da? Welchen Tipp hast du für sie?

Tscha, diese Liebesgeschichte war ein Thema bei der Arbeit am Manuskript. Da hat’s Diskussionen gegeben. Ich musste feststellen, dass ich einfach nicht der geeignete Ansprechpartner zu Sex und Liebe bei PERRY RHODAN bin. Da denke ich offenbar anders als viele meiner Kollegen, das muss ich akzeptieren. Deshalb möchte ich den beiden auch keine Ratschläge geben. Sorry.

Michael, danke für deine Zeit.

Homepage von Michael Marcus Thurner:
http://www.mmthurner.at/

Hier geht’s zum ebook:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360362/perry-rhodan-3036-das-telekinetische-imperium-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900004083/perry-rhodan-3036-das-telekinetische-imperium-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier geht’s  zur Handlungszusammenfassung:
https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Das_telekinetische_Imperium

 

 

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