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Tertiärentrope

by Nils Hirseland last modified 2009-09-25 01:10

Das Kämpfervolk der Entropen

TertiärentropenDie Tertiärentropen sind überwiegend aus dem Genpool der auf Galornia gestrandeten Bestien entstanden. Zu diesen gehörten sowohl eingeschlechtliche, als auch zweigeschlechtliche Exemplare. Aus archäologischen Funden und uralten Mythen kann geschlossen werden, dass es dabei mehrmals zu gemeinsamen Nachkommen mit den überlebenden Galornen gekommen sein muss. Die heutigen Formen der Tertiärentropen sind jedoch ausschließlich eingeschlechtlich und vermehren sich durch Knospung. Dabei ist jedoch eine Art Paarung notwendig, d. h. zwei Tertiärentropen lösen gegenseitig die Knospung aus. Es kommt nach allen bisherigen Erkenntnissen dabei jedoch nicht zum Austausch von Gen-Material.


Physionomie

Die Tertiärentropen sind in Körperbau und Aussehen sehr stark haluter- oder bestienähnlich, wobei aber eine ausgeprägte Individualität hinsichtlich des Aussehens festgestellt werden kann. Die lederartige Haut ist dunkelblau bis schwarzviolett und mit einem ausgeprägten Muster von tiefen Rillen und Kerben versehen.

Den auffälligsten Unterschied zu den Haluterähnlichen bildet die Kopfform. Diese ist, im Gegensatz zu den Halutern und ihren Vorfahren, fast eiförmig, wobei die Spitze des Kopfeies in einen kurzen Halsansatz übergeht. Dadurch sind die Primärentropen in der Lage, ihren Kopf zu bewegen. Das Gesicht wird durch drei grüne Augen beherrscht, die in einem stumpfwinklichen Dreieck im oberen Bereich angeordnet sind. Dadurch hat eine Neo-Bestie ein Gesichtsfeld von etwa 180°, wobei er seinen Kopf um jeweils 45° nach links oder rechts drehen kann. Von der Schädeldecke aus verläuft ein gezackter, rot-violetter Kamm, der an einen Saurier erinnert, bis zum Halsansatz.

Genau wie bei den Haluterähnlichen, sind die Glieder in Zweierpaaren angeordnet, wobei die muskulösen Beine im Vergleich zu Haluterähnlichen etwa doppelt so lang sind. Das oberhalb der Körpermitte befindliche Armpaar kann, wie bei den Halutern, als Laufarm benutzt werden. Im Unterschied zu den Halutern verfügt jedoch auch dieses Armpaar über Greifhände, die vor allem für schwere, grobe Arbeiten gebraucht werden. Das obere Armpaar ist entsprechend dem humanoiden Körperbau seitlich an den breiten Schultern angeordnet und wird hauptsächlich für feinmotorische Tätigkeiten gebraucht.


Körpermaße: Die Körpergröße variiert zwischen ca. 4,50 und 6,20 m, die Schulterbreite beträgt etwa 1,70 bis 2,50 m.

Gewicht: Durchschnittlich etwa 1.500 bis 3.200 kg.

Augenfarbe: Irisierendes Grün

Haarfarbe: Keine, jedoch zackenförmiger Kamm, der von der Schädeldecke bis in den Nacken verläuft und je nach Erregungszustand zwischen Rot und Violett wechselt.


Stoffwechsel, körperliche Fähigkeiten

Der Hauptunterschied zu den Haluterähnlichen liegt jedoch in der Körperbiologie und -chemie. Tertiärentropen sind normalerweise Warmblüter und brauchen biologische Nahrung. Ihr Nahrungsspektrum reicht dabei jedoch von pflanzlicher Nahrung jeder Art (so können sie ohne weiteres Baumstämme verdauen) bis zu jeder denkbaren tierischen Nahrung. Dabei bevorzugen sie, wenn vorhanden, tierische Nahrung, die sie roh verzehren. Allerdings können sie innerhalb ihres Körpers Nahrungsdepots anlegen, die es ermöglichen, etwa 20 Tage ohne Nahrung auszukommen. Wenn diese zu Neige gehen, verfällt der Körper in eine Art Stasis, der es ermöglicht, nochmals etwa 30 Tage zu überleben. In diesem Zustand verhalten sie sich wie Kaltblüter, sind jedoch geistig voll aktiv. Diese Stasis kann durch bewusste Entscheidung einmalig unterbrochen werden, jedoch nach spätestens 24 Stunden muss eine ausreichende Nahrungsaufnahme erfolgen, ansonsten stirbt der Körper; er verhungert. Während dieser Phase erwachen die latent vorhandenen telepathischen Fähigkeiten, um mit einem Artgenossen oder einem anderen Mitglied der entropischen Volksgemeinschaft Kontakt aufzunehmen.

Eine Besonderheit besteht darin, dass sich ihre Muskulatur automatisch der Schwerkraft der Umgebung anpasst, d. h. ihre Körperkraft wächst entsprechend dem umgebenden Gravitationsfeld, die Grenze liegt bei etwa 6 g. Jedoch ist dieser Prozess nicht bewusst steuerbar.

Die durchschnittliche Lebensspanne der Tertiärentropen beträgt ca. 400 bis 500 Jahre, wird jedoch durch jede Knospung um etwa 50 Jahre verkürzt.


Fortpflanzung

Tertiärentropen sind eingeschlechtlich, wobei die Fortpflanzung durch Knospung erfolgt. Die Knospung kann jedoch nicht individuell ausgelöst werden, sondern setzt einen ebenfalls zur Knospung bereiten Partner voraus. In einer Art Paarungsprozess wird dabei gegenseitig die Bildung eines Samens aus dem Körpergewebe des Primärentropen ausgelöst.

Nach der Bildung des Samens reift dieser zuerst innerhalb der Körpergewebes zu einer Miniausgabe eines Primärentropen heran, bis er sich nach Abschluss der Embryophase nach etwa 60 Tagen vom Körper des Mutterentropen abschnürt. Ab dieser Phase ist das Kind ein eigenständiges Lebewesen, das eine Kindheit von etwa 10 Jahren durchläuft, bis es als Erwachsen gelten kann. Während dieser Zeit entwickelt es individuelle Körpermerkmale.


Besondere Fähigkeiten

Tertiärentropen sind durch ihren Körperbau dazu prädestiniert, den Schutz der übrigen Völker der entropischen Volksgemeinschaft zu übernehmen. Man könnte sie auch als die Soldatenkaste bezeichnen. Jedoch – und darin werden sie oft verkannt – verfügen sie über eine beträchtliche Intelligenz und sind keinesfalls als hirnlose Tötungsmaschinen anzusehen.

Tertiärentropen sind sehr widerstandsfähig, jedoch in dieser Hinsicht Haluterähnlichen klar unterlegen. Vor allem verfügen sie nicht über die Fähigkeit, ihren Körper molekular zu verändern, sie sind genau wie Humanoide äußerlich verletzbar. Allerdings verfügen sie über die Fähigkeit der beschränkten Zellregeneration, die sie bewusst steuern können. So können auch schwere Verletzungen, die jedoch nicht tödlich sein dürfen, innerhalb kurzer Zeit geheilt werden. Je nach Schwere der Verletzung verfallen sie dabei in Stasis und müssen danach große Nahrungsmengen zu sich nehmen.

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