Alle Beiträge von Anskis

Paradise 98 (TCE)

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Nach der langen Verzögerung durch die Fertigstellung des Rainer-Castor-Gedächtnisbandes ist das Paradise 98 nun doch erschienen – stilecht mit süßem, handgezeichnetem Cover und mittiger Heftung, was an die lange Geschichte des TCE erinnern soll; entstanden die frühen Paradise-Exemplare doch in den 90er Jahren im Copycenter.  Wobei die Qualität dann doch so gut ist, dass es vielleicht weniger retro wirkt, als Redakteur Joe Kutzner sich gewünscht hätte … macht doch der Fortschritt vor nichts Halt! Paradise 98 (TCE) weiterlesen

Christian Montillon – Die vereiste Galaxis (Rezension zu PR 2875)

Der Auftakt des Sternengruft-Zyklus beginnt passenderweise im Tod und zeichnet erste Schritte zurück ins Leben nach. Die Erlebnisse der Körperlosen in einer sich nach ihren Gedanken formenden Welt sind beklemmend, ihre Abenteuer übersichtlich und actionreich. Der Roman ist klar gegliedert und gut zu lesen, die Erlebnisse in Körperlosigkeit geben ihm Tiefe.

Wir erinnern uns – zu Ende des vorherigen Heftes, des vorherigen Zyklus‘ lieferte Perry Rhodan sich den Tiuphoren aus. Sein Tod war der Preis für ihren Abzug aus dem vom Untergang bedrohten Solsystem, und die Larin Pey-Ceyan – nicht seine Freundin Sichu – schloss sich ihm an. Sie wurden an Bord des tiuphorischen Sterngewerks SHEZZERKUD zum Sextadim-Banner geführt und durchs Herz geschossen. Christian Montillon – Die vereiste Galaxis (Rezension zu PR 2875) weiterlesen

Flächiges Finale – Thez (Rezension zu PR 2874)

Also, mein Ding war das Zyklusfinale nicht. Die kosmische Handlung des Romans von Christian Montillon und Wim Vandemaan spielt sich auf ebenso glatter Fläche ab wie seinerzeit die Treffen der Mächtigen, aber fehlt in den mittlerweile gewohnt surrealen Bildern das Geheimnisvolle, wenn Atlan und Tifflor reden und reden und reden, während sie am Ufer des Sees der Fauthen stehen und dann im Boot übersetzen – über einen ganzen See aus reiner Vitalenergie, dem Material der Zellaktivatoren, die sie unsterblich machen.

Tifflor erzählt Atlan so anschaulich von Beginn und Ende des Universums, dass er sie miterlebt, und ebenso Thez‘ Werdegang. Dieses mächtige, träumende Wesen und sein Wohnort, die Jenzeitigen Lande, selbst bilden eine untrennbare Einheit. Tifflor deutet eine Übereinkunft mit dem geistigen Kollektivwesen ES, dem Beschützer der Menschheit, an und dass er jederzeit den Abzug des Atopischen Tribunals aus der Milchstraße anordnen könnte – wäre er nicht Thez gegenüber loyal und von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt.

Atlan erinnert sich an Tiff, einen der frühesten Weggefährten Perry Rhodans, und erkennt, dass nach seiner jahrmillionenlangen Wanderung im Zeitspeer –

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Bemerkungen zum „Beginn des Krieges“ (Dorgon 76)

Dorgon ist eine Fanserie aus dem Perry-Rhodan-Universum. Sie gehört zum PROC, der auch die Perrypedia betreibt. Das heißt, sie enstand durch das freiwillige und unentgeltliche Zusammenwirkung von Fans, viele davon gute Graphiker. Die überarbeitete Special Edition hat zur Zeit wieder einen wöchentlichen Erscheinungsrhythmus. Ich bin die Lektorin.

Nr. 76 ist großteils ein Kriegsroman. Der Rest beschäftigt sich mit den Intrigen der Stephanie de la Siniestro, die seinen Ausbruch vorantreiben. Die ist so eine Art Mischung aus Denver Clan-Alexis und Mara Hari, nur bösartiger.

