Fragen an Leo Lukas zu seinem PR-Band 3021

Leo Lukas stellt sich den Fragen zu Band 3021 und verrät, warum Kostumbildner in seinem Roman feucht träumen und was Klaus N. Frick über Band 3021 nicht verraten werden sollte.

Leo, gab es schon einmal ein Expo, bei dem du dir zu Beginn gesagt hast: Das kann *ich* nicht umsetzen?

Ja, mehrfach; bei allen Exposé-Autoren, mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe. Manchmal konnte ich dann den Band abgeben bzw. mit einem Kollegen tauschen; manchmal durfte ich mir das Expo sehr stark in meinem Sinne umgestalten.

Was war für dich diesmal das Interessante im Expo von Band 3021?

Dass ich mich sehr strikt daran halten musste, weil vieles später im Zyklus wieder aufgegriffen und bedeutsam wird. Ich musste also ein bisschen »mit angezogener Handbremse« schreiben. Das hat mir diesmal allerdings nicht viel ausgemacht, weil ich mit dem Expo grundsätzlich gut zurecht kam. Ich empfand es vielmehr, wie gesagt, als spezielle Herausforderung.

Leo Lukas am Austria Con 2016
copyright Martin Steiner

Uwe Anton hat in Band 3019 bei den Kapitelnamen Karl May herangezogen.
Was hast du einfließen lassen?

Nichts vergleichbar Auffälliges. Also, so gut wie nichts. Genau genommen: überhaupt nichts.

(Pst, nicht weitersagen, schon gar nicht dem Chefredakteur: Der Name einer Nebenfigur verweist, österreichisch ausgesprochen, auf ein historisches Vorbild, das ebenfalls nicht selten Prügel bezog.)

Ein Kapitel heißt »Der feuchte Traum aller Kostümbildner« – was träumen die Kostümbildner Feuchtes?

Naja, die Verkleidungsfähigkeiten des neuen SERUNS – so etwas würde viele mir bekannte Theaterleute in höchste Ekstase versetzen.

Zitat: »Manchmal beneidete Perry Rhodan jüngere Leute um ihren
unerschütterlichen, naiven Optimismus.« Zeichnet Perry nicht genau dieser Optimismus aus? Wieso beneidet er die anderen für etwas, das er selbst hat?

Optimistisch ist er schon noch immer, naiv aber wohl nicht mehr. Und seine Unerschütterlichkeit hat auch schon das eine oder andere Mal gewackelt …

Im Forum wird von manchen Lesern beklagt, die Handlung schreite zu langsam voran. Was sagst du zum Vorwurf, die fünf bisherigen Bände auf Ilya hätten zu wenige entscheidende Erkenntnisse gebracht?

Als ich noch »nur« lesender Fan war, ging es mir auch oft nicht schnell genug. Aber das liegt halt u.a. auch daran, dass die (Expo-) Autoren zwar in so gut wie jedem Roman wichtige, oft sogar zyklusrelevante Dinge einbauen, diese aber eben nicht als solche herausgestellt werden dürfen – weshalb sie vielen (Quer-) Lesern schlicht nicht auffallen.

Und dann gibt’s halt auch noch das dramaturgische Element. Ich mochte schon als Kind gern Musicals, doch die Tanzeinlagen habe ich immer gehasst, und geschimpft über die »blöde, sinnlose Hopserei!« Was habe ich später bei jedem Musical, bei dem ich Regie geführt habe, begeistert inszeniert und tagelang geprobt? Richtig, Tanzeinlagen. Man braucht’s einfach.

Es ist ähnlich wie mit der Blondine, der im Spukhaus eingeschärft wird, sie soll nicht allein in den Keller gehen. Als Zuschauer raufst du dir die Haare, weil die blöde Kuh sich nicht dran hält. Als Drehbuchautor schickst du sie natürlich, hämisch grinsend, bei der ersten Gelegenheit hinunter.

Leo, danke für deine Zeit.

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