Im Gespräch mit Hermann Ritter zu PERRY RHODAN MISSION SOL Band 6

Hermann Ritter
PERRY RHODAN
Mission SOL, Band 6
Das Orakel von Takess

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 23. August 2019, 64 Seiten, € 2,40, Titelbild: Dirk Schulz

 

Hermann Ritter, geboren 1965 in Darmstadt, ist seit drei Jahrzehnten in der Science-Fiction-Fanszene aktiv und dabei vor allem der PERRY RHODAN-Serie verbunden geblieben. Er veröffentlichte Artikel und Kurzgeschichten zu allen Bereichen der Fantasy und Science-Fiction, schrieb auch eine Reihe von Romanen und ein Sachbuch über Naturspiritualität. 15 Jahre lang stellte er alle vier Wochen die Clubnachrichten zusammen, eine Heftbeilage der PERRY RHODAN-Erstauflage. Nach Romanen für PERRY RHODAN-Action und die Tochterserie NEO verfasste der beruflich in der Sozialarbeit tätige Autor den sechsten Band der aktuellen Miniserie.

AT: Hermann, wie viel Zeit ist seit deinem letzten PERRY RHODAN-Roman verstrichen?
HR: Als Leser nicht so lange … als Schreiber ein wenig länger, aber eigentlich nur vier Wochen, weil demnächst eine STELLARIS von mir erscheint, die eigentlich zeitgleich in Arbeit war.

AT: War es schwer, wieder ins Schreiben für die Serie reinzukommen?
HR: Nö. Ich hatte formidable Hilfe.

AT: Wen zeigt das eindrucksvolle Titelbild?
HR: Den Wirt in der »Oasenstadt« des Orakels von Takess.

AT: Wie eng hast du mit Dirk Schulz zusammengearbeitet?
HR: Nur über Umwege. Ich gab Textstellen weiter, er hat super gearbeitet.

AT: In deinem Roman kommen diverse Fremdvölker vor, und du hast, ebenso wie dein Vorgänger Olaf Brill, mit starken, einprägsamen Bildern gearbeitet. Diese Völker sind ungewöhnlich. Wie würdest du deine Figuren in der Bandbreite der Phantastik verorten?
HR: Ich glaube, ich bin mehr Lovecraft als Dick, mehr Vance als Hard SF beim Lesen – natürlich spiegelt sich das in meinem eigenen Werk.

AT: Irgendwo kommen sehr große Mäuse vor. Hast du bei ihnen an Philip K. Dick gedacht?
HR: Überhaupt nicht. Es ist eine Hommage an die Narnia-Reihe von C. S. Lewis. Danke für die Frage.

AT: Dann fiel mir auf, wie sehr du als Mann dich in die Wahrnehmung einer Frau einfühlst. Der Roman hat ja durchaus erotische Momente. Fiel dir dieser Rollenwechsel schwer?
HR: Hey, ich bin Sozialarbeiter – wir können (fast) alles.

AT: Des Weiteren fiel mir auf, dass ich mich trotz aller sichtbaren Unterschiede mit dem Roman so fühlte, als würde ich einen der alten kosmisch ausgerichteten Romane lesen, bei denen Kosmokratendiener auftreten und es Kosmokratenwelten gibt. Wie würdest du deren Eigenheiten in wenigen Sätzen beschreiben?
HR: Man muss den Kosmos spüren können, wenn man durch eine Welt in einem SF-Universum geht. Chandler mit Laserwaffen langt nicht, man muss es fühlen. Das habe ich versucht.

AT: Du bist seit Jahrzehnten im Fandom und in der Serie aktiv. Erinnerst du dich an ein paar Anekdoten aus der Zeit, in der die Kosmokratengeschichten ihre Blüte hatten?
HR: Nein. Natürlich haben wir Witze über das Zwiebelschalenmodell und Anti-ES gemacht, uns über lebende Gehirnteile amüsiert – aber wir hatten viel mehr Spaß mit Diskussionen über Mutanten und dem Rhodan-Trinken. Das geht ganz einfach. Man stellt sich mit den Mitspielern in einen Kreis, trinkt einen Schluck Bier, sagt den Titel von Roman 1. Dann kommt der nächste, sagt Roman 2. Dann so weiter, bis einer nicht mehr weiter weiß und man aushelfen muss. Wer patzt, zahlt die Runde. Geht auch mit Zellaktivatorträgern und Mitgliedern des Mutantenkorps.

AT: Ah so. Sag mal, arbeitet ihr eigentlich gezielt darauf hin, dass Neuleser, die keine Vorkenntnisse haben, die Miniserie verstehen?
HR: Die Exposés waren super und genau darauf ausgerichtet. Von daher … geht dieser Punkt an den Meister der Expos.

AT: Danke für die Auskünfte.
HR: Immer gerne. Rhodan schreiben ist immer ein wenig heim kommen …

Die Lese- und Hörprobe gibt es PERRY RHODAN-Website.

Weiterführende Informationen liefert die Perrypedia.

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