Die Ausgangssituation des Quarterium-Zyklus ist bekannt? Es handelt sich um eine Allianz, einen Bund der Vier: den Terrablock, den Arkonblock, die Pelewons & Mooghs und die Pariczanern in der Galaxis Carthweel. Es wurde 1303 NGZ ein neues Imperium der Menschheit gegründet mit dem durch ein Stasisfeld aus dem 18.Jahrhundert importieren hochmütigen und adelsstolzen Spanier Don Philippe de la Siniestro als “Emperador”. Noch dazu starten 1305 NGZ die Dorgonen eine Invasion in Siom Som, um die estartischen Galaxien zu erobern. Auch weiteres Personal des Quarteriums kam durch ein Stasisfeld in den Handlungszeitraum. Einer davon ist der deutsche Nazi Niesewitz, der jetzt dem Geheimdienst des Quarteriums vorsteht. Wie gesagt, einer von ihnen. Bemerkungen zum „Beginn des Krieges“ (Dorgon 76) weiterlesen

Uwe Anton: Das Atopische Fanal (Rezension zu PR 2873)

Das Titelbild des Romans begleitete mich durch eine arbeitsreiche Phase, während der es auf meinem Schreibtisch lag. So entfaltete sich die Wirkung der Farben immer gründlicher. Die schwarze Blume suchen … Sommer, Sonnenuntergang. Vernichtung. Es ist der vorletzte Roman von Zyklusende.

Die Stimmung des Romans ist Trauer, Sehnsucht, Suche nach der zerrinnenden Heimat auf allen drei inanander verschlungenen Handlungsebenen: Der des Atopischen Richters Matan Addaru Jabarim und seiner Pilotin YLA, die des Evakuierungs-Kommissars Mato Cardweel und der von Perry Rhodan, der das Sonnensystem retten will vor den Tiuphoren und der Perforationszone, die mit vernichtender Gewalt auf die Heimat der Menschen zu rast. Die schwarze Blume ist sein Schiff.

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(Rezension) Michael Marcus Thurner – Leccores Wandlungen (PR 2872)

Der Gestaltwandler Attilar Leccore, ein Koda Aratier, kann wie andere Lebewesen aussehen. Und mehr als das: Er schlüpft in verschiedene Körperformen und Identitäten, denn er nimmt mit der Verwandlung auch Charakter und Gedächtnis des Nachgeahmten an. In diesem Roman erkundet er die Tiuphorische Zivilisation und die Machtspiele der Tefroder.

Attilars stetig wachsende Schwierigkeiten, in der Rolle Reste seiner Identität als Wahlterraner zu bewahren, also sein Ringen um das eigene Ich einerseits und sein Drang, in anderen aufzugehen, andererseits ist das eigentlich tragende Anliegen des Romans. Seine Identitätssuche verschärft sich mit jeder neuen Identität, mit jedem Wechsel zwischen den Identitäten, die Leccore annimmt, um die Milchstraße zu retten. Jedenfalls solange er sich an diese Absicht erinnert.

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„Der Sternenlotse“ und „Die Castor-Dossiers“

Der Terranische Club Eden (Erben der Nacht) hat pünktlich zum Austria-Con ein 382 bzw. 276 Seiten umfassendes, zweibändiges Gedächtniswerk zu Ehren von Rainer Castor, dem am 22. September 2015 überraschend verstorbenen Autor und menschlichen Supercomputer der Perry-Rhodan-Serie, herausgebracht.

Rainer Castor Gedenkwerk
Rainer Castor Gedenkwerk – Der Sternenlotse

Beide Bände sind Hardcover mit vielen Innenillustrationen – Fotos, Risszeichnungen, Graphiken, zum Teil farbig.  Darunter wirklich abgefahrene Sachen. Herausgeber sind Joe Kutzner, Norbert Mertens und Kurt Kobler. „Der Sternenlotse“ und „Die Castor-Dossiers“ weiterlesen