Im Gespräch mit Titelbildzeichner Dirk Schulz zu PERRY RHODAN MISSION SOL Band 9

Ben Calvin Hary
PERRY RHODAN
Mission SOL, Band 9
Im Herz der Finsternis

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 3. Oktober 2019, 64 Seiten, € 2,40, Titelbild: Dirk Schulz

 

Der 1965 in Minden geborene Dirk Schulz studierte Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Bielefeld, wo er 1992 sein Diplom als Designer erwarb. Seine Zusammenarbeit mit Exposé-Autor Robert Feldhoff begann in dieser Zeit, unter anderem entstand dadurch die Comic-Serie »Indigo«. Der vom französischen Comic-Stil geprägte Zeichner arbeitete für diverse Verlage als Illustrator und ist seit 1995 der Creative Director der Werbeagentur Animagic in Bielefeld. Im Oktober 2006 wagte er mit Horst Gotta die Neugründung des Splitter-Verlags. Für PERRY RHODAN arbeitet er seit 2002 im Team der Titelbildzeichner: Weit über sechshundert Titelbilder der Serie stammen von ihm.

Alexandra Trinley: Dirk, das Titelbild zu MISSION SOL 9 ist ziemlich sensationell. Zeigt es einen Atompilz?
Dirk Schulz: Danke sehr, Alexandra. Ja, es zeigt eine atomare Explosion innerhalb der Stadt.

Alexandra Trinley: Nun habe ich mir sagen lassen, dass da eine Arkonbombe hochgeht, die über eine freigesetzte harte Hyperstrahlung die Atomkerne bestimmter Elemente zu einer im Schneeballprinzip weitergegebenen Kettenreaktion anregt. Wie kamst du auf die Idee, die Zündung einer solchen Bombe als Pilz darzustellen?
Dirk Schulz: Ehrlich gesagt kam die Idee von der Redaktion bzw. Klaus N. Frick. Die Titelbilder entstehen immer vor den Romanen bzw. parallel dazu. Das heißt, ich bekomme Beschreibungen, was in etwa im Roman passiert und welche Szene für ein Titelbild geeignet sein könnte.

Alexandra Trinley: Wie viel an Vorgabe hast du dann für so ein Tibi? Also, wie viel daran kannst du dir selbst aussuchen?
Dirk Schulz: Haha … Da habe ich schon den größten Teil der Frage in der vorherigen Antwort gegeben. Es gibt einen oder mehrere Vorschläge der Redaktion. Falls es mal eine Vorstellung sein sollte, die ich für nicht umsetzbar halte, überlegen wir uns gemeinsam eine Alternative.

Alexandra Trinley: Jetzt hätte ich ein paar Fragen zu deiner Technik. Arbeitest du auch mit der Hand oder nur am Computer?
Dirk Schulz: Die klassische Frage. Ich arbeite mit der Hand am Computer. Grundsätzlich zeichne ich am Bildschirm. Das funktioniert im Wesentlichen wie eine klassische Illustration auf Papier. Aber natürlich wird die Arbeit vereinfacht, da man die Möglichkeit der Undo-Taste hat, außerdem kann man Strukturen verwenden, Techniken frei kombinieren, 3-D-Objekte integrieren usw.

Alexandra Trinley: Mit welchen Programmen?
Dirk Schulz: Ich arbeite fast ausschließlich mit Photoshop.

Alexandra Trinley: Was sind die ersten Schritte zu einem neuen Tibi?
Dirk Schulz: In der Regel fange ich mit einem Grobentwurf an. Eine grobe Layoutskizze, die die Bildkomposition und die Lichtsituation darstellt.

Alexandra Trinley: Und wie geht es dann weiter?
Dirk Schulz: Die Skizze wird dann verfeinert. Wenn die Illustration z. B. 3-D-Raumschiffe braucht, dann schicke ich diese zu meinem Kollegen Horst Gotta, der in der Regel die Renderings für mich erstellt. Parallel kann ich schon an dem Rest der Illustration arbeiten und füge das Raumschiff ein, sobald ich es bekomme. Das wird dann etwas bearbeitet und an den Look der gesamten Illustration angepasst

Alexandra Trinley: Wer macht die Endabnahme?
Dirk Schulz: Das fertige Bild geht als Preview an Klaus Bollhöfener und Klaus Frick. Von den beiden bekomme ich das Feedback, ob die Szene gefällt und zum Roman passt.

Alexandra Trinley: Erzähle doch noch zum Hintergrund deines Explosionspilzes. Was kann man noch in dem Bild sehen?
Dirk Schulz: Im Hintergrund sieht man das Aufleuchten des Schutzschildes, der die Stadt gegen Angriffe von außen schützen soll.

Alexandra Trinley: Wir danken Dirk Schulz für die Auskünfte.

Welche Stadt schützt der Schirm?
Wer kämpft gegen wen?
Informationen zum Roman liefert die Perrypedia und das Galaktische Forum.

Die Lese- und Hörprobe gibt es auf der PERRY RHODAN-Website.

